Kompatibilität Frequenzbereiche für Funkenstrecken

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Kompatibilität Frequenzbereiche für Funkenstrecken

      Hallo im Forum,

      Eine Frage an den Audio-Fachmann: ich will meine alte Sennheiser-Funkstrecke ew100 G1 um einen Handsender für ein Lavalier-Mikrofon erweitern (besitze zur Zeit den Receiver EK100 mit dem Mikofon-Aufstecksender SPKP 100). Die Dinger gibt es allerdings nur noch gebraucht im Netz zu kaufen und da stelle ich fest, daß die meisten angebotenen Modelle in der Frequenz-"Range" 790 bis 822 MHz liegen. Der Frequenzbereich meines Receivers liegt aber bei 630 bis 662 MHz. Da ich mich überhaupt nicht auskenne in der Materie, frage ich mich, ob Empfänger und Sender verschiedener "Ranges" kompatibel sind? Mein Receiver ist übrigens "Made in Germany", aber in Frankreich gekauft und dort auch im Einsatz. Sind die Frequenzbereiche länderabhängig?

      Würde mich über eine Antwort freuen wie über ein Weihnachtsgeschenk :) !

      Grüße, Dago
    • Dago schrieb:

      Würde mich über eine Antwort freuen wie über ein Weihnachtsgeschenk !
      Hi,

      na, dann machen wir uns mal ans Auspacken… :)

      Obwohl es vielleicht auch nur eine Rute wird... :(


      Dago schrieb:

      Da ich mich überhaupt nicht auskenne in der Materie, frage ich mich, ob Empfänger und Sender verschiedener "Ranges" kompatibel sind?
      Nein, die "Ranges" sind der Frequenzbereich in denen die Geräte arbeiten, also senden und/oder empfangen. Andere als die angegebenen Bereiche können sie nicht bedienen = nicht senden/empfangen.

      Wenn also der Sender irgendwo auf 790 - 822 MHz sendet, kann ihn ein Empfänger für 620 - 662 MHz nicht "hören". Das wäre dann so, als wenn Du einen Mittelwellensender mit Deinem UKW-Radio hören wolltest. Das funktioniert nicht.

      Es gibt aber einige Geräte, bei denen mehrere Frequenzbereiche eingestellt werden können. Das müsste dann aus der Bedienanleitung/technische Daten ersichtlich sein. Aber auch da müssen die Geräte dann eben auf ein gemeinsamen Frequenzbereich eingestellt sein.


      Dago schrieb:

      Mein Receiver ist übrigens "Made in Germany", aber in Frankreich gekauft und dort auch im Einsatz. Sind die Frequenzbereiche länderabhängig?
      Ja, das ist von Land zu Land verschieden. Du müsstest Dich also bitte nach den aktuellen in Frankreich zulässigen Frequenzen erkundigen.

      Das ist sehr wichtig, da die Frequenzbereiche in den letzten Jahren neu vergeben wurden und deshalb evtl. der Betrieb älterer Anlagen nicht mehr zulässig ist. Zuverlässig kann ich jetzt das zwar nur für Deutschland sagen, aber ich denke, dass es in Frankreich nicht anders sein wird. Ich konnte da aber auf die Schnelle nichts finden.

      In Deutschland dürftest Du z.B.
      • den Bereich 630 - 662 MHz zwar für Funkmikrofone nutzen, aber nur mit einer Anmeldung (also einer speziellen kostenpflichtigen Genehmigung);
      • den Bereich 790 - 822 MHz überhaupt nicht nutzen, da hier der LTE Mobilfunk angesiedelt ist;
      • den Bereich 823 - 832 MHz ohne Anmeldung und Kosten frei für Funkmikrofone nutzen.


      Aber die Regelung in Frankreich kann da wie gesagt evtl. ganz anders aussehen. Bitte erkundige Dich deshalb da.


      Gruß
      Peter
    • Hallo Peter,

      Vielen Dank für das nette Weihnachtsgeschenk :-)!
      Ich habe mich in der Zwischenzeit ein bißchen schlauer gemacht und weiß jetzt zwar, daß ich meine alte Funkstrecke hier in Frankreich weiterhin benutzen kann (die Frequenzen von 470 bis 694 MHz stehen (noch) ohne Einschränkung und Kosten zur Verfügung), ich müßte aber, wie Du ja liebenswürdig betonst, einen Handsender mit der selben "Range" wie der Receiver (620-662 MHz) finden, was so gut wie unmöglich ist. Ich könnte zwar irgend einen ew 100-Sender im Netz kaufen und ihn dann beim Hersteller "umpolen" lassen (was offensichtlich möglich ist), allerdings scheint das mit ziemlich hohen Kosten verbunden zu sein...

      Fazit: entweder ich mache meine Interviews mit dem Lavalier+Recorder/Handy, oder ich umschiffe das UHF-Schlamassel und kauf mir die Rode Funkstrecke, die ja digital sendet...

      Gruß, Dago
    • Dago schrieb:

      oder ich umschiffe das UHF-Schlamassel und kauf mir die Rode Funkstrecke, die ja digital sendet...
      Da meinst Du sicherlich die 2,4 GHz Funkstrecken (die es nicht nur von Rode gibt, wobei das Rode Gerät schon recht gut ist). Das wäre sicherlich keine schlechte Wahl.

      Wobei man sich der Vor- und Nachteile bewusst sein sollte.

      Der 2,4 GHz Bereich ist (soviel ich weiß) weltweit frei verwendbar. Insoweit sollte es also zumindest keine rechtlichen Hürden für einen Einsatz geben.

      Allerdings wird es auch für WLAN, Funktastaturen/-mäuse, u.ä. genutzt. Da könnten zumindest theoretisch störende Überschreitungen stattfinden. In der Regel gibt es damit aber relativ wenig Probleme.
      Etwas unbefriedigender ist die frequenzbedingt recht geringe Reichweite. Die kann durch äußere Einflüsse - insbes. Feuchtigkeit (in Wänden) - auch noch weiter verringert werden. Jedenfalls ist die Reichweite deutlich geringer als bei Deinem derzeitigen Gerät. Hier käme es also darauf an, in welchem Bereich (und auf welche Entfernungen) Du die Strecken verwenden willst.

      Trotzdem lässt sich mit derartigen Lösungen aber durchaus gut arbeiten.


      Und nur zur Klarstellung - ob die Verwendung von Funk erlaubt ist, hängt immer nur von der genutzten Frequenz ab und nicht, ob die Übertragung analog oder digital erfolgt.


      Gruß
      Peter
    • Sennheiser unterteilt seine Funkstrecken in Bänder. Deine Strecke liegt im sogenannten B-Band welches von 626-668Mhz geht.

      Untereinanander sind Geräte der Generation 1 bis inzwischen Generation 4 der EW-Serie i.d.R. bedingt kompatibel, d.h. ein G1-Empfänger kann auch die Singale eines G2 oder G3-Empfängers empfangen wenn der RX/TX korrekt eingestellt ist, sprich die Pilottonübertragung abgeschaltet wurde da die alten Geräte diesen Pilotton noch nicht unterstützen.

      Auch sind Geräte der EW100 / EW300 / EW500er-Serie kompatibel, d.h. man kann einen EW500-Empfänger mit einem EW100-Sender betreiben oder umgekehrt, auch über die Generationen hinweg (mit oben genannten Einschränkungen).

      Ich habe selbst jahrelang einen EW500 G1 - Empfänger mit einem EW100 G2 - XLR-Würfelsender kombiniert - geht mit abgeschaltetem Pilotton problemlos. Aktuell verwende ich ein EW500 G1 - Handmikrofon an einem EW100 G3 - Empfänger weiter.

      Wichtig ist das der Frequenzbereich passt !

      Was nicht kompatibel ist sind die Geräte der vierstelligen Geräteserien, auch wenn sie im gleichen Frequenzband senden. Hier sind die Dynamik- und Rauschunterdrückungssysteme die Sennheiser verbaut hat unterschiedlich.

      DAs die momentan am meisten angebotenen Geräte (im deutschsprachigen Raum bzw. Deutschland) Geräte mit 790-822MHz, also im D-Band sind liegt schlichtweg darin dass diese in Deutschland seit 2016 nicht mehr betrieben werden dürfen da dieser Bereich jetzt exclusiv für LTE zur Verfügung steht - in Deutschland sind diese Geräte quasi Elektronikschrott geworden den jeder loswerden will aber fast niemand kauft - daher sind die Preise dafür auch ziemlich zusammengebrochen ;) (wobei etliche unwissende sich solche Dinger vermutlich immer noch kaufen und sie betreiben was aber illegal ist und ggf. teuer werden kann, ist etwas mehr wie 1x falsch parken...)

      Betreffend der Rode-Strecke im 2,4GHz-Band oder auch der neueren Sennheiser AVX im gleichen Band, diese funktionieren im Nahbereich um eine Kamera herum wohl recht problemlos. Also wenn der Sender wie ja meist üblich so 5-8m oder so vom Empfänger auf der Kamera weg ist, sprich in den üblichen Interviewsituationen o.ä.

      Wo es aber im 2,4GHz-Band leichter zu Störungen usw. kommen kann ist wenn man diese Funkstrecken als Kabelersatz für lange Mikrofonkabel verwendet, bspw. wenn man in einem Saal die Kamera ganz hinten stehen hat und ein Mikrofon am Rednerpult ganz vorne benötigt oder einen Redner mit dem Anstecker "präpariert" und eben keine 20 oder 30m oder mehr XLR-Leitung verlegen will.

      Das geht aufgrund der höheren Sendefrequenz und der m.W. nach geringeren Sendeleistung ggf. leichter schief als wenn man eine Funkstrecke im UHF-bereich verwendet....
      Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar
    • hallo,

      in D ist die Bundesnetzagentur für die Verteilung/Koordinierung zuständig.
      Dort findest Du auch die Frequenzpläne zum Herunterladen,
      incl Besonderheiten bzgl andere EU-Staaten.

      Insgesamrt sehe ich das "Radau-Band" bei 2.4 GHz (ISM, Mikrowellengeräte usw)
      dennoch für recht solide. Hatte nie Probs mit den Geräten. Auch Funk-Mikro
      per BlueTooth lief bisher immer problemlos.

      Hingegen hatte ich eine Funkstrecke im 70cm-Band, die in der EU
      problemlos legal lief, in BuenosAires getestet und konnte dort keinen Meter überbrücken,
      da der Störnebel einfach immens hoch war.
    • Hallo,

      gurlt schrieb:

      Allerdings wird es auch für WLAN, Funktastaturen/-mäuse, u.ä. genutzt. Da könnten zumindest theoretisch störende Überschreitungen stattfinden. In der Regel gibt es damit aber relativ wenig Probleme.

      dosaris schrieb:

      Insgesamrt sehe ich das "Radau-Band" bei 2.4 GHz (ISM, Mikrowellengeräte usw)
      dennoch für recht solide. Hatte nie Probs mit den Geräten.
      Einspruch, euer Ehren! ;)
      2,4 GHz funktioniert dann gut wenn nur wenige andere Geräte davon zum Einsatz kommen. Gerade in dicht besiedelten Gegenden kann das aber echt zu einem Problem werden. Viele Babyphone z.B. senden auch auf dieser Frequenz. WLAN habt Ihr ja selbst schon erwähnt. Selbst auf dem Land kann es da schon zu Problemen kommen wenn sich die Geräte nicht gut genug abgrenzen können.
      Oder bei Veranstaltungen wo massiv Funktechnik eingesetzt wird kann es hier auch zu Problemen kommen. Denn auch moderne digitale Tonpulte nutzen z.B. zum Steuern per Tablet/Smartphone diese Frequenz. Habe das selbst schon erlebt. Wenn wir nicht noch einen Teil auf 5GHz verlagert hätten wäre das zum Fiasko geworden.
      Man muss sich also gut überlegen für welche Einsatzzwecke man die Funkstrecke verwenden möchte und dann wählen ob man das in einem gebührenfreien oder einem gebührenpflichtigen Bereich machen möchte.
      Grüßle,
      Steve
    • Tausend Dank für eure sehr lehrreichen Beiträge!

      Ich habe eben eine Anfrage an Sennheiser abgeschickt, ob bei alten Geräten eine Umrüstung auf einen anderen Frequenzbereich möglich ist und wenn ja, wieviel das kosten würde. Ginge das, könnte ich ja einen 790-822MHz-"Elektroschrott" kaufen und ihn auf 630-662MHz "umpolen" lassen. Es täte mir unendlich leid, mein damals teuer erstandenes und heute noch wie neues Equipment verschrotten zu müssen, nur weil die Frequenzen obsolet geworden sind.

      Eine Wlan- oder Bluetooth-Strecke würde mir von der Reichweite her aber auch reichen, ich mach damit nur Interviews, die Kamera ist also immer ziemlich nah am Micro.

      Ich hab mal auf der Internetseite der französischen Netzagentur (ANFR) die bis 2025 autorisierten und lizenzfreien Frequenzen für Funkstrecken in F und D rausgesucht (hinter der Frequenzzahl steht wohl die maximale Signalstärke, wenn ich das als Laie richtig sehe):

      Frankreich
      174 - 223 MHz, max. 50 mW ERP
      470 - 694 MHz, max. 50 mW ERP
      823 - 826 MHz, Max. 20 mW EiRP
      826 - 832 MHz, Max. 100 mW EiRP

      Deutschland
      174 - 230 MHz, 50 mW ERP
      823 - 832 MHz, 100 mW EiRP
      863 - 865 MHz, 10 mW ERP
      1785 - 1805 MHz, 82 mW EiRP
      1795 - 1800 MHz, 20 mW ERP

      Grüße,
      Dagobert
    • Ein Kauf einer alten Funkstrecke im D-Band und eine Umrüstung bei Sennheiser lohnt sich nicht. Geräte der ersten Generation lassen sich lt. Sennheiser überhaupt nich umbauen, nur G2 und G3.

      2015 als die ganze Sache zeimlich aktuell wurde hat Sennheiser pro Gerät, also Empfänger oder Sender ca. 150-200€ für den Umbau verlangt - zusammen mit dem Kaufpreis einer gebrauchten Funkstrecke (meist ca. 200-350€) ist das unrentabel, eine neue Funkstrecke liegt zwischen ca: 5%0 und 800€ je nach dem ob nur Taschensender oder mit Handmikro bzw. XLR-Aufsteckwürfel...

      Rechne ich jetzt 250€ für eine gebrauchten Kameraempfänger und einen Taschensender und dann noch jeweils 150€ Umbau dazu so sind das 550€ für ein gebrauchtes System - für um die 50€ mehr gibt es das fix & fertig als Neugerät und mit frischer Garantie !

      Was einem bleibt ist der "illegale" Betrieb einer Funkstrecke im alten Frequenzband, man muss sich aber im klaren sein dass das zumindest in Deutschland kein Kavaliersdelikt ist - wird man erwischt so ist das eine Straftat die zumindest vor eltichen Jahren noch mit bis zu 5 Jahren Haft oder einer entsprechenden Geldstrafe belegt werden konnte - aktuell habe ich die Rechtslage nicht mehr im Kopf, aber das ist auf jeden Fall mehr wie einmal falsch Parken ;)

      Übrigens auch Vorsicht vor dem Betrieb von billigen geräte die via Amazon o.ä. direkt ab freundlichem Chinesen erhältlich sind - diese geräte haben oftmals keinerlei Zualssungen in der EU, denn alles was aktiv "funkt" benötigt in der EU eine entsprechende Zulassung bzw. muss die Richtlinien dazu einhalten. Dazu kommt die oft fragwürdige Qualität der Dinger - also auch da Finger weg !

      Wenn dann auf so Systeme wie eben das Rode-Set ausweichen wenn man Geld sparen möchte - oder fleißig divese Handelsportale wie Ebay beobachten, manchmal kann man da auch Schnäppchen machen vor allem wenn man Geräte auch mal einzeln kauft, d.h. nicht im Set sondern Sender und Empfänger getrennt....
      Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar
    • MediaSteve schrieb:

      Gerade in dicht besiedelten Gegenden kann das aber echt zu einem Problem werden. Viele Babyphone z.B. senden auch auf dieser Frequenz. WLAN habt Ihr ja selbst schon erwähnt. Selbst auf dem Land kann es da schon zu Problemen kommen wenn sich die Geräte nicht gut genug abgrenzen können.
      Bestreitet ja auch keiner.
      Doch - eben wegen der geringen Reichweite - hält sich das eigentlich schon in Grenzen, zumal die Geräte i.d.R. ihre (freien) Kanäle selbst suchen. Treten Probleme auf muss man halt sehen, wo die liegen und ob, bzw. wie man die evtl. (z.B. durch vorübergehendes abschalten) beseitigen kann.
      Die 2,4 GHz sind eben eine "offene" Frequenz mit - wie schon gesagt - allen Vor- und Nachteilen.

      Und klar:

      MediaSteve schrieb:

      ..bei Veranstaltungen wo massiv Funktechnik eingesetzt wird kann es hier auch zu Problemen kommen. Denn auch moderne digitale Tonpulte nutzen z.B. zum Steuern per Tablet/Smartphone diese Frequenz. Habe das selbst schon erlebt. Wenn wir nicht noch einen Teil auf 5GHz verlagert hätten wäre das zum Fiasko geworden.
      wären da 2,4 GHz problematisch. Aber Du wirst auch zugeben, dass bei derartigen Veranstaltungen auch außerhalb der 2,4 GHz immer eine Planung, Absprache und letztlich Probe vor Ort notwendig ist.

      Ein Betrieb im anmeldepflichtigen Bereich lohnt sich m.E. nur für gewerbliche Nutzer.



      Dago schrieb:

      Eine Wlan- oder Bluetooth-Strecke würde mir von der Reichweite her aber auch reichen, ich mach damit nur Interviews, die Kamera ist also immer ziemlich nah am Micro.
      Bis ca. 10 m treten nach meiner Erfahrung eigentlich kaum Probleme auf. Ggf. muss man etwas auf den Sitz des Senders achten.
      Es sollte für Deinen Einsatzzweck also ausreichen, zumindest wenn nicht noch andere Aufnahmen in der Nähe stattfinden.

      Dago schrieb:

      (hinter der Frequenzzahl steht wohl die maximale Signalstärke, wenn ich das als Laie richtig sehe):
      Verstehst Du richtig. Sollte aber von den Herstellern entsprechend berücksichtigt sein.

      Interessant ist, dass in F offenbar das 1,8 GHz Band nicht frei ist.


      Dago schrieb:

      Es täte mir unendlich leid, mein damals teuer erstandenes und heute noch wie neues Equipment verschrotten zu müssen, nur weil die Frequenzen obsolet geworden sind.
      Wie ja schon @MacMedia ganz richtig geschrieben hat wärst Du da nicht allein. So war es in D mit dem Bereich 790-822 MHz.
      Aber bis 2025 bist Du da erstmal sicher.

      Ich glaube zwar nicht, dass sich eine "Umquarzung" rentieren wird, aber frag auch mal bei entsprechenden Fachgeschäften in Deiner Nähe.



      Gruß
      Peter

      Nachtrag:

      MacMedia schrieb:

      Übrigens auch Vorsicht vor dem Betrieb von billigen geräte die via Amazon o.ä. direkt ab freundlichem Chinesen erhältlich sind - diese geräte haben oftmals keinerlei Zualssungen in der EU, denn alles was aktiv "funkt" benötigt in der EU eine entsprechende Zulassung bzw. muss die Richtlinien dazu einhalten. Dazu kommt die oft fragwürdige Qualität der Dinger - also auch da Finger weg !
      Ein wirklich ganz wichtiger Hinweis!!! Sowas muss man sich wirklich nicht antun.
    • gurlt schrieb:

      Aber Du wirst auch zugeben, dass bei derartigen Veranstaltungen auch außerhalb der 2,4 GHz immer eine Planung, Absprache und letztlich Probe vor Ort notwendig ist.
      da gebe ich Dir vollkommen Recht!

      gurlt schrieb:

      Ein Betrieb im anmeldepflichtigen Bereich lohnt sich m.E. nur für gewerbliche Nutzer.
      Auch das ist eigentlich richtig. Aber es gibt eben auch immer wieder Amateuranwendungen wo man mit den frei verfügbaren Frequenzen schnell an seine Grenzen stößt. Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Und da ist bei 2,5 GHz schneller mal Schluss durch die Vielzahl unterschiedlicher Geräte die da mit einfließen können. Langfristig dürfte das bei 5 GHz auch der Fall sein weil immer mehr Geräte eben auch diese Frequenz anbieten.

      gurlt schrieb:

      Doch - eben wegen der geringen Reichweite - hält sich das eigentlich schon in Grenzen, zumal die Geräte i.d.R. ihre (freien) Kanäle selbst suchen.
      Ja und Nein, manche Geräte schaffen das eben nicht sauber und fahren anderen dann auch mal schön in die Parade. Und nicht jedes Gerät zeigt einem an wo es funkt und wo die anderen funken. Die Geringe Reichweite bringt da nur in dünner besiedelten Gegenden einen Vorteil.

      Ich will das aber auch nicht über dramatisieren. Es sollte nur ein Hinweis sein das es zu solchen Problemen kommen kann. Muss ja nicht.

      Grüßle,
      Steve
    • Ich denke, das "Umquarzen" ist eine schlechte Idee von mir gewesen...
      Auf eBay.uk und .com (USA) bin ich allerdings fündig geworden, da gibt's einige ew 100er-Sender für das B-Band, die kosten aber alle um die 150€ + Porto. Wenn ich das Internet-Kauf-Risiko noch drauf packe (habe schon sehr unangenehme und kostspielige Erfahrungen gemacht:-), dann ist das mehr Stress als Spass.
      Die Lösung liegt wahrscheinlich im Splitting: das schwere Handmikro (MD 42 mit dem Aufstecksender SKP 100) und dem ew 100-Empfänger für die interaktiven Interviews und das kleine Ansteckmicro mit der (zu kaufenden) Rode-Funkstrecke für Portrait-Videos. Wenn's dabei wegen Wifi-, Mikrowellen- oder Bluetooth-Salat zu heftigen Störungen kommen sollte, kann ja zur Not der Tascam-Taschenrekorder übernehmen...

      Tolles Forum hier, habe viel gelernt mit euch, danke dafür!

      Gruß, Dagobert
    • P.S. Habe bereits eine Antwort von Sennheiser erhalten: "...Il n est plus possible de changer en fréquences les G1 et G2 , seul le G3 mais le prix de main d'oeuvre et la pièce PCB à changer n'est pas toujours économiquement viable..."
      Soll heißen: das "Umquarzen" :) ist für die G1 und G2-Modell nicht mehr (!) möglich, sondern nur noch für die G3-Modelle. Die Arbeits- und Materialkosten (für das PCB: ?) lohnen sich aber meistens nicht - sprich: sind unverhältnismäßig teuer - sprich: lieber neu kaufen...
      Dann haben sie mir noch einen Link zum Modell G4 geschickt (vergriffen), das es für alle zur Zeit zulässigen Frequenzbereiche gibt...

      Hm....gleicher Preis wie für die Rode Funkstrecke... ?(
    • Noch eine andere Idee.

      Da die Frequenz ja in Frankreich weiterhin genutzt wird, müsste es doch entsprechend belegte Geräte im Fachhandel geben. Gibt es da nichts zu finden?


      Gruß
      Peter
    • Genau!
      Es gibt hier in unserer kleinen Provinzstadt mehrere Fachgeschäfte, die Sennheiser-Produkte vertreiben. Werde nach den Ferien mal sehen, ob sie den G4-Sender im B-Band für einen akzeptablen Preis haben. Wenn nicht, investiere ich lieber in die Zukunft mit Rode und die 2,4 GHz-Frequenz...
    • Neu

      Upgrade und kurze Frage:

      Nach langem Zögern habe ich mich doch entschlossen, mein altes Sennheiser-Set mit einem gebrauchten Sender (selber Frequenzbereich: B-Band) zu ergänzen. Bin allerdings nur auf eBay-USA fündig geworden, dort waren die B-Band-Frequenzen offensichtlich sehr verbreitet, sind jetzt aber obsolet geworden. Das Teil habe ich für 60€+40€ (Versand und Zoll) erstanden, soll top funktionieren (konnte noch nicht testen, ist noch nicht angekommen), scheint aber eine ziemlich lädierte Antenne zu haben, die womöglich ersetzt werden muß. Jetzt die Frage: ist es möglich, daß Antennen frequenzabhängig sind? Kann man also nicht jede x-beliebige Antenne an den Transmitter hängen? Die im Netz angebotenen Ersatzantennen (aus China) haben Frequenzangaben... ?(

      Grüße, Dagobert
    • Neu

      ist es möglich, daß Antennen frequenzabhängig sind? Kann man also nicht jede x-beliebige Antenne an den Transmitter hängen? Die im Netz angebotenen Ersatzantennen (aus China) haben Frequenzangaben.

      ja sicher,
      Sende-Antennen müssen immer in Resonanz betrieben werden.

      im eInfachsten Fall mit einem DiPol bei halber Wellenlänge.
      Mit schaltungstechnischen Tricks lassen die sich auch verlängern od verkürzen
    • Neu

      Auweia, da zeigt sich mal wieder, daß sich mein technisches Wissen im Niedrigfrequenz-Bereich bewegt...! :D

      Antennentechnik scheint ja (kurzer Ausflug ins Wikipedia) echt kompliziert zu sein, versuche erst gar nicht, das zu verstehen und kaufe einfach eine Ersatzantenne für den entsprechenden Frequenzbereich...

      Eine Zusatzfrage hätte ich da noch: Darf man diese fragilen, ziemlich weichen Antennchen mit einer etwas rigideren Plastikhülle verstärken (Genre Schrumpfschlauch) oder geht dann ein Teil der Empfangs- bzw Sendeeigenschaft verloren?
    • Neu

      Dago schrieb:

      Darf man diese fragilen, ziemlich weichen Antennchen mit einer etwas rigideren Plastikhülle verstärken (Genre Schrumpfschlauch) oder geht dann ein Teil der Empfangs- bzw Sendeeigenschaft verloren?
      Verboten ist es nicht... :D
      ...aber es könnte eine Beeinflussung stattfinden.

      Gruß
      Peter