Audioaufzeichnung von Sprache und Gesang

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    • Audioaufzeichnung von Sprache und Gesang

      Ich habe mich ein wenig mit Audioaufzeichnungen beschäftigt und festgestellt, dass das Mikrofon eigentlich ein viel geringerer Qualitätsfaktor ist als die Audioumgebung oder die Abhöre (Studiomonitore).

      Dazu habe ich mal im Internet recherchiert. Wie es Amp-Simulationen für E-Gitarren gibt, so gibt es auch Mikrofon/Vorverstärker Simulationen, die über ein zum Simulationssystem zugehöriges relativ neutrales Mikrofon aufzeichnen und dann aus der Aufzeichnung die Charakteristika der Nobelmarken nachbauen, indem über EQ und Kompression/Sättigung beispielsweise ein Neumann-, Brauner- oder sonstiges Mikrofon/Vorverstärkergespann nachgeahmt wird. Das funktioniert erstaunlich gut. Das wurde im Vergleich mit den Originalmikrofonen und Blindtests ermittelt.

      Ich habe mir das mal so angehört und selbst unter den Verschiedenen Mikrofonen eigentlich kaum Unterschiede gehört. Wenn man also nicht gerade ein 20 Euro-Mikrofon benutzt, dann merkt man kaum einen Unterschied.

      Hinzu kommt die Abhöre, wenn die nicht richtig aufgestellt ist und der Raum nicht richtig akustisch gebaut ist, dann können sich Bässe an den Wänden aufschaukeln und höhere Frequenzen gegenseitig aufschaukeln oder auslöschen. Deshalb benutzt man Bassfallen in den Raumecken, hat möglichst keine parallelen Wände, um diese Probleme auszuschalten. Nicht ganz so streng muss man das bei Sprachaufnehmen sehen.

      Bei Sprachaufnahmen kommt es hauptsächlich darauf an möglichst keinen direkten Hall im Raum zu haben,damit man eine möglichst trockene oder wenigstens natürliche Aufnahme hin zu bekommen.

      Da bei mir relativ viel Nachhall und Umgebungsgeräusche im Raum sind, habe ich eine Sprecherkabine oder ähnliches gesucht und bin auf folgendes Gerät gestoßen, welches enorm gute Ergebnisse für Sprachaufnahmen erzielt. (Nicht zu vergleichen mit Decke über den Kopf ziehen)

      Isovox 2 scheint mir da eine prima Lösung zu sein. Was sagt ihr dazu?

      youtu.be/zKJKDglHLas
    • homer1 schrieb:


      ...und selbst unter den Verschiedenen Mikrofonen eigentlich kaum Unterschiede gehört. Wenn man also nicht gerade ein 20 Euro-Mikrofon benutzt, dann merkt man kaum einen Unterschied.

      Die qualitativen Unterschiede zwischen Mikrofonen merkt man erst bei wirklich höchstwertigen Abhörmöglichkeiten. Und "höchstwertig" meint jetzt nicht die Studiomonitore für 500€/Paar.... ;)

      Wir reden hier dann von Abhörumgebungen wie sie bei großen Tonstudios zur Anwendung kommen - quasi absolute Referenz-Abhören.

      Ansonsten reicht ein Mittelklasse-Mikrofon auch für Sprachaufzeichnungen z.B. für Off-Text völlig aus. Man sollte tatsächlich vielleicht nicht gerade das Mikrofon für 29€ aus China kaufen, sondern schon was solides so in der Preisklasse um die 100€ - das reicht völlig für unsere Anwendungen.

      Und ja, die Umgebung macht wesentlich mehr aus wie ein gutes Mikrofon....

      Diese Box ist sicherlich nicht schlecht, aber je nach Umgebung tut es sicherlich auch ein einfacherer Mikrofonreflektor - in einem Raum wo schon eine halbwegs "trockene" Akusik herrscht muss es vermutlich keine solche Box sein. Aber wenn ein Raum eher hallig ist - dann dürfte diese Box richtig was bringen.
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    • homer1 schrieb:

      Dazu habe ich mal im Internet recherchiert. Wie es Amp-Simulationen für E-Gitarren gibt, so gibt es auch Mikrofon/Vorverstärker Simulationen, die über ein zum Simulationssystem zugehöriges relativ neutrales Mikrofon aufzeichnen und dann aus der Aufzeichnung die Charakteristika der Nobelmarken nachbauen, indem über EQ und Kompression/Sättigung beispielsweise ein Neumann-, Brauner- oder sonstiges Mikrofon/Vorverstärkergespann nachgeahmt wird. Das funktioniert erstaunlich gut. Das wurde im Vergleich mit den Originalmikrofonen und Blindtests ermittelt.
      Kannst du auch dazu einen Link reinstellen? - Wäre super.

      Besten Dank im Voraus
      Walter
    • Hi,

      für mich wäre diese "Kartonlösung" nicht so das Wahre.
      Mag ja für eine Gesangsaufnahme noch eine Lösung sein, aber bei einer Sprachaufnahme für ein Video sehe ich lieber das Bild. "Blindschüsse" passen meist nicht so gut, es sei denn, man schneidet nach dem Kommentar.

      Aber richtig ist natürlich, dass man schon einiges tun kann (und muss) um eine vernünftige Umgebung für die Aufnahme zu schaffen. Neben der eigentlichen Akustik ist es auch wichtig keine Nebengeräusche mit aufzunehmen. Das fängt meist beim Lüfter des eigenen Rechners an und reicht dann über knarrende Sitzgelegenheiten bis hin zu klappernden Schmuckstücken der sprechenden/singenden Person (alles schon selbst erlebt :) ).
      Hier kann man durchaus auch schon mit preiswerten Lösungen, wie Eierkartons, Schaumstoff, u.ä., einiges erreichen. Zumindest wenn man es eher hobbymäßig betreibt.
      Dieser Link und die anderen Tutorials dort sind da durchaus interessant.

      Häufig finden sich - grade bei OnBoard-Sound - auch einfach Fehler bei den Einstellungen.
      Normalerweise sind die Treiber ja zunächst auf die CD-Qualität 44,1 kHz eingestellt und nicht auf die im Video verwendeten 48 kHz. Da wird oft vergessen umzustellen.
      Genauso werden nicht selten (z.B. im Realtek-Treiber) irgendwelche Effekte, wie leichte Hallwiedergaben eingestellt, ohne zu bedenken, dass sich dies nur auf die Ausgabe auf die PC-Lautsprecher auswirkt. Sowas gehört während der Audiobearbeitung zumindest deaktiviert, sonst funktioniert das nie.

      Ansonsten bin ich immer noch der Meinung, dass wenn man öfter Audioaufnahmen machen möchte, dazu auch eine vernünftige technische Ausstattung gehört, also möglichst ein Audio-Interface, sowie Studio-Monitore und -Kopfhörer.
      Als Mic würde ich ein Großmembran mit Phantomspeisung bevorzugen.

      Aber natürlich nutzt dies alles nichts, wenn die Akustik nicht stimmt, oder die Aufnahme durch Neben-/Störgeräusche "versaut" ist.


      Gruß
      Peter
    • walter.mittwoch schrieb:

      homer1 schrieb:

      Dazu habe ich mal im Internet recherchiert. Wie es Amp-Simulationen für E-Gitarren gibt, so gibt es auch Mikrofon/Vorverstärker Simulationen, die über ein zum Simulationssystem zugehöriges relativ neutrales Mikrofon aufzeichnen und dann aus der Aufzeichnung die Charakteristika der Nobelmarken nachbauen, indem über EQ und Kompression/Sättigung beispielsweise ein Neumann-, Brauner- oder sonstiges Mikrofon/Vorverstärkergespann nachgeahmt wird. Das funktioniert erstaunlich gut. Das wurde im Vergleich mit den Originalmikrofonen und Blindtests ermittelt.
      Kannst du auch dazu einen Link reinstellen? - Wäre super.
      Besten Dank im Voraus
      Walter
      Hier die Mikrofonsimulationen:
      youtu.be/wHcxQLRRGpU
    • Peter, wenn man zum Bild aufzeichnen möchte, dann kann man den Film auch über Smartphone oder Tab unter dem Schirm aufzeichnen. Dann stimmt das Timing und die Spur muss nur richtig an den Start gerückt werden.

      Oder, wenns zu 50 Hz sein soll, dann kurz den Minibildschirm vom Modellflug über 50 Hz Videoeingang nutzen.1B76FA83-A509-4253-B459-DAE56C59C524.jpeg
    • Hmmm,

      na schau Dir das Video nochmal an. Da sind nur noch wenige cm hinter dem Mic.
      Da wäre dann wohl eher eine VR-Brille angesagt. :D

      Bedenke bitte auch, dass ein Smartphone, Tablet o.ä. so dicht am Mic Störungen verursachen dürfte.


      Da halte ich dann solch einen Reflexiosfilter vermutlich für praktikabler.
    • Ja, ein Tablet stelle ich mir auch etwas beeinflussend auf den Ton vor, aber habe ich schon in anderen Videos mit einem iPad unter der Haube gesehen. Deshalb hatte ich auch Smartphone als Alternative genannt.

      So einen Reflexion-Schirm habe ich von SE electronic. Der hilft mir Null, weil der komplette Umgebungsschall da drum herum läuft. Das hilft nur gegen den Direktschall, also das Predelay, wenn überhaupt.

      Im Sommer ist es unter der Haube bestimmt klimamäßig auch nicht so toll, aber im Rest des Jahres könnte es funktionieren.

      In dem Test haben die ja auch schon den einen oder anderen Schwachpunkt erkannt, wie mit der Mikrofonhalterung. Hier geht es um die Version 2 der Haube. Vielleicht kommt bald V3 mit anderer Halterung. Nen PA-Ständer habe ich noch über.

      Größenmäßig sind 80cm Länge (Außenmaß) bestimmt nicht angenehm für eine Person von etwas mehr als 1.90 m Höhe. Die Leute müssen doch beim Singen schon ins Mikrofon beißen. L x B x H: 800 x 490 x 480 mm
      Die „Vorturner“ sind wahrscheinlich nur 1,60 m und passen gerade so rein. Wenn man dann noch eine Brille braucht und einen Leseabstand von 40cm und da noch ein Mikrofon vor steht, dann tut man sich vielleicht doch keinen Gefallen mit so einem Kauf. Zumal billig ist die Kiste ja auch nicht.

      Sowas mit Maßen 1200x600x600 mm wäre vielleicht doch etwas ergonomischer. Zumindest für mich.
    • Genau in diese Richtung gingen ja auch meine Überlegungen.

      Einziger Vorteil dabei ist, man hat einen schönen gleichmäßigen Abstand Person/Mic, da sich ja niemand so wirklich bewegen kann ^^
      Habe mal eine Sängerin aufgenommen, die sich selbst am Piano begleitet und mitgerockt hat. Da war dann einiges an Nacharbeit (Hüllkurve).

      Dann gibt es da ja auch div. Selbstbauvorschläge für ähnliche Konstruktionen, bei denen man natürlich eine gewisse Anpassung an die eigenen Bedürfnisse vornehmen könnte. Und es dürfte auch nicht ganz so teuer sein.

      Übrigens sollen der Legende nach auch bekannte Sänger schon mal im Kleiderschrank gelandet sein (natürlich für die Aufnahme und nicht wegen heimkehrender Ehemänner :D :D :D ).

      Gruß
      Peter