Wie kommt man zu einem guten Videobild?

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    • Wie kommt man zu einem guten Videobild?

      Zufällig auf ein interessantes Video gestoßen (via ISO 1200) : "How a National Geographic Photographer Shoots feat. Bob Holmes"

      Bob Holmes wurde gefragt, was macht eine Bild aus, damit es in „National Geographic“ veröffentlicht wird. In vier Minuten bringt er die wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Bild auf den Punkt.

      Fotografie?? Man kann jede Einstellung von Holmes aus dem kurzen Film nehmen und man hätte aus der jeweiligen Perspektive sehr gute Filmaufnahmen.

      Bei allem was Bildkomposition betrifft, sind die „Grundregeln“ bei Foto und Film/Video gleich. Beim Bewegtbild kommt noch vieles hinzu, aber die Ausgangslage - Was macht ein gutes Bild aus? - ist sehr, sehr ähnlich.

      Warum ein „National Geographic“-Fotograf? Ich bin nach wir vor davon überzeugt, dass man von den Besten lernen soll, auch wenn dies im Forum oft auf Ablehnung stößt.

      Ich habe Holmes wichtigste Punkte in meinen Worten frei zusammengefasst:
      • 00:17 - Man muss sich auf die Aufnahmen innerlich vorbereiten, damit die Bilder zu einem kommen.
      • 00:23 – Kenne dein Equipment in- und auswendig. So dass sich die Kameratechnik nicht zwischen dich und das Bild schiebt, da man z. B. In einen Untermnue nach was sucht. (Da sind Kameras mit einzelnen Funktionstasten hilfreich, währen ich in meinen Sonys immer in Untermenues rumsuche)
      • 00:47 – Man muss ein Auge schulen. Holmes hat sein bewusstes Sehen bei der Betrachtung von Gemälden gelernt.
      • 01:04 - Man muss lernen, den (punctuation decisive moment) den entscheidenden Moment zu erkennen, wenn die Bildkomposition stimmt. Das ist der Moment, wo, z. B im Ballett seine Haltung gut ist, wo sein Ausdruck typisch für das Ballett ist. Solche Details sind entscheidend für ein gutes Bild.
      • 01:34 - Auf die Frage, wie setzt man so was in eine Szene um antwortet Holmes: Man muss lernen, wie man in jeder Situation eine gute Bildkomposition erkennt, ohne groß darüber nachdenken zu müssen. Das kann man lernen. Seine Augen gehen automatisch auch in die Ecken des Bildes, um die gesamte Komposition zu erfassen.
      • 02:01 – Der Fotograf / Filmer ist für alles, das im Bild ist, verantwortlich. Es ist die Verantwortung des Fotografen / Filmers völlig auf das Motiv einzugehen.
      • 03:05 - Man muss bei der Aufnahme völlig in der Szene sein und das beginnt vor der Aufnahme. (Ihr erinnert euch an die kritisierte Aussage von MacMedia, dass die Bildkomposition vor der Aufnahme im Kopf stattfinden muss)
      Wenn man versucht, nur 20 % umzusetzen, dann bringt es mehr, als die neueste Technik.

      Beste Grüße, Uli
    • Ich komme aus der Fotografie und ein gängiger Satz war:
      Der Fotograf drückt auf den Auslöser und hat damit seine Arbeit getan.
      Der Filmer drückt auf den Auslöser und die Arbeit beginnt... :teufel:

      Man muss ein Auge schulen. Holmes hat sein bewusstes Sehen bei der Betrachtung von Gemälden gelernt
      Für mich zur Schulung des Auges war Harald Mante ein Ratgeber - wobei die Abbildungen in seinen Büchern stimmig, aber alt sind.
      Das Bild ist eben nicht "zeitlos"

      Man muss sich auf die Aufnahmen innerlich vorbereiten, damit die Bilder zu einem kommen.
      Das ist wichtig - im Sinne von: was will ich zeigen - oder auch im Sinne: wie gut kann ich es zeigen.

      Man muss lernen, den (punctuation decisive moment) den entscheidenden Moment zu erkennen, wenn die Bildkomposition stimmt. Das ist der Moment, wo, z. B im Ballett seine Haltung gut ist, wo sein Ausdruck typisch für das Ballett ist. Solche Details sind entscheidend für ein gutes Bild.
      Das ist für mich wichtig auch für den Schnitt - genau das Startbild muss das Auge zufriedenstellen

      Man muss lernen, wie man in jeder Situation eine gute Bildkomposition erkennt, ohne groß darüber nachdenken zu müssen. Das kann man lernen. Seine Augen gehen automatisch auch in die Ecken des Bildes, um die gesamte Komposition zu erfassen.
      Da ist aber auch Talent von Nöten - als Schlüssel zum Üben. Dank der Digitalen Technik können viele Bilder/Szenen gemacht werden - mit der unbedingten Bereitschaft vieles weg zulassen.

      Der Fotograf / Filmer ist für alles, das im Bild ist, verantwortlich. Es ist die Verantwortung des Fotografen / Filmers völlig auf das Motiv einzugehen
      Das ist leider immer richtig - auch wenn es schwer fällt unperfektes dann nicht zu verwenden - oder auch dazu zu stehen. "Da stand ich und konnte nicht anders"
      lerne nie aus
      mein Kanal: https://www.youtube.com/user/wabuddel?feature=mhum
    • Rod schrieb:

      Wenn man versucht, nur 20 % umzusetzen, dann bringt es mehr, als die neueste Technik.

      Ich glaube, diese polarisierende Betrachtungsweise trifft eigentlich nicht zu und wird der Sache auch nicht gerecht. Neuste Technik kann durchaus fantastische Eindrücke herüber bringen, auch wenn der Kameramann nicht gerade der King ist. Mir ist das zu pauschalisierend. Einfaches Beispiel: Ich sitze am Rand des Grand Canyon und filme den Überblicksschwenk mit einer VHS-Kamera. Das Ergebnis sehe ich mir anschließend auf einem PAL-Röhren-TV an. Alternativ dazu setze ich mich mit einer modernen UHD/4k-Kamera dorthin, mache den gleichen Schwenk... und sehe mir das hinterher auf einem 4k-Beamer an. Beide Schwenks verlaufen identisch. Warum nur wirkt die 4k-Szenerie völlig anders, ja viel überzeugender?

      Es hat auch in meinen Augen wenig Sinn, diese Gegenüberstellung von Technik und der Filmgestaltung immer konkurrierend aufzuzeigen: Ich bin Anhänger des Gesamten - und da gehört die Technik ebenso mit dazu wie die Gestaltung. Ausnahmen bestätigen bisweilen die Regel. Meine Meinung… :sir:
    • Wenzi schrieb:

      Rod schrieb:

      Wenn man versucht, nur 20 % umzusetzen, dann bringt es mehr, als die neueste Technik.
      Ich glaube, diese polarisierende Betrachtungsweise trifft eigentlich nicht zu und wird der Sache auch nicht gerecht.

      Man darf das ganze nicht völlig losgelöst von der Technik sehen.

      Der Vergleich VHS und (kleiner) Röhrenbildschirm gegenüber 4K und (großem) Beamerbild wird der Sache meiner Meinung nach auch nicht 100% gerecht.

      Technische Bildqualität und gestalterische Bildqualität sind beide wichtig. Je nachdem für was die Bilder gedacht sind ist mal das eine, mal das andere wichtiger.

      Technik und Gesatltung lassen sich in meinen Augen nicht völlig trennen.

      Was Rod unter anderem vielleicht mit seinem Thread aussagen will ist die Tatsache das jetzt die neuere Kamera mit ein oder zwei Blenden mehr Dynamikumfang oder der noch besseren Farbreproduktion eben nicht wichtiger ist wie gestalterische Ansätze.

      Eine miserable Kameraführung und miserabler Schnitt lassen auch das noch so schönste 4K-Bild mit 4:2:2 und 10 Bit nicht zur Geltung kommen.

      Es besteht eigentlich von der filmischen Seite her kein Zwang für immer und immer wieder das neueste Equipment - im Gegenteil, lieber habe ich etwas älteres Equipment welches ich daber dafür gut kenne und mit dem ich blind umgehen kann als wie immer und immer wieder die Kameras zu wechseln in der Jagd auf das technisch perfekteste Bild. Das heißt jetzt nicht das ich mich auf meiner alten VHS-Kamera "ausruhen" kann - aber man braucht nicht zwingend die neuste Technik ;)

      Viel mehr profitiert man als Filmer oder auch Fotograf dadurch daß man sein eigenes Sehen entsprechend schult, das man weiß warum bestimmte Bilder oder Bildfolgen bzw. Aufnahmen unterbewusst auf den Zuschauer wirken. Oder auch ein guter Kommentar, ein guter Filmaufbau mit Spannungskurven - alles das sind Dinge die der normale Zuschauer viel viel stärker wahrnimmt wie das letzte Quentchen Bildqualität.

      Oder um in dem Beispiel mit dem Grand Canyon zu bleiben - wenn der Kameramann wild hin und her schwenkt und rein- und rauszoomt wie ein bekloppter und Wackelbilder produziert dann bringt auch 4K aus einer RED keinen Vorteil gegenüber der alten VHS-Kamera.... ;)

      Jetzt wird hoffentlich niemand der auch nur ein bisschen Ahnung vom filmen hat und der jeder neuen Kamera und Technik nachhechelt so wild umherschwenken, darum ist der Vegleich auch irgendwie "unglücklich" - aber eine interessante Kameraführung kann auch wen das Bild jetzt nioch ganz so pefekt ist wie es sein könnte einen Film sehenswerter und interessanter machen wie ein Film mit nicht so guter Kameraführung aber optimalen Bildern....

      Bei vielen Hobbyfilmern und -Fotografen kommt aber die gestalterische Seite immer wieder zu kurz, dabei ist das auch alles kein Hexenwerk und schon kleine Dinge sorgen oft für deutlich bessere Filme. Hier wird oft "Qualität" verschenkt was absolut nicht sein müsste !

      Es muss keine perfekte Hollywood-Dramaturgie und astreine Kameraführung für den normalen Urlaubsfilm werden, aber ein bisschen auf bekannte Dinge und Regeln geachtet macht man sich oft das (Film-)Leben leichter.... ;)
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    • Ich denke ja auch, dass die Technik häufig völlig überbewertet wird, aber manchmal hat neue Technik halt auch Vorteile.

      So habe ich z.B. bei mir in der Nähe eine große Wiese mit sehr vielen blühenden Margeriten gesehen und lange überlegt, wie ich die wohl am besten in Szene setzen könnte.
      Da kam dann gestern noch starker Wind auf und ich also mit meiner BM und einem Nikkor AI 25-50mm losgezogen.

      Vorher hatte ich mir schon genau überlegt, wie ich filmen wollte, also wie das fertige Bild aussehen sollte.

      Die Kamera auf höchste konstante Bildqualität und 60p (180° Shutter Angel) eingestellt und die im Wind schwingenden Blumen gefilmt.
      Die Aufnahmen dann in Premiere Pro auf 25p neu interpretiert und teilweise noch weiter verlangsamt.

      Das hat wunderbare Aufnahmen in einer super Qualität gegeben, die ich mit meiner alten Sony A6300 nie erreicht hätte.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Hans-Jürgen schrieb:

      Ich denke ja auch, dass die Technik häufig völlig überbewertet wird, aber manchmal hat neue Technik halt auch Vorteile.

      So habe ich z.B. bei mir in der Nähe eine große Wiese mit sehr vielen blühenden Margeriten gesehen und lange überlegt, wie ich die wohl am besten in Szene setzen könnte.

      Bei solchen Bildern - sprich einfach "Impressionen" hat man ja auch i.d.R. keine Story o.ä. welche den Betrachter bindet und ggf. auch von diversen schlechteren Bildern ablenken könnte.... ;)

      Ich behaupte jetzt mal ganz einfach das eine gute Handlung die den Zuschauer in ihren Bann zieht viele Bildfehler verdeckt welche bei eher ruhigen Impressionen viel viel eher auffallen - eben weil da "nix" ist dem man quasi "hirnmäßig" folgen muss. Einen Film einfach aus schönen Bildern bauen der den Zuschauer in seinen Bann zieht ist verdammt schwer.
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    • Wenzi schrieb:

      Ich glaube, diese polarisierende Betrachtungsweise trifft eigentlich nicht zu und wird der Sache auch nicht gerecht. Neuste Technik kann durchaus fantastische Eindrücke herüber bringen, auch wenn der Kameramann nicht gerade der King ist. Mir ist das zu pauschalisierend.
      Ich verstehe nicht, wie du auf polarisierend kommst. Ich sehe einen Mangel an Beschäftigung mit Inhalten, mit Bildsprache, usw.. In diesem Forum wird kaum darüber diskutiert. Dies Feststellung schließt den Spaß an neuer Technik in keiner Weise aus.

      Du kannst ja der Meinung sein, dass das falsch ist, dass hier sowohl über Technik wie auch über Bildgestaltung gleichermaßen diskutiert wird. Das musst du dann aber auch zeigen, ich sehe da ein riesen Ungleichgewicht. Weniger als eine Handvoll Mitglieder gehen öfters auf den gesamten Prozess des Filmemachens ein. Das polarisierend zu nennen, kommt aus meiner Sicht nicht hin.


      Beispiel: Nimm 20 Leute aus dem Forum. Zehn von ihnen kaufen sich die neueste Technik, die anderen zehn investieren lieber in ihr Wissen. Was wird passieren?

      Die zehn mit neuester Technik haben ihre Geräte nach, sagen wir, drei Monaten im Griff. Danach filmen sie einen Monat auf Urlaub oder sonst ein Projekt, Sie drehen mehr Clips, haben Spaß an der neuen Technik und durch das häufige Üben, werden auch ihre Filme etwas besser, aber immer noch auf dem Niveau, das sie früher hatten.

      Die anderen zehn wühlen sich durch Bildgestaltung, Bildsprache, Farblehre, lernen welche Kamerafahrten welche Wirkung erzeugen, lernen filmisch zu sehen, stellen fest, dass vor allem in der Vorbereitung eines Filmes - was will ich eigentlich zeigen, sagen? - der Schlüssel zu besseren Bildern liegt. Sie nehmen sogar 250 Euro für einen guten Kurs in die Hand. Das ist meist deutlich weniger als der Betrag, den die Käufer aus der ersten Gruppe ausgeben. Ihnen fehlt zwar der sofortige Spaß-Kick des Neukaufs. Doch sie werden sehr zufrieden auf ihre verbesserte Technik wie auf ihre zum ersten Mal entdeckte Regie blicken.

      Wenn man die Filme der beiden Gruppen im fünften Monat vergleicht, dann - behaupte ich - werden 80 Prozent der Filme der 2. Gruppe interessanter sein, als die der ersten Gruppe. Denn sie haben - um in deinen Worten zu bleiben - ihren gesamten Prozess des Filmemachens verbessert.

      Wie seht ihr das?

      Beste Grüße, Uli
    • Rod schrieb:

      Die anderen zehn wühlen sich durch Bildgestaltung, Bildsprache, Farblehre, lernen welche Kamerafahrten welche Wirkung erzeugen, lernen filmisch zu sehen, stellen fest, dass vor allem in der Vorbereitung eines Filmes - was will ich eigentlich zeigen, sagen? - der Schlüssel zu besseren Bildern liegt.
      Sich durch all diese Themen zu "wühlen", dürften - so mein Eindruck - wohl nur den wenigsten Hobbyist (auch hier im Forum) auf sich nehmen. Mir wäre dieser Aufwand jedenfalls zu hoch bzw. mir würde auch die notwendige Disziplin fehlen, dass für einen längeren Zeitraum (Monate oder Jahre) durchzuhalten. Insbesondere, wenn man kein Publikum hat und, wie gesagt, nur für ein wenig persönliche Genugtuung scheint mir der Aufwand zu hoch.

      Wer "nur" ein paar Aufnahmen zur Erinnerung machen möchte (Urlaubsvideo, Familienfeiern, etc.), wird vermutlich auch ein solches Einsteigen in die theoretische/"handwerkliche" Materie eher scheuen.

      Mache doch einmal eine Umfrage, wie viele hier mit Vorbereitung/Planung/Konzept/Drehbuch etc. (szenisch) filmen (Auftragsarbeiten zählen nicht) und wer nur ein paar (mehr oder weniger spontane) "Schnappschüsse" macht bzw. Impressionen sammelt. Dann kannst Du vielleicht auch besser abschätzen, wie viele potenzielle Diskussionspartner Du hier hast, die bereit sind, sich tatsächlich tiefer in die Materie zu "wühlen".

      Damit es keine Missverständnisse gibt: Ich finde die Thematiken (Bildgestaltung, Bildsprache, etc.) durchaus interessant, aber eben eher auf der oberflächlichen bzw. Metaebene, also als Diskussionsthema; eine praktische Umsetzung solchen Wissens in eigenen "Werken" strebe ich jedoch nicht an und einen bezahlten Kurs würde ich deshalb auch nicht besuchen.
      Greetings,
      ro_max

      Grüne Kommentare sind als Mod, der Rest als User geschrieben.
      ----------------------- Meine CGI-Tests auf YouTube. ------------------------
    • Rod schrieb:

      Wie seht ihr das?
      sehe ich auch so Uli!

      Gruß, Paul

      ro_max schrieb:

      Wer "nur" ein paar Aufnahmen zur Erinnerung machen möchte (Urlaubsvideo, Familienfeiern, etc.), wird vermutlich auch ein solches Einsteigen in die theoretische/"handwerkliche" Materie eher scheuen.
      da ist was dran Ro_Max! Das stelle ich bei uns im Club immer wieder fest! Trotz mehreren Bildgestaltungs Workshops in den letzten Paar Jahren hat sich bei den meisten Teilnehmern (so um die 20 Personen) leider nicht viel getan in Sachen Bildgestaltung/Kameraarbeit. Bei zwei Clubmitgliedern hat sich aber eine positive Entwicklung gezeigt, immerhin!
      Gruß, Paul
    • h habe einiges an Geld investiert um mir das Wissen für Video & Bild anzueignen.

      Mein erster Lehrmeister der Fotografie war: "Der Grosse Photohelfer" von Heinz Temmler, Volksausgabe aus dem Jahre 1954
      Mein erster Lehrmeister der Filmerei war: "Alles über die Nizo" von Dieter Müller aus dem Jahre 1975

      Das meiste über die Filmerei lernte ich im Schmalfilmklub von sachlichen Kritikern...

      Meine letzte Investition in Video-Bücher erfolgte dafür:

      rogge-01.png

      Zusätzliches Buch ebenfalls von Axel Rogge: "Videoeffekte"...
      Wenn man genauer wissen will um was es in diesen beiden Büchern geht, muss man sich das Inhaltsverzeichnis ansehen.

      Natürlich habe ich auch gerne Fachmagazine gelesen, habe auch einige Disk-Tutorials zu meiner Gesamtausrüstung.

      Bin schon sehr gespannt wie Videofilmneulinge aus dem Forum hier das heutzutage angehen?
      Beste Grüsse;
      Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...
    • Achilles schrieb:

      h habe einiges an Geld investiert um mir das Wissen für Video & Bild anzueignen.

      Mein erster Lehrmeister der Fotografie war: "Der Grosse Photohelfer" von Heinz Temmler, Volksausgabe aus dem Jahre 1954
      Mein erster Lehrmeister der Filmerei war: "Alles über die Nizo" von Dieter Müller aus dem Jahre 1975

      Das meiste über die Filmerei lernte ich im Schmalfilmklub von sachlichen Kritikern...

      Meine letzte Investition in Video-Bücher erfolgte dafür:

      rogge-01.png

      Zusätzliches Buch ebenfalls von Axel Rogge: "Videoeffekte"...
      Wenn man genauer wissen will um was es in diesen beiden Büchern geht, muss man sich das Inhaltsverzeichnis ansehen.

      Natürlich habe ich auch gerne Fachmagazine gelesen, habe auch einige Disk-Tutorials zu meiner Gesamtausrüstung.

      Das merkt man Dir an.
      Technischer Krempel ab Kamera und alles was danach kommt.

      Aber kein bisschen zu dem großen und wichtigen Aufgabenblock der vor der Kamerarbeit nötig ist und einen guten Film aus macht.

      Viele Grüße
      Peter
    • ro_max schrieb:

      Mache doch einmal eine Umfrage, wie viele hier mit Vorbereitung/Planung/Konzept/Drehbuch etc. (szenisch) filmen (Auftragsarbeiten zählen nicht) und wer nur ein paar (mehr oder weniger spontane) "Schnappschüsse" macht bzw. Impressionen sammelt. Dann kannst Du vielleicht auch besser abschätzen, wie viele potenzielle Diskussionspartner Du hier hast, die bereit sind, sich tatsächlich tiefer in die Materie zu "wühlen".
      Den Text habe ich für den einen oder anderen geschrieben, der sich vielleicht doch für solche Fragen interessiert, mehr nicht.

      Ansonsten ist die Frage nach Diskussionspartnern zu diesem Thema schon in dem Thread "Mehr Filme in Forum zeigen?!" beantwortet worden. Ergebnis: "Zusammenfassend kann man sagen: Die Filmer im Forum haben mehr Gründe ein Video zu nicht zeigen, als es zu veröffentlichen." Warum sollte man breit über Inhalte diskutieren, wenn sie doch nicht zu sehen sind?

      Auch die Reaktionen auf die Filmergruppe waren deutlich. Es fand sich nicht einmal eine kritische Masse, die es versuchen wollte.

      Vielleicht kann man die Erzählungen, welches Lernmaterial man benutzt hat, abtrennen, da man das Ergebnis nach mehrfacher Bekundung des Autors keinesfalls sehen wird. Das Thema passt gut in eine Art Lagerfeuerthread über Dinge, die man mal gemacht hat.

      Beste Grüße, Uli
    • PeterC schrieb:

      Das merkt man Dir an.
      Technischer Krempel ab Kamera und alles was danach kommt.
      Du kennst das Inhaltsverzeichnis nicht, im ersten Buch z.B. geht es z.B. um:
      • Ideen für spannende Filme?
      • Mit der Kamera in der Hand...
      • Storylling
      • usw.
      Im zweiten Buch um:
      • Zu lange oder kurze Filme verbessern
      • Unpassende Bilder - passende Effekte z.B. durch Ausleuchtung
      • Informationen transportieren - Text, Grafi und Fokus
      • Athmosphäre, Stimmung und Gefühl
      • usw
      Beste Grüsse;
      Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...
    • Jack43 schrieb:

      Achilles schrieb:

      Bin schon sehr gespannt wie Videofilmneulinge aus dem Forum hier das heutzutage angehen
      das würde mich auch interessieren!

      Die gehen es z.B. so an:

      facebook.com/rapdesigner/videos/1032522433613915/

      Rechtlicher Hinweis: Das Video darf ruhig angeschaut werden. Ich kenne die Autoren persönlich. Das Video ist freigegeben, alle dargestellten Personen sind mit der Veröffentlichung einverstanden und alle Rechte liegen bei den Autoren des Videos - auch die verwendete Musik.


      Die Schere geht ein wenig auseinander.

      Auf der einen Seite sind diejenigen, die einfach nur ihr Smartphone nehmen und damit irgendwie drauf halten und das Ganze dann unbearbeitet direkt auf Youtube, Facebook, Instagram usw. hoch jagen.
      Auf der anderen Seite sind diejenigen, die was draus machen wollen, sauber und kreativ daran arbeiten und dabei echt gute Sachen bringen.

      Beiden gemeinsam ist jedoch:
      Sie vergraben sich nicht mehr in technischem Krempel, weil sie wissen, dass die Technik funktioniert und es für die krative Arbeit unnötig ist, den letzten kleinen technischen Firlefanz auswendig zu lernen.
      Sie nehmen einfach die verfügbare Technik und realisieren damit ihre Filmideen.
      Anders als die "alten Amateurfilmer" die immer noch in technsichen Details gefangen sind und ihre Ideen nach verfügbarer Technik bilden.

      In meiner Anfangszeit war die Videotechnik so, dass man sich wirklich erstmal zu 90% um die Technik kümmern musste um überhaupt ein ansehnliches Ergebnis hinzubekommen.
      "Broadcastqualität" war das hohe Ziel, jedoch mit Consumergeräten praktisch nicht erreichbar. Profigeräte waren unerschwinglich.
      Also tat man alles um dem möglichst nah zu kommen. AD/DA-Mischpulte mit integrierten Timebase-Korrektoren, Zweibandverfahren mit 4 oder 8-Spur Tonbändern, über den Videotakt synchronisiert, Generationen zählen und reduzieren und die Möglichkeit der Vorvertonung war schon ein hohes Gut das man anstrebte und in das man viel Energie reinsteckte.

      Als ich später das Thema wieder kräftiger aufgriff, hatte sich die Technik stark gewandelt. Die Zwischenstufen waren zwar oftmals steinig, aber irgendwann war der Moment da an dem man sagen konnte: Die Technik funktioniert. Zuverlässig und in sehr hoher Qualität. Also kümmer Dich nicht weiter drum, verwende sie einfach.

      Das war der Moment als ich entschied zu lernen wie Filmemachen richtig geht.


      Kein Fokus mehr auf technischen Krempel, Signalqualität und den ganzen mittlerweile unnötigen Ballast.

      Einfach die Konzentration auf Idee, Inhaltliches, Planerisches, Kratives usw.
      Die nötige Trechnik ist ja einfach verfügbar.
      Jedoch diese technikunabhängigen filmerischen Kenntnisse zu lernen, klappt autodidaktisch mittels Büchern usw. nur seeeehr seeeehr schlecht, denn die meiste Literatur für den Amateurbereich fängt auch erst bei "Kamera und danach" an und verfängt sich doch wieder nur in technischem Krempel.
      Außerdem - und das ist extrem wichtig - muss man sich persönlich, mental erstmal von dem ganzen Technikkrempel lösen wollen.

      Genau diesen Punkt, den ich vor Jahren erkannt und dann in Geiselgasteig gelernt habe, ist für die heutigen jungen Einsteiger bereits Ausgangspunkt.

      Sie wissen von Anfang an, dass die Technik funktioniert und man sie einfach nur nehmen muss, wenn man am Punkt der Aufnahme angelangt ist.

      Sie wissen bereits von Anfang an, dass man sich nicht erstmal einen riesigen Technikpark zulegt bevor man mal an die Idee eines Filmes bzw. Video geht.

      Sie gehen zuerst mal mit Idee, Vorbereitung, Planung an die Sache und kümmern sich dann später erst darum, welche Technik sie dazu benötigen.


      Ein paar von Ihnen machen dann aber leider den Fehler, gehen in Foren und lassen sich von "ich filme schon seit über 40 Jahren" Leuten mit unnötigem Technikkram zumüllen.
      (slashcam ist dafür ja so ein negatives Pradebeispiel)
      Ein paar wenige davon lassen sich von dem Technikkram hinreißen und gleiten komplett aus dem Filmemachen ab weil sie glauben dass müsste man ja unbedingt alles wissen.
      Viele andere jedoch verlassen die Foren lieber wieder und konzentrieren sich doch lieber auf's Filmemachen anstatt auf Diskussionen um technischen Pillefitz.

      Man braucht sich ja nur mal die Altersstruktur in Foren wie diesem und ähnlichen anschauen.

      Das Hobby der Filme- (und Video-) macherei stirbt keinesfalls aus. Nur das Hobby der Technikweisheiten und er Datenblattauswendiglernerei ... das stribt weg, weil es überflüssig geworden ist.

      Viele Grüße
      Peter
    • Achilles schrieb:

      PeterC schrieb:

      Das merkt man Dir an.
      Technischer Krempel ab Kamera und alles was danach kommt.
      Du kennst das Inhaltsverzeichnis nicht, im ersten Buch z.B. geht es z.B. um:
      • Ideen für spannende Filme?
      • Mit der Kamera in der Hand...
      • Storylling
      • usw.


      Ich kenne nicht nur das Inhaltverzeichnis sondern auch das Buch. Es steht in der 3. Auflage bei mir im Schrank.

      Es ist jedoch so enttäuschend, dass ich mir das Buch zu den Effekten schon gar nicht mehr gekauft habe.
      Die wichtigen Themen werden so rudimentär angerissen wie man sie seit fast 30 jahren aus allen möglichen "Videozeitschriften" abschreiben kann.

      Das wirklich wichtige und sehr breite Feld über "alles bevor zur Kamera gegriffen wird", scheint der Buchautor selber nicht zu kennen. Zumindest geht er in seinem Buch nicht darauf ein.

      Die Bücher fangen alle an dem Punkt an: "Ich habe eine Kamera, was mache ich jetzt damit" und damit viiiiel viiiiel zu spät auf der Linie der Filmemacherei.

      Viele Grüße
      Peter
    • PeterC schrieb:


      Die wichtigen Themen werden so rudimentär angerissen wie man sie seit fast 30 jahren aus allen möglichen "Videozeitschriften" abschreiben kann.

      Das ist oftmals der Knackpunkt, nicht nur in Büchern. Es wird alles oberflächlich angerissen, Bücher oder Tutorials müssen vor allem für Einsteiger geeignet sein. Leichte Kost, gut verdaubar, sonst bleibt das Buch in den Regalen oder wird in den Rezensionen verrissen.

      Richtige "Fachliteratur" mit weitergehender Information auch zu den theoretischen Hintergründen ist kaum zu bekommen. Egal ob es sich bei den Büchern um technische Literatur handelt oder um Bücher zu eher gestalterischen Themen.
      Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar
    • MacMedia schrieb:

      Bei solchen Bildern - sprich einfach "Impressionen" hat man ja auch i.d.R. keine Story o.ä. welche den Betrachter bindet und ggf. auch von diversen schlechteren Bildern ablenken könnte....

      Diese "Impressionen" sollen ja nur ein winzig kleiner Teil eines längeren Films werden, da brauch ich ja keine Story nur für diese Paar Sekunden.
      Dennoch plane ich diese Szene, wie fast alle, aber vorher, also vor der Aufnahme, genau durch, habe also schon im Kopf, wie es nachher aussehen soll.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • MacMedia schrieb:

      Richtige "Fachliteratur" mit weitergehender Information auch zu den theoretischen Hintergründen ist kaum zu bekommen. Egal ob es sich bei den Büchern um technische Literatur handelt oder um Bücher zu eher gestalterischen Themen.
      Vieleicht können wir eine Rubrik einrichten mit Links auf:
      - Storytelling, Drehbuch
      - Bildkomposition
      - Ton, Licht
      - Handhabung der Filmtechnik
      - Schnitt, Colorgrading
      - usw.

      in Form von:
      - Buch- oder Scriptempfehlungen
      - Videos
      - Eigene Erfahrungen, Tips
      - usw.
      viele Grüße: Burkhard
    • MacMedia schrieb:

      Richtige "Fachliteratur" mit weitergehender Information auch zu den theoretischen Hintergründen ist kaum zu bekommen. Egal ob es sich bei den Büchern um technische Literatur handelt oder um Bücher zu eher gestalterischen Themen.
      Hm, es findet sich schon einiges. Aber, wie du richtig sagst, nicht das Buch zum Filme machen. Die Bücher, Filme, Lehrgänge usw. behandeln immer spezielle Themen. Man muss sich das zusammenstellen, was einen interessiert.

      rico77 schrieb:

      Vieleicht können wir eine Rubrik einrichten mit Links auf:
      - Storytelling, Drehbuch
      - Bildkomposition
      - Ton, Lich
      Vor zehn Jahren habe ich eine Zusammenstellung zu Drehbüchern gemacht. Vielleicht hilft dir das. Kannst du hier sehen: "Bücher über das Drehbuchschreiben" (07.02.2009).

      Wie du auch sehen kannst, war die Reaktion, ich sach ma, überschaubar. Kaum einer hat was gesagt oder gefragt.

      Ich kann auch zu einigen weiteren, von dir oben genannten Themen was zusammenstellen. Ich muss aber auch sagen, das macht viel Arbeit. Und wenn ich die Reaktionen hier auf alles was im weitesten Sinne mit Bildgestaltung, Geschichten erzählen usw. zu tun hat sehe, dann ist so ein aufwendiges Projekt für die Katz.

      Insofern würde ich Stück für Stück zu einzelnen von dir vorgeschlagenen Themen was zusammenstellen, wenn hier rund, in die Kladde gesprochen, zehn Mitglieder sagen: Ja, das interessiert mich, ich werde, was mich interessiert lesen, anschauen und wir diskutieren dann drüber.

      Beste Grüße, Uli