Wie kommt man zu einem guten Videobild?

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    • gurlt schrieb:

      hier in der Stadt mit dem Handy filmten, dieses nur in einer Hand, senkrecht und dann möglichst noch am ausgestreckten Arm (warum eigentlich???) hielten.
      Weil sie häufig auch Selfies filmen. Manche sind ja geradezu von der Vorstellung besessen, dass sie mindestens die Hälfte der Zeit im Bild sein müssten. Leider gibt es auch massenweise Backpackerfilme bei YT in diesem Stil. Als Ausgleich labern die dich dann lang und breit voll, wie ihr Frühstück war, wie die Pizza schmeckt und über andere weltbewegende Dinge. Häufig über 1000 Likers gibt es dann für diesen Schwachsinn - meist von der Generation die kaum noch TV schaut, weil es angeblich so uninteressant ist.

      Seit ein paar Wochen bin ich in einem Gartenforum bei Facebook, um den erheblichen Wissensvorsprung meiner Frau in diesem Bereich etwas zu minimieren und evtl. auch mal Anregungen zu holen. 90% der Videos dort sind hochkant und die Hälfte davon wackeln auch noch heftig. Kritik daran kommt nicht. Ein kleiner Trost war mir nur, als ich mal eine ruhige 16:9 Aufnahme mit einem schönen Motiv überschwenglich mit entsprechenden Worten gelobt habe. Einigen Leuten gefiel mein Kommentar, aber ich fürchte, dass die anderen es einfach nicht kapieren.
      Viele Grüße, Reinhold
      https://www.youtube.com/channel/UC9_Mp7nbdIxnbx_JpXfQjsQ
    • Noch zu Youtube. Es macht wenig Sinn, von "den Youtubern" oder "dem Youtuber" zu sprechen, die oder der in einer speziellen Art filmen.

      Youtube kostet zunächst nichts und die Videoplattform wird monatlich laut Youtube von 1,9 Milliarden Menschen genutzt, bei einer Gesamtbevölkerung von rund 7,6 Milliarden. Jede Minute wird rund 400 Stunden Videomaterial hochgeladen. Siehe zu den Zahlen auch:
      "Niemand sieht Dein YouTube-Video", heise online, 2019

      Kurz: Angesichts dieser Nutzungsbandbreite kann man für jedes Argument genügend Beispiele finden.

      Vorschlag, immer jeweils die Youtube-Kanäle oder -Gruppen nennen, die was zeigen?

      Beste Grüße, Uli
    • Zum Gebrauch eines Stativs gibt es nicht sooo viel zu sagen. Da das langweilige Ding meist in der Ecke steht, zur Erinnerung einige Ideen, wie man den sperrigen Dreibeiner kreativ nutzen kann:
      Beste Grüße, Uli
    • Das ist Uralt Lawendel..., bei mir stehen die meisten Stative im Keller.
      Ein Dreibein benutze ich ausschließlich nur noch bei Tieraufnahmen mit langen Brennweiten
      mit meiner Bridgekamera.
      Beste Grüsse;
      Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...
    • Achilles schrieb:

      Das ist Uralt Lawendel..., bei mir stehen die meisten Stative im Keller. ...
      Das glaube ich, denn deine Filme Beiträge sind toll. Früher war es auch üblich, Filme zu zeigen. Heute reicht es, wenn man über seine Taten schwätzt.

      Beste Grüße, Uli.
    • Hans-Jürgen schrieb:

      Der war gut.
      Der war Klasse! :roll:
      Beste Grüsse;
      Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...
    • Rod schrieb:

      Das glaube ich, denn deine Filme Beiträge sind toll. Früher war es auch üblich, Filme zu zeigen. Heute reicht es, wenn man über seine Taten schwätzt.
      sorry Achilles, aber ich muss dem Uli beipflichten!

      Gruß, Paul
    • Kannst es gerne beklatschen... :yes:
      Beste Grüsse;
      Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...
    • Wem ein Dreibeinstativ zu groß und zu schwer ist und man trotzdem mehr Stabilität haben will, der sollte einen Blick auf ein Monopod werfen.

      Monopods gibt es in verschiedenen Größen und Ausführungen.

      Ich nutze u. a. ein kleines Sirui P-326. Das passt mit 38 cm Länge und 412 Gramm Gewicht in jede Fototasche. Ausgezogen ist es 154 Zentimeter hoch und trägt 10 kg.

      Auf Veranstaltungen, wo ein Dreibein unpraktisch ist, nehme ich ein Manfrotto 561 BHDV-1 mit. Das hat unten einen kleinen dreiarmigen Fluid-Spreader und oben einen Videoneiger. Es sieht zwar komisch aus, wenn mein kleine Sony RXX100 IV auf dem Manfrotto Kopf sitzt, die sieht man kaum. Aber die Kombination hat bei dem Video "The Long Now" prima funktioniert.

      Hier einige Links zur Nutzung von Monopods;

      Tracking shots with a monopod Better than the tripod technique", von Fenchel und Janisch

      "
      Tips & Tricks - Be One With The Monopod" von Benro & MUSE. Das Gezeigte geht mit jedem baugleichen Monopod.

      Wen die Höhenverstellung von Monopods per Klemme oder Schrabverschluss nervt, der kann sich das Steadicam Air 25 / 15 anschauen. Dort wird per Gasfeder das Monopod stufenlos ausgefahren. Nicht ganz billig, aber in den USA haben sie die Preise gerade um 100 $ gesenkt:
      "Steadicam Air 25 Monopod Hands-on Review", von Newsshooter.

      Beste Grüße, Uli
    • Ich benutze nie ein Stativ und komme trotzdem zu einem (sehr?) guten Videobild. Ich beachte halt ein paar allgemein bekannte Grundsätze:
      • möglichst nur in Weitwinkel filmen.
      • währen des Filmens nicht atmen, was automatisch dazu führt ..
      • möglichst kurze Szenen (so Größenordnung 7 Sek.)
      • auf festen Stand achten
      • beim Filmen mit Tele möglichst die Kamera oder sich selbst irgendwo abstützen
      Außerdem stabilisiere ich bei der Bearbeitung noch mit Mercalli, welches sehr gute Ergebnisse bring.

      Ich gehöre noch zu den Dinosauriern, die mit einem dedizierten Camcordern filmen. Ich fürchte, diese Geräte werden immer mehr vom Markt verschwinden, da überwiegend nur noch (katrastrophale) Videos mit dem Handy gefilmt werden. Dabei nervt mich neben der Wackelei der Umstand, dass fast immer hochkant gefilmt wird. Haben die leute zu Hause den Monitor oder TV auch hochkant stehen :thumbdown: .

      Gruß ergo-hh
    • ergo-hh schrieb:

      währen des Filmens nicht atmen, was automatisch dazu führt ..
      ...das ich in meinen Urlauben fast kollabiert bin <X

      Ich stabilisiere auch immer nach. Und habe auch ein Einbeinstativ benutzt das hilft auch schon gut wenn man ncoh zusätzlich den nackengurt straff zieht. dann hat man auch eine 3Punkt Stabilisation. Leider habe ich viel zu oft gezoom und geschwenkt. Das werde ich im nächsten Urlaub besser machen. Und vorher wirklich nach Anleitungen Üben. Und nicht nur von Urlaub zu Urlaub.
    • Dann hast du ein und dieselbe Szene mit immer derselben Einstellung bzw. von Standort zu lange gefilmt :D :whistling:

      Gruß ergo-hh
    • Zu lange und zu oft gefilmt. Für mich ist es noch nicht so einfach aus Gegebenheiten die besten Motive heraus zu filtern. Im Trickfilm ist das ja genau anders rum. Da muss ich einfach nur das Bild im Kopf aufzeichnen was mir einfacher fällt. Übung macht den Meister. Ich muss einfach mit der Richtigen Anleitung raus gehen und Filmen dann wird das schon.
    • Wenn du Szenen zu lange filmst oder doppelt sind macht das nichts, solange die Qualität stimmt. Die eigentliche Arbeit beginnt für mich mit der Nachbearbeitung am PC: Vorspann, Schnitt, Musik, Kommentar. Dabei verwende ich auch nur so ca. 70 % der ursprünglichen Aufnahmen. Mein Lieblings Übergangseffekt ist - keinen zu verwenden. Ich verwende überiegend harte Schnitte.Da ich überwiegend nur Urlaubvideos erstelle kann ich mir vorher kein 'Drehbuch' erstelen, da ich nicht weiß, was auf mich zukommt. Verwandte, Freunde und Bekannte (die alle mit selber filmen nichts am Hut haben) sind von meinen Videos eigentlich ganz angetan.

      Falls dich das eine oder andere meiner Urlaubsvideos - die sicherlich keine Meisterweke sind - interesiert, schicke eine PN an mich.

      Gruß ergo-hh