Camcorder + Stativ als Ergänzung zur GoPro

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    • Camcorder + Stativ als Ergänzung zur GoPro

      Hallo liebe Leute,

      bislang habe ich ausschließlich mit der GoPro gefilmt und hatte bis vor kurzem mit dem Gedanken gespielt ergänzend dazu eine Traveler-Zoom-Kompaktkamera anzuschaffen. Meine Motive und Einsatzbereiche sind primär Ski- und Snowboardfahren, Surfer (Wellenreiter, nicht Windsurfer), Mountainbiken, Landschaft und Tiere. Filme schneide ich mit FinalCut in HD-Auflösung. 4K spielt für mich im Resultat bislang noch keine Rolle und guter Ton ist auch eher sekundär. Meine Videos sind ausschließlich private Urlaubs- und Freizeitvideos, die liebevoll geschnitten und meist mit Musik unterlegt werden.
      Die GoPro leistet mir tolle Dienste und abwechslungsreiche Perspektive. Dennoch, mit der kurzen Brennweite kann ich noch keine komplette Skifaabfahrt filmen, ohne nebenher zu fahren, keinen Surfer aus 150+ m Entfernung, und auch keine wilden Tiere, denen man beim Wandern oder z. B. Whalewatching begegnet.

      Letztens hat uns jemand beim Surfen mit Camcorder vom Strand aus gefilmt (für eine Videoanalyse) und der enorme Zoom hat mich überrascht, denn mir war nicht klar, dass Camcorder den Kompaktkameras auch diesbezüglich überlegen sind. So bin ich hier gelandet und suche nun nach dem für mich optimalen Camcorder mit langer Brennweite, und soweit ich gelesen habe, macht das nur mit (Reise-)Stativ Sinn.

      Vielleicht könnt Ihr mir mit Eurer Erfahrung bei der Entscheidungsfindung helfen?

      Meine Ansprüche an den Camcorder sind:
      • starker Zoom: Kleinbildäquivalent 900mm oder mehr wäre ein Traum
      • möglichst kleines, leichtes Gerät, welches beim Snowboarden vielleicht noch in die Jackentasche passt und auch beim Wandern oder MTB nicht stört. Die 4K-Geräte von Panasonic sind mir eigentlich schon fast zu groß.
      • anständige Bildqualität
      • akzeptable Bildstabilisierung, wenn doch mal aus der Hand gefilmt wird (Snowboarden)
      Zum Stativ habe ich viel recherchiert, aber bislang noch keinerlei praktische Erfahrung. Ich schätze, dass ein Dreibeinstativ mit Fluidkopf und Nivelliereinheit sinnvoll sein könnte, würde mich dazu aber über Eure Meinung freuen. Wichtig wäre, dass es möglichst leicht und klein ist und gerne auch robust, da es sicher mal im Sand oder Dreck stehen wird.

      Preislich bin ich flexibel, solange alles noch verhältnismäßig ist. Der Camcorder düfte ja voraussichtlich in wenigen Jahren technisch wieder überholt sein, wobei ein robustes Stativ durchaus eine Anschaffung für die längere Zukunft sein könnte.

      Bei folgendem Setup bin ich bei der bisherigen Recherche hängen geblieben:
      Camcorder: Panasonic HC-V380 (recht klein u. leicht. Brennweite [KB] 28,0 - 1740 mm)
      Stativ: Manfrotto Befree Live Carbon Reisestativ Twist (Drehverschluss) mit Fluid-Video Kopf (Packmaß: 41cm. Gewicht: 1,38kg).

      Was meint Ihr dazu? Denkt Ihr, dass das passen würde oder gibt es noch was besseres für meine Ansprüche?

      Ich freue mich über alle Kommentare!

      Herzliche Grüße
      Benjamin
    • Neu

      Hallo Benjamin,

      für deine Anwendung wäre die JVC Serie glaube ich ganz gut:
      de.jvc.com/microsite/de/everio2018/index.html

      Wasserdicht, Staubdicht, Stoßfest, Frostbeständig
      Grüne Kommentare sind als Moderator, alles andere als User geschrieben.
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      Das Angebot von JVC sieht ja nicht schlecht aus, vor allem mit Outdoor-Eignung
      und auch 4k-Fotografie. Den Aufnahmestabilisator müsste man sich noch genauer ansehen...
      Habe schon lange nicht mehr die Produktentwicklung bei JVC verfolgt, muss ich mal
      genauer gucken was die da produzieren.
      Beste Grüsse;
      Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...
    • Neu

      xandix schrieb:

      für deine Anwendung wäre die JVC Serie glaube ich ganz gut:

      de.jvc.com/microsite/de/everio2018/index.html

      Wasserdicht, Staubdicht, Stoßfest, Frostbeständig
      Das sieht auf den ersten Blick sehr vielversprechend aus, danke! Wow, Wasser, Staub- und Frostbeständigkeit wären tatsächlich sehr sinnvoll für mich. Ich werde mich in den nächsten Tagen mal näher mit den unterschiedlichen Modellen auseinander setzen, technische Daten vergleichen und ein paar YouTube-Videos anschauen.
    • Neu

      Der Bildsensor ist allerdings winzig klein!
      Beste Grüsse;
      Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...
    • Neu

      Achilles schrieb:

      Der Bildsensor ist allerdings winzig klein!
      ja und?

      Er will ja keine Unschärfe / Bokeh Geschichten machen.
      Sondern genau das was diese JVC Serie am besten kann.

      bei Videoaktiv gibts Tests über die neue Serie und da hat Sie gut abgeschnitten.
      Grüne Kommentare sind als Moderator, alles andere als User geschrieben.
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      Der Sensor hat die selbe Größe wie bei der Panasonic HC-V380. Bei einem größeren Sensor gäbe es vermutlich Abstriche beim optischen Zoom bzw. der kompakten Bausweise. Das passt soweit schon für mich.

      Unglaublich, wie viele unterschiedliche Modelle JVC mit fast gleichen Leistungen da anbietet, da muss man sich erstmal zurecht finden :)

      Etwas problematisch ist das Format 50p und die fehlende Möglichkeit auf NTSC umzustellen. Meine GoPro stelle ich immer entsprechend um, wenn mein Schwager mit seier DJI Spark Drohne dabei ist, die nur 30p kennt, damit wir die Videos anschließend zusammen schneiden können. Für die JVC habe ich auch noch keine Möglichkeit gefunden, die Firmware entsprechend zu ändern oder es über irgendein Herstellermenü anzupassen. Kennt da jemand etwas? Sonst muss ich mir noch überlegen, ob ich versuche ein US-Modell zu besorgen (NTSC wäre kein Problem, da ich kaum bei Kunstlicht filme), oder aber ob ich darauf verzichte das Material mit dem der Drohne zu kombinieren. Mal schauen, ob ich einen Importeur finde bzw. ggf. direkt dort bestelle ...

      Vielen Dank jedenfalls – JVC Everio R scheint genau das richtige zu sein.

      Was haltet Ihr von dem Manfrotto Stativ?
    • Neu

      Benjamin schrieb:

      Was haltet Ihr von dem Manfrotto Stativ?
      Auch wenn ich das Modell jetzt nicht kenne, aber Manfrotto hat allgemein einen guten Ruf.

      Ich selbst hatte schon 2 Fotostative von denen, mit denen ich über sehr lange Zeit zufrieden war. Die System der Schnellwechselplatte hatte sogar für eine Mittelformatkamera ausreichende Festigkeit.

      Insoweit denke ich, dass Du da nichts falsch machen kannst.


      Gruß
      Peter
    • Neu

      Hans-Jürgen schrieb:

      Ich würde kein Stativ mit Mittelsäule nehmen, weil die doch leicht instabil werden.
      Besonders wenn etwas Wind weht.
      Da hat Hans-Jürgen recht.

      Du gehst bei einem Stativ immer einen Kompromiss zwischen Gewicht/Material versus Stabilität ein.

      Aufgrund des Gewichtes und der Größe lässt sich das Manfrotto gut mitnehmen.

      Das riesen Plus: Du hast plötzlich ein stabiles Videobild, während alle mit der Hand gehaltenen Kameras, auch die mit Stabilisator, nahezu immer eine störende Unruhe im Bild haben.

      Allerdings fordert die Optimierung auf klein und leicht ihren Tribut: Diese Stative stehen nicht sehr stabil. Ziehst du die Mittelsäule aus, wird es noch wackeliger, vor allem bei Wind. (Hans-Jürgen)

      Du wirst dich darauf einstellen müssen, dass vor allem bei längeren Brennweiten die Berührung der Kamera nicht ausreichend gedämpft wird. Du verstellst was und die Kamera zittert leicht. Da muss man immer etwas warten, bis das Bild wieder ruhig ist.

      Das genannte Stativ hat einen Videoneiger. Damit wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit vor allem bei längeren Brennweiten nicht sauber schwenken können. Das gibt in dieser Preisklasse die Mechanik in fast allen Fällen nicht her. Am besten in einen Laden gehen und ausprobieren.

      Das genannte Stativ hat Schraubverschlüsse an den Beinen. Da lohnt es sich zu lernen, wie man die schnell bedient. Dazu habe ich hier was geschrieben.

      Beste Grüße, Uli
    • Neu

      Danke für die vielen Infos!

      Rod schrieb:


      Das genannte Stativ hat Schraubverschlüsse an den Beinen. Da lohnt es sich zu lernen, wie man die schnell bedient. Dazu habe ich hier was geschrieben.

      Habe schon vermutet, dass das etwas komplizierter werden könnte. Daher habe ich mal bei Manfrotto nachgefragt; das "Beefree Live" gibt es leider nicht mit Klemmverschluss in der Carbon-Variante.

      Am wichtigsten ist, dass es klein und leicht ist, denn sonst werde ich es seltener dabei haben und so öfters ganz ohne Stativ dastehen. Ansonsten bin ich zu Kompromissen bereit, z.B. etwas mehr investieren, wenn die Mechanik dann besser ist, oder auch Gesamthöhe verzichten – es wäre nicht so schlimm, wenn ich mal auf länger dem Boden sitzen oder knien muss.

      Ich werde mich mal in Ruhe durch den verlinkten Thread lesen.

      Ein Einbein macht keinen Sinn, und Fluid-Video-Kopf und Nivelliereinheit sind ein Muss, oder?

      kpot11 schrieb:

      Da stimmen Preis, Leistung und das Preis/Leistungs-Verhältnis.Ich filme mit Videodreibeinstativ+Fluidkopf mit Schnellwechselplatte seit Jahren damit.
      Gruß kurt

      Das hört sich gut an. Ich werde mal schauen, ob ich einen Händler vor Ort finde, der das anbietet.

      Viele Grüße
      Benjamin
    • Neu

      Benjamin schrieb:

      Habe schon vermutet, dass das etwas komplizierter werden könnte. Daher habe ich mal bei Manfrotto nachgefragt; das "Beefree Live" gibt es leider nicht mit Klemmverschluss in der Carbon-Variante.
      Es ist nicht kompliziert, man muss nur mal in Ruhe eine halbe Stunde investieren, bis man den "Dreh" raus hat. Es hört sich banal an, aber ich sehe auf Veranstaltungen zu oft Filmer, die ihr Stativ offensichtlich zum erste Mal richtig aufbauen, was meist seltsam komisch schief geht.

      Benjamin schrieb:

      Am wichtigsten ist, dass es klein und leicht ist, denn sonst werde ich es seltener dabei haben und so öfters ganz ohne Stativ dastehen. Ansonsten bin ich zu Kompromissen bereit, z
      Der Kompromiss sollte da sein, wo du es noch mitnimmst. Die möglichen Einschränkungen kennst du.

      Nebenbei, seit auf Events oft hunderte von Smartphones hochgehalten werden, muss ich oft auch meine Mittelsäule ausziehen... mit allen Instabilitäten.

      Beste Grüße, Uli
    • Neu

      Rod schrieb:

      Allerdings fordert die Optimierung auf klein und leicht ihren Tribut: Diese Stative stehen nicht sehr stabil. Ziehst du die Mittelsäule aus, wird es noch wackeliger, vor allem bei Wind. (Hans-Jürgen)
      In dem Punkt hat Uli natürlich recht.
      Man darf von derartigen "Reisestativen" natürlich keine Wunder der Standfestigkeit erwarten. Und die Mittelsäule sollte natürlich auch nie "bis zum Anschlag" herausgezogen werden.
      Doch im Vergleich zu vielen anderen Herstellern ist hier die Verarbeitungsqualität von Manfrotto durchaus gut, insbes. was die langfristige Qualität der Schraubverschlüsse betrifft. Da kann ich Kurt mit seiner Aussage zu zum Preis-/Leistungsverhältnis nur zustimmen.
      Außerdem ist die ja jetzt in Rede stehende JVC Everio R mit ihren rund 300g auch nicht das absolute Schwergewicht.

      Sich das ganze mal im Laden anzuschauen ist natürlich immer eine gute Sache, sofern man die Möglichkeit dazu hat.

      Ein richtig stabiles Stativ mit einem entsprechenden Kopf wird wohl einfach zu schwer und zu sperrig sein, um Dir bei den von Dir genannten eher sportlichen Aktivitäten so wirklich Freude zu machen.


      Gruß
      Peter
    • Neu

      Hallo,

      meine Freunde und ich haben u. A. die G70 von Panasonic im Gelände eingesetzt, weil sie verhältnismäßig klein ist und uns gute Qualität lieferte. Gute Surfer u Skifahrer haben sich von uns Videos aufnehmen lasssen und waren zufrieden. Die G70 war also häufig dabei und es gibt für sie auch preisgünstige kleine Vario-Objektive für die von dir genannten Zwecke.

      Seit einem Jahr ist die GH5 immer dabei, auf der Skipiste u auf dem Wasser im Schlauchboot, beim echten Mountainbiking; denn auch an ihr passen die kleinen Vario-Objektive. Also für Action geeignet, wenn man die aufzunehmende Sportart selbst betreibt und auch überdurchschnittlich gut beherrscht.
      Der Bildtstabi bei der GH5 ist so gut, dass du auch mit Brennweiten bis 200mm (Tele) ohne Stativ klarkommst. Der Wellenreiter im Focus gleicht dazu ggf. Verwacklungen aus oder lenkt den Betrachter des gut (!) geschnittenen Videos davon ab.
      Die G70 gibt es zurzeit neu oder gebraucht sehr günstig; wenn du dich erst einmal herantasten willst.

      Zum Stativ: Ich kenne kein wirklich leichtes Videostativ, das, von geringem Eigengewicht, in der Natur bei windigem Wetter zufriedenstellend funktioniert.
      Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet n.m.M. Sirui. Bei harter Beanspruchung halten die (Alu-)Exemplare etwas aus, und ein Exemplar kann auch kostenmäßig relativ schmerzlos wieder ersetzt werden.

      Viele Grüße
      Hansi
    • Neu

      hansi schrieb:

      Die G70 war also häufig dabei und es gibt für sie auch preisgünstige kleine Vario-Objektive für die von dir genannten Zwecke.
      Auf der Panasonic-Website hat das H-RS100400 mit 800mm (KB) die größte Brennweite. Das ist aber schon ein ganz schon großes, schweres und teures Teil. Laut Rechner würde damit ein 6,7m großes Objekt auf 150m Entfernung formatfüllend dargestellt werden. Bitte korrigiert mich, wenn ich da was durcheinander bringe. 150m Entfernung vom Strand oder mehr haben wir oft beim Wellenreiten und wenn die Person ca. 1/4 der Bildhöhe einnimmt, dann dürfte das o.k. sein, aber das ist meiner Meinung nach schon die untere Grenze. Welches Objektiv habt Ihr?

      Meine Frau und ich haben erst vor einer Woche unsere Fuji XE-1 Systemkamera mit Objektiven verkauft, weil wir sie aufgrund von Größe + Gewicht einfach viel zu selten dabei hatten ;) Gut, die wäre zum Filmen nicht geeignet gewesen, aber ggf. der Nachfolger.

      Die Sirui Stative schaue ich mir auch mal an, danke!

      Beste Grüße,
      Benjamin
    • Neu

      Hallo,
      das H-RS100400 mit 800mm (KB) widerspricht deinen oben angegebenen Zielvorstellungen. Wir gehen bei moderaten Bedingungen mit dem Schlauchboot oder dem Jetski auf dem Meer (Kanarische Inseln, Griechenland, Südfrankreich)näher heran. Bei großen Telebrennweiten wirkt das Bild extrem flach, kein echter Actioneindruck mehr vermittelbar.
      Der Body G70 ist wirklich klein und unter den hier von mir beschriebenen Bedingungen sehr handlich, gepaart mit einem KLEINEN Vario im Rahmen deines Profils.
      Nachteile: nicht wasserdichtes Objektiv und ebensowenig der Body. Wir haben stets mit Tape soweit wie möglich abgeklebt.

      Willst du vom Strand mit extremen Tele arbeiten, ist die GH5 erste Wahl und das von dir genannte Objektiv brauchbar. Aber du erhälst flache Aufnahmen und müsstest zudem den Wellenreiter exakt groß im Focus behalten. Aber genau auf dem Feld des Fokussierens wäre eine GH5 nicht die erste Wahl. Gehe ich näher an den Actionsportler heran, z.B. mit 100mm Brennweite, ND-Filter und jeweils idealer Abstimmung der Parameter in der Kamera, können gute Ergebnisse erzielt werden. Meine Erfahrungen beziehen sich hier vorwiegend auf Windsurfen zwischen 4 und 7 Beaufort, auch in Wellen bis ca. 3m ohne mörderische Brandung.
      Und wie gesagt, zwischen Action-Aufnahmen vom Strand mit Tele im Vergleich mit Action, möglichst nah aufgenommen, liegen für jeden Betrachter, klar erkennbar, große Unterschiede (s.o).

      Ich hatte vor über 10 Jahren das Glück, einem beim Windsurfen verletzten Fotografen zur Hand gehen zu können, nachdem er sich verletzt hatte. So konnte ich vor Ort sowohl viel lernen als ihm auch bei Auftragsarbeiten helfen.
      Daraus schließe ich, dass ich jedem raten würde, zunächst nicht eine teure Ausrüstung für einen speziellen Zweck anzuschaffen, sondern Material anzuschaffen, mit dem man preiswert sein Ziel anstrebt.
      Meine Empfehlung: Setzt euer Kapital so ein, dass euch ein erneuter Verkauf nicht schmerzt. Das von dir oben genannte Objektiv ist im Vergleich zum Body der G70 teuer und legt euch auch auf das System MFT etwas fest. Gelänge der Versuch mit der G70, könnte ihr zudem zur GH5 oder Nachfolger aufsteigen.
      Abschließend unsere Erfahrung aus den letzten Jahren im Actionbereich: Kein System ist kleiner und handlicher und ausgereifter als MFT, wenn es um engagierte Videoproduktionen u Fotos als Hobbyfilmer geht. Dazu eine Hero 7Black (toller Bildstabi) und man kann viel Freude haben.

      Viele Grüße
      Hansi
    • Neu

      hansi schrieb:


      Bei großen Telebrennweiten wirkt das Bild extrem flach, kein echter Actioneindruck mehr vermittelbar.

      Altbekannte Sache, ein Tele verdichtet das Bild.

      gurlt schrieb:


      Man darf von derartigen "Reisestativen" natürlich keine Wunder der Standfestigkeit erwarten. Und die Mittelsäule sollte natürlich auch nie "bis zum Anschlag" herausgezogen werden.
      Doch im Vergleich zu vielen anderen Herstellern ist hier die Verarbeitungsqualität von Manfrotto durchaus gut, insbes. was die langfristige Qualität der Schraubverschlüsse betrifft. Da kann ich Kurt mit seiner Aussage zu zum Preis-/Leistungsverhältnis nur zustimmen.

      Ein Reisestativ ist immer ein Kompromiss zwischen Transportabmessungen (möglichst klein...) und Gewicht (möglichst leicht...) sowie Arbeitshöhe (möglichst hoch...) und Steifigkeit/Standfestigkeit (möglichst groß bzw. gut....).

      Man kann/darf da keine Wunder erwarten, sobald ein Stativ zum filmen halbwegs stabil sein soll wird es von der Bauweise her massiver und natürlich vom Gwicht her auch schwerer.

      Viele Reisestative sind auf möglichst kleines Packmaß (geringe Transpotlänge) hin optimiert, da bietet sich eine ausziehbare Mittelsäule ja förmlich an. Problematisch dabei ist allerdings das man beim Schwenken mit einem Fluidkopf (Videokopf) immer auch Torsionskräfte in das Stativ einbringt, d.h. die Mittelsäule verdreht sich, ebenso die Stativschulter zu den Beinen. Das kann durchaus zu einem Problem werden, gerade wenn eigentlich Fotostative bzw. Stativbeine verwendet werden. Problematisch wird das vor allem dann wenn man bspw. im mittleren Brennweitenbereich einen Schwenk machen möchte der erst ruhig steht, dann beginnt und dann auch wieder ruhig stehen bleibt - undd as für längere Zeit, bspw. bei Konzertaufnahmen o.ä. - da wird dieses "verdrehen" des Statives zum Problem da dann am Endpunkt das Stativ aus der Verdrehung zurückfedert und as Bild daher ein Stück zurückruckt - was echt unschön aussieht.

      Eine Möglichkeit ist auf Schwenks zu verzichten, dann reicht auch ein kleines, leichtes Stativ völlig aus (das man dann auch dabei hat), vielleicht zusätzlich zu einem großen, stabilen Stativ das man nur dann mitnimmt wenn man weiß das man es benötigt.

      Ich habe inzwischen für prümär Fotozwecke ein Cullmann Carvaro 816TC im Fotorucksack - das Ding ist klein, leicht (500Gramm!) aber eben auch sehr "windig" und von der Arbeitshöhe begrenzt. Aber besser als gar kein Stativ dabei zu haben - für viele Zwecke ist es völlig ausreichend als "Kameraständer" - es ersetzt natürlich kein ordentliches Stativ mit Fluidkopf ;)

      Aber lieber dabei als nicht dabei, denn ein Stativ ist meist das was einem am "lästigsten" ist wenn man unterwegs ist....
      Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar
    • Neu

      Hallo Hansi

      hansi schrieb:


      Wir gehen bei moderaten Bedingungen mit dem Schlauchboot oder dem Jetski auf dem Meer (Kanarische Inseln, Griechenland, Südfrankreich)näher heran.
      wow! Mit Schlauchboot und Jetski spielt Ihr definitiv in einer ganz anderen Liga. Bei uns geht es nur darum, dass wenn mal jemand ausgepauert am Strand sitzt, die Zeit auch genutzt werden kann, um die anderen ein paar Minuten zu Filmen, um das dann abends zu analysieren und ggf. später ins Urlaubsvideo zu schneiden. Wenn mal jemand hochmotiviert ist, wird auch mal 5 min die Mini-Drohne angeschmissen oder die GoPro mit Mouth-Mount oder ähnlichen Spielereien mit ins Wasser genommen, aber das war's auch schon. Die GoPro reicht mir da für die nahen Actionaufnahmen völlig. Den Schritt von der Hero 6 auf die 7 habe ich noch nicht gemacht, auch wenn die Stabilisierung deutlich besser geworden ist; da warte ich noch eine Generation. Die neue Kamera sollte tatsächlich nur eine Ergänzung dazu für den extremen Telebereich sein, allerdings nach Möglichkeit auch beim Snowboarden noch in die Jackentasche passen.

      Nichtsdestotrotz, ich habe mir mal das Werbevideo der GH5 angeschaut und das ist schon sehr beeindruckend!!

      Grüße
      Benjamin
    • Neu

      MacMedia schrieb:

      Ich habe inzwischen für prümär Fotozwecke ein Cullmann Carvaro 816TC im Fotorucksack - das Ding ist klein, leicht (500Gramm!) aber eben auch sehr "windig" und von der Arbeitshöhe begrenzt. Aber besser als gar kein Stativ dabei zu haben - für viele Zwecke ist es völlig ausreichend als "Kameraständer" - es ersetzt natürlich kein ordentliches Stativ mit Fluidkopf ;)
      Danke – sehr guter Tipp! Könnte für mich auch als Fotostativ und Camcorder-Zweit- bzw. Notfallstativ in Frage kommen.