S8 Filme Digitalisieren

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    • Goldwingfahrer schrieb:

      Denn es gab meines Wissens nach nur 2 Kameras die 24 Bilder/S aufgezeichnet hatten.


      Nein, das ist so nicht richtig: Sehr viele Filmkameras konnte man auf 24 B/s umschalten - praktisch jede sogar. Das konnte sich damals kein Hersteller erlauben. Und mir fällt im Moment auch kein Modell ein, das nur mit 18 B/s aufnehmen konnte. Irgend ein sehr sehr einfaches Anfänger-Kodak-Modell für's Volk vielleicht...
    • Wenzi

      Du verwechselst da was....
      Die meisten Projektoren kann man umstellen von 18 auf 24 FpS,aber nicht die damaligen Aufnahmegeräte.

      Standard bei Super 8 waren 18 Bilder/s, einfache Kameras liefen mit keiner anderen Geschwindigkeit. Etwas gehobene Modelle boten eine Zeitlupe, der Film lief dann bei der Aufnahme meist etwa doppelt so schnell, also mit ca. 36 Bildern/s, bei noch besseren Kameras mit 54 Bildern/s (z. B. Nizo 561-S-8-Kamera), in selteneren Fällen sogar 70 Bildern/s.

      de.wikipedia.org/wiki/Super_8_(Filmformat)#Entwicklung

      Kapitel "Kamera"...Filmgeschwindigkeit
    • Goldwingfahrer schrieb:

      Du verwechselst da was....


      Dann hatte ich allerdings immer Kameras mit 24 B/s und alle anderen im damaligen Filmclub auch (wir drehten Gemeinschaftsfilme und da war das Pflicht). Vielleicht beschäftigten wir uns auch nie mit solchen simplen Modellen, die nur 18 B/s konnten - das ist durchaus möglich. Und selbst meine N8 Bauer 88B (o.ä.) konnte 24 B/s... und meine Revue (N8) ebenfalls. Nein, auf zwei Modelle lässt sich das keineswegs reduzieren. Nizo, Bauer, Canon, Agfa, Elmo - davon hatte ich immer etwas im Einsatz und alle filmten auch mit 24 B/s, denn etwas anderes machte ich nie. Ich filme übrigens seit 1963 und damals noch in N8... bin also Veteran. :teufel:

      Nur eine Beaulieu hatte ich nie - war mir damals einfach zu teuer. Aber diese Modelle konnten erst recht 24 B/s.

      Darauf sollten wir uns jetzt aber nicht versteifen. Ist doch Wurscht. Klar doch: 18 B/s war der Normalgang bei S8, daran besteht keinerlei Zweifel. Das ist heute so wie 24p/25p bei UHD - der Spargang also für die "Normalos". :beer:

      Und damals im Filmclub gab es ebenso heftige Diskussionen über 18p und 24p wie heutzutage über 24/25/30p und 50p! Das Thema ist also so gesehen schon uralt. Nur empfanden wir damals 24p als das Nonplusultra. 18p war doch nur etwas für arme Leute... :teufel:
    • old_det schrieb:

      Ich habe jetzt mal ein paar Super-8 Filme zum digitalisieren eingeschickt. Der Service bietet an in FHD (1440x1080/4:3) auszugeben und als Rohdaten (5Gb/min Dateigröße) in 24bilder/s. Da die s8-Filme in 24Bilder/s aufgenommen wurden, wäre das dann schon mal 1:1. Über das Ergebnis bin ich mal gespannt - soll Einzelbild -Scan sein....
      Wartezeit 4-8 Wochen..... 8|


      Du hast also bei einem Einzelbild-Scan-Dienst bestellt, wie Du hier ausführst...
      Wolltest dann aber offensichtlich keine Einzelbilder geliefert bekommen sondern ein Video welches mit 24p abgespielt werden sollte.
      Aus den Einzelbildern hätte der Scan-Dienst natürlich problemlos ein 24p-Video machen können, wenn er ein 24p-Projekt angelegt
      hätte und die Einzelbilder in die Timeline importiert hätte. Du hättest da natürlich auch selbst machen können.

      Da Du nicht mit Sicherheit sagen kannst mit welcher Bildrate die Filme damals aufgenommen worden sind, wäre es besser gewesen
      wenn Du die Hestellung der Videos aus den Einzelbildern selbst in der Hand behalten hättest. Nach Augenschein hättets Du ja auf
      der Timline in der Vorschau beurteilen kännen ob das Video mit der richtigen Wiedergabegeschwindigkeit läuft.
      Hilfreich wäre es gewesen, wenn man über einen Audio-Scan mit der Original-Projektorgeschwindigkeit von 18 B/Sek oder 24 B/Sek,
      falls Tonfilme dabei waren. Durch Abhören des Tons kann man prüfen mit welcher Geschwindigkeit sich der gescannte Ton besser
      anhört.

      Das Dein Vater damals mit 24 Bildern/Sekunde aufgenommen hat, wäre ich mir nicht ganz sicher. Ich war seinerteit ebenfalls öfters in
      einem Filmklub und die Leute dort haben damas mit 25 Bildern/Sekunde die Filme aufgenommen, weil sie glaubten die Filme auch mal
      dem Fernsehen zu Verfügung stellen zu können, das Fernsehen hat nicht gerne Filme angenommen die mit 24 Bildern/Sekunde
      aufgenommen worden sind. Deshalb hatte in diesem Filmklub keiner ein Interesse mit 24 Bildern/Sekunde Filmaufnahmen zu machen,
      die Blu-ray dafür war ja damals noch nicht erfunden worden! 8o

      Meine hier noch vorhandene NIZO 6080 Kamera hat über folgende Aufnahmefrequenzen verfügt: 16 2/3, 18 (galt als Normal), 24, 25
      und 54 Bilder/sec. Ich persönlich habe alles in 18 Bildern/Sekunde aufgenommen.

      Tipp: Schicke Deinem Scan-Dienst eine USB-Festplatte zu mit der Bitte alle Einzelbilder von dem Film-Scann darauf zu kopieren,
      dann kannst Du die finale Videobearbeitung selbst übernehmen und alles so machen wie Du es für richtig hälst.
      +++++++++ Das ist meine Privatmeinung! +++++++++
      +++ FZ300 - RX100 - EDIUS 9.x - DaVinci Res.14 +++
    • Achilles schrieb:

      Du hast also bei einem Einzelbild-Scan-Dienst bestellt, wie Du hier ausführst...


      Nein - hab ich nicht. Das hast Du wohl mißverstanden. Der Dienst hatte angegeben in Einzelbild-Scan zu arbeiten. Bietet jedoch keine Einzelbilder an.

      Achilles schrieb:

      Tipp: Schicke Deinem Scan-Dienst eine USB-Festplatte zu mit der Bitte alle Einzelbilder von dem Film-Scann darauf zu kopieren,
      dann kannst Du die finale Videobearbeitung selbst übernehmen und alles so machen wie Du es für richtig hälst.

      alles fromme Wünsche - wie gesagt, das bieten die nicht an. Das die Bilder in 24p aufgenommen wurden steht nun mit Rücksprache vom alten Herrn fest.
      Ich hatte denen ja ohnehin eine HDD geschickt und auch gefragt nach der Möglichkeit, aber naja... es ging ebend nicht. Man hat mich leider auch nicht selbst mit den "Technikern" sprechen lassen, sondern nur mit dem Mädel vom Büro. Das war schon sehr "anstrengend", weil die dann immer raus ist aus der Leitung und nachgefragt hat - mir dann geantwortet hat, die Dinge selbst nicht verstanden hat und dann wieder nachgefragt usw.....

      Vielleicht probier ich es auch noch mal selbst (wenn es wieder kühler ist) Ich hab noch so ein Winkelspiegel - Dinger da. - Hat das schon mal jemand erfolgreich ausprobiert?
      old_det auf https://www.turbosquid.com/Search/Artists/old_det
    • Nein - hab ich nicht. Das hast Du wohl mißverstanden. Der Dienst hatte angegeben in Einzelbild-Scan zu arbeiten. Bietet jedoch keine Einzelbilder an.


      Ich habe garnichts mißverstanden, der Dienst arbeitet per "Einzelbildscan" und Du hast als Lieferung ein Video daraus in 24p bestellt.
      So ist es doch, oder? Sollte ich was mißverstanden haben, dann hat der Scan-Dienst ebenfalls etwas mißverstanen (das Mädel, welches dich bedient hat...).

      Die Einzelbilder gibt es bestimmt noch, jeder Scan-Dienst hebt den Original-Scan meist noch 14 Tage auf, bevor die Dateien gelöscht werden...
      +++++++++ Das ist meine Privatmeinung! +++++++++
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    • Achilles schrieb:

      und die Leute dort haben damas mit 25 Bildern/Sekunde die Filme aufgenommen, weil sie glaubten die Filme auch mal
      dem Fernsehen zu Verfügung stellen zu können, das Fernsehen hat nicht gerne Filme angenommen die mit 24 Bildern/Sekunde
      aufgenommen worden sind.


      Das Fernsehen konnte mit 24 B/s durchaus gut umgehen - mit einer leichten Erhöhung der Abtastung auf 25 f/s. Keine meiner Kameras bot damals 25 B/s an, nicht einmal meine Nizo. Und ganz wenige der Nizo-Modelle war damit ausgestattet - nur einige Soundmodelle: super8wiki.com/index.php/Category:Nizo
    • Ich hatte das:



      Die Beaulieu 7008 Pro MD konnte u.a. ebenfalls mit 25p aufnehmen.

      Wie ich schon schrieb..., anspruchvolle Honnyfilmer damaliger Zeit mit TV-Aufführambitionen filmten in 25p!
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    • Achilles schrieb:

      Die Beaulieu 7008 Pro MD konnte u.a. ebenfalls mit 25p aufnehmen.


      Ich weiß - ist ja auch eine Soundkamera von Nizo, wie oben schon erwähnt. Allerdings hatten die anspruchsvollen Amateure dann wieder ein anderes Problem: der Projektor, der nur 18/24 B/s konnte. Der Bauer T601 konnte z.B. keine Feinregulierung, dadurch lief so ein Film zu langsam. Wir waren damals nicht so kühn, Filme fürs Fernsehen zu drehen. Wer das wirklich ernsthaft in Erwägung zog, drehte mit 16mm und nicht mit S8. Denn genau das forderten die TV-Anstalten...

      Aber wir sind nun OT. Jedenfalls bedeutet es absolut kein Problem, einen mit 24 B/s gedrehten Film mit 25 f/s abzutasten - jeder Kinofilm läuft damit. Natürlich reduziert sich dadurch leicht dessen Länge.
    • Nixe... "einen mit 24 B/s gedrehten Film mit 25 f/s abzutasten"..., es handelt sich hier um eine Einzelbild-Abtastung und wer Zeit hat, der kann das auch mit 5 oder 6,7 oder 13,2 Bildern pro Sekunde machen in diesem Fall!
      Es kommt überhaupt nicht auf die Scangeschwindigkeit an liebe Leute!
      +++++++++ Das ist meine Privatmeinung! +++++++++
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Achilles ()

    • Und ich rede von professioneller Filmabtastung. Kein Mensch im Senderbetrieb hat Zeit für eine Einzelbildabtastung. Mir ist klar, dass es bei der Einzelbildabtastung nicht primär um die Bildfrequenz geht. Nur muss das fertige Produkt dann eben auch mit dieser Bildfrequenz abgespielt werden, wenn es optimal sein soll. Hier also dann mit 24 f/s.
      Dateien
      • Ranc-Cintel.png

        (284,78 kB, 33 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Goldwingfahrer schrieb:

      Hast Du jemals 8 MM Filme bearbeitet ?


      Ja, bis zur Bewustlosigkeit. War immerhin rund 25 Jahre mein Haupthobby. Schneiden und Vertonen bis nachts um 3 Uhr waren keine Seltenheit.

      Siehe auch: de.wikipedia.org/wiki/Schmalfilm_(Fachzeitschrift)


      Sowas macht man im Vorfeld und dann gehts "auf Sendung" oder nicht.


      Ich denke mal, die arbeiten im prof. Bereich auch heute noch vorzugsweise mit Flying Spot-Abtastern. Das geht alles in Echtzeit und der Ton ist dann ebenfalls gleichzeitig synchron angelegt. Mir ist schon klar, dass die Einzelbildabtastung inzwischen vielleicht (?) das Optimum bietet, allerdings muss man dann auch noch den Ton abtasten und synchron anlegen. Und das kostet alles Zeit, die sich der Überspielbetrieb natürlich bezahlen lässt.

    • Achilles schrieb:

      Die Einzelbilder gibt es bestimmt noch, jeder Scan-Dienst hebt den Original-Scan meist noch 14 Tage auf, bevor die Dateien gelöscht werden...

      Anscheinend nicht. Nachdem ich gerstern telefonisch reklamiert habe, kam heute eine Mail, daß ich (auf ihre Kosten) den ganzen Kram nochmal hinschicken soll. Ich kann mich auch ganz schwach erinnern, daß ich sehr wohl nach Einzelbilder gefragt habe. Als Antwort kam irgendwas in der Art, daß das Abspeichern so nicht vorgesehen ist und es zum technolog. Ablauf gehört, daß die Bilder gleich noch gebunden werden. K.A. ob das tatsächlich so ist oder was auch immer -da sie nicht gewillt sind oder nicht können, Einzelbilder zu liefern, kann ich leider auch nichts machen. Es war auch wie schon erwähnt sehr anstrengend mit jemanden zu telefonieren, der von der Materie anscheinend kaum etwas versteht.
      Bevor ich die Rollen wieder losschicke, schau ich mir sie trotzdem heute abend mit dem Projektor an - mal sehen, vielleicht kommt ja noch was dazu. Ich glaube auch, daß die einen Großteil der einen Spule ausgelassen haben - aber erstmal schauen, dann meckern.

      Edit: Im Übrigen mußte ich eine 2.HDD schicken, weil die erste angeblich defekt sei - ich hab die "defekte" angeschlossen und alles ist gut. Aleedings hat sie einen Ausschalter..... :pfeifen:
      old_det auf https://www.turbosquid.com/Search/Artists/old_det

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von old_det ()

    • der Ton ist dann ebenfalls gleichzeitig synchron angelegt.


      Qualität ist aber etwas anderes... Lothar!
      Ich nehme diesen Ton lediglich als Synchronspur "on the fly" auf. Der O-Ton wird bei mir im zweiten Arbeitsgang mit der Nenn-Film-Bildwiederholrate aufgenommen.
      Jetzt wird die Synchronisierung des Videos dazu gemacht nach den Wave-Ausschlägen. Der Ton am Video wird dann ausgeschaltet und das Video wird nach evtl. zusätzlicher
      Nachbearbeitung incl. O-Ton final gerendert, für Qalitätsbewußte in HQ-AVI.

      Ein Video aus "Einzelbild-Scan" ist nicht automatisch besser im Vergleich zum "on the Fly - Verfahren" nach meiner Erfahrung!

      Noch etwas zu der Digitalisierungsqualität; nun ich führe auf Wunsch auch eine AviSynth-Restaurierungen durch, damit kann man aus dem Material einiges mehr rausholen wie
      es auch Wendo hier bestätigt hat!
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    • Ich habe mich hier mal dazu ausgelassen.
      Der Vergleich ist für hier nicht passend - denn die nicht gescannten Teile sind von der Leinwand abgefilmt.
      Ich denke bei Achilles wird auch Bild für Bild "abfotografiert" aber eben direkt in einen Videostream (wenn ich das richtig verstanden habe)
      Bei meinen gescannten Filmen hatte man Probleme z.B. bei Mondaufnahmen den richtigen Bildstand zu finden.
      Auf der Photokina letztes Jahr war auf dem Blackmagic Stand eine Digitalisiermaschine wo der Film ein einem Tempo durch lief als wäre er nur beim Vorspulen.
    • So ist es "wabu", und ich habe dann auf der Festplatte ein Video im YUV-Farbmodell liegen und nicht Einzelbilder im RGB-Farbmodell.
      Was das bedeutet hat "Goldwingfahrer" hier schon oft erklärt. Ich nehme an, alle haben das zwischenzeitlich verinnerlicht!
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    • zum Thema Einzelbildscan:

      ich habe einen S8 Ton-Film von 1968 (20 min) den ich schon im on the fly Verfahren hatte abtasten lassen, nochmals neu in HD mit Einzelbildscan abtasten und vor allem auch in Einzelbildern speichern lassen.

      Grund: leider hatten sich auf dem S8 viele Schmutzpartikel angesammelt, die mit Filmreinigung nicht entfernbar waren. Da es mir der Film wert war, habe ich dann wirklich in Einzelbildretusche die Störungen entfernt. Sowas geht nicht mit on the fly-Abtastungen, da dort immer die aufgefüllten Zwischenbilder (18->25 fps) Doppelkonturen bewegter Objekte enthalten, auf denen keine saubere Retusche möglich ist. Nach der Einzelbildretusche den ganzen Film neu von 18 auf 25 fps rendern zu lassen und dann von den sauberen Einzelbildern die nötigen Zwischenbilder hinzurechnen zu lassen, liefert ganz klar das bestmögliche Ergebnis.

      Das kann man natürlich nur als Amateur (eben als Liebhaber ;-)), nicht als Profi für zahlende Kunden machen, da wäre schlichtweg unbezahlbar ;-D - aber eben ein triftiger Grund für eine Einzelbildabtastung.

      Hape