Angepinnt Was braucht es für den Videoschnitt 2?

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    • Was braucht es für den Videoschnitt 2?

      Ich eröffne für dieses Thema einen weiteren Thread, da diese Frage immer wieder aufkommt - und ich hier gerne die Empfehlungen zusammen tragen würde, die wir so für Neueinsteiger haben. Wer nachlesen will, findet hier den anderen Thread.

      Unverändert gilt wohl als Eingangsstatement, was wir schon mal hatten:


      Also die Frage, welche NLE für jemanden die richtige ist, ist genauso schwierig zu beantworten, wie die, welches Auto für jemand das richtige ist.

      Man kann zwischen der Kategorie der "Einsteigertools" unterscheiden - das sind Tools wie Pinnacle Studio, Magix, LetsEdit oder auch Videostudio. Die haben grundsätzlich den Vorteil, daß sie
      - meist leichter in der Bedienung sind;
      - demnach schneller erlernbar sind;
      - billiger sind.

      Dem steht aber der ekelhafte Nachteil gegenüber, daß diese Tools
      - sehr oft massive Einschränkungen im Funktionsumfang haben, was viele irgendwann stört;
      - viele davon beträchtliche Stabilitätsprobleme haben, was aber auch vom verwendeten PC abhängen kann.

      Beispiele: bis Pinnacle Studio ausreichend stabil war, waren sehr sehr viele Updates notwendig. Die heutige Version 9 soll ja besser sein. Dafür ist die Bedienungsoberfläche relativ einfach. Uleads Videostudio hatte bis vor kurzem eher beträchtliche Probleme im Audioteil, was in der letzten Version besser geworden sein dürfte. Auch Magix zählf für viele als ein Geheimtip, was den Umfang der Funktionen angeht. Ein besonderer Tipp ist hier LetsEdit, hat es doch einerseits eine gute Oberfläche, aber auf der anderern Seite Profiaspekte wie den sehr guten Canopus DV codec integriert.

      Zwischenfazit: Ehrlich gesagt, wenn jemand intensiv schneiden will, und relativ viel Zeit mit dem Tool arbeitet, dann ist die Gefahr zu groß, daß er schnell aus dieser NLE "rauswächst". Und dann hat er doppelt investiert - dann kauft er nämlich nochmals ein Tool der folgenden Kategorie. Diese "Einsteigertools" sind nur dann empfehlenswert, wenn jemand wirklich nur fallweise und selten schneidet, und keine hohen Ansprüche stellt.

      Will jemand mehr, und schneidet öfters, dann ist er langfristig besser in der Kategorie der "halbprofessionellen Tools" aufgehoben. Dazu zähle ich Uleads Mediastudio, Canopus Edius, Adobe Premiere oder natürlich auch Vegas. Diese Toos sind
      - viel umfangreicher in dem, was sie können;
      - haben aber einen höheren Aufwand im Erlernen;
      - kosten doch mehr. Wobei - das ist relativ. Kauft man etwa das Package DV Action Pro! von Hercules, dann hat man um relativ wenig Geld eine firewire-Karte, die durchaus brauchbare Software Mediastudio 6.5 SE, und ein Jogshuttle Pro. Das kostet nicht mehr als Pinnacle Studio 9.

      Info zu DV Action Pro von Hercules gibts hier: hercules.de/showpage.php?p=64&b=1&f=1. Zu bekommen ist das Packet von Händlern über ebay, oder natürlich auch über andere Händler.

      Auch die jetzt verfügbare Version von Adobe Premiere Elements ist mit einem Preis von ca. 100 Euro ebenfalls für den Einsteiger hoch attraktiv, was die Leistung und den Preis angeht. Details hier: slashcam.de/news/single/Adobe-…ersion-von-Prem-5088.html

      und adobe.de/products/premiereel/overview.html.

      In welcher Kategorie erkennst du dich eher wieder? Das kann nur jeder für sich beantworten.

      In jedem Fall empfehle ich die Verwendung von Gratis-trials, wie es sie von fast allen Produkten gibt.



      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Eine sehr preiswerte Einsteigerversion von dem sehr guten Tool Sony Vegas gibts auch hier, genannt Vegas Movie Studio Software.

      Diskutiert wurde das auch auf Slashcam:
      slashcam.de/news/single/Sony-p…erversion-von-V-5090.html

      Gibts inzwischen sogar auf Deutsch, Details dazu hier:
      mediasoftware.sonypictures.com…s/ShowProduct.asp?PID=932

      Bemerkenswert sind auch die Upgrade Möglichkeiten:
      mediasoftware.sonypictures.com…tegory.asp?id=10&PRCat=30

      Wer nämlich erst Vegas Movie Studio + DVD für 100 US$ kauft, und dann für 600 zu Vegas-5+DVDA2 upgraded, ist immer noch billiger, als wenn er zur Zeit regulär Vegas-5 + DVDA2 kauft (800 US$).
      :D

      Wer Vegas kennt, kann diese Software dem (englischsprechenden) Einsteiger wärmstens empfehlen.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Erst einmal freue ich mich das Wolfgang den Begriff "Einsteiger" in Anführungszeichen gesetzt hat. Dieser Begriff, in vielen Bereichen missbraucht, ist auch im Videoschnitt diskriminierend. Entweder will ich mich mit der Sache beschäftigen, dann suche ich Material über Schnittsoftware zusammen und versuche das Passende herauszufinden. Will ich nur das notwendigste machen, dann nehme ich das was umsonst ist oder wirklich wenig kostet. Als ich meine erste Videokamera 1992 kaufte gab es für mich nur eine Lösung zum digitalisieren, das war die IOMEGA-Box mit Video-Wave als Schnittsoftware. Ich bekam nie brauchbare Ergebnisse. Dann fiel mir durch Zufall Media Studio 2.5 mit einem dicken Handbuch in die Hand und ich war begeistert. Jetzt habe ich die Version 7 und bin immer noch begeistert. Ich bin auch von VEGAS begeistert, aber wer 10 Jahre lang mit einem System gearbeitet hat, dem fällt der Umstieg schwer, vor allem wenn man nicht mehr der Jüngste ist. Ich benutze Vegas trotzdem für besondere Fälle vor allem bei Farbkorrekturen, PIP und ähnlichen Dinge. Aber eigentlich nur, um mit Vegas zu üben,dazu kommt, dass mein Schulenglisch 60 Jahre alt ist und erhebliche Lücken ausweist.
      Eine Punktetabelle als Vergleichsmuster für Software ist genauso abwegig, wie für Kopfschmerztabletten.
      Leider ist der Käufer einer NL Videoausrüstung völlig alleingelassen, wenn er nicht von sich aus solche Foren wie hier sucht. Meistens weiss er gar nicht dass es so etwas gibt und dann kauft er sich (im Höchstfall) die o.g. Zeitschrift und stellt erschreckt fest, dass er 1000 € auf den Tisch legen muß, um seinen Film in den Rechner zu bekommen. Vielleicht hat er auch Glück und bei seinem Kauf ist eine Schnitsoftware dabei, mit der er zurecht kommt, und dass ist vielleicht die für ihn Ideale. Vielleicht schmeisst er den ganzen Krempel auch hin.
      Ich glaube, dass man mit allen sogenannten Semiprofessionellen Programmen gute Sachen machen kann, wenn man denn gutes Aufnahmematerial hat. Ausserdem hat der eine Geld und der andere nur wenig und das ist ja sicher auch ein Kriterium.
      Gruß am Sonntag
      wlambda
    • Nun, die Ausführungszeichen stammen einfach auch von dort her, daß es sich eben nicht um eine Diskriminierung handeln soll. Es soll hier vielleicht mehr eine Summe von Eigenschaften zusammen gefaßt werden - vielleicht sollte man eher von Tools bis 100 oder 150 Euro reden, und von einer Kategorie über 300 oder 400 Euro.

      Nebenbei gesagt, die Grenze zwischen diesen beiden Kategorien dürfte vermutlich mehr und mehr verschwimmen - nachdem die Gruppe der "Einsteigertools" mit jeder Version mehr und mehr kann...

      Hier noch einmal vom früheren Thread, was einige Unterscheidungskriterien waren - hier aber fallweise ohne Anführungszeichen:
      :D

      Ich hebe zur Unterscheidung zwischen "Einsteigertools" und "Halbprofessionellen Tools" mal ein paar Punkte raus, so wie sie mir einfallen:

      - Stabilität - das wichtigste zuerst. Tools wie Vegas sind kaum zum Absturz zu bringen, auch der MSP 6.5 (inzwischen auch 7) sind extrem stabil. Und zwar auf zahllosen Rechnern, die alle sicherlich nicht immer optimal konfiguriert sind. Trivial? Nicht wenn man weiß, wie viele Leute gerade mit der Studio Software ihre Sünden abgebüßt haben (jaja, inzwischen ist auch die besser);

      - die Qualität der Bildberechnung und Effekte - Tools wie AP oder Vegas rechnen im Subpixelbereich, was man nicht von allen billigen Einsteigertools sagen kann. Wer mal die hochkarätige Vergrößerung von Bildausschnitten unter Vegas gesehen hat, weiß was ich meine;

      - mitgelieferte DV-codecs - Tools wie Edius, AP oder Vegas kommen mit einem eigenen DV-codec, und verwenden nicht den schlechteren microsoft-dv-codec. Das kann zu Helligkeitssprüngen führen, und auch den Farbraum einengen;

      - Echtzeitvorschau vorhanden - ist via firewire im Regelfall bei den Tools der Einsteigerklasse nicht möglich, sodaß eine Beurteilung am externen Kontrollmonitor nicht erfolgen kann (einzige Ausnahme Uleads Videostudio ab Version 7). In Folge kann man die tatsächlichen Farben oder auch etwaige Halbbildthemen nicht beurteilen, die sieht man am PC-Monitor nämlich nicht; fortgeschrittene Tools wie Vegas, AP Pro oder Edius ermöglichen es sogar, Filtereinstellungen live zu verändern - und man sieht sofort am externen Kontrollmonitor das Ergebnis, ohne rendern; ist ein unschätzbarer Vorteil;

      - die Qualität der Filter selbst, und der unterstützenden Tools: schon mal eine Farbkorrketur sauber in Pinnacle Studio hinbekommen? Nein? Wundert mich nicht, geht dort nämlich nicht wirklich gut, es können nicht mal die drei RGB Komponenten getrennt angesprochen werden. Gute Tools haben gerade für die Farbkorrektur Werkzeuge wie Dreikreis-Korrektur, unterstützt durch Vectorskop etc. Sowas sucht man bei der Einsteigerklasse vergebens;

      - die Qualität der Filter - hier gehts auch darum, ob diese keyframe-fähig sind oder nicht, und ob man vernünftige Einstellmöglichkeiten hat (sprich: ausreichend große Fenster). Leider sind oft die Einstellfenster noch immer sehr klein; keyframe-Fähigkeit gibts bei den Einsteigertools so gut wie gar nicht; es geht nicht darum, eine unendliche Anzahl von Filtern zu haben, sondern solche, mit denen man hochwertige Dinge zusammenbringt - alles andere ist Spielerei.

      - die Zahl der Spuren ist ein wichtiges Argument, besonders für größere Projekte. Viele Einsteigertools sind hier extrem eingeschränkt, nicht alle aber viele;

      - Unterstützung in der Materialorganisation - hier sind viele Einsteigertools nicht immer optimal, auch manche halbprofessionelle Tools leisten sich Schwächen. Eine gute bin-Struktur und ein Storyboard (fehlt etwa bei Vegas) sind nicht überall vorhanden;

      - wichtig: die Unterstützung eines guten workflows, da leisten sich viele Tools noch immer Schwächen. Da gehört dazu, daß man belegbare Tastaturbefehle hat, oder daß es überhaupt sowas wie Tastaturbefehle gibt; aber im Kern ist eine NLE noch immer ein Schnitteditor, daher ist die primäre Frage immer, wie gut der eigentliche Videoschnitt unterstützt wird - Einsteigertools sind da oft matt, der Anfänger weiß es nicht besser und es fällt ihm kaum auf was da alles fehlt. Schon mal geschaut, wie es mit einer guten Ripple Edit Funktion in etwa Pinnacle Studio aussieht - wenn man clips einfügen will?Und beobachtet, wie sich die Software verhält, wenn man etwa in der Kommentarspur liegen hat?

      - die Güte der Audiobearbeitung - da hört es sich oft ganz auf. Audiofilter sind oft kaum vorhanden oder von extrem schlechter Qualität

      Ich höre mal auf, sonst wirds zu lange. Auch wenn mir noch einiges einfällt.



      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Letzte Meldung: die Vollversion von Uleads Mediastudio 7 soll demnächst mit 129 Euro erhältlich sein - ein wirklich attraktiver Kampfpreis :

      videotreffpunkt.com/thread.php…id=547&boardid=9&page=1#3

      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • So, die Preisschlacht tobt voll: es wurde bereits berichtet, daß man die Vollversion von Ulead Mediastudio 7 Pro inzwischen zu dem bereits erwähnten Kampfpreis beim deutschen Mediamarkt kaufen kann.

      Und die erwähnten Adobe Premiere Elements gibts inzwischen noch billiger in der Vorbestellung, wenn man etwa hier sucht:

      geizhals.at/eu/a119614.html
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Den MSP 7 gibts nun auch auf der Ulead Homepage für 129 Euro:

      ulead.de/msp/runme.htm

      Für besondere Tüfftler: kauft man das Hercules DV Action! Pro package, dann kann man für weitere 50 Euro zur Vollversion des MSP-7 upgraden. Auch ein sehr attraktives Angebot.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Also wenn du meinen obigen Link zur deutschen Homepage folgst, findest du dort:

      Vollversion: €129.95

      Upgrade: €49.95 (wurde auf 89.90 erhöht)


      Ob diese Preisentwicklung nun besonders "gesund" ist, wage ich aber auch sehr zu bezweifeln. Offenbar fängt der Absatz der halbprofessionellen NLEs massiv zu stagnieren an, sonst würden sowohl Adobe wie auch Ulead nicht derartige Preiseinbrüche bei praktisch vollwertigen Software-Packages akzeptieren. Das kann man nur dann machen, wenn man bereits in der Produktpipeline die Produkte der nächsten Generation hat - die dann wieder die Entwicklungskosten einspielen können.

      Dem Konsumenten kanns (zunächst) egal sein - der kommt so sehr preiswert zu guten Schnittprogrammen. In der Industrie spielt sich da aber offenbar mehr und mehr ein Konzentrationsprozeß ab, bei dem die Frage sein könnte, welche Firmen den überleben.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Hab ich wohl gefunden. Ich meine halt bloß, daß da offensichtlich Ulead in D versucht, Packungen vor Eintreffen von der nächsten Version loszuwerden, die man in allzu optimistischer Sichtweise des Absatzes ins Lager genommen hat. Sagt nicht unbedingt was über die Qualität des Produktes aus, vielleicht etwas über Marktanteil / Akzeptanz.
    • Lagerbereinigung also? Hmm, dann dürften die das wohl nicht für die download-Version anbieten, sondern eigentlich nur für die boxed Version.

      Die bieten das aber auch als download-Version an - mit einer optinalen backup-CD.

      Naja, insgesamt eine gute Gelegenheit für alle, die den MSP7 noch nicht haben und billig upgraden wollen.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Ein - besonders für den Einsteiger - attraktives Produkt ist das neue "Vegas Movie Studio + DVD" in der Platinum Edition.

      Damit wird das kleine Vegas Movie Studio nun auch HDV tauglich, und das bereits für 130 Euro.

      sonymediasoftware.com/Products/ShowProduct.asp?PID=983
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Was braucht es für den Videoschnitt 2?

      Hallo Wolfgang,

      beim Durchlesen der verschiedenen Beiträge hat sich mir die Frage nach einer für uns Einsteiger geeigneten Software aus einer anderen Sicht gestellt:

      Meiner Meinung nach sind auch die "Einsteigertools" wie Studio, LetsEdit usw. heute bereits so mächtig und komfortabel, dass sie IMHO für die meisten Amateur-Anwendungen ausreichen können.
      Ich habe manchmal den Eindruck, dass die zusätzlichen Effekte wie Blenden, Schriften usw. wichtiger geworden sind, als der Inhalt und die Botschaft des Videos selbst.

      Für mich steht in jeden Fall die durch die Software erreichbare Qualität des Videos an erster Stelle. Als zweites folgt die Forderung nach Stabilität des Programms und erst danach kommen die meisten weiteren Funktionalitäten.

      Welche Aussage/Empfehlung würdest Du unter diesem Aspekt machen?
      Vielleicht gibt es unter dieser Sichtweise neue und möglicherweise überaschende Differenzierungen, die Anfängern wie mir helfen könnten.


      Freundliche Grüße

      paiter
    • Es ist völlig richtig, daß die heutigen Tools oft mehr können, als man für einen vernünftigen, "herkömmlichen" Videoschnitt benötigt: und der besteht nach dem Altmeister des Films (Hitchcock) ja noch immer meist aus einem harten Schnitt, wenn man sich etwa die berühmte Duschszene vor Augen hält; und einem Titel.

      Na ganz so hart muß man vielleicht auch nicht sein, ich verwende etwa doch gerne einfache, aber weiche Blenden. Die diversen Effekte sind mir persönlich auch eher egal, sowas braucht man selten.

      In einem Punkt gebe ich dir nicht ganz recht: Stabilität geht zwar nicht vor Qualität, ist aber absolut wesentlich. Es geht nicht, daß man ein Projekt wegen einem blöden Fehler verliert, und Tage der Arbeit weg sind - weil etwa die Projektdatei zerschossen wird.

      Qualität merkt man oft in den kleinen Details - etwa, wenn ein eigener DV-codec mitgeliefert wird, oder in der Qualität von Umrechnungen, oder in Farbkorrekturen. Qualität ist mit etwa wichtig, hier würde ich schon auf Hochwertigkeit achten - aber für einen einfachen und seltenen Hobbyanwender ists vielleicht unwesentlicher, als für jemanden, der immer wieder schneidet.

      Qualität sollte man aber auch daran bemessen, wie sehr eine NLE einem von der Komfortabilität entgegen kommt - läßt sich ein schneller workflow realisieren oder nicht? Untestützt das Tool Tastenbefehle und eine Automatisation - oder fehlen Tasteenbefehlt (über die man etwa schneller wird oder ein Jogshuttle programmieren kann)?

      Höherwertige Tools haben auch noch einen weiteren Vorteil: wenn man mal mehr braucht, stößt man doch nicht so schnell an die Grenzen.

      Aber in Summe gibts hier keine allgemeingültigen Regeln, sondern jeder muß halt das für sich und seine Bedüfnisse passende Werkzeug finden. Und unbedingt testen - für sowas gibts die Gratis-Testtools, das kann man nur jedem empfehlen.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Hallo,

      Nachdem was ich hier alles gelesen habe (und vor allem noch nicht gelesen habe), betrachte ich mich als ziemlichen Amateur. Deswegen will ich mich mal in diesem Teil des Forums bewegen.

      Zu dem Thema nun einige Anmerkungen und Fragen:

      Überhaupt nicht erwähnt hast Du glaube ich Premiere Pro. Ich dachte eigentlich immer, dass es das non-plus-ultra Programm für NLE wäre. Aber bitte. Und dazu meine Anmerkung, dass man es als OEM Version für knapp unter 200€ bei e-bay kriegt. Was soll ich dann 130€ für Premiere Elements oder ähnliches zahlen? Was spricht gegen die OEM Version? Die ist voll Upgrade fähig, und man hat ein professionelles Produkt in der Hand.

      Andres
    • Also Premiere Pro ist sicherlich besser als Premiere Elements, und wenn man zu den genannten Preisen eine günstige OEM Version bekommt, ist das durchaus eine Überlegung wert.

      Premiere Pro ist auch durchaus inzwischen besser und besser geworden.

      Welche NLE nun das "non plus ultra" ist, darüber kann und wurde schon lange diskutiert (und auch heftig gestritten). So eine Frage beantworten verschiedene Leute halt immer unterschiedlich. Beispiel: ich selbst etwa verwende viel lieber Edius und - bevorzugt - Vegas. Premiere Pro ist halt weniger meine Sache.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • Danke für die Antwort.
      Also tatsächlich keine Nachteile durch OEM Versionen. Ich frag mich wer dann überhaupt so an die 800 € für so ein Programm zahlt.(?)

      Ich hab noch ein paar Fragen.
      Ich hab mir den thread durchgelesen über die Canopus NX Karte die Du Dir gekauft hast. Ich habe schon recht viel DV geschnitten und nie verstanden wozu man so eine Karte braucht. Ich sehe im Laden DV-Schnittkarten und zuck mit den Schultern. Ich capture das Video über Fire-Wire , bearbeite es, und dann wieder auf´s Band. Also wozu eine Schnittkarte.
      Ich hoffe ehrlich gesagt, dass dies bei HDV auch so klappt (hab mir die HC1 bestellt). Hab schon mitgekriegt, dass dies vielleicht nicht ganz der Fall ist, und dann könnte ich mir vorstellen, dass so eine Karte die CPU entlasten soll. Ist das der Grund für so eine Karte?
      Wenn es dabei um MPEG en- und decodierung geht, wird nicht das hier
      link
      wieder eine Schnittkarte überflüssig machen?
    • Eine Schnittkarte beschleunigt das Ganze in der Regel nur. Wenn du also einen langsamen PC hast solltest du den Kauf einer solchen Karte überlegen.
      Allerdings wandelt sich im Augenblick einiges und ich würde zur Zeit keine Karte erwerben. Diese Karte ist immer an bestimmte Software gebunden und wenn, wie jetzt, eine neue Version von PremierePro erscheint, weiß man nie so genau, ob das alles noch richtig laufen wird.
      Da die Karten aber auch sehr teuer sind, sollte man überlegen, ob nicht einfach auch eine Aufrüstung des PCs ausreicht. Ein schneller Dualcor-Prozessor, viel Speicher und schnelle S-Ata-Platten bewirken einiges (habe ich gerade selber erfahren).
      Mit einem deratigen System kann man auch schon HDV schneiden, auch wenn mann manchmal etwas warten muss. Aber wir Hobbyisten haben ja Zeit.
      Prmeier Pro ist nicht nur besser geworden, sondern es läuft einfach optimal und wer sich daran gewöhnt hat wird es kaum noch missen wollen. Aber das ist Ansichtssache. Hier werden bestimmt viele User dieses Forums widersprechen.
      Du solltest aber vielleicht noch überlegen, ob du nicht auf die neue Version von PPro warten solltest, denn die scheint einige gute Neuerungen zu haben. Ob du diese dann aber auch schon als OEM-Version günstig bekommst ist eher unwahrscheinlich. Aber vielleicht wird diese ja auch schnell angeboten.
      Gruß

      Hans-Jürgen