Angepinnt Neuer spannender GEMA-Thriller! Digital Juice GEMA FREI

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    • Richtig, dann geht es bei Euch durch die gleiche Mühle wie bei uns.
      Der Fotografenvertragt deckt nur Kleinauflagen für Privatpersonen bis zu, .. ich meine 30 Stück ab.
      Auch Veröffentlichungen im Internet sind m.W. nicht enthalten.
      Aber es genügt schon mal für kleinere Events wie Hochzeiten und es wäre auch eine Möglichkeiten, z.B. den Tanzvereinen nicht immer sagen zu müsssen, dass es aufgrund der Rechtslage nicht möglich ist, ihre Vorführungen, für die die Kid's & Jugendlichen lange trainiert haben, legal aufzuzeichnen, da die Kosten für die Musikrechte unermesslich wären.
      Ich finde das wirklich schade, denn wenn ich mir ansehe, mit welcher Hingabe und Begeisterung die ihre Freizeit sinnvoll gestalten, dann macht es mich traurig, dass eine bornierte und arrogante Musikindustrie es denen verwehrt, eine gute gemachte Erinnerung zu bekommen, die sie sich auch nach Jahren noch ansehen können.
      Aber andererseits kann ich auch nicht mit 3 oder mehr Kameraleuten anrücken, anschließend noch die Postproduction machen, ohne anschließend wenigstens eine Aufwandsentschädigung aufzurufen.
      Und nur weil man es gewerblich macht, geht dann gleich eine unermessliche Mühle in Gang.

      Ich würde mit Freuden die 6 bis 7 Prozent an Gemagebühren pro verkaufter DVD abdrücken, aber 5-stellige Summen teilweise pro Titel, vom Aufwnad mal abgesehen, .... das ist jenseits jeder Verhältnismäßigkeit, ......
      Sorry, ich schreib mich schon wieder in Rage und gerate OT, ... wie man sieht ein Thema, das mich doch ziemlich bewegt.

      Viele Grüße
      Marcus
    • Also ich bilde mir ein, es sind 25 Stück gewesen - aber in jedem Fall sinds Kleinauflagen. Und damit kommt man halt genau in manchen Fällen nicht mehr weiter.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

      Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • Ich würde mit Freuden die 6 bis 7 Prozent an Gemagebühren pro verkaufter DVD abdrücken, aber 5-stellige Summen teilweise pro Titel, vom Aufwnad mal abgesehen, .... das ist jenseits jeder Verhältnismäßigkeit, ......

      Ich habe etliche hundert Euro in "GEMA-freier" Musik investiert und es nervt mich also schon gewaltig, dass man den bürokratischen Mist trotzdem noch am Hals hat. :motz:

      Spielt es eigentlich ein Rolle, wo der Server steht, auf dem man sein Video zum Download anbietet? Also z.B. bei einem Server in den USA, könnte dann die GEMA trotzdem Tertz machen, wenn wir mal annehmen, dass wie bei den DJ-Sachen die Stücke in den USA "royalty free" sind?
      Greetings,
      ro_max

      Grüne Kommentare sind als Mod, der Rest als User geschrieben.
    • Original von its-magic

      Man kann natürlich sagen, das ist ein bisschen so, also müsste man dem Straßenverkehrsamt melden, wenn man kein Auto fährt.
      Aber tatsächlich hat die Gema ein Auskunfstrecht auf der Basis der sog. Gema-Vermutung, geregelt im Urheberrechtswahrnehmungsgesetz.
      Demnach hat sie das Recht davon auszugehen, dass verwendetes Repertoire seitens einer Verwertungsgesellschaft verwaltet wird, solange ihr nicht das Gegenteil nachgewiesen wird.
      Sozusagen eine rechtlich abgesicherte Umkehr der Beweislast.

      Viele Grüße
      Marcus


      Das ist genau der Punkt, der mich auf die Palme treiben könnte bzw. schon lange treibt. Scheint mir auch eine speziell für die GEMA geltende Rechtssprechung zu sein.
      So lange ich für Sender X arbeite und lizenzpflichtige Musik verwende, ist mir die Sache relativ egal: Ich mache eine Liste und die GEMA-Abrechnung wird direkt vom Sender vorgenommen.
      Habe bisher ein mal den Versuch unternommen, verbindliche Informationen von der GEMA zur Verwendung lizenzpflichtiger Musik in einem rein kommerziellen Projekt zu bekommen. Antwort: "Ja, da müssen Sie genau sagen, welcher Titel das ist und wie lange der gespielt wird, in welcher Auflage der erscheint, da sind die Gebühren für jeden Titel unterschiedlich."
      Das ist aber ein Unsicherheitsfaktor, der mir schlicht zu blöd ist. Bei jedem Titel, den ich verwenden will (und das entscheide ich oft sehr spontan beim Schnitt), muss ich erstmal eine langwierige Anfrage bei der GEMA stellen, um eine Ahnung davon zu bekommen, ob dieser spezielle Titel für die Produktion finanziell tragbar ist. Geht gar nicht.

      Marcus, Du hast da scheinbar einige Erfahrung. Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte, an die man sich halten kann, was die Kosten angeht?

      Die Digitaljuice-Produkte sind zwar teilweise hervorragend und äußerst flexibel, wenn das Geld für einen Komponisten nicht da ist, es gibt abe doch immer wieder den Moment, in dem ich gerne was bestimmte lizenzpflichtige Titel reinnehmen würde.

      Original von its-magic

      Ich würde mit Freuden die 6 bis 7 Prozent an Gemagebühren pro verkaufter DVD abdrücken, aber 5-stellige Summen teilweise pro Titel, vom Aufwnad mal abgesehen, .... das ist jenseits jeder Verhältnismäßigkeit, ......


      Was kostet da 5-stellige Summen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gysenberg ()

    • Also diese GEMA-Vermutung ist ja schon putzig. Zitat aus Wikipedia:

      Wer GEMA-freie Musik öffentlich aufführt oder gewerblich nutzt, muss, um Ansprüchen der GEMA zu entgehen, die Vermutung widerlegen, dass die genutzten Werke GEMA-pflichtig sind. Notwendig sind nach der bisherigen Rechtsprechung dafür die Nennung von Komponist, Texter, Bearbeiter und ggfs. dem Verlag, die an dem Werk beteiligt waren[2], auch dann, wenn es sich um ausländische Musik handelt[3]. Kann die Sachlage nicht eindeutig geklärt werden, wird davon ausgegangen, dass die Musik nicht GEMA-frei ist, also zum GEMA-Repertoire gehört und somit entsprechende GEMA-Gebühren zu ent richten sind.

      Link: de.wikipedia.org/wiki/GEMA-freie_Musik#cite_ref-1

      Das ist, soweit ich das sehen kann, auch vom BGH schon abgesegnet. Man geht davon aus, dass die GEMA nahezu das gesamte Weltrepertoire vertritt. Deshalb muss man selbst beweisen, dass Kerkko an der Kantele auf einem Finnlandfilm GEMA-frei spielt. Es wäre einem ja sonst langweilig.

      Beste Grüße, Rod
    • Original von Gysenberg
      So lange ich für Sender X arbeite und lizenzpflichtige Musik verwende, ist mir die Sache relativ egal: Ich mache eine Liste und die GEMA-Abrechnung wird direkt vom Sender vorgenommen.

      Richtig, aber auch nur, solange es sich um ein rein für den Sender erstelltes Werk handelt. Die stehen unter dem Schutz der Rundfunkstaatsverträge, .... und dürfen sozusagen alles, sogar Titel verwerten, deren Urheber eine Vewertung in audiovisuellen Produktionen untersagt haben, ......
      Eine Coproduktion mit Zweitverwertung, z. B. auf DVD ist gesondert abzurechnen.


      "Ja, da müssen Sie genau sagen, welcher Titel das ist und wie lange der gespielt wird, in welcher Auflage der erscheint, da sind die Gebühren für jeden Titel unterschiedlich."

      Das ist soo nicht ganz richtig würde ich behaupten.
      Bei Verwertung der Musik auf einer Kauf-DVD liegen die Gebühren bei genau 6,25% vom Netto- VK der DVD, zahlbar im Voraus auf die gesamte Auflage. ( Tarif VR-BT-H 3 )
      Anders bei Veröffentlichungen,.
      Da wird in der Tat nach Musiktitel und Länge berechnet. ( Tarif VR-BT-H 4 )


      Bei jedem Titel, den ich verwenden will (und das entscheide ich oft sehr spontan beim Schnitt), muss ich erstmal eine langwierige Anfrage bei der GEMA stellen, um eine Ahnung davon zu bekommen, ob dieser spezielle Titel für die Produktion finanziell tragbar ist. Geht gar nicht.

      Ja und nein, .... Die Vergütungen an die Gema sind in den zitierten Tarifen geregelt.
      Es kommt aber viel schlimmer:
      Denn nicht die Gema ist das Problem, .... die verwalten ja "nur" das Urheberrecht.
      Vorher müssen die Herstellungs- & Leistungsschutzrechte geklärt werden.
      Das geschieht bei den Verlagen und Plattenfirmen.
      Und da wird's richtig lustig.
      Wie Ulrich schon schrieb: Die bis zu 5-stelligen Summen kostet allein die Rechteklärung zu den Musikstücken, d.h. danach weisst Du erstmal, wenn Du alles zu fragen hast, ob Du das Stück verwerten darfst, durchaus mit der Option, Dir eine Abfuhr einzuhandeln.
      Die Kohle ist dann trotzdem weg.
      Dann kosten die Titel selbst je nach Aktualität und Popularität zwischen 3- bis 5-stellige Summen.
      Wenn diese Rechte dann eingeholt worden sind, dann kommt erst die Gema und erhebt ihrerseits die genannten Gebühren zur Abgeltung des Urheberrechts.
      Wenn man allerdings die Rechteklärung und -einholung im Vorfeld nicht durchgeführt hat, kann die Gema das übernehmen.
      Kann dann bis zu 3 oder 6 Monaten dauern und dann ist es in der Tat ungewiss, was da an Summen zustande kommt.
      Frustrierend gell?


      Marcus, Du hast da scheinbar einige Erfahrung. Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte, an die man sich halten kann, was die Kosten angeht?

      Ich glaube manchmal dass die ihre Gebühren auswürfeln und mit "die" meine ich die Verlage und Plattenfirmen.
      Für eine Rechteklärung des Top Gun Anthem hätte ich besagte 5-stellige Summe an die Sony-BMG entrichten müssen. Lag so in etwa bei 12.000 US $
      Ich weiß z.B,. dass "Beautiful World" von Louis Armstrong so um die 50.000 kostet ....


      Die Digitaljuice-Produkte sind zwar teilweise hervorragend und äußerst flexibel, wenn das Geld für einen Komponisten nicht da ist, es gibt abe doch immer wieder den Moment, in dem ich gerne was bestimmte lizenzpflichtige Titel reinnehmen würde.

      Es gibt ein Zwischending, die sog. Production Librarys, wie z. B. KPM-Music Search oder Sonoton und noch einige mehr.
      Die Musik ist teilweise ausserordentlich gut, gemapflichtig, aber von den Lizenzen her finanzierbar.
      Die Preise sind ausgeschrieben, teilweise sogar einheitlich.
      Man entrichtet die Gebühren an das Archiv, meldet die Produktion an die Gema und entrichtet da dann nochmal die Gemagebühren.
      Lag, soweit ich mich entsinnen kann, i.d.R. bei 3-stelligen Summen pro Musikminute.
      Für kleinere Clips, wie Imagefilme/ Firmenpräsentationen etc. durchaus tragbar.
      Obwohl viele Kunden selbst dafür nicht das Geld ausgeben wollen.
      Also DJ & Co....

      Viele Grüße
      Marcus

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von its-magic ()

    • Also allerherzlichsten Dank für die Informationen, Marcus, das bringt mich ein ganzes Stück weiter, auch wenn es meine grundsätzlichen Befürchtungen im Wesentlichen bestätigt.
      Mal sehen, wie sich der Thriller fortsetzt. Im Rahmen der allgemeinen Anfrage, Digitaljuice betreffend, werde ich nach Verwendung einiger Titel von Ulrich Tukur fragen, die ich früher schon unproblematisch in Produktionen für ö-r Sender genutzt habe, die aber bei DVD-Veröffentlichung kompliziert werden können, weil er ja seinerseits ältere Titel neu aufgelegt hat, deren Komponist noch nicht 70 Jahre tot ist. Darüber hinaus haben diverse Dorfkapellen aufgespielt, die ich ja im Falle der Preview schon sicherheitshalber mit anderer Musik unterlegt habe.