Mit dem Gewehr gegen Drohne

  • Der freigesprochene Schütze kann froh sein das auf der Drohne nicht US Air Force stand. Ob Donald einen weiteren Drohnenabschuss in einer Woche, gerechtfertigt oder nicht, unbeantwortet gelassen hätte wage ich zu bezweifeln.... :teufel:

  • Der Titel ist hier schon sehr provokant und einseitig gewählt. Denn es ist doch so:

    • die eine Hälfte findet das eine Sauerei weil eine arme Drohne abgeschossen worden ist (nein, nicht die von Ronald)
    • die andere Hälfte findet das eine Sauerei weil einer eine Frau in deren Garten mit der Drohne beobachtet hat, also die Persönlichkeitsrechte verletzt worden sind, und der Mann hat dann in Selbsthilfe zum Luftdruckgewehr gegriffen.

    Wer hat jetzt recht? Keiner bzw. beide Seiten. Der Richter folgte aber definitiv dem zweiten Standpunkt, der Kläger zahlt sich nicht nur seine Drohne sondern auch die Verfahrenskosten selbst.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Ein Spanner wird, wenn er erwischt wird auch verurteilt; warum soll es dann einem Drohenakteur besser gehen?
    Es ist gut, dass die Privatsphäre von der Justiz immer noch verteidigt wird.
    Der ganze Drohen-Hype ist auch oft genug ein Sicherheitsrisiko.
    Aber anscheinend kann man nicht erwarten, dass sich alle Drohenpiloten an die allgemeinen Spielregeln halten.


    Peter

  • Wer hat jetzt recht? Keiner bzw. beide Seiten.

    Man muss auch sehen, dass dies das Urteil eines Amtsgerichtes ist. Amtsgerichte gibt es viele, und es ist die unterste Instanz, die da in einem konkreten Einzelfall entschieden hat.
    Ein anderes Amtsgericht kann da - selbst bei ähnlichen Umständen - zu einer ganz anderen Meinung (Urteil) kommen.




    Der ganze Drohen-Hype ist auch oft genug ein Sicherheitsrisiko.
    Aber anscheinend kann man nicht erwarten, dass sich alle Drohenpiloten an die allgemeinen Spielregeln halten.

    Das ist ja eben der Grund, warum eigentlich fast überall über schärfere Regelungen ("Führerschein", Kennzeichnung) zumindest nachgedacht wird, oder halt Flugverbote ausgesprochen werden (s. z.B. in dem von @sunday eingestellten 7107 Inseln-Film bei ca. 2:27).


    Neben wirklichen "Idioten", die solche Fluggeräte absichtlich in die Landezonen von selbst großen Verkehrsflughäfen steuern (ist schon häufiger vorgekommen als ihr euch das vielleicht vorstellt), kommt leider oft Unwissenheit, oder ein gewisser "wird schon nicht so schlimm sein" Zug der menschlichen Natur durch (insbes. wenn man irgendwo anders unterwegs ist).
    Und ich habe auch den Eindruck, dass viele ihre Geräte auch nicht wirklich beherrschen. Oder zumindest die Problematik von Luftströmungen an bestimmten Stellen völlig unterschätzen. Was dann eben auch zu Unfällen führen kann.


    Sicherlich gibt es auch eine Vielzahl von Leuten, die ihre Fluggeräte einzuschätzen wissen, sich an Vorschriften halten und sich auch sonst bemühen alles richtig zu machen. Nur die "sieht" man dann ja auch nicht.


    Gruß
    Peter





    Gruß
    Peter

  • Man muss auch sehen, dass dies das Urteil eines Amtsgerichtes ist. Amtsgerichte gibt es viele, und es ist die unterste Instanz, die da in einem konkreten Einzelfall entschieden hat.
    Ein anderes Amtsgericht kann da - selbst bei ähnlichen Umständen - zu einer ganz anderen Meinung (Urteil) kommen.

    Speziell in diesem Fall haben die Richter m.M.n. richtig entschieden. Das der Pilot das Persönlichkeitsrecht der Familie gestört hat ist eine Sache. Man stelle sich aber vor, solche Bilder landen dann noch im Internet - selbst wenn dann die Richter recht sprechen, hat man kaum eine Chance das wieder (für immer und allumfassend) gelöscht zu bekommen.

  • Speziell in diesem Fall haben die Richter m.M.n. richtig entschieden.

    Meine Aussage war auch nicht als Kritik am Urteil gemeint (ich kann es ebenfalls als gerechtfertigt nachvollziehen).


    Es ging mir nur darum, dass hier niemand aus diesem Urteil einen "Freibrief" ziehen soll. Denn wie gesagt, kann da ein anderes Gericht selbst bei gleichem Sachverhalt ganz anders urteilen.

  • Das war rechtlich einwandfrei. Ein Überflug darf nur über 50m erfolgen, wenn auf direktem Weg ohne Verzögerung überquert wird. In der Höhe hätte dann aber auch kein Luftgewehr mehr geholfen.


    Dann hätte sich der Schütze auch einer groben Gefährdung anderer schuldig gemacht, wenn Projektil/Drohne andere beim Absturz gefährden.


    Zumal in Wohngebieten ist sowieso tabu. Bei 15m Höhe gibt es auch kein „Panoramaparagraph“.


    Was aber im Vergleich lustig anmutet ist, dass ein regulärer Flugzeugpilot in 150m Höhe mit einem 800mm Objektiv und einer 42MP Kamera locker unbemerkt ähnliche Bilder hätte aufnehmen können, ohne das Theater zu haben. Darf er natürlich auch nicht.

  • Was aber im Vergleich lustig anmutet ist, dass ein regulärer Flugzeugpilot in 150m Höhe mit einem 800mm Objektiv und einer 42MP Kamera locker unbemerkt ähnliche Bilder hätte aufnehmen können, ohne das Theater zu haben.

    Da gibt es noch andere Dinge, die etliche Kilometer höher fliegen und Deine Armbanduhr ablesen können, wenn es gewünscht ist. :D


    Ist aber eine ganz andere Sache.