Im 24P BluRay Standard filmen

  • Ich habe mal in mein altes Neuseeland-Video, aufgenommen mit einer JVC PD1 in 25p (SD) reingeguckt. Da ruckelt überhaupt nichts. Ist das Ganze vielleicht eine SLR- bzw. Sony-Nex- VG10-Krankheit, die mit dem internen Umwandeln in 50i bzw. dem Herunterskalieren und Interpolieren zusammenhängt?

    Viele Grüße,
    Rüdiger

  • Zitat

    Original von Laterna Magica
    Ich habe mal in mein altes Neuseeland-Video, aufgenommen mit einer JVC PD1 in 25p (SD) reingeguckt. Da ruckelt überhaupt nichts. Ist das Ganze vielleicht eine SLR- bzw. Sony-Nex- VG10-Krankheit, die mit dem internen Umwandeln in 50i bzw. dem Herunterskalieren und Interpolieren zusammenhängt?


    Zumindest wird es anscheinend dadurch verstärkt.

    vg Ian

  • Zitat

    Original von Laterna Magica
    Ist das Ganze vielleicht eine SLR- bzw. Sony-Nex- VG10-Krankheit, ...


    Ich denke nicht.
    Es wird wohl z.B. eher daran liegen, dass diverse User beim Filmen nicht darauf achten, was der Shutter macht.
    Auch die Weiterverarbeitung lädt oftmals zu Fehlern ein, wenn man manchmal sieht was die Leute alles so wandeln und in welche Format, dann kann man sich eigentlich nur noch wundern.

    Gruß


    Hans-Jürgen

  • Zitat

    Es wird wohl z.B. eher daran liegen, dass diverse User beim Filmen nicht darauf achten, was der Shutter macht.


    Ich achte schon darauf, auch auf die optimale Blende. Was bei unserem Vergleich mit klassischen Camcordern herausgekommen ist, habe ich an anderer Stelle beschrieben. Auch die sogen. Fachzeitschriften neigen immer mehr zu der Meinung, dass die großen hochauflosenden Chips ganz besondere Eigenschaften in sich bergen.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

  • In mir schlummert ja immer noch das äußerst zähe Vorurteil, dass die meisten Anzeigegeräte (TV, Beamer) aber auch Abspielgeräte aus den 24/25p etwas hinzu extrapolieren und daraus ein sauberes 50p oder gar 100p errechnen. Und wir sitzen ebenso fassungslos wie begeistert davor und wundern uns wie kleine Kinder, dass sowas ja überhaupt gar nicht ruckelt und butterweich daher kommt. Wiederum andere bemerken bei den 1080p50-Aufnahmen der Panas plötzlich Matsch im Bild bei Schwenks und vergessen dabei, dass zahlreiche Panels solche raschen Bildwechsel noch gar nicht sauber darstellen können. Sieht man sich die Einzelbilder nämlich im NLE an, passt plötzlich alles.


    Leute, ich filmte früher zwei Jahrzehnte und mehr mit 24 Bildern/Sekunde und weiß, wann der Schwenk oder die Bewegung zu ruckeln beginnt. Aus gleichem Grunde verschmähte ich damals auch den 18er-Gang. Dass hier nun plötzlich Leute "entdecken", dass ihre mit 25 f/s aufgenommenen Videos nicht ruckeln, verdanken sie einzig und allein der modernen Wiedergabekette. Und dabei bleibe ich auch. Es hat schon einen guten Grund, weshalb man 50 Jahre und mehr TV mit 50 (Halb-)Bildern ausstrahlte: Weil es mit der damaligen Technik nämlich deutlich geruckelt hätte, wenn man sich auf 25 Halb-)Bilder geeinigt hätte. Ganz blöd waren die Urväter des Fernsehens nun auch wieder nicht und sie hätten ganz sicher gerne an der Ausstrahlungsbandbreite gespart.


    So, und nun filmt fleißig weiter mit 24p. Das bringt einen ganz dollen Cinemalook. :roll:


    Zusatz: Ich vergaß neulich, bei meinem TV die ganze Schoße wieder zu aktivieren. Beim Nachspann von Avatar ruckelte plötzlich die Schrift wie blöd. Also aktivierte ich die Bildverbesserer wieder und alles lief wie gewohnt völlig smooth über den Schirm. So einfach kann das sein mit den 1080p24 der Kauf-BDs. Der Film selbst ist freilich schon so aufgenommen, dass es uns gar nicht sofort auffällt. Den Rest macht die Elektronik.

    3 Mal editiert, zuletzt von Wenzi ()

  • Ich komme auch aus der Schnürsenkelfraktion, allerdings hatten wir bei 16, 18 oder 24Bs. Projektoren mit 2- oder 3-Flügelblenden - wie im Kino, da ruckelt es auch nicht.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

  • Wenn die Flügelblende durch Elektronik ersetzt werden kann soll es mir recht sein.

    vg Ian

  • Zitat

    Original von Ian
    Wenn die Flügelblende durch Elektronik ersetzt werden kann soll es mir recht sein.


    Sag ich doch und viele schaffen es ja eh nicht, auf ihrem TV das Bild so einzustellen, daß 24p 1:1 und ohne jede Bildverbesserung ausgegeben wird :D


    Mann, wenn ich ganz ehrlich bin ist mein weit größeres Problem meine Videos inhaltlich besser zu gestalten und heute war ich mal wieder zu faul ein Stativ zu verwenden und habe gemerkt, daß meine Hand scheinbar mit zunehmendem Alter auch ruckeliger wird und das aber bei 720p50 :(

  • Zitat

    Original von muek
    daß meine Hand scheinbar mit zunehmendem Alter auch ruckeliger wird und das aber bei 720p50 :(


    Wenn die Sehkraft genau so nachlassen würde wäre uns geholfen.

    vg Ian

  • Zitat

    Wenn die Sehkraft genau so nachlassen würde wäre uns geholfen.


    Ich wechsle schon ständig die Brille.
    Und mit den Klaus´schen Problemen hatte ich kürzlich auch zu kämpfen: ohne Stativ waren die Aufnahmen nur mit Mühe zu verwenden (für meine Ansprüche!).


    Off topic:
    Stativ scheint eh out zu sein. Kürzlich berichtete mir ein Kollege, der bei RTL Aufnahmen (vom Stativ!) eingereicht hatte, dass dies nicht besonders gut angekommen sein. Aber zum Glück gäbe es ja Programme, mit denen man künstlich Kamerabewegungen und Wackler erzeugen kann. Also: Bilder aus der Hand scheinen "in" zu sein. Wenn man sich in den Programmen umsieht, wird dies auch bestätigt.


    Gruß
    KDS

  • Super, meine Filme sind in - dabei wird man beim Zusehen seekrank :kotz:

    vg Ian

  • Toll, wenn ich mir angucke was ich heute "verbrochen" habe wird mir auch :kotz: , aber ich kann's ja vielleicht RTL anbieten :D

  • Zitat

    Original von Sunbank
    Ich hatte selbst ein Jahr lang die HM100 und jetzt die Panasonic. Ich kann Haralds Meinung nicht bestätigen. Die HM100 machte das etwas "schönere" Bild durch einen anscheinend höheren Kontrastumfang aber was Schärfe und Artefakte betrifft muss sich die HM100 gegenüber der Panasonic verstecken, vom Stabilisator gar nicht zu sprechen. Videos meiner HM100 konnte ich über meinen Beamer nicht ansehen, weil sie nicht scharf genug waren, die Filme von der SD707 jedoch problemlos. Wenn ich bedenke was ich für die HM100 bezahlt habe und dann für die Panasonic ist letztere eindeutig der bessere Kauf.


    Damit keine Missverständnisse aufkommen: Natürlich löst die 700er Serie von Panasonic deutlich besser auf als ein JVC HM100, wenn keine bzw. wenig Bewegung im Bild ist. Ich hatte ja selber eigene Vergleichsaufnahmen im 700er Thread verlinkt.


    Oben habe ich nur zu Aufnahmen mit viel Bewegung im Bild etwas gesagt. Bei einem SD300 ist mir das bei einer gewerblichen Aufnahme eines hochdynamischen Versuchsaufbaus zuerst aufgefallen: Es fehlten wichtige Details. Die 700er verhalten sich ähnlich. Der HM100 bildete den Versuchsablauf verlässlich ab. (Der GZ-HD7 mit max. 30 Mbps MPEG-2 konnte das übrigens auch.) Ich habe also oben nur meine Beobachtungen geschildert.



    Wenn ich mal versuche, das technisch plausibel zu machen. Merke - es geht hier nur um verlustbehaftetes, interframe Encoden. Es geht um frameübergreifendes Encoden:


    - Die weit verbreiteten AVCHD 17 Mbps reichen für ruhige Szenen 1080p25 und 1080i50 aus. Bei viel Bewegung im Bild, kommt es zu Blockbildung und/oder fehlenden Details. Ähnlich wie bei vielen (allen?) HDV-Camcordern - zumindest Sonys HC1 hatte ein Händchen dafür.


    - 24 Mbps AVCHD 1080p25 gefallen mir dagegen gut. Das reicht nach meinem Eindruck auch für unruhige Szenen.


    - Es ist klar, dass die den 700ern zugestandenen 28 Mbps für 1080p50 für ruhige Szenen reichen müssen, da sich von Frame zu Frame nicht viel ändert.


    - Welche Datenrate würde man mit den aktuellen Encodern für 1080p50 Aufnahmen mit stark veränderlichen Bildinhalten benötigen? 28 Mbps können natürlich nicht ausreichen, da das viel weniger ist als 2x24 Mbps. Um pro einzelnem Frame die gleiche Qualität wie bei 24 Mbps 1080p25 zu bekommen, sollte man für dynamische Szenen wohl >40 Mbps haben. Und das gibt es noch nirgendwo.



    Bei verlustbehaftetem, intraframe Encoding ist der Einfluss von Bewegung von einem Frame auf die umliegenden in der GOP nicht vorhanden. Es gibt ja keine GOP. Deshalb sagt die Datenrate nur etwas über die Qualität der Frames aus. Die Menge der bewegten Bilddetails spielt keine Rolle. Panasonic hält hier bei hohen Anforderungen >=200 Mbps für erforderlich. Auf der IBC 2010 wurde der neue Panasonic 1080p50p60 Codec vorgestellt. Nach neueren Infos soll dieser bis Ende 2011 zur Verfügung stehen.


    Hoffentlich bietet bald ein Hersteller einen Camcorder mit etwa 48 Mbps AVCHD 1080p50 Aufnahmemöglichkeit für < 6 k€ an.


  • Da ist also was dran gewesen:
    "JVC announced a couple of days ago, the development of the a new LSI for 2D/3D compact camcorder that should bring amazing quality jump by offering Full HD 60p, 3D an 4K2K video wonder. Built on 40nm manufacturing processes, this new LSI offers a 2.7x performance jump over JVC’s previous-generation chip model.
    This new generation single-chip LSI is also cheaper to produce and will offer a 40% drop in power consumption compare to previous model.
    ...
    JVC’s LSI will advance this trend by introducing next-generation image-processing technologies for both professional and consumer camcorders."
    Quelle.