Preis für Produktvideo????

  • Hallöchen,


    hab jetzt mal ne Frage zu einem Firmenvideo, welches ich machen soll:
    Thema:
    Produktfilm
    Vorstellung einer neuen Software
    Diese dient der Überwachung der Produktionsdaten einer Textilverarbeitung
    Rahmen:
    schlichte, erzählende Bildsprache
    Off-Kommentator
    Länge:
    max. 4 Minuten
    Sprache:
    Englisch
    Design:
    modern/digital
    Bildmittel:
    Screenshots bzw. Aufnahme direkt am Bildschirm
    Fotos (bewegt/mit Zoom; zum Teil bereits vorhanden)
    Filmausschnitte Verarbeitung (zum Teil bereits vorhanden)
    3D-Grafiken Maschinen und Anlagen (zum Teil bereits vorhanden)


    Ob ich die vorhandenen Filme nützen kann, ist ne andere Frage, die Grafiken binde ich in AE ein (Animation mache ich)


    Aufnahmen muß ich wegen der Qualität sowie so neue machen (SD Material)
    Für den Off Kommentar in Englisch hab ich jemanden.
    Format wollte ich HD oder Full HD nehmen, wie sieht es da aus beim Abfilmen des Bildschirmes, Flimmern o.ä. Muß ich da etwas beachten?
    Meine Frage jetzt gezielt:
    Was soll ich dafür realistisch kalkulieren?Ist etwas blöd die Frage, aber in dieser Art für mich absolut neu und deshalb....



    LG & Thanks


    Charly :pfeifen:

  • Mal grundsätzlich: für so eine Produktkalkulation gibt es verschiedenste Zugänge:


    - was willst du selbst dabei in Summe verdienen? Ein Ansatz wäre das fest zu legen, und dann die noch extra anfallenden Kosten darauf zu schlagen. Etwas unkonventionel - aber eine Möglichkeit.


    - oder anders herum: was soll dein Stundensatz sein, den du dir vorstellst? Und wieviele Stunden schätzt du für jeden Schritt ab? Daraus - plus extra Ausgaben - kann man auch einen Kostensatz errechnen.


    - willst du in den Markt hinein, soll das auch eine Referenz sein - dann kann man den Preis schon aus dem Titel heraus reduzieren und eventuell vereinbaren das Produktvideo auch als Referenz auf der eigenen Homepage darstellen zu können?


    - wichtig: was meinst du den, dass der Kunde bereit ist zu bezahlen?


    Grundsätzlich: ich würde das aber nicht zu einem absurd tiefen Preis verkaufen. Qualität muss auch einen gewissen Preis haben.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Pro Stunde würde ich Netto 50,-- Euro verrechnen und dann noch etwas aufrunden. 50 Euro klingt nicht viel aber bei so einen Projekt kommen ganz schön viele Stunden zusammen und der daraus resultierende Betrag verschreckt eventuell den Auftraggeber. Bei deiner Beschreibung würde ich überschlagsmäßig mit den Nachdrehs und damit verbundener Reisezeit sowie der Nachvertonung mit einem Fremden (Englisch) von 12 bis 16 Stunden ausgehen. Die Kosten für den "Engländer" kommen noch dazu.

    vg Ian

  • Zitat

    Pro Stunde würde ich Netto 50,-- Euro verrechnen und dann noch etwas aufrunden.


    Mit Verlaub, aber das würde den Eindruck erwecken, ich wäre eine Billigheimer-Klitsche und ließe mich ausnehmen. Damit wird man nie glücklich, es sei denn, man betreibt das als reines Hobby.


    Minimum 100 € pro Aufnahmestunde (Anwesenheit) + aller Nebenkosten (Anreise usw.), Geräteeinsatz nicht zu vergessen... plus weitere 100 € pro Stunde Videoschnitt, je nach Aufwand. Das ist mager gerechnet!


    Mit einem mittelmäßigen Projekt ohne Wundervorgaben wären das also MINDESTENS 2000 Euro. Und selbst das wäre ein Hungerlohn. Ansonsten: Finger weg, denn Deppen gibt es wirklich genügend, die sich unter Wert verkaufen! Genau darin liegt das Dilemma in dieser Branche.


    Wenn Du wo reinkommen willst - wer weiß das schon - würde ich einen Rabatt geben. Aber sachte...


    Zitat

    und der daraus resultierende Betrag verschreckt eventuell den Auftraggeber


    Dann solle er sich doch mal zum Teufel scheren. Nichts ist umsonst in dieser welt, auch nicht der Tod. :kotz:

  • Hi Wenzi,


    sehe ich auch so.


    Die Firma will ne komplette Vorstellung der Software, zwischenzeitliche Aufnahmen der Produktion, Grafikanimationen mit AE, Foto Einbindungen usw.
    Zwar ´nur´4 min. für das Endprodukt, aber es muß sitzen. Die Kunden der Firma sitzen in USA und Asien, deswegen auch der Off Text in Englisch.
    Ich wollte mal als Berechnungsbasis ca.€ 2500.- netto ansetzen, Gespräch findet am Dienstag statt.


    War mir nur nicht sicher, deshalb....


    LG
    Charly

  • Zitat

    Ich wollte mal als Berechnungsbasis ca.€ 2500.- netto ansetzen, Gespräch findet am Dienstag statt.


    Du wirst ebentuell hören, dass das wohl zu teuer sei. Dann solltest Du aufstehen und gehen. Sie halten Dich aber eventuell zurück... dann warst Du es nicht! Sie kennen auch die Preise. Qualität ist aber schon angesagt dabei.

  • Hi,
    ja, so werde ich es auch machen. Alleine für AE sitz ich einen Tag als Minimum daran und der Rest ist ja auch nicht ohne.
    Mal sehen, werd mal sehne, wo das Budget sitzt bei der Firma....


    LG
    Charly :jubilie:

  • Hallo Charly


    Vielleicht erinnerst du dich an mich: Ich habe dir vor einiger Zeit den Digitalrecorder abgekauft. Sende mir doch per PN erneut deine E-Mail-Adresse.


    Gruss
    Roman

  • Das war falsch, ich sehe dass beim Fragesteller eine Fimenwebpage existiert. Von der Fragestellung her habe ich ihn für einen Anfänger gehalten. Da kann ich Depp nicht mitreden.

    vg Ian

  • Allerdings sagt der Betrag 2500 Euro für sich noch nicht viel.


    Wie viele Stunden rechnest du, dass du am Projekt arbeitest? Die Nebenzeiten wie Hinfahren, Wegfahren, Besprechungen usw. mal mit eingerechnet?

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • unter 10.000 € macht das ganze keinen Sinn.
    Voraussetzung ist natülich beste Qualli, und die Werbewirksamkeit.
    Bedenke du must das ganze versteuern Deine Progression kenn ich nicht, einen Teil der Ausgaben kannst du absetzen.
    Denke mal nach wie gut ist die Software und wie hoch wird die Nachfrage sein.


    Gruß Werner

  • üblicherweise macht man bei solch einem projekt tagessätze und du musst
    wissen wie viele tage du daran sitzen wirst und wie viele personen eingebunden werden...
    zb beim interview wäre ein einmannteam ziemlich unprofessionell.
    für einen filmdreh kann man vermutlich um 1000,-/tagessatz nehmen
    zumindest war das vor ein paar jahren so 400,- kameramann, 250,- licht
    250,-ton, 100,- equipment.


    und wenn du noch keine angebote gemacht hast bist du zumindest
    noch nicht lange selbständig...


    gib nicht einfach eine zahl an sondern versuche sie zu begründen....
    10.000 kann stimmen muss aber nicht, dafür braucht man ein briefing und
    beispiele was die haben möchten.

    Einmal editiert, zuletzt von weitwinkel ()

  • Hi,


    also ich würde bei solchen Dingen erstmal ein Konzept ausmachen und mir das bezahlen lassen. So 700,-- wären das ca. Dann kann man es kalkulieren. Dann das Drehbuch separat abrechnen und schreiben. Dann feiner kalkulieren. Dann den Auftrag absegnen lassen mit einer klaren Leistungsdefinition. Hier kann der Kunde immer noch NEIN sagen, aber Du hast für die Vorarbeit Dein Geld bekommen. Ist sicher gut für beide Seiten.


    Liebe Grüße
    Lutz

    Seminare rund um Film auf hd-filmschule.de und 4k-filmschule.de.

  • Auf ein solches Vorgehen lassen sich die Kunden nicht ein, sie wollen in der Regel ein Festpreisangebot.
    Ich hatte bisher keine Probleme mit der Festpreis-Kalkulation, "wir vom Fach" wissen doch gnau was an Leistungen für eine bestimmte Aufgabenstellung anfällt und wie das preislich zu bewerten ist.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

    Einmal editiert, zuletzt von Achilles ()

  • Also ich finde, dass der Vorschlag von Lutz gut ist.


    Zuerst brauchts du ein Konzept. Erst dann weisst du was du kalkulieren musst da hier die Kosten im Wesentlichen bestimmt werden.
    Dann erfolgt die Preproduktion.
    Dann die Produktion
    Und am Schluss die Postproduktion.


    Ich finde, wenn du am Anfang schon solche Schwierigkeiten hast solltest du dir einen Partner suchen der eine Produktion im Griff hat.


    Grüsse Vigor

    Einmal editiert, zuletzt von Vigor ()

  • Klar ist das Konzept gut - NUR die Frage ist, ob der Kunde bereit ist die Kosten für die Angebotserstellung zu übernehmen. Oft trägt diese Kosten ja der Anbieter auf sein eigenes Risiko.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • So ist es..., aber man kann ja mal fragen ob der Kunde mit Geld aushilft um kalkulatorische Risiken zu löhnen. :teufel:

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Ich kann hier nur von meinen Erfahrungen schreiben.


    Für die Ausarbeitung eines Konzeptes vereinbare ich eine Pauschale die einen fixe Anzahl von Arbeitstunden beinhaltet. Dann hat der Kunde eine Basis und ich bin geschützt da es viele Kunden gibt die sich nie entscheiden können und immer wieder das Konzept abändern wollen.
    Bei einem solchen Auftrag handet es sich bei uns in der Schweiz um einen Werkvertrag der so seine Tücken hat. Darum sollte man seine Leistungen klar definieren sonst zahlt man Lehrgeld.

    Einmal editiert, zuletzt von Vigor ()

  • Zitat

    Bei einem solchen Auftrag handet es sich bei uns in der Schweiz um einen Werkvertrag


    exakt,so heissts hier.


    Der erste Werksvertrag machte ich schon anno 1981,natürlich damals nicht mit dem Schwachsinn Video.


    Betriebswissenschaftliche Kalkulation war und ist ein Thema an der Meisterprüfung,TU [Tech.Uni] und auch,zwar etwas in abgespeckter Version/Umfang auch beim BWL Studium.


    Hat man das Fach nicht belegt,kanns man nachholen.


    Zitat

    da es viele Kunden gibt die sich nie entscheiden können und immer wieder das Konzept abändern wollen.


    soo höflich hätte ichs nun nicht grad beschrieben :D
    Aber recht hast.

  • Hi,


    also ich mache nie Festpreisangebote bevor ich nicht die Aufgabenstellung kenne. Aber das muss jeder selbst wissen.
    Zur Produktion und der Herstellung eines Filmes hab ich ein paar Videos auf meinem Channel, vielleicht interessiert es ja jemand.
    http://www.youtube.com/user/LDPMediaDesign


    Liebe Grüße


    Lutz

    Seminare rund um Film auf hd-filmschule.de und 4k-filmschule.de.