Smartphones erobern Foto- und Videomarkt

  • Hi,


    Messen sind ja eigentlich nicht unbedingt für den Endabnehmer gedacht, auch wenn dieser meist Zugang erhält.

    Vieles läuft (lief) ja ausschließlich für das "Fachpublikum" und unter diesen wurden dann auch die Geschäfte gemacht. Auf der IFA Berlin waren z.B. auch immer viele kleine und unbekannte Hersteller, die so Abnehmer gefunden haben.

    Insoweit glaube ich nicht, dass Messen wirklich verzichtbar sind. Aber es wird Umbrüche und Verlagerungen geben.


    Grade in der Unterhaltungselektronik dürfte sich dies stark bemerkbar machen, da hier sich hier doch vieles verändert hat und "zusammengerückt" ist - eben Multimedia. Dadurch sind dann halt nicht mehr 3 oder 4 Messen für die einzelnen Bereiche nötig.


    Leider geht dabei eben auch vieles verloren, da der "Mainstream" sich auf die preiswerten Alleskönner konzentriert, wie z.B. Smartphones, auch wenn deren Ergebnisse qualitativ evtl. nicht ganz so gut sind, wie sie es bei einer "Speziallösung" sein könnten. Letztere werden dann, weil es eben auch weniger Abnehmer gibt, zumindest teurer.


    Gruß

    Peter

  • Slashcam hat sich das Iphone 12 Pro Max angeschaut: "Test : Apple iPhone 12 Pro Max - Qualität der 10bit 4K Videofunktion inkl. Dynamik und Rolling Shutter".


    Beste Grüße, Uli

    Danke für den Link.


    Auszug aus dem Artikel aus SlashCam:


    "Aus diesem Grund kann die Belichtung einer Videoaufnahme nur über die Belichtungszeit und die elektronische Nachverstärkung (ISO) gesteuert werden. Dies steht jedoch diametral zur typischen, szenischen Kameraarbeit, bei der in der Regel die Verschlusszeit konstant gehalten werden soll. In früheren Version des iPhones ging die Smartphonekamera sogar so weit, dass sie die Framerate des Videos bei schlechter Belichtung herunterschraubte und damit Clips mit variabler Framerate aufzeichnete. Glücklicherweise lässt sich dieses Verhalten mittlerweile in den globalen Einstellungen des iPhones abstellen:"


    Das ist aber nicht ganz korrekt.

    Nach wie vor nimmt das iPhone mit variabler Framerate auf, egal ob auf Auto, 24, 30 oder 60fps gestellt.

    Mit Auto wird lediglich eingestellt, dass bei schlechteren Lichtverhältnissen nicht mit 30 oder 60 sondern dann automatisch mit 24 fps aufgenommen wird, aber natürlich immer noch mit variabler Framerate.


    Deshalb ist es ja auch schwieriger Smartphone-Videos im Schnittprogramm zu bearbeiten. In Edius wähle ich vor dem Einsatz im Bin für die Videos dann immer 29,97 fps. Erst dann kann man die Videos flüssig abspielen.

  • Da einige hier mit den Smartphones auch fotografieren, ein Tipp, wie man bei Porträts den Plastikhaut-Effekt vermindern kann.


    Ich hatte eine Porträtserie, die ein Freund mit dem Huawei Mate 20 Pro aufgenommen hatte, bearbeitet. Alles prima, aber die Haut sähe so plastikartig aus. Er hatte recht, der unschöne Look ist leider in den Fotos eingebacken. Die Huawei Software rechnet die Haut unnatürlich glatt, das ist auch bei unserem Huawei P30 Pro so.


    Um diese plastikartige Glätte zu vermindern, habe ich testweise künstliches Korn in die Bilder eingerechnet. Und siehe da, der Plastiklook ist nicht verschwunden, aber gemildert.


    Wer es bei seinen Porträtaufnahmen versuchen möchte:

    • In Lightroom unter "Effekte" die "Körnung" auf Bereiche zwischen 15 und 30 testen. Bei meinen Fotos kommen so 18-20 gut hin.
    • NIK-Kollection (heute bei DXO) mit dem Modul "Color Effex Pro 4" mit den Werten bei "Film Grain" experimentieren. Bei mir gingen "Körnung pro Pixel" 400, 50% zwischen "Weich" und "Hart", Filmkontrast 50 und "Spitzlichter" 50% ganz gut.
    • Bei Luminar 4 unter "Kreativ", "Filmkorn" mit den Einstellungen experimentieren. Aber wie so oft bei Luminar, geringe Werte nehmen, die Einstellungen greifen aggressiv ein.

    Bei jeder anderen Bildbearbeitungssoftware finden sich sicher ähnliche Filmkorn-Einstellungen.


    Und, jeder Smartphone Hersteller rechnet nach seinen Vorstellungen die Haut glatt. Da muss jeder selbst testen, ob und welche Werte für sein Handy passen.


    Keine Beispielbilder, da es Porträts sind.


    Beste Grüße, Uli

  • Ich fühle mich immer mehr darin bestätigt, das Handy primär fürs Telefonieren zu nutzen.:yes:

    Viele Grüße,
    Rüdiger

  • Laterna Magica :"Ich fühle mich immer mehr darin bestätigt, das Handy primär fürs Telefonieren zu nutzen."


    Da bin ich bei dir.


    ABER, auch die oben genannte Porträtserie ist nur mit einem Smartphone entstanden. Eine gute Kamera zu benutzen ist für viele nicht realistisch...


    UND, ich mache gerade für Weihnachten/Jahreswechsel unser Jahrbuch. Das hat jetzt schon 70 Seiten mit ca. 500 Bildern - und 80-90 Prozent davon gäbe es ohne Smartphones nicht.


    Einerseits habe ich noch nie so viel an Bildern arbeiten müssen. Andererseits, ohne die Telefon-Knipsen wäre es ein sehr schmaler Band...


    Beste Grüße, Uli

  • Ich fühle mich immer mehr darin bestätigt, das Handy primär fürs Telefonieren zu nutzen.

    Da ist etwas dran Rüdiger. Ich sehe das immer, wenn ich Fotos meiner Frau (Smartphone) mit fast identischen von mir vergleiche. Da können manche Leute noch so viel erzählen. Abgesehen von optimalen Bedingungen ist die Bildqualität fast immer schlechter - manchmal einfach unbrauchbar.


    Andererseits gibt es Situationen, wo es recht hilfreich ist. Momentan erstelle ich gerade 2 Videos über Sydney. Am ersten Tag waren wir gemütlich und allein mit Stativ, AX100 und Fotokamera unterwegs. Am 2. Tag im Bus mit Gruppe wäre das nicht gegangen. Da war ich froh, dass ich einen kleinen Gimbal für das Handy (HTC U11) dabei hatte, mit dem man auf die Schnelle bzw. im Vorbeifahren Aufnahmen machen konnte. Die Qualität fällt zwar gegenüber dem 1. Tag ab, aber es ist doch zum großen Teil brauchbar.

  • Moin Reinhold,

    Apropos immer dabei: Vorteil der Hero 8 ist, dass sie 2 kleine Füßchen an der Unterseite hat. Hier habe ich ein kleines Halsband befestigt und jetzt baumelt sie bei jedem kleinen Ausflug an demselben. Wegen des tollen Hypersmooth benötige ich auch keinen Gimbal und bin so gut wie unbelastet. Für mein kleines filmisches Corona-Jahrbuch, welches ich gerade schneide, leistete sie einen nicht unerheblichen Anteil.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

  • Das glaube ich dir sofort Rüdiger. Bei unserer letzten größeren Reise vor einem Jahr in Mauritius hatte ich auch kein Gimbal sondern "nur" die Hero7 dabei, deren Hypersmooth schon recht ordentlich ist . Gern wäre ich jetzt auf die 9 umgestiegen - wenn die denn mal stabil laufen würde. In Sydney im März 2018 hatte ich aber die Hero7 noch nicht.

  • Gestern habe ich das iphone 12 Pro Max erhalten und wieder die Nachtaufnahmen, wie mit dem iphone 12 Pro, ausgeführt. Hier ist das Ergebnis:


    Iphone 12 Pro Max on Vimeo


    Viele Grüße


    Lothar

  • Samsung arbeitet schon am nächsten "boah ist das viel" Verkaufsargument


    600MPixel Sensor...im Smartphone

    https://www.chinahandys.net/sa…PoAr1BuuoXF0Pk41Wccsjwjjk

    Endlich ein Kamerasystem das das Vollformat übertrifft :jubilie:

    vg Ian

  • Da steht man mit seiner 48MP Vollformat Kamera aber ganz schön einsam in der Gegend rum. Technik aus dem letzten Jahrhundert :lips:

  • Der letzte Satz in dem Bericht sagt m.E. alles:


    "Ein Sensor mit einer ultrahohen Auflösung bringt also überhaupt nichts, wenn die Linsen diese nicht abbilden können. Und das können sie aktuell nicht. Beim derzeitigen Stand der Technik scheint der 600 Megapixel-Kamerasensor von Samsung also tatsächlich eher totaler Quatsch zu sein."

    Viele Grüße,
    Rüdiger

  • Na sagen wir so. Ganz "Quatsch" wird es nicht. Wie schon bei den 108MP Sensoren wird auch hier wohl die Reststruktur der Punkt sein. Also gut möglich dass man 600MP auf den kleinen Dingern unterbringt, netto kommt dann aber wieder mal was mit 48MP oder noch weniger raus durch Zusammenfassung von Pixeln. Aber es taugt als Verkaufsargument.

  • Ein Sensor mit einer ultrahohen Auflösung bringt also überhaupt nichts, wenn die Linsen diese nicht abbilden können.

    Darum geht es doch garnicht...

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...