Canon C100 Mark II - "DSLR-Killa"

  • Einige werden es mitbekommen haben, Canon hat in der Cinema-Serie einen Nachfolger der C100 vorgestellt, die C100 Mark II. Das gute Stück kann kein 4K, weder in- noch extern, hat gerade mal 60 FP und kostet gute 5000 Euro. Die Kommentare in den üblichen Foren waren entsprechend: Canon hat keine Ahnung, völlig überteuerter Mist, waren noch die netteren.


    Jetzt kommt Shane Hurlbut (u.a. "The Rat Pack", "Need for Speed") und sagt: "She’s not a Fashion Killa – She’s a DSLR Killa: Canon C100 Mark II".


    Als Gründe, über die man nachdenken sollte, nennt er:
    ● Frame rates at 23.98, 24, 29.97, 30 & 60
    ● Internal ND Wheel - (interne ND Filter)
    ● Waveform and Vector scope built into the monitor
    ● Canon Log picture profile for recording
    ● 8 Bit Uncompressed HDMI output at 1080p
    ● 4K Sensor, giving you more pixel depth
    ● Super-35 sensor
    ● Internal microphone built in
    ● XLR Adapter on handle


    Nichts für Filmer, die Slow Motion drehen wollen, ergänzt er.


    Was meint Ihr?


    Beste Grüße, Uli

  • Bevor ich mir eine neue Kamera kaufe, warte ich erst einmal ab, was aus dem 4k-Hype wird.
    Viele andere User werden das ähnlich sehen und erst einmal warten, wenn sie nicht unbedingt sofort eine neue Kamera brauchen.


    Bislang kann 4k ja doch wohl nicht jeden überzeugen, daher kann ich mir durchaus vorstellen, dass die MarkII ein guter Nachfolger der C100 wird, denn es scheint ein Arbeitspferd zu sein.

  • Hallo,


    also wenn was von Canon, dann evtl. diese Canon XC10:


    http://www.canonrumors.com/201…-coming-4k-camcorder-cr2/


    - Direct competition to Sony’s X-70
    - Sensor size will be about 1″
    - Form factor will resemble the Canon EOS C100 on a smaller scale
    - Priced around the Sony X-70
    - It will definitely be 4K


    Schaumer mal, was Canon uns zur CES im Jnauar 2015 da anpreist....


    Gruss
    Andreas

    Grüne Kommentare sind als Moderator, alles andere als User geschrieben.

  • Eigentlich hatte ich Canon ja schon abgeschrieben.
    Vielleicht sind sie aber doch noch aufgewacht.


    Na, mal sehen, wenn die XC10 da ist.
    Bis dahin hat Sony sein 4k-Update für die X70, was ja auch noch richtig kosten soll, sicher immer noch nicht auf die Reihe bekommen.

  • Mal ganz boshaft formuliert: Die Welt dreht sich und Canon schläft auf der Stelle. :teufel:


    Als ich vor einigen Jahren meine neue EOS 350 D in der Hand hielt, konnte ich auf einem Fingernagel kleinen Monitor der Ergebnis eines Fotos zu betrachten versuchen, während jeder andere mit einem Gerät der Konkurrenz ein Bildschirm von 3-facher Größe hatte.


    Spiegelose Systemkamera, 4K ... alles nix für Canon, im Moment. Kommt bestimmt in 2-3 Jahren ... Minolta und Noki haben auch so begonnen, aufzuhören. :teufel:

    schöne Grüße


    Christian


    Beiträge als Mod in Grün

  • Bislang kann 4k ja doch wohl nicht jeden überzeugen


    Momentan sieht es für mich so aus, dass sich höherwertige Geräte in 2 Schienen aufspalten. Das eine sind Geräte, mit denen man schöne Bilder machen kann (siehe die obige Canon). Das andere sind Geräte mit denen man scharfe Bilder aufnimmt. Ich für mich habe noch keine 4K-Cam (bezahlbar, Cosumer oder SeminPro) gesehen, der mich wirklich überzeugt hätte. Schärfe ja, aber das ist eben (für mich) nicht alles. Andererseits ist es wie immer eine Frage der Zeit. Es werden 4K-Teile mit eingebauten ND-Filtern und 60 fps kommen, dann muss man(n) die Sache wieder neu bewerten.


    Beim Sprung von SD auf FHD war die Sache zwangsläufig vorgegeben. Zu signifikant war der Qualitätsvorteil von 1080p. Bei 4K muss ich das etwas mehr an Schärfe mit (noch) vielen Nachteilen akzeptieren. Ebenso ist es (für mich) nicht klar, ob dieses Format die Massen erreicht. Es wird ja im Prinzip alles getan, damit es eben nicht zum Standard wird. Fehlende Filme im 4K-Kaufregal und TV-Sender, die kein 4K senden (wovon ich ausgehe), verurteilen 4K zu einem Enthusiasten-Nischenprodukt.

  • Ich für mich habe noch keine 4K-Cam (bezahlbar, Cosumer oder SeminPro) gesehen, der mich wirklich überzeugt hätte. Schärfe ja, aber das ist eben (für mich) nicht alles.


    Das ist genau der Punkt.
    Aber ich bin sicher, es wird noch kommen und auch wir werden auf 4k umsteigen.
    Bis dahin ist es aber gut, dass es andere User gibt, die mit ihren 4k Erfahrungen die Produkte verbessern helfen. :teufel:
    Beim Umstieg auf HD war ich einer der ersten, der sich damals die FX1 gleich nach deren erscheinen zugelegt hat.
    Nun ist aber beim Umstieg auf 4k der Qualitätsunterschied wesentlich geringer und für viele auch überflüssig, daher kann ich in Ruhe abwarten.
    Von meinem letzten gefilmten Konzert wollte nicht einer eine BD haben, allen reichte eine DVD, mit 4k braucht man da gar keinem zu kommen.

  • Bis 4K "flächendeckend" kommt ist es eine reine Zeitfrage. Wenn die selben Bildraten wie HD auch bei günstigeren Kameras erreicht sein werden, wird es soweit sein. Über den großen "Vorteil" haben wir schon genug diskutiert. Bei der Filmhandlung bringt er keinen, bei Diashowfilmen schon. Aber da hat jeder von uns eigene Schwerpunkte und Vorstellungen.

    vg Ian

  • Ich beobachte momentan zwei Trends:


    1. Einmal die Amateure und Semi-Profis:
    Die Amateure filmen im wesentliche das ab, was vor ihren Augen abläuft: Familie, Urlaub, Ausflug, Feste usw. Für sie ist es ein Gewinn, wenn das Abgefilmte klarer und in höherer Auflösung zu sehen ist. Fast wie das Fenster zur Wirklichkeit, lauten die Aussagen.


    Semi-Profis machen oft Filme mit dokumentarischen Anspruch. Ihr Inszenierungsaufwand ist höher. 4k kommt ihnen bei dem dokumentarischen Teil ihrer Filme entgegen. Wobei in den aktuellen Videostreams oder im Kino es nur wenige 4K Abspielmöglichkeiten gibt. Kurz: Die Masse kann 4k garnicht sehen.


    2. Professionelle Filmemacher, die eine Geschichte erzählen wollen. Ihnen ist 4K nicht so wichtig. Einige nehmen es mit, weil, herunterskalieren kann man immer und, es ist etwas zukunftssicherer. Was für alle viel entscheidender ist: Dynamikumfang - Abstufung, Farbtiefe und Farbraum. Damit gestalten sie den Inhalt, die emotionale Aussage ihrer Filme.


    Für Shane Hurlbutt und eine erstaunliche Anzahl an B-Roll-Filmern draußen, trifft offenbar die 2. Position eher zu.


    Ich vermute, dass wir Amateure als Solo-Künstler weiter auf 4K setzen. Denn: Mit 4k können wir am schnellsten einen Fortschritt erreichen und zeigen: Mehr Auflösung.


    Kaum einer von uns arbeitet dokumentarisch mit Interview, Hintergrund usw. Das ist zeitlich und organisatorisch schwer zu machen. Etwas mehr Technik - Audio und Licht - braucht man dann auch.


    Ganz schwierig wird es mit einem Kurzfilm, der eine Story erzählt. Man braucht Idee, Drehbuch, Schauspieler, viel Technik, enorm viel Zeit und auch Geld. Mal abgesehen, dass es uns fast allen an Wissen fehlt, allein der Aufwand ist zu hoch. Insofern ist dann eine große Farbtiefe, mit der wir eine bestimmte Filmstimmung erzeugen, für uns nicht soo wichtig, wir bleiben als Alleinstellungsmerkmal lieber bei einer höheren Auflösung: 4k.


    Beste Grüße, Uli

  • Ich frage ganz frech, bedeutet das, wer sich sonst nicht weiterentwickelt filmt als Steigerung seines Schaffens in 4K. Bitte erschlagt mich jetzt nicht, aber ich habe das Gelesene von Rod so verstanden.

    vg Ian

  • Ich frage ganz frech, bedeutet das, wer sich sonst nicht weiterentwickelt filmt als Steigerung seines Schaffens in 4K. Bitte erschlagt mich jetzt nicht, aber ich habe das Gelesene von Rod so verstanden.


    Ganz frech: ja. :teufel:


    Nee, etwas differenzierter ist es schon. Kurz: Weil wir Solo-Künstler mit meist wenig Zeit, Geld und Technik sind, ist 4K der für uns gangbarste Weg, was Neues zu machen. Deshalb wählen wir ihn einfach. Wir müssen nur aufpassen, dass die Inhalte nicht hinten runterfallen.


    Beste Grüße, Uli

  • Weil wir Solo-Künstler mit meist wenig Zeit, Geld und Technik sind, ist 4K der für uns gangbarste Weg, was Neues zu machen. Deshalb wählen wir ihn einfach. Wir müssen nur aufpassen, dass die Inhalte nicht hinten runterfallen.


    Damit ist alles gesagt! Danke Rod, :Applaus:
    Dirk

  • Die Canon C Reihe ist eine professionelle Kamera Serie, die ausgezeichnete Bildqualität liefert. Die Kameras sind der klassische Beweis dafür, dass es mehr gibt als hundert neue Features und Auflösungsorgien. Die Serie richtet sich an den professionellen Filmer und nicht an die Hobby Fraktion.

  • Weil wir Solo-Künstler mit meist wenig Zeit, Geld und Technik sind, ist 4K der für uns gangbarste Weg, was Neues zu machen.


    Ich bin mir nicht sicher, ob das Geld hier unbedingt so eine Rolle spielt.
    Aber das "Neue" an der Technik spielt bestimmt eine große Rolle, gerade hier im Forum - so mein Eindruck.
    Es ist ja auch recht einfach, man kauft eine hochauflösende Kamera und schon hat man einen großen Schritt weiter gemacht.
    Das ist der einfachste Weg sich weiterzuentwickeln.
    Will man sich (seine Videos) dagegen inhaltlich weiterentwickeln, ist das schon nicht mehr so einfach, denn man muss viel Arbeit und Geduld investieren, bevor man Fortschritte sieht.
    Von daher kann ich ehrlich gesagt der "ganz frechen Aussage" von Rod etwas abgewinnen.

  • Es ist ja auch recht einfach, man kauft eine hochauflösende Kamera und schon hat man einen großen Schritt weiter gemacht.
    Das ist der einfachste Weg sich weiterzuentwickeln.


    Das ist ja genau der Trugschluss, den ich dabei empfinde. Auch wenn der glückliche 4K-Kamerabesitzer nun stolz seine Super-Bilder herzeigen kann, hat ihn das filmerisch im Sinne eines interessanteren Films oder der gezielteren Darstellung des Wesentlichen nicht einen Meter weitergebracht. Genau so wenig wie jemand ein besserer Autofahrer wird, nur weil er sich den neuesten Bonzo vor die Tür stellt. Die Begründung für 4K liegt ausschließlich in deren Auflösung und in der tatsächlich hervorragenden Abbildungsleistung begründet. So lange diese Bilder aber in 25p über die Mattscheibe ruckeln, ist für mich die Sache noch nicht ausgegoren. Zugleich stelle ich bei mir eine etwas andere Werteskala fest. Das Bild einer Kamera muss mir gefallen. Und dabei ist eben Auflösung nicht alles. Nicht umsonst hab ich trotz 4K erst neulich in den Nachfolger meiner D800, die D810 investiert. Und was ich von der C100 bis jetzt gesehen habe rangiert in Punkto einer mir zusagenden Bildqualität ganz weit oben. Hier greift der bekannte Spruch: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.


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    [Blockierte Grafik: http://abload.de/img/zwischenablage02sdipe.jpg]

  • Solange es also nur 25p ist, ist es nicht ausgegoren???


    Sorry Josef, aber das ist ein Standpunkt aus der reinen Cosumer-Ecke. Erzähle das keinem Profi der seit Jahren mit 25p filmt und sein Material verkauft.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


    Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Videoaktiv hat mal vor längerer Zeit schon berichtet, daß die EOS 550D sensorseitig in 30p immer aufnimmt und die 24- und 25p der Bildprozessor dann macht.
    Die Frage stellt sich also:


    Werden die verschiedenen Bildraten wie 24,25,30,50 oder 60p wirklich vom Sensor schon nativ erfaßt oder nicht?
    Wenn nicht, könnte das die Ursache für Wiedergaberuckler sein...


    Habe dazu alledings noch keine Quellen gefunden!

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Solange es also nur 25p ist, ist es nicht ausgegoren??? Sorry Josef, aber das ist ein Standpunkt aus der reinen Cosumer-Ecke.


    Wolfgang, warum reißt du meine hier verlautbaren Inhalte bewusst auseinander und zitierst in einzelnen Fragmenten?
    Ich schreibe zum einen, dass die Bilder der hier von dem Usern vorgestellten Kameras zumeist ruckeln und zum anderen in der Abbildung nicht dem entsprechen, was ich unter einem homogenen Bild verstehe. Ich habe nie gesagt, dass professionelle 4K-Kameras mit 24p ein ruckeliges und unausgewogenes Bild erzeugen. Ich sage es nochmal für jeden, der es nicht verstehen will. In meiner Kritik beziehe ich mich auf die aktuell angebotenen Konsumer-Kameras, deren Videobild mit 4K als herausragend beworben wird. Und das, soweit ich es für mich erkenne nicht annähernd an das Bild einer Canon C100 Mark 2 heran reicht. Bei Weitem nicht.


    Wobei mir auffällt das gerade die stärksten Verfechter des Bildes unter den 4K-Kamera-Neubesitzern hier nichts abliefern, um das Gegenteil zu untermauern. Sag bitte nicht dass dir dein Job oder deine Partnerschaft keine Zeit lässt. Mach einen 3-Minuten Clip auf dem sich was bewegt und stelle anhand dieser Aufnahme die herausragende Leistung einer GH4 vor. Ich belege jedes meiner Argumente mit einem Clip. Wo bleibt deiner?

  • Ruckeln ist heute weniger eine Frage der Aufnahme- sondern der Abspielgeräte. Die neueren Generationen von Fernsehgeräten liefern da mit 25p erstaunliche Leistungen, die kaum noch einen Unterschied zwische 25 und 50p mit ausnahme von extremen nichtlinearen Bewegungen erkennen lassen.
    Dirk