Final Cut Pro X unter Windows?

  • Hallo:
    Edius (z.B.) kann auf dem Mac laufen (mit "Zusatz-WIN").


    Gibt es eigentlich irgendeine Möglichkeit, Final Cut Pro X auf einem WIN-PC laufen zu lassen (emulieren, simulieren).
    Oder wäre das rechtlich nicht erlaubt?
    Oder verkauft Apple Final Cut Pro X gar nicht, wenn man keinen Mac nachweisen kann?
    kurt

  • Final Cut Pro X kann man nur im App Store kaufen. Das heißt also, dass du einen Account in iTunes haben musst um es zu kaufen. Ich wüsste nicht wie man das auf einem WIN-PC zum laufen bringt. Umgekehrt geht es ja das man Windows mit Boot Camp oder Parallels zum laufen bringen kann.


    Wobei es mit Boot Camp natürlich am schnellsten läuft.

  • Final Cut Pro läuft nicht unter Windows, es benötigt immer Mac OSX dazu. Es gibt keine Windows-Version davon.


    Was geht ist sich einen "HACK-MAC" zu bauen, sprich OSX auf entsprechender PC-Hardware zu installieren - da muss aber alles passen, das ganze ist ein richtiges Bastelabenteuer und man muss sich intensiv in die Matherie einarbeiten - dann geht das aber durchaus. Ich habe vor einigen jahren mir mal so ein Dell-Netbook als quasi Macbook zusammengebastelt....

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  • Wie MacMedia richtig schreibt kann man sich einen "Hackintosh" bauen. Es ist nicht ganz trivial, aber heute viel einfacher als früher. Mit einer Dualboot-Konfiguration kann man dann beim Booten des Rechners auswählen ob man Windows oder OSX booten möchte. Ich habe mir selbst vor einiger Zeit einen "Hackintosh" gebaut und kann jegliche Mac-Software benützen.
    Der Vorteil eines Hackintosh ist, dass ich fast beliebige Hardware verbauen kann und damit die Leistungsfähigkeit meines "Mac" selbst bestimmen kann. Aber ohne gute Computerkenntnisse sollte man davon die Finger lassen.

  • Nachdem OSX Voraussetzung ist, geht es auf Standard PC Hardware nur über den nicht legalen Umweg des sogenannten Hackintosh. Nachdem Macs zunehmend in der Leistung hinterher hinken, beschäftigen sich auch seriöse IT Medien mit dem Thema:


    http://www.heise.de/mac-and-i/…r-Hackintosh-1754136.html


    Die Hardware Auswahl spielt auch beim Hackintosh eine grosse Rolle, sodass man einmal die "Mutter aller Hackintosh" Seiten studieren sollte:


    http://www.tonymacx86.com

  • Der ­Hackintosh Bericht auf ­heise.de ist aber auch schon ein paar Jahre alt. Stellt sich die Frage, ist der denn auch günstiger und besser als ein ­iMac.


    Ich habe mir das auch schon Mal überlegt mir einen ­Hackintosh zu basteln, aber bei mir kämme ja auch noch ein neuer Monitor dazu. Ob sich das dann rechnet, sei mal dahingestellt. Mein ­iMac aus 2009 kommt doch schon an seine Leistungsgrenze.

  • Ich wollte mir aus neugier auch mal einen Mac "bauen", habe es dann aber gelassen. Es ist eine Maloche und letztlich gefällt einem bei den "Macs" ja auch die Hardware. Das beginnt beim Retina Display und hört beim neuen Trackpad des Macbook 13 (2015) auf.

  • Danke für die Antworten.
    Ich habe nicht vor, mir selber einen HackMac zu basteln.
    Ich wollte bloß wissen, obs auf PCs ein Pendant zu Bootcamp gibt.
    Frohe Ostern - kurt

  • Du kannst auf einem PC das Mac Betriebssystem in einer virtuellen Maschine laufen lassen. Das ist zwar von Apple auch nicht geplant, aber es ist technisch möglich. Aber auch hier ist der Aufwand relativ groß, denn man braucht dazu Änderungen am Mac-Betriebssystem, die von Apple nicht abgesegnet sind (vorsichtig ausgedrückt).

  • Zitat

    Du kannst auf einem PC das Mac Betriebssystem in einer virtuellen Maschine laufen lassen.


    Allerdings nur extrem eingeschränkt, da es keine Grafiktreiber gibt, und somit kein Quartz Extreme / Core Image funktioniert. Das reicht allenfalls zum Testen. Damit vernünftig arbeiten, und erst recht so etwas wie Videoschnitt, ist nicht sinnvoll möglich.


    Gegen den "klassischen" Weg, OSX auf bestehender Hardware laufen zu lassen, gibt es keine Einwände. Und soo schwierig ist das auch nicht mehr. Einfach eine zweite Platte für OSX, und der PC wird doppelt genutzt.

  • OSX auf bestehender Hardware laufen zu lassen


    Heißt das im Klartext, es wäre möglich auf einem PC das OSX als Betriebssystem zu starten und dann damit FCP-X zu betreiben?
    Gibts da irgendwelche "Feinheiten", die man wissen/beherrschen müsste (BIOS-Einstellungen, ...) ?
    Gibt es rechtliche Probleme, OSX auf einer nicht Apple-HW zu installieren?
    Kann man überhaupt OSX erwerben, ohne Apple-HW zu besitzen?
    (Hoffentlich sind das jetzt nicht zu viele Fragen auf einmal; wie man sieht, habe ich mit Apple keine Erfahrung)
    Gruß kurt

  • OSX gibt es nur noch online, und ist kostenlos. Dazu brauchst du Zugang zum App Store.
    Wenn die Hartware nicht stimmt passend zum OSX geht es wahrscheinlich nicht.
    das ist ja schon bei Apple Computern so, wenn die Hartware zu alt ist kann man das Neuste OSX nicht mir installieren.

  • Zitat

    Heißt das im Klartext, es wäre möglich auf einem PC das OSX als Betriebssystem zu starten und dann damit FCP-X zu betreiben?


    Ganz genau das. Und auf der oben schon verlinkten Webseite http://www.tonymacx86.com/ bekommt man alle Infos, wie das geht.


    Rechtlich gesehen wird es eine Grauzone sein, jedoch beschreibt die Webseite ausschließlich die Vorgehensweise, wie es mit einer im App Store gekauften Version des Betriebssystems geht. Heruntergeladene Images o.ä. funktionieren damit nicht! Da wird also nichts geklaut oder gecrackt, lediglich die Beschränkung auf Apple-Hardware wird umgangen. Und wenn Apple wirklich etwas dagegen in der Hand haben sollte, wäre die Webseite wohl nicht seit Jahren aktiv. ;-)


    Ich betreibe solche Systeme nun seit 6 Jahren ohne Probleme. Für mich ausschlaggebend war, dass die Hardware für einen schnellen Windows-PC sowieso benötigt wird, und OSX bei mir eigentlich nur für Software zum Einsatz kommt, welche eben unter Windows nicht (mehr) existiert, nämlich Logic Pro. (Anm.: Auf den schweineteuren Mac G5 bin ich damals, wie viele andere Logic-User auch, eigentlich nur durch die Apple-Übernahme und die damit verbundene Einstellung der Windows-Version von Logic umgestiegen. Etwas später kam dann der Paukenschlag, PPC wird eingestellt, Umstieg auf Intel.)


    Außerdem können von mir benötigte PCIe Audio- und DSP-Karten (RME, UAD) weiterhin laufen, die ansonsten nur noch in einem "alten" MacPro zu gebrauchen wären. So spare ich mir, zumindest vorerst, zusätzlich den aufgezwungenen Neukauf von externen Thunderbolt-Lösungen, die wiederum noch nicht unter Windows laufen. Dazu SATA-Platten und SSDs in Wechselrahmen ohne externe teure Thunderbolt-Kisten, RAM- und CPU-Upgrades...


    Ob man das nun mit seinem Gewissen vereinbaren kann, oder aber lieber einfach Apple-Hardware kauft und sich den Schnittstellenvorgaben von Apple unterwirft, muss jeder selbst entscheiden.


    Ich habe das hier mal so aus meiner Praxis beschrieben, fernab der üblichen "Apple-gegen-Windows-User-und-umgekehrt-Hetzjagd". Ich nutze Logic und Vorläufer seit über 20 Jahren, und die Hardware dazu bestimme jetzt (wieder) ich selbst. ;-)

  • Zitat

    das ist ja schon bei Apple Computern so, wenn die Hartware zu alt ist kann man das Neuste OSX nicht mir installieren.


    Noch ein Argument... Das "alte-Zöpfe-abschneiden" nimmt bei Apple auch immer weiter zu, die neueste Version von Logic z.B. benötigt nun 10.9.5 oder neuer. Bald dann nur noch 10.10 aufwärts. Und alte Hardware muss ersetzt werden, da 10.10 nicht mehr darauf läuft. Wobei die "alte" Hardware im Audio-Bereich noch reichlich Reserven bietet, da gibts ja keine "4K mit 120p haben wollen" um neue CPUs zu verkaufen. ;-)


    Bei mir ists auch hauptsächlich die Tatsache, sich nicht von 20 Jahren Workflow und bestehender Audio-Hardware verabschieden zu wollen. Als Einsteiger würde ich mir evtl. eine andere Software aussuchen, wobei Logic und Mainstage schon schwer zu schlagen sind.