Farbkorrektur in Premiere Pro CC 2015

  • In der 2015er Version von Premiere Pro hat sich ja einiges getan, was die Farbkorrektur betrifft.
    Ich bin davon begeistert, habe aber Fragen dazu.
    Öffne ich das Fenster für die Farbkorrektur wird mir ja im Programmfenster der aktuelle Clip aus der Timeline angezeigt.
    Hier kann man die vielfältigsten Korrekturen vornehmen und hat immer alles im Blick ohne extra Effekte auf die Clips legen zu müssen.
    Davon habe ich immer nur geträumt, war aber bislang immer auf den Umweg über Speedgrade angewiesen.


    Mittels Doppelklick auf den Clip in der Timeline öffnet sich nun der gleiche Clip nochmals in dem Quellfenster.


    [Blockierte Grafik: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/1l1zopeyihs.jpg]


    Nun kann man direkt die Auswirkungen der Farbkorrektur sehen und begutachten.


    So weit so gut.


    Man will ja aber auch nicht nur den einen Clip korrigieren, sondern alle Clips einander anpassen.
    Dazu wäre es jetzt schön, wenn man in dem Quellfenster die korrigierte Fassung des zuerst bearbeiteten Clips sehen könnte.
    Dies geht aber scheinbar nicht, denn es wird immer wieder der Quellclip gezeigt ohne jegliche Korrekturen.


    [Blockierte Grafik: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/2z7t1f30idm.jpg]


    Der Quellclip bringt natürlich nichts, weil man ja de vorher gemachten Korrekturen sehen muss, um den nächsten Clip anzupassen.
    Weiß zufällig jemand ob man den korrigierten Clip in dem rechten Fenster anzeigen kann?
    Natürlich kann man noch ein Fenster mit einem Referenzmonitor öffnen, aber mir wäre es lieber es würde auch anders gehen.


    Ein weiterer unklarer Punkt ist für mich noch die Frage, ob man Looks einfach von einem Clip auf den anderen übertragen kann, so wie es in Speedgrade möglich ist.
    Das vereinfacht die Korrekturen eines ganzen Videos ungemein, bislang habe ich aber in PPro noch nichts dergleichen gefunden.
    Ist da vielleicht jemand weiter als ich und hat eine Möglichkeit gefunden?


    Ach ja, die Korrekturbeispiele habe ich auf die Schnelle angefertig und sollen nur demonstrieren, was ich meine.
    Sind sind daher nicht perfekt.

  • Einen snapshoot vom korrigiertem clip zu machen und da dagegen andere clips zu vergleichen geht nicht?

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Man kann, wie schon gesagt, noch einen Referenzmonitor im extra Fenster aufmachen, wo man den korrigierten Clip zum Vergleichen reinlegen kann.
    Das wäre aber wieder ein Fenster mehr.
    Wichtiger wäre für mich aber noch die Möglich einen Look von einem Clip oder Foto direkt auf einen 2. oder mehreren Clips zu übertragen, wie es in Speedgrade möglich ist.
    Das scheint aber wohl nicht zu gehen, vielleicht wollte Adobe Speedgrade nicht ganz überflüssig machen.

  • Zitat

    Wichtiger wäre für mich aber noch die Möglich einen Look von einem Clip oder Foto direkt auf einen 2. oder mehreren Clips zu übertragen, wie es in Speedgrade möglich ist.


    Benutze doch dazu die "Einstellungsebene" wo alle Effekte drauf sind.

    Dateien

    • Unbenannt.JPG

      (165,14 kB, 78 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Ne, dass ist für eine ältere Version von Premiere Pro, in der aktuellen sieht das ganz anders aus (siehe oben die 2 Beispiele).
    Man kann zwar auch noch so arbeiten, aber dann muss man halt mehrere Effekte auf jeden einzelnen Clip legen (oder auch kopieren).
    In der 2015er Version hat man alle Parameter rechts am Bildrand und stellt dort alles gewünschte ein.
    Es sind im Endeffekt zwar immer noch Effekte, die auf die Clips gelegt werden, aber das geschieht im Hintergrund.


    Kopiere ich die Effekte einfach nur, wie du beschrieben hast, dann wird auf alle Clips das Gleiche angewendet.
    In Speedgrade läuft das aber anders, so viel ich weiß.
    Dort sucht man sich einen Look aus (aus einem Clip oder auch Bild) und kann diesen dann direkt auf andere Clips übertragen.
    Dabei werden dann aber für jeden Clip andere Einstellungen verwendet, damit das Endergebnis stimmig ist.


    Hier mal ein Video zum automatischen Lookabgleich von Speedgrade, damit man versteht, was ich meine.


    http://tv.adobe.com/de/watch/l…utomatische-lookabgleich/

  • Hallo,
    und wenn Du Dir als"Workaround" den "Referenzmonitor" als zusätzlichen Reiter in den Bereich der "Quelle" legst? -Dann ist es immerhin kein zusätzliches Fenster aber trotzdem da, wenn man es braucht. -So arbeite ich oft bei CS6 und ich halte das auch für praktikabel.
    Grüßle,
    Steve

  • Wichtiger wäre für mich aber noch die Möglich einen Look von einem Clip oder Foto direkt auf einen 2. oder mehreren Clips zu übertragen


    Möglicherweise weißt du das schon, falls nicht:


    ich mache es so: Clip in der Timeline markieren, rechte Maustaste: kopieren, dann anderen Clip markieren und rechte Maustaste : attribute einfügen. Dann hat der neue Clip alle Effekte geerbt. Wenn man mehrere Clips markiert, kann man die Attribute auf alle Clips gleichzeitig kopieren.


    Löst das dein Problem?


    Gruß Jürgen


    Falls du einen Mac hast. Ctrl plus Click = rechte Maustaste

  • Dieses Kopieren und das Einfügen der Attribute kenne ich auch aus anderen NLEs, ich dachte das ist ein alter Hut. Hellhörig werde ich eher bei einer automatischen Hinkorrektur von verschiedenen clips auf einen bestimmten look. Das ist ein tolles feature.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Zitat

    Hier mal ein Video zum automatischen Lookabgleich von Speedgrade, damit man versteht, was ich meine.


    O.K. dann habe ich dich völlig falsch verstanden. Ehrlich gesagt kannte ich diese automatische Lookangleichung gar nicht.

  • ich mache es so: Clip in der Timeline markieren, rechte Maustaste: kopieren, dann anderen Clip markieren und rechte Maustaste : attribute einfügen. Dann hat der neue Clip alle Effekte geerbt. Wenn man mehrere Clips markiert, kann man die Attribute auf alle Clips gleichzeitig kopieren.


    Das ist ja wiederum ein starres kopieren aller Effekte, was ich ja nicht möchte.
    Es geht mir, wie Wolfgang beschrieb, um die automatische Hinkorrektur auf einen bestimmten Look.
    Da die Ausgangsclip ja alle verschiedene Attribute aufweisen, die dann korrigierten Clips aber alle den gleichen Look haben, kann es meiner Meinung nach kein kopieren starrer Effekte sein.
    Was da aber wirklich vor sich geht kann ich auch nicht sagen.
    Ich kann lediglich sagen, dass die Anpassung verschiedenen Clips an einen bestimmten Look dadurch wesentlich einfacher und schneller vonstatten geht.
    Deshalb hätte ich das auch gerne in Premiere Pro, damit ich nicht zu Speedgrade wechseln müsste.
    Das geht zwar auch, aber Speedgrade ist schon sehr mächtig und man muss genau wissen, was man tut.


    Hier noch einmal ein Tutorial, in dem der Lookabgleich mit Speedgrade intensiver beschrieben wird.
    So etwas wünsche ich mir halt in Premiere Pro, aber was sollte man dann noch mit Speedgrade?


    http://tv.adobe.com/de/watch/a…-anpassen-mit-speedgrade/

  • Meines Wissens nach kann man doch individuelle looks in Speedgrade abspeichern und in Premiere importieren und dort verwenden. Aber das ist es wahrscheinlich auch nicht was du suchst...
    Ich denke, in solchen Fällen wirst du wohl die Sequenz in Speedgrade bearbeiten müssen. Irgendeine Daseinsberechtigung muss das Programm ja auch haben.

  • Das dürfte die NLE eher überfordern. Speedgrade oder andere Grading Applikationen wollen ja auch genutzt werden.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Meines Wissens nach kann man doch individuelle looks in Speedgrade abspeichern und in Premiere importieren und dort verwenden.


    Das ist richtig und ohne Probleme möglich.
    Leider hat man dann auch wieder starre Werte für die Effekte.
    Es soll aber jeder Clip individuell angepasst werden.
    Naja, dann muss ich doch wohl weiterhin Speedgrade nutzen.

  • Ich habe nun einige Zeit mit Premiere Pro CC 2015 gearbeitet und bin von dem neuen Farbmodul immer begeisterter.
    Noch nie war eine Farbkorrektur für mich so einfach durchzuführen wie es nun möglich ist.
    Dabei sind mir aber auch einige Dinge aufgefallen, die mir vorher gar nicht so klar waren.
    So habe ich z.B. immer erst nach der Farbkorrektur die Schärfe nachgeregelt.
    Hierzu muss ich anmerken, dass ich grundsätzlich die Schärfe bei der Aufnahme ganz zurücknehme und erst im NLE nachschärfe.
    Da man nun alles auf einen Blick hat und sich die Auswirkungen im laufenden Video direkt ansehen kann, ist mir aufgefallen, dass das Nachschärfen recht großen Einfluss auf andere Parameter der Farbkorrektur hat.
    Hier mal zwei Bilder, einmal ohne Schärfen, einmal mit Schärfen, der Unterschied fällt gleich auf.


    [Blockierte Grafik: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/schaerfe26a07yr5ls.gif]



    Es gibt auch Clips, bei denen der Unterschied noch viel größer ist.
    Daher nun meine Frage ob es überhaupt sinnvoll ist zuerst die Farbkorrekturen durchzuführen oder sollte man nicht doch besser zuerst schärfen, um die Auswirkungen des Schärfens mit einfließen zu lassen?
    Wie handhabt ihr das?


    Eine andere Sache ist mir ebenfalls aufgefallen, bislang bin ich bei der Farbkorrektur irgendwo in den Clip gesprungen und habe dann korrigiert.
    Da man die Auswirkungen nun in PPro direkt sehen kann habe ich festgestellt, dass selbst bei geringen Änderungen im Video von Sekunde zu Sekunde Schwankungen auftreten können, wie hier im Video zu sehen ist:



    Es gibt auch hier noch Clips mit viel größeren Auswirkungen.
    Daher scheint es mir nun ein großer Vorteil fürs Grading zu sein, wenn man das laufende Video direkt bei dem Einstellen der Werte sehen kann.


    Für manch einen mag das jetzt alles recht unbedeutend sein, aber ich komme damit nun wesentlich besser zurecht als wenn ich immer diverse Effekte auf ruhende Clips ziehen muss, so wie es bislang immer der Fall war.

  • Hierzu muss ich anmerken, dass ich grundsätzlich die Schärfe bei der Aufnahme ganz zurücknehme und erst im NLE nachschärfe.


    Heißt das, dass du die native Schärfe zurücknimmst oder nur die kamerainterne Schärfung verhinderst?


    Daher nun meine Frage ob es überhaupt sinnvoll ist zuerst die Farbkorrekturen durchzuführen oder sollte man nicht doch besser zuerst schärfen, um die Auswirkungen des Schärfens mit einfließen zu lassen?
    Wie handhabt ihr das?


    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man als letzte Aktion Schärfen sollte. So mache ich das bisher auch immer. Wenn dann in den Analyseanzeigen ein Problem entsteht, korrigiere ich das meistens nochmal. Ich war auch erstaunt, dass das Schärfen z.T. starken Einfluss hat. Z.B. nach unten! Ich erkläre mir das so, dass die Schärfealgorithmen Über- und auch Unterschwinger (!) zulassen bzw erzeugen.


    Beim "Lumetrie Farbe" verstehe ich allerdings nicht, warum da keine Helligkeit geregelt werden kann? Stehe ich da auf der Leitung??


    Gruß Jürgen

  • Heißt das, dass du die native Schärfe zurücknimmst oder nur die kamerainterne Schärfung verhinderst?


    Ich stelle die Schärfe in der Kamera auf Null, es wird also so wie es von Sensor kommt gespeichert.


    Bislang habe ich ja auch immer als letztes die Schärfe anpgepasst, nun bin ich mir aber nicht mehr sicher.


    Doch Jürgen, die Helligkeit kann natürlich auch geregelt werden, dazu muss man nur den Reiter "Einfache Korrektur" anklicken.
    Es gibt auch noch mehr Reiter, die oben auf dem Bild nicht zu sehen sind, weil sie weiter unten liegen.


    [Blockierte Grafik: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/1jqhag3mwnf.jpg]


    [Blockierte Grafik: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/2u2ear3qomd.jpg]



    [Blockierte Grafik: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/3x4bczadit5.jpg]http://www.fotos-hochladen.net


    [Blockierte Grafik: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/485e17tu6lm.jpg]

  • Die "Schärfe" muss ja die Kanten verstärken, die dunklen Bereiche noch dunkler - die hellen Bereiche noch heller.
    Allerdings sollte die Schnittsoftware damit nicht die "sicheren" Farben verlassen - das wäre nach meiner Auffassung ein Softwarefehler.....