Welches Stativ für absolut saubere Schwenks

  • Genau, mit Speed dem Zeitgeist längs. Sonst sind die schon wieder geschieden, bevor man die Aufnahme im Kasten hat.

    :yes:

  • Oft bin ich zu faul ein Stativ mitzuschleppen, aber ehrlich, die Ergebnisse sind mit Stativ bedeutend besser. Das im Nachhinein Stabilisieren sehe ich als Notlösung.


    Mit "elektrischen" Gimbals habe ich keine Erfahrung aber mit altmodischen Modellen. Das kann für den Arm auf die Dauer ganz schön schwer werden.

    vg Ian

  • Es kommt darauf an welche Art von Hochzeitsfilmen geplant und gewünscht sind. Wenn so ein Film etwa die ganze Trauung enthalten soll (was ich für eher fad halte, aber der Wunsch kommt schon oft vom Paar), dann kann es sinnvoll sein mehrere Kameras auf Stativen zu haben. Um dann beim Schnitt auch umschalten zu können.


    Das Bedürfnis nach Schwenks halte ich hingegen für eher gering. Schwenks finden in Hochzeitsfilmen eher geringen Einsatz, würde ich mal vermuten. Diesen Wunsch würde ich hinterfragen wollen - unabhängig davon dass es richtig ist, einen hochwertigen Kopf für saubere Schwenks einzusetzen.


    Einen Gimbal zu nehmen ist sicherlich angemessener, aber nicht mal für Schwenks. Sondern generell, wenn man nicht zu stark verwackeltes Material haben will.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


    Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Wer filmt heutzutage einen Hochzeitstag mit Stativ? Da ist Action angesagt und der Kameramann muss überall und immer in Bewegung sein.

    Das erinnert mich doch sehr an die Art und Weise, wie viele ihre Urlaubsfilme gestalten.

    Da wird drauf los gefilmt und nachher schaut man einfach, was man mit dem Material anfangen kann.

    Für Hobbyfilmer ist das ja auch völlig in Ordnung.

    Als Profi aber, und das ist man, wenn man für Geld einen Hochzeitsfilm erstellt, kann man sich das nicht erlauben.

    Da müssen die Szenen sitzen. Falls nicht, ist man aber froh darüber, wenn man eine oder mehrere Kameras auf Stativ mitlaufen lassen hat und man in kritischen Situationen darauf zurückgreifen kann.

    Das ist mir selber bei einigen Konzertaufnahmen schon so ergangen, aus irgend einem Grund versagen die Aufnahmen der gerade geführten Kamera und man muss die Szene überbrücken.

    Also, was nützt ein günstiger Stativkopf, wenn er nicht die Position behält, weil er sich einfach nach vorne oder hinten neigt?

    Wenn es schnell gehen muss kann das fürchterlich nerven, weil man die Kamera immer wieder ausrichten muss.

    Mein Sachtler bleibt da stehen, wo er hingestellt wurde und ich weiß genau wo es weiter geht.


    Dem reinen Hobbyfilmer kann das egal sein, denn er nimmt in der Post einfach das, was da ist.

    Bei Kundenaufträgen sieht das aber völlig anders aus.

    leider wird das auch hier im Forum immer wieder in einen Topf geworfen.

    Gruß


    Hans-Jürgen

  • Für fixierte statische Aufnahmen taugt auch ein normaler Videoneiger. Der neigt sich nicht von alleine, wenn man die Fixierschraube richtig anzieht.

    Dafür ist Sachtler-Zubehör nicht notwendig. Wenn man es hat, dann steht dem freilich nichts entgegen.

    Wenn man mit mehreren Kameras auf einer Hochzeit unterwegs ist, brauchts in der Regel zumindest auch noch einen Assistenten.

    :computer::wallbash::thumbsup::stolz:

  • Für fixierte statische Aufnahmen taugt auch ein normaler Videoneiger. Der neigt sich nicht von alleine, wenn man die Fixierschraube richtig anzieht.

    Richtig, dafür habe ich auch noch kleine Stative mit kleinen Neigern. da muss man draußen nur auf den Wind aufpassen, denn dann fangen sie leicht an zu vibrieren.

    Natürlich kann man dann einen Sandsack dranhängen, aber mach das mal bei einer Hochzeit so nebenbei.:teufel:

    Da freut man sich einfach, wenn man sich über die Hardware keine Gedanken machen muss.


    Wenn man mit mehreren Kameras auf einer Hochzeit unterwegs ist, brauchts in der Regel zumindest auch noch einen Assistenten.

    Warum braucht man Assistenten? Hast du eigentlich schon mal eine Hochzeit gefilmt? Ich meine jetzt keine Hobbyaufnahmen, sondern ernsthaft.

    Ich zwar auch noch nicht, dafür aber Konzerte mit mehreren Kameras - und das ganz alleine, ohne Assistenten.

    Und die Videos sind sehr gut geworden.

    Gruß


    Hans-Jürgen

  • Warum braucht man Assistenten? Hast du eigentlich schon mal eine Hochzeit gefilmt? Ich meine jetzt keine Hobbyaufnahmen, sondern ernsthaft.

    Ich zwar auch noch nicht, dafür aber Konzerte mit mehreren Kameras - und das ganz alleine, ohne Assistenten.

    Und die Videos sind sehr gut geworden.

    Ein Konzert findet auf einer Bühne statt und da spielt sich alles zentriert an einem Ort ab.

    Da ist es leichter, von einem ungestörten Ort aus 2-3 Kameras gleichzeitig zu handeln.Man kennt auch im voraus den Ablauf in seinen -Grundzügen


    Die Locations einer Hochzeit wechseln, die zu filmenden Szenarien finden zuweilen gleichzeitig an verschiedenen Orten statt, wenn man die Gäste mit einbezieht. Zudem laufen alle zuweilen unvermittelt in der Location herum. Da ist man als Videograph schon schwer damit beschäftigt, die ganzen lohnenswerten Momente mit einer Kamera nicht zu verpassen.

    Bei einer standesamtlichen Trauung kann man schon ohne Assitenten eine 2. fixe Kamera aus einer anderen Aufnahmeposition mitlaufen lassen, bei einer Hochzeitsparty wirds schon schwieriger alle Kameras alleine im Griff zu haben.

    :computer::wallbash::thumbsup::stolz:

  • Als Profi aber, und das ist man, wenn man für Geld einen Hochzeitsfilm erstellt, kann man sich das nicht erlauben.

    Da geb ich dir recht. Kommt aber auch drauf an, was man dabei verdient und ob sich dann der Aufwand noch lohnt mit 3 Kameras und Assistent. Ich selbst habe noch nie eine Hochzeit gefilmt, aber ein paar runde Geburtstage schon. Da bin ich ganz gut zurecht gekommen als 1-Mann-Filmer, aber ich war ganz schön gestreßt.

    LG Tadeusz

  • Da geb ich dir recht. Kommt aber auch drauf an, was man dabei verdient und ob sich dann der Aufwand noch lohnt mit 3 Kameras und Assistent.


    Das Problem ist nicht das Aufnehmen, sondern die Nachbearbeitung. Die Stunden die man dazu benötigt sieht das Brautpaar bzw. der Auftraggeber ja nicht. Da kann auch wenn man fix im Schnitt ist einiges an Stunden zusammenkommen inclusive DVD-Erstellung, diverse KUrzformen, Einarbeiten von Änderungen auf Wunsch des Brautpaares (Onkel Willi ist nieee zu sehen, der muss aber mit rein! usw.) sind ja auch alles (Zeit-)Aufwände die man mit einkalkulieren muss.


    Meine Erfahrung - die Stunden die man für Dreh und Schnitt braucht im Supermarkt Regale einräumen gehen - das ist nicht so stressig und man verdient das gleiche wie mit den Aufnahmen (übertrieben gesagt) :D


    Es mag Ausnahmen geben wo ein Brautpaar richtig Kohle für einen (professionellen) Filmer locker macht, aber i.d.R. muss ein Hochzeitsfilm eher preisgünstig werden, denn ansonsten bekommt Onkel Egon und Schwager Hubert den Auftrag mit ihren Smartphones ein bisschen zu filmen - reicht ja auch aus....


    Aber zurück zum Thema Stativ - ich habe seit kleinen Ewigkeiten ein relativ teures Sachtler mit leichten Kohlefaser-Beinen und einem großen Kopf hier stehen und nutze dieses Stativ sehr gerne weil damit einfach Dinge möglich sind die mit anderen Stativen nicht gehen. Fängt schon mit dem einfachen Aufstellen an, geht über den ruckfrei schwenkenden Kopf mit sauber einstellbarem Gewichtsausgleich und der absoluten Robustheit gegenüber Wetter und Temperaturen.


    Für meine große Broadcast-Schulterkamera (ca. 10Kg Lebendgewicht, Drehfertig) habe ich ebenfalls ein Sachtler-Stativ im Einsatz welches inzwischen weit über 20 Jahre alt ist und immer noch funktioniert. Das stand schon bei Hochwasser 30cm tief im Schmutzwasser (mir leif die Brühe in die Gummistiefel rein), ist im Schnee versenkt worden und hat etliche Dreh's in Steinbrüchen und anderen "unschönen" Oeten überlebt und wird vermutlich nur deshalb ausgemustert weil es irgendwann keine Kamera mehr gibt welche ein so tragfähiges Stativ braucht ;)

    Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar

  • Das Problem ist nicht das Aufnehmen, sondern die Nachbearbeitung. Die Stunden die man dazu benötigt sieht das Brautpaar bzw. der Auftraggeber ja nicht.

    Vielleicht noch vor 10 Jahren war die Hochzeitsfilmerei weniger problematisch und geschätzter als jetzt. Aber jetzt in der Smartfoneaera verliert das etwas an Bedeutung, meiner Meinung nach.

    Vielleicht täusche ich mich ja auch. Zurück zu posting #60 von Minordi! Ich denke, er wird bestimmt keinen leichten Einstieg in die Hochzeitsfilmerei haben. Oder, vielleicht ist die Kundschaft nicht so anspruchsvoll.

    LG Tadeusz

  • wird vermutlich nur deshalb ausgemustert weil es irgendwann keine Kamera mehr gibt welche ein so tragfähiges Stativ braucht

    Und was würde das kosten?

    kurt

    WIN-10/64 PRO, Mercalli, NeatVideo, NB ChromaKeyPro, Audacity, Adobe PS, Movavi VideoConverter

  • Und was würde das kosten?

    kurt

    Aktuell gibt es noch eine Kamera dazu die auch noch genutzt wird....


    Das Stativ wird also noch nicht ausgemustert werden. Das dauert noch einige Jährchen ;)

    Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar