Die Wettbewerbe des Bundesverbands Deutscher Filmautoren (BDFA)

  • Weil es hier immer wieder Bezug auf diese Wettbewerbe für Amateurfilmer gibt, möchte ich dies gerne wg diverser eigener Erfahrungen thematisieren.


    Diese Wettbewerbe haben inzwischen eine Art der inhaltlichen und technischen Ausführung erreicht, die aus meiner Sicht mehr als kritikwürdig ist. Seien es inkompetente und/oder voreingenommene Juroren, sei es die oft sehr minderwertige Bild- und Tontechnik der Filmpräsentationen, seien es organisatorische Vorgaben der Filmeinreichung aus dem Mittelalter, sei es die ausgeprägte Beratungsresistenz gegenüber Verbesserungsvorschlägen.


    Dies sind die wichtigsten Gründe, warum ich - wie viele andere Filmautoren - keine Filme mehr zu diesen Wettbewerben einreiche. Mich interessiert, welche Erfahrungen andere Filmautoren mit dem BDFA und seinen Wettbewerben machten.

  • Da kann ich wie schon vorher gesagt nur beipflichten!
    Die Wiedergabe bei Wettbewerben ist sehr oft vom Bild und meistens vom Ton unter alle Kanonen.
    Man legt sich ls Author ziemlich ins Zeug um Ton und Bild normgerecht zu machen.
    Dann werden Filmen die in 30 oder 60p gemacht wurden als 50p abgespielt mit haufenweise Ruckler.
    Beim Ton ist die Situation noch schlimmer, man selber regelt der Ton nach EBU-R128 aus aber viele andere Teilnehmer haben noch niemals etwas davon gehört und ihre Filme sind dann viel lauter.
    Das bedeutet das die Jury dann meint dein Film ist zu leise. Vielen Juroren haben auf diesem Gebiet null Ahnung.
    Auch sind die Lautsprecheranlagen meistens ganz bescheiden, Tiefe Bässe die für Stimmung im Film verwendet wurden sind fast nie da.
    Macht dann bei den Juroren nichts, Hauptsache literarisch ist der Film in Ordnung, es ist fast ein Altherrenverein geworden auch in Filmklubs findet man fast keine Junge Leute mehr.
    Und auch sind die Namen der Gewinner sind fast immer die Gleiche.


    Mit freundlichen Grüßen

  • Also was ich von der BDFA weiß, hat mir rasch gereicht. Viel zu arrogant, viel zu besserwisserisch, viel zu bewertend.


    Und für mich muss das nicht sein. Dieser Verein kann sicherlich gut ohne mich auskommen, und ich mindestens ebenso gut ohne diesem Verein.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • So geht es auch bei den Clubvorführungen/Meisterschaften zu...
    Ich mache mein eigenes Ding...

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...


  • Man legt sich ls Author ziemlich ins Zeug um Ton und Bild normgerecht zu machen.
    Dann werden Filmen die in 30 oder 60p gemacht wurden als 50p abgespielt mit haufenweise Ruckler.


    Man könnte jetzt spitzfindig einfach sagen das 30p und 60p in Europa außerhalb der Norm liegen.... (und hätte damit in gewisser Weise auch absolut Recht). Wenn gehört das Abgabeformat genau spezifiziert - wer außerhalb dieses Formates mit seinem Film liegt der hat halt Pech gehabt, kann sich nicht beteiligen.


    Wobei ich jetzt nicht weiß ob und welche Beschränkungen es bei den Wetbewerben gibt - wenn es keine gibt dann muss ich erwarten können alle verfügbaren Normen korrekt wiedergeben zu können....




    .
    Beim Ton ist die Situation noch schlimmer, man selber regelt der Ton nach EBU-R128 aus aber viele andere Teilnehmer haben noch niemals etwas davon gehört und ihre Filme sind dann viel lauter.
    Das bedeutet das die Jury dann meint dein Film ist zu leise. Vielen Juroren haben auf diesem Gebiet null Ahnung.


    Was für mich ganz klar ist.


    Diese EBU-Norm ist eine professionelle Norm für eine TV-Ausstrahlung. Das pegeln nach EBU.R128 beherrschen nur wenige Programme, vieles was im Amateurbereich zum Videoschnitt benutzt wird kann das schlichtweg nicht. Selbst die aktuelle Edius Pro-Version behrrscht das nicht, das Pegeln nach EBU.R128 ist ausschließlich der (Profi-)Workgroup vorbehalten - Magix & Co können das überhaupt nicht, Casablanca auch nicht.


    Also wird hier meist auf "Voll Stoff" gepegelt, das man auch ohne EBU-Richtlinie auf bspw. -10dB oder so pegelt und eitwas "Luft" oben lässt ist den meisten Leuten nicht bekannt. Je lauter um so besser ist da oft die Devise.


    Filme für öffentliche Vorführungen pegle ich bei der Ausspielung absichtlich nicht nach R128, sondern so wie das die meisten Leute machen - lauteste Stellen aof kurz vor 0dB, auch wenn das fachlich völlig falsch ist. Sonst fällst Du mit zu leisem Ton auf. Ebenfalls gehe ich davon aus das der Film mit mickrigen Lautsprechern wiedergegeben wird und richte bspw. die Sprachverständlichkeit von Kommentaren o.ä. genau auf diese Wiedergabesituation ein - und gehe nicht von einer idealen und guten Technik aus.




    ....es ist fast ein Altherrenverein geworden auch in Filmklubs findet man fast keine Junge Leute mehr.


    Die jungen Leute laden ihre Filme auf Youtube hoch und bekommen durch Klicks und Abos ihre Bestätigung - und idealerweise von Youtube bei 100.000 Abbonenten den goldenen Play-Button ;)


    Wozu sollen die denn in irgendeinen Filmclub, auf irgendwelche Wettbewerbe gehen ????

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  • Macht dann bei den Juroren nichts, Hauptsache literarisch ist der Film in Ordnung, es ist fast ein Altherrenverein geworden auch in Filmklubs findet man fast keine Junge Leute mehr.
    Und auch sind die Namen der Gewinner sind fast immer die Gleiche.

    Hört sich wie ein Inzuchtverein an (Tschuldigung), der einfach aussterben dürfte weil er keinen Nachwuchs mehr bekommt.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Hallo,
    sehe ich gleichermaßen, das ist eine alte Herren Liga , die teilweise noch im SD Zeitalter lebt, eine DVD ist für diese Herren das non plus Ultra.
    Der Audio Pegel ist auf volle Kanne, da sie vergessen haben ihr Hörgerät einzuschalten


    Gruß Peter

  • In DaVinci Resolve Studio kann man nach EBU-R128 und auch anderen sowohl Normalisieren als auch im Fairlight-Tab anzeigen.



    Gruß Peter

    Gruß Peter

  • Na gut, aber irgend etwas Gutes werden die wohl auch haben.


    Verdienste in der Vergangenheit?

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Man könnte jetzt spitzfindig einfach sagen das 30p und 60p in Europa außerhalb der Norm liegen.... (und hätte damit in gewisser Weise auch absolut Recht). Wenn gehört das Abgabeformat genau spezifiziert - wer außerhalb dieses Formates mit seinem Film liegt der hat halt Pech gehabt, kann sich nicht beteiligen.


    Wobei ich jetzt nicht weiß ob und welche Beschränkungen es bei den Wetbewerben gibt - wenn es keine gibt dann muss ich erwarten können alle verfügbaren Normen korrekt wiedergeben zu können....

    Das habe ich es selbst auf der DAFF erlebt, mein Film war in 50p aber der Mediaplayer stand auf 60p, Schwenks rukelten, ein Zeichentrickfilm war komplett daneben, Geisterbilder etc. Ich habe das der Vorführer gesagt, machen wir immer so, kein Mitglied hat sich beschwert sagte er mir....


    Dirk PEL

  • Warum gehst Du dort eigentlich hin?

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Überhaupt nicht mehr seit 2016



    Mfg

  • ... und ich seit 2014 nicht mehr. Vertane Zeit.
    Bin dafür lieber nach Villingen gefahren. Der Hoyer hat mehr Möglichkeiten und das bessere Material.

  • es ist fast ein Altherrenverein geworden auch in Filmklubs findet man fast keine Junge Leute mehr.

    Geworden? Unser damaliger Film- und Videoclub stand vor der Entscheidung, endlich dem BDFA beizutreten. Zumindest damals bedeutete das ein hoher Aderlass der Mitgliedsbeiträge des Clubs. Ich fuhr dann auch mal nach Waldshut und sah mir so eine Veranstaltung an. Es war auch "damals" schon ein Altherrenclub - und damals war bereits vor 40 Jahren! Später teilte sich unser Filmclub in zwei Teile: Einer wollte unbedingt in die Wettbewerbsszenerie einsteigen und ging zum BDFA, der andere blieb unabhängig von diesem Verein. Ich selbst verließ unseren Filmclub, der hernach das "Video" in seinem Namen strich. War einfach viel zu modern. Und das waren damals ebenfalls schon viele alte Herren - auch ohne BDFA. Die Jungen machten die ganze Öffentlichkeitsarbeit, die dem Verein über die Kreisstadt sogar zu eigenen Clubräumen verhalf... und die Alten sahen belustigt und kritisch zu und machten vieles mit ihrer Überheblichkeit kaputt.


    Also alles nichts neues... :streichel:

  • Magix & Co können das überhaupt nicht

    Magix im Sinne von Vegas Pro schon

  • Seien es inkompetente und/oder voreingenommene Juroren, sei es die oft sehr minderwertige Bild- und Tontechnik der Filmpräsentationen,

    Was für Qualifikationen müssen die Juroren denn mitbringen und wer wählt die?


    Man könnte jetzt spitzfindig einfach sagen das 30p und 60p in Europa außerhalb der Norm liegen..

    Eigentlich richtig, aber z.B. auf der IFA laufen die meisten Vorführungen auch in 60p und niemand schert sich darum. Verwunderlich ist das auch nicht, denn die meisten Demos kommen aus den USA und manchmal aus Japan/Korea. Blöd nur, wenn man etwas spontan aufnehmen will und die Kamera noch auf 50p eingestellt ist, wie es mir schon passiert ist.


    wenn es keine gibt dann muss ich erwarten können alle verfügbaren Normen korrekt wiedergeben zu können....

    Eben, dazu muss man nur einen vernünftigen Mediaplayer richtig anschließen und (je nach Medium) korrekt einstellen - eigentlich das kleine ABC im Heimkinobereich. Führen die evt. noch mit dem Videorekorder vor oder wollen die schon eine DVD haben? :)

  • Es erstaunt mich sehr, wieviel Resonanz in so kurzer Zeit zu diesem Thema von Euch kam!
    Offenbar machten außer mir auch noch eine ganze Reihe anderer Filmer diese enttäuschenden Erfahrungen mit diesem selbstgefälligen Seniorenverein.


    Für einen Verein, der für sich in Anspruch nimmt, deutschlandweit die Interessen von Amateurfilmern zu vertreten und dies sogar auf europäischer Ebene bei der Unica tut, sind diese Wahrnehmungen eigentlich eine völlige Bankrotterklärung. Konfrontiert man Vertreter des BDFA mit diesen Meinungen wird, wird entweder garnicht oder arrogant geantwortet. Deshalb bin ich der Auffassung, dass es einmal öffentlich werden muss, wie es um diesen Verein steht. Denn er kassiert von jedem Mitglied - egal, ob Einzelperson oder Clubs - reichlich Jahresbeiträge. Letztendlich wird man von diesem Funktionärsclub nur noch wahrgenommen, wenn man mit den Füßen, dh mit einer Austrittserklärung abstimmt.

  • Was für Qualifikationen müssen die Juroren denn mitbringen und wer wählt die?

    Eigentlich richtig, aber z.B. auf der IFA laufen die meisten Vorführungen auch in 60p und niemand schert sich darum. Verwunderlich ist das auch nicht, denn die meisten Demos kommen aus den USA und manchmal aus Japan/Korea. Blöd nur, wenn man etwas spontan aufnehmen will und die Kamera noch auf 50p eingestellt ist, wie es mir schon passiert ist.

    Eben, dazu muss man nur einen vernünftigen Mediaplayer richtig anschließen und (je nach Medium) korrekt einstellen - eigentlich das kleine ABC im Heimkinobereich. Führen die evt. noch mit dem Videorekorder vor oder wollen die schon eine DVD haben? :)

    Die Juroren werden nicht gewählt, sondern von den Landesverbänden des BDFA ausgesucht. Als einzig erkennbare Qualifikation eines Juror oder Jurorin reicht es, in möglichst verquirlter Sprache seine persönliche Meinung - nicht zu verwechseln mit einer Expertise - zum Besten zu geben. Natürlich gibt es hier ganz klare Seilschaften zw Juroren und Wettbewerbsteilnehmern. Deshalb können manche Autoren stets mittelmäßige Filme präsentieren, und erhalten doch stets höchste Anerkennung. Und falls es mal im ersten Anlauf in einem Wettbewerb nicht wie vom Autor gewünscht klappt, wird dieser Film mit marginalen Änderungen sooft wieder zur jeweiligen Wettbewerbsebene gemeldet, bis die erforderliche Anerkennung für die nächsthöhere Wettbewerbsebene erfolgt.
    Ein weiteres Jury-Unding ist, dass Filme von Jugendlichen sowie Filmstudenten und Profis in demselben Wettbewerb mit Filmen der „normalen“ Amateure laufen und beurteilt werden. Damit ist beliebige Willkür der Jury vorprogrammiert. Eine getrennte Präsentation und Beurteilung wird abgelehnt mit der Begründung, dass die Jury bei der Beurteilung den jeweiligen filmischen Hintergrund des Autors berücksichtigte. Eindeutige nachvollziehbare Kriterien dafür gibt es jedoch nicht - und sind auch nicht gewollt.


    Die geforderten technischen Formate sind aber klar formuliert: Entweder BluRay oder Datei mit H264, 25p oder 50p, max. 35 MBit/s. Da aber ca 50% der der BDFA-Autoren nicht wissen, wie sie das mit ihrem Schnittprogramm erzeugen und schon gar nicht vor der Abgabe kontrollieren, gab und gibt es vor Ort bei der Präsentation immer wieder heftige Wiedergabeprobleme. Um dies in den Griff zu bekommen, hatte ein technischer „Experte“ beim BDFA die grandiose Idee, alle eingereichten Filme unabhängig vom gelieferten Medium umzukopieren. Dass damit die Bildqualität drastisch verschlechtert wird, nimmt man wegen der Bequemlichkeit wissend (!) in Kauf. Wenn dann diese derart vermurksten Filme auch noch mittels eines Mini-Beamers aus dem letzten Lidl-Sonderangebot auf eine 3x5m Leinwand projiziert werden, zeigt sich deutlich, mit welcher Geringschätzung der BDFA zum technischen Aufwand des Autors unterwegs ist.
    Tonmäßig kommt so ziemlich alles zum Einsatz, was eine schwingende Membranwirkung hat - vom Lampengehäuse der Saalbeleuchtung über winzige Kirchenlautsprecher für Predikten bis zu einem akzeptablen Standlautsprecher von Thomann, der aber möglichst mit heftigen Rückkopplungen betrieben wird, um das Publikum nicht zu sehr zu verwöhnen.

  • Hallo,


    wir werden alle mal alte Herren! Was ist da schlecht daran? Die gleiche Arroganz, die den BDFA-Mitgliedern hier zur Last gelegt werden spiegelt sich in manchen Kommentaren in diesem Thread wider.
    Als nun fast 30-jähriges Mitglied im Club Kölner Filmer und dadurch auch im BDFA habe ich an vielen Landes- und Bundeswettbewerben teilgenommen und auch mit Auszeichnungen. Natürlich waren auch Rückschläge dabei, aber durch die Kritik der Juroren habe ich auch sehr viel gelernt und verbessern können. Ja, ich habe auch manches Mal den Kopf geschüttelt und mich ungerecht behandelt gefühlt, aber das gehört dazu.


    Wie heißt es so schön: "Wer sich in die Öffentlichkeit begibt muss mit den Folge rechnen!"


    Natürlich, so grobe Vorführungsfehler sollte es nicht geben, aber "wo Menschen werkeln, da menschelt es auch schon mal"!


    Festgestellt habe ich sehr oft, dass wenn die Story eines Films gestimmt hat, die technischen Dinge nicht so wichtig waren. Ich finde das durchaus ok.! "Ein guter Film entsteht im Kopf"! Pixel zählen ist zweitrangig.


    Das ist meine persönliche Meinung zu dem Thema, ich akzeptiere auch die Eurige! Nur nicht die paiuschalen Beschimpfungen!


    VG
    Det

    VG Det


    Fuji X-Pro2+X-T30/PanaFZ2000/Nikon D600/Leica-DLux109/SonyRX100Mk6/HX90V/YI 4K_etc.+viel Glas


  • Die geforderten technischen Formate sind aber klar formuliert: Entweder BluRay oder Datei mit H264, 25p oder 50p, max. 35 MBit/s.


    Dann wäre doch eigentlich alles klar geregelt und es sollte keine Abspielprobleme geben....



    Da aber ca 50% der der BDFA-Autoren nicht wissen, wie sie das mit ihrem Schnittprogramm erzeugen und schon gar nicht vor der Abgabe kontrollieren, gab und gibt es vor Ort bei der Präsentation immer wieder heftige Wiedergabeprobleme. Um dies in den Griff zu bekommen, hatte ein technischer „Experte“ beim BDFA die grandiose Idee, alle eingereichten Filme unabhängig vom gelieferten Medium umzukopieren. Dass damit die Bildqualität drastisch verschlechtert wird, nimmt man wegen der Bequemlichkeit wissend (!) in Kauf.

    Die Idee mit dem Umkopieren ist irgendwie Verständlich. Auch wenn das "nur" ein schlechter Workaround ist, aber die Aufgabe alle Teilnehmer dazu zu bringen die Abgaberegularien einzuhalten ist eine vermutlich aussichtslose Sache....


    Einmal weil es vermutlich schlichtweg genügend Filmer gibt die die technischen Zusammenhänge nicht kennen (wollen) und/oder die sich in ihren Schnittprogrammen nicht auskennen, das ganze dann vielleicht auch noch gepaart mit Baratungsresistenz.... Dazu diejenigen welche "ihren" nicht den Abgaberegularien entsprechenden Workflow mit 30p/60p usw. als das "Non-Plus-Ultra" ansehen und nicht einsehen warum sie jetzt in aller Teufels Namen sie sich an eine Vorgabe anpassen soll - soll sich doch die Vorgabe an ihren nicht normgerechten Workflow anpassen weil der ja so viel besser ist !



    Wenn dann diese derart vermurksten Filme auch noch mittels eines Mini-Beamers aus dem letzten Lidl-Sonderangebot auf eine 3x5m Leinwand projiziert werden, zeigt sich deutlich, mit welcher Geringschätzung der BDFA zum technischen Aufwand des Autors unterwegs ist.Tonmäßig kommt so ziemlich alles zum Einsatz, was eine schwingende Membranwirkung hat - vom Lampengehäuse der Saalbeleuchtung über winzige Kirchenlautsprecher für Predikten bis zu einem akzeptablen Standlautsprecher von Thomann, der aber möglichst mit heftigen Rückkopplungen betrieben wird, um das Publikum nicht zu sehr zu verwöhnen.


    Das wäre ein Problem welches der BDFA angehen könnte - indem verbindliche Technikausrüstung für Wettbewerbe gefordert würde. Die Frage wäre nur ob dann viele Ausrichter solcher Wettbewerbe noch bereit wären als Ausrichter zur Verfügung zu stehen....


    Die technisch halbwegs ordentliche Projektion auf einer größeren Leinwand ist tatsächlich nicht ganz unproblematisch und benötigt zumindest eine gewisse technische Ausrüstung. Der Home-Beamer den jemand "mal schnell" aus seinem Heimkino oder Wohnzimmer geholt hat kann bei einer Projektion auf große Leinwände und vielleicht auch noch bei einer nicht absolut dunklen Umgebung (wie sie ja i.d.R. bei einer öffentlichen Aufführung vorherrschen wird) ganz fix völlig versagen. Für solche Sachen benötigt man professionelle Projektionstechnik, dann klappt das auch mit Full-HD auf 3 x 5m in guter Qualität.


    Übrigens kann man solche Beamer incl. dazugehöriger Leinwand auch oftmals leihen, kostet nicht mal so viel wie man denkt ;)


    (4K wird ggf. schon problematischer da diese Beamer in professioneller Ausführung gerne mal kostenmäßig dem Gegenwert eines Mittelklassewagens entsprechen können und die Leihkosten entsprechend hoch sind....)


    Gleiches beim Ton - auch da gibt es bezahlbare Lösungen. Aber wenn das nicht gewollt oder gefordert ist - dann wird halt gefrickelt. Und wenn dann jemand der sich nicht 100% auskennt an der Technik sitzt - dann wirds ggf. echt problematisch....

    Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar