Kommentare - ja oder nein?

  • Allerdings bedeutet zumindest für mich ein durchgehender Kommentar praktisch eine Verdoppelung der Zeit zur Erstellung des Videos.

    So ist es, außerdem gefällt mir meine Kommentarstimme ohnehin nicht, sodass meine Frau das übernehmen müsste.

    Gruß Udo

  • außerdem gefällt mir meine Kommentarstimme ohnehin nicht

    Das war bei mir am Anfang auch so, aber ich habe mich dran gewöhnt. Man bekommt auch beim Einsprechen Routine. Am Anfang habe ich jeden Satz 5mal gesprochen und mir dann den besten ausgesucht. Jetzt reichen schon 3 manchmal auch 2. Da ich aber mindestens die Hälfte in englisch mache, ist es manchmal doch mehr.


    Aber nicht jede Stimme ist für den Kommentar geeignet. Meine Frau hatte auch nur vereinzelt Lust dazu.

  • da muss m.e. Udo 2 Filme rausrendern, mit und ohne Text, ich möchte mir bei ev. wiederanschauen meiner Erinnerungs-Urlaubs-Filme nicht immer wieder das gleiche "Gerede" anhören

    Statt nerviges Gerede, mache ich lieber Untertitel. Dem es interessiert kann das dann Lesen oder auch nicht.

  • Statt nerviges Gerede, mache ich lieber Untertitel. Dem es interessiert kann das dann Lesen oder auch nicht.

    Nicht jeder Kommentar ist nervig. Dann würde ich meinem Film niemals auf ein Wettbewerb zeigen!
    Wenn im Fernsehen nur Untertitel und Musik verwendet wurde schaut sich das kein Mensch an.
    Kommentar zu sprechen ist ein Übungssache es macht fast jeden Film besser, Udo hat schon viele Reisefilmen von mir bekommen und weiss was ich meine.


    Dirk PEL

  • Wenn im Fernsehen nur Untertitel und Musik verwendet wurde schaut sich das kein Mensch an.
    Kommentar zu sprechen ist ein Übungssache es macht fast jeden Film besser,

    Sehe ich auch so.


    Untertitel können durchaus an einigen Stellen richtig sein. Im Film und Fernsehen sind sie ja auch zu finden, z.B. als Definition des Ortes oder der Zeit der Handlung.


    Aber erst ein guter Kommentar führt den Zuschauer weiter. Die Kunst ist eben, dass es kein nerviges Gerede wird. Beim Schnitt des Videos achtet man ja (hoffentlich ;) ) auch darauf, dass der Film nicht langweilig, oder gar nervig wird.
    Auch beim Kommentar, bzw. Ton allgemein, muss man sich eben herantasten. Fernsehdokumentationen liefern auch ein recht gutes Beispiel, wie man so was machen könnte/sollte.


    Gruß
    Peter



    @wolfgang - war schon abgeschickt, bevor Deine #79 aufklappte

  • Nicht jeder Kommentar ist nervig. Dann würde ich meinem Film niemals auf ein Wettbewerb zeigen!Wenn im Fernsehen nur Untertitel und Musik verwendet wurde schaut sich das kein Mensch an.

    Mache meine Filme nicht für Wettbewerbe und schon gar nicht für das Fernsehen, wo man sich einen Film nur einmal oder höchstens zweimal anschaut.
    Eine Geschichte kann ich mir ein/zweimal anhören, Bilder und Musik dagegen aber dutzende Male, ohne daß es langweilig wird. Da ich mir meine Filme schon Mal öfter anschaue verzichte ich bewusst auf einen Kommentar. Würde ich für grosses Publikum produzieren ist ein Kommentar unerlässlich, aber für privat!

  • Ich kommentiere auch nicht mehr, ich bevorzuge Texteinblendungen
    auch für mich als Erinnerungsstütze. Immerhin verwalte ich zusammen mit
    den Schmalfilmen und Dias ein Archiv aus 60 Jahren Familiengeschichte,
    die mit der Bilderfassung per 4 x 6,5 cm Rollfilmkamera "Bilora Bella 3c" im
    Jahre 1959 begonnen hat.
    Bilder-, Schmalfim- und Videoshows sind alle musikalisch vertont.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Filme mit Texteinblendungen verlieren für mich über die Jahre ein Stück weit Inhalte.
    In diesem ersten Video was ich auf YT gestellt habe
    https://www.youtube.com/watch?v=r2O7kSRNdIE&t=475s
    würde ich heute vieles anders machen.
    Aber der Kommentar trägt noch immer.


    Heute versuche ich etwas zu erzählen und das mit Bildern zu belegen

  • Ich habe schon viele Filmen gemacht, die meisten für Mitpassagieren unsere vielen Reisen und für Wettbewerbe* bei der BDFA. Immer mit Kommentar von mir persönlich gesprochen. Ich weiß das kostet vielleicht am Anfang etwas Überwindung und Übung aber der Film wird eindeutig besser dadurch. Und ich meine was ich als Holländer schaffe, könnt ihr doch auch aus dem Land der Dichter und Denker leicht machen, nur Mut ;) .


    * bei Wettbewerbe mach ich schon einige Jahren nicht mehr mit, aber das ist ein anderes Kapitel.


    Mit freundlichen Grüßen

  • Ich habe schon viele Filmen gemacht, die meisten für Mitpassagieren unsere vielen Reisen und für Wettbewerbe* bei der BDFA. Immer mit Kommentar von mir persönlich gesprochen.

    Meine Schmalfilme sind ja auch mit Kommentaren versehen, der Schmalfilmclub hier hat mich
    damals dazu animiert. Selbst meine Kinder haben damals mit Kommentaren ausgeholfen.
    Ich habe damals auch Filme mit Tonspur ein paar mal gekauft um längst verstorbene engste
    Verwandte mit Originalstimme im Film mit Ton zu konservieren. In der Videozeit dann habe ich
    die Nachvertonung mit Kommentaren zunächst fortgesetzt...
    Irgendwann habe ich damit aufgehört, wenn noch Kommentar, dann direkte Sprachaufnahme,
    nicht mehr in der Nachvertonung.
    Bei einem Reisefilm z.B. kommt vor einem Ortswechsel meist eine Texttafel mit Hintergrundbild
    oder Video. In die Location-Aufnahmen des dann folgenden Geschehens kommen nur noch
    kurze Texteinblendungen als Erinnerung rein an wirklich wichtigen Stellen.


    Diese Gestaltung gefällt mir so persönlich viel besser!

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Es hängt doch ganz davon ab für welches Publikum der Film ist. Wenn es nur für die Familie oder die Reiseteilnehmer ist dann reichen Untertitel.


    Wenn aber ein größeres Publikum die Zielgruppe ist dann sollte mit einem Kommentar eine interessante Geschichte erzählt werden.


    PS: warum machst du bei Wettbewerben nicht mehr mit?

  • Habe keinen zwanghaften Drang danach.

    PS: warum machst du bei Wettbewerben nicht mehr mit?

    Habe keinen zwanghaften Drang danach.
    An Wettbewerben habe ich lediglich als Basketballspieler teilgenommen, mehrere Jahrzehnte
    wegen der körperlichen Ertüchtigung.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Habe keinen zwanghaften Drang danach.
    Habe keinen zwanghaften Drang danach.
    An Wettbewerben habe ich lediglich als Basketballspieler teilgenommen, mehrere Jahrzehnte
    wegen der körperlichen Ertüchtigung.

    Achilles ich glaube die Frage war an mich gerichtet!
    @befe
    Ich habe an vielen Wettbewerben teilgenommen, bin auch sogar bis der DAFF gelandet, aber die Beurteilung der diverse Juroren ging sehr oft so weit auseinander das es für mich keinen Sinn mehr machte.
    Ausserdem ist es fast wie beim Eiskunstlauf sodaß bestimmte Personen machen können was sie wollen, da wird dann großzügig über Fehler weggesehen denn der oder die hatten doch immer solche gute Beiträge etc.
    Ich bin noch immer im Filmklub Mitglied aber auch im Klub gibts immer weniger Leute die an Wettbewerbe teilnehmen wollen weil sie so oft enttäuscht wurden.
    Man braucht sich nur mal die Ergebnisse der letzte Jahren anzuschauen, immer wieder die gleiche Teilnehmer die ganz oben stehen.


    Mit freundlichen Grüßen

  • Ich habe an vielen Wettbewerben teilgenommen, bin auch sogar bis der DAFF gelandet, aber die Beurteilung der diverse Juroren ging sehr oft so weit auseinander das es für mich keinen Sinn mehr machte.

    nur der eigene Blickwinkel zählt :D

  • nur der eigene Blickwinkel zählt

    Sie waren anscheinend noch nie dabei, soll man mal versuchen.
    Aber wenn Du es so gut weiss zeige uns mal etwas von Deinem können, bin gespannt!


    Dirk PEL

  • Heute versuche ich etwas zu erzählen und das mit Bildern zu belegen

    Mache ich seit einigen Jahren auch so. Und verglichen mit den unkommentierten Filmen von mir, scheint mir das besser zu sein.

    WIN-10/64 PRO, Mercalli, NeatVideo, NB ChromaKeyPro, Audacity, Adobe PS, Movavi VideoConverter

  • Und verglichen mit den unkommentierten Filmen von mir, scheint mir das besser zu sein.

    Wenn Du 100mal die von Dir aufgesprochenen Inhalte immer wieder mit Freude hören kannst,
    dann ist das richtig für Dich persönlich. Wenn Du den Kommentar nicht mehr hören möchtest,
    dann musst Du auch die Hintergrundmusik ausmachen, ich habe dann aber immer noch
    den musikalischen Genuss und natürlich auch den O-Ton dazwischen verfügbar.
    Deshalb meine persönliche Entscheidung für eine Vertonung wie ich sie ober beschrieben habe.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Ich habe ja auch schon einige Filme gemacht, aber 100mal habe ich mir noch keinen davon angesehen.
    Im Gegenteil, ich schaue mir die sehr selten an und da würde mich ein gut gesprochener Kommentar mit Sicherheit nicht stören.

    Gruß


    Hans-Jürgen

  • Es gibt bei den Hobbyfilmern ne Menge Ausreden, warum sie sich nicht die Mühe machen, um einen guten Kommentar zu schreiben und zu sprechen bzw sprechen zu lassen. Ich dachte, dass ich die meisten Ausreden kenne, aber hier lernte ich neue dazu.
    Infotafeln zum Einblenden kann man bei den Lottozahlen oder den Ergebnissen von Fußballspielen machen, aber bestimmt nicht bei einem Reisefilm. Und warum nur Bilder mit Musik und nicht Bilder mit Kommentar für den Autor erträglicher sein sollen, ist nur dann logisch und nachvollziehbar, wenn der Kommentar nichts taugt.


    Klar, ein guter Kommentartext muss zu den Bildern passen, er muss verständlich sein, er muss informativ sein, er muss den Zuschauer führen. So etwas zu erstellen, ist für einen darin ungeübten Filmer nicht nur zeitaufwändig, sondern auch gestalterisch anspruchsvoll. Auch beim Sprechen des Textes kann einiges schiefgehen, zB wenn der Autor ohne jede Sprecherfahrung bzw -schulung mit mangelnder/falscher Intonation seinen Text runterleiert und trotz toller Bilder und Story den Zuschauer damit immer wieder aus dem Film reißt. Aber beide Hürden lassen sich nehmen.


    Umso befriedigender ist es dann, wenn der gelungene Kommentar von den Zuschauern auch ausführlich würdigt wird. Und so einen Film sieht man sich selbst sicher auch später mehrmals gerne an.

  • Bravo, genau so ist es! :jubilie::jubilie:


    Viele Grüße


    Lothar