Kommentare - ja oder nein?

  • Ich habe 30 Jahre lang gerne meine Filme kommentiert,
    im Filmclub hatte wir sogar mal einen professionellen Kurs dazu.
    Nun will ich nicht mehr...


    Im Herbst ist die Zeit der vielen öffentlichen Diashows und Videovorführungen
    hier bei uns. Ich gehe da oft hin. Die Authoren kommentieren immer live.
    Ich mache das bei meiner Heimvorführung für Gäste genauso, kann so auch gleich
    auf Nachfragen eingehen.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Umso befriedigender ist es dann, wenn der gelungene Kommentar von den Zuschauern auch ausführlich würdigt wird. Und so einen Film sieht man sich selbst sicher auch später mehrmals gerne an.

    Genau so ist es und noch einen Punkt, wenn man mal nicht mehr da ist werden die Enkel sich auch noch freuen das Opa doch noch zu hören ist.


    Dirk PEL

  • Stimmt..., meine Texte sind kurz und sachlich/historisch/dokumentarisch, nicht emotional.
    Emotional ist die Hintergrundmusik im Mix mit dem O-Ton.
    Natürlich wecke mit manchen Videos Farbemotionen aus durch spezielles LUT-Grading,
    z.B. in Kodachrome-Analogfilm Farben.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Ich mache das oft mit Selfie Aufnahmen an den jeweiligen Stationen unserer Reisen. Dabei erzähle ich etwas dazu. Später in der Post schneide ich die ein oder andere Aufnahme darüber. Dadurch erhalte ich so etwas wie einen Reportagecharakter.

  • ch habe 30 Jahre lang gerne meine Filme kommentiert,
    im Filmclub hatte wir sogar mal einen professionellen Kurs dazu.
    Nun will ich nicht mehr...

    Kann ich nachfühlen. Ich zeige meine Filme, sofern es Reisefilme sind, nur einem sehr kleinen Publikum... und uns selbst. Dazu benötige ich inzwischen keinen Kommentar mehr, ich lasse einfach den Film erzählen.

    Ich mache das oft mit Selfie Aufnahmen an den jeweiligen Stationen unserer Reisen. Dabei erzähle ich etwas dazu. Später in der Post schneide ich die ein oder andere Aufnahme darüber. Dadurch erhalte ich so etwas wie einen Reportagecharakter.

    Dazu gehe ich ebenfalls immer mehr über. Ist einfach viel authentischer! Geht aber leider nicht immer.


    Für uns selbst benötige ich keinen Kommentar mehr - wir wissen das fast noch alles. Nach mir die Sintflut... ich muss meine Zeit rationalisieren.

  • die Sintflut muss ja nicht passieren ....
    falscher thread
    Im Ernst - ich denke schon bei älteren filmen Kommentar hilft ( gegen das Vergessen)
    Und dazu: Es werden unsere Kinder ( oder Enkel ) mal die Filme schauen - nix geht über Kommentar aus der Zeit der Filmerstellung.
    Vor vielen Jahren sagte mal ein Freund nimm doch auch die Umgebung auf - die Autos etc,
    Hatte er recht - die Aufnahmen aus den 80 er Jahren haben ihren Reiz - da fehlt nur der Kommentar was da jeweils zu sehen ist

  • Unsere Kinder und Enkel schauen etwas ganz anders als unsere Videofilme. Da haben die meistens keinen Bezug mehr dazu.
    Und wir sollten auch nicht glauben, Werke für die Nachwelt zu schaffen - es genügt, wenn wir nach Jahren unsere Filme noch selbst anschauen.

    ASRock Z370, intel i7 8700K, GTX 1070Ti

    Resolve & Fusion Studio 17, Video Enhance AI 2.6.1

  • Meine drei Kinder (mittlerweile alle erwachsen) schauen sich auch gerne unsere alten Videos mal wieder an.

    Ja und was willst Du damit sagen?

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Untertitel von dem eigentlichen Filmgeschehen zu sehr ablenken.Ma konzentriert sich beim Anschauen auf den Text und bekommt die Bilder nicht richtig mit. Oder man muss den Clip so lang machen, dass man nach dem Lesen des Untertitels noch Zeit hat, den Clip anzuschauen. Dann ist das, was der Untertitel beschreibt im ungünstigsten Fall aber schon vorbei.


    Natürlich ist ein gesprochener Kommentar schon etwas aufwändiger, er soll ja ohne Versprecher sein und auch inhaltlich und zeitlich zum Bildnmterial passen.


    Gruß ergo-hh

  • Natürlich ist ein gesprochener Kommentar schon etwas aufwändiger, er soll ja ohne Versprecher sein und auch inhaltlich und zeitlich zum Bildnmterial passen.

    Das ist kein großes Problem da man der Ton separat aufnehmen kann und dann mit einem Audioprogramm die Daten korrigieren und als Wavedatei ausgeben.
    Dan kann man dieser File auf die Audiospur richtig platzieren.
    Man kann aber, für mich als Holländer unmöglich, natürlich direkt am Schnittplatz der Kommentar aufsprechen.


    Dirk PEL

  • ... natürlich direkt am Schnittplatz der Kommentar aufsprechen.

    Das mache ich nie. Wenn der Film ferttig geschnitten ist spreche ich den Kommentar im Geiste bei laufendem Video um zu sehen, ob es inhaltlich und von der Textlänge her passt. Wenn ja, schreibe ich den Text in ein Word Dokument und verfahre ebnso mit den weiteren Kommentaren. Ich erhalte dann ein mehrseitiges Dokument, dass ich hintereinander weg in einem stillem Raum ins Mikrofon lese. Versprecher - manche Sätze muss ich etliche Male sprechen, bis sie fehlerfrei sind ;( - ignoriere ich und spreche solange weiter, bis der Text fehlerfrei ist. Diesen langen Textclip füge ich ins NLE ein, schiebe ihn an die richtigen Stelle und schneide fehlerhafte Stellen raus, schneide an der richtigen Stelle, verschiebe den Rest nach rechts wieder bis zur richtigen Stelle usw.


    Bisher bin ich damit ganz gut gefahren, für einen besseren 'Workflow' bin ich offen.


    Gruß ergo-hh

  • Das mache ich nie. Wenn der Film ferttig geschnitten ist spreche ich den Kommentar im Geiste bei laufendem Video um zu sehen, ob es inhaltlich und von der Textlänge her passt. Wenn ja, schreibe ich den Text in ein Word Dokument und verfahre ebnso mit den weiteren Kommentaren. Ich erhalte dann ein mehrseitiges Dokument, dass ich hintereinander weg in einem stillem Raum ins Mikrofon lese. Versprecher - manche Sätze muss ich etliche Male sprechen, bis sie fehlerfrei sind - ignoriere ich und spreche solange weiter, bis der Text fehlerfrei ist. Diesen langen Textclip füge ich ins NLE ein, schiebe ihn an die richtigen Stelle und schneide fehlerhafte Stellen raus, schneide an der richtigen Stelle, verschiebe den Rest nach rechts wieder bis zur richtigen Stelle usw.


    Bisher bin ich damit ganz gut gefahren, für einen besseren 'Workflow' bin ich offen.

    Ja genau so mache ich das auch und verwende dann Audacity um der Text zu bearbeiten und der Wavedatei dann im Schnittprogramm an der richtige Stelle.

  • Als Ergänzung: Über Google, Wikipedia hole ich mir viele Informationen

    Kleine Anekdote am Rande: Wenn ich Mitreisenden die Videos vorführe höre ich öfter: "Wie kannst du dir das nur alles merken?" Ich mache unterwegs nämlich keinerlei Notizen, sondern hole mir entsprechende Infos bei der Nachbearbeitung aus dem Internet.


    Gruß ergo-hh

  • Kleine Anekdote am Rande: Wenn ich Mitreisenden die Videos vorführe höre ich öfter: "Wie kannst du dir das nur alles merken?" Ich mache unterwegs nämlich keinerlei Notizen, sondern hole mir entsprechende Infos bei der Nachbearbeitung aus dem Internet.


    Abgesehen davon haben wir Filmer doch immer ein Diktiergerät dabei - sogar eines das nebenbei auch noch Bilder aufnimmt... ;)



    Trotzdem ist es keine schlechte Idee sich manche rein sachlichen Infos die auch im Internet zu finden sind dort zu holen - das sind oftmals Jahreszahlen oder ähnliches. Oder Backgroundwissen zu den gezeigten Bildern.


    Betreffend Text formulieren - wichtig ist auch kurze Sätze zu machen. Die lassen sich viel einfacher sprechen. Und die dadurch entstehende einfache Sprache lässt sich vom Zuschauer auch besser verstehen wie komplizierte, ellenlange geschriebene Texte die ihre Abstammung aus dem Schriftdeutsch nicht verbergen können, was ja beim schreiben nicht stört, aber beim Sprechen hinderlich wird. (Wer das nicht glaubt: einfach die Sätze dieses Absatzes mal laut vorlesen. Die ersten zwei Sätze lassen sich problemlos lesen, der dritte Kettensatz führt zu Atmenot - Okay, der Satz ist auch absichtlich sehr lang geraten... :D )


    Einfach so schreiben wie man das auch jemand anderem erzählen würde, sich vom Schriftdeutsch lösen,


    Vor allem bitte nicht das was der Zuschauer sowieso schon im Bild sieht dann auch noch im Off-Text beschreiben - das wäre dann Film für Blinde und nicht zielführend. Lieber gut dosierte Zusatzinfos geben, Backgroundwissen zu den Bildern. Aber auch da nicht zu viel, der Mensch kann netweder hören oder sehen, beide Infos überfordern ihn irgendwie wenn auf den beiden Kanälen zu viel Input kommt.


    Ach ja, wenn ich mir auf meinem Redemanuskriot vor dem Einsprechen vielleicht noch notiere wie ich das aussprechen will - die Betonung - dann kann ich das auch mehrfach lesen ohne Probleme bei der Betonung zu haben. Machen Profisprecher auch so.

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