Cinematic Video, der neue Hype ? Eine neue Herausforderung ? Eine Bereicherung des Hobbys Video?

  • Ähnlich ist es ja mit dem Festhalten an 24p im Kinobereich bestellt. Versuche mit 48p oder gar mehr wurden von vielen abgelehnt.


    Wenn es eben nicht ab und zu ruckelt, dann wird spricht man leicht verächtlich vom Videolook.


    Ich habe mich zwar seinerzeit nach etlichen Problemen am Anfang an 24p angepasst, aber doch nur weil es bei der AX100 alternativ nur 25p gibt.

  • Ihr klammert euch viel zu sehr an alten Gegebenheiten.

    Früher war das Korn normal, aber deshalb ist es noch lange kein fester Bestandteil des Filmlooks.

    Und nur weil Bruno sich daran so fest beißt, muss es noch lange nicht allgemeingültig sein.

    Wie ich schon schrieb, ich habe schon etliche Kinofilme gesehen, in denen kein Korn mehr zu sehen war und die dennoch einen für mich perfekten Filmlook zeigten.

    Gruß


    Hans-Jürgen

  • Wie ich schon schrieb, ich habe schon etliche Kinofilme gesehen, in denen kein Korn mehr zu sehen war und die dennoch einen für mich perfekten Filmlook zeigten.


    Genauso wie es Filme mit Filmkorn gibt, die aber keinerlei Filmlook aufweisen. :-)


    Viele Grüße

    Peter

  • Und nur weil Bruno sich daran so fest beißt, muss es noch lange nicht allgemeingültig sein.

    Ich beiße mit nirgendwo fest lieber Hans-Jürgen.


    Ich habe Kinofilme mit Filmkornrauschen gesehen und auch ohne,

    16mm Schulfilme hatten meist ein höheres Filmkornrauschen als 35mm Kino-Filme.

    Das Filmkornrauschen war damals je nach Hersteller größer oder kleiner.

    Auf den 8mm Film bezogen ist das Filmkornrauschen des ORWO Farbfilmes sehr hoch,

    was ich hier im Rahmen meiner Digitalisierungen immer wieder zu sehen bekomme.

    Bei Kodak-Schmalfilmmaterial ist das Filmkornrauschen am geringsten.

    Das Filmkornrauschen ist im Kinofilm sogar als Gestaltungsmittel eingesetzt worden,

    es gehörte also zum Filmlook. Kannst Dich mal einlesen...


    Bei Video will ich dieses Filmkornrauschen nicht sehen, allerdings soll das Bild auch nicht

    wie eine "Seifenoper" aussehen.


    Filmkornrauschen war also in der Zelluloidzeit vorhanden und Materialbedingt ein

    Bestandteil des Filmlooks, genauso wie das Flickern der Projektion, trotzdem hat es den

    Leuten scheinbar gefallen.


    Ich arbeitete gerade mit jemanden zusammen, der für Musiker Image-Filme macht, dort

    ist der Wunsch nach dem nostalgischen Filmkorn sehr groß, es soll auch alles etwas

    im Disco-Licht flackern. Die Nachfrage ist sehr groß nach solchen Filmen.

    Der Grafik-Designer nimmt Zelluloidfilmsequenzen mit alten Super 8 - Kameras auf,

    die dann in das Image-Video designmäßig eingebunden werden.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Das ist dann Retro-Look, ähnlich wenn ich in SW drehe oder in sw colour grade

    :computer::wallbash::thumbsup::stolz:

  • Genau Retro-Look ist sehr gefragt...

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Was da noch negativ bei dem sog. "Filmlook" auftritt ist der unruhige Bildstand der verursacht werden kann durch:

    - Mängel an der Projektormechanik(Greifer)

    - Abgenutzte Filmgleitschicht die Ruckler bei dem Filmtransport verursachen kann

    - Durch unsachgemäße Klebestellen an den Schnittstellen


    Nach vielen Jahren der Filmlagerung gibt es:

    - Rotstich, von der RGB-Aufnahme, von GB ist da nur noch wenig oder gar nichts zu sehen

    - Schimmel in organischen Filmgleitschichten.


    Zu den Shutterzeiten mit Hilfe der einstellbaren Umlauf-Sektorenblende vor

    dem Filmfenster bei Hobby-Schmalfilmaufnahmen:


    9 Bilder/Sekunde für Zeitraffer: 1/16 sec

    16 2/3 Bilder/Sekunde: 1/29 sec

    18 Bilder/Sekunde: 1/32 sec

    24/25 Bilder/Sekunde: 1/43 sec

    54 Bilder/Sek für Zeitlupen: 1/96 sec


    Soviel zu der 180° Shutter-Filmerregel von der hier oft die Rede ist bei Videoaufnahmen!


    Positiv bei dem Zelluloidfilm sind:


    Dynamikumfang von 10-11 Blenden und die hervorragende Spitzlichtwiedergabe,

    besser halt als bei der REC.709 -Videoaufnahme.

    Die Kodak-Farbgebung ist für mich immer noch traumhaft schön.


    Ich denke man versteht mich hier endlich, dass man im Falle von Videoaufnahmen

    nicht einfach so vom Filmlook reden sollte mit dem Begriff "Videolook" oder "Digital-Cinema Video"

    bin ich schon eher einverstanden. Wer von Filmlook bei der Videoproduktion ständig spricht,

    der hat nicht verstanden welche Nachteile der Zelluloid-Filmlook seinerzeit hatte.


    Ich bin kein Zelluloidfilm-Anhänger mehr, Video bietet heutzutage selbst bei REC.709 viel mehr

    emotionale Gestaltungsmöglichkeiten, wer mehr Spitzlichter haben will, der kann sich in HDR

    "austoben" und Farbstimmungen des Zelluloudfilmes kann man mit geeigneten LUTs im Video

    nachbilden. Toll stabilisierte Freihand-Videofilme kann man heutzutage bei Videoaufnahmen

    viel besser realisieren als es in meiner persönlichen Filmerzeit zwischen 1970 bis 1987

    möglich war...


    Gegen der "Retrolook" habe ich nichts!

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • "Film" ist nicht materialtechnisch zu verstehen sondern aufnahmetechnisch.


    Wenn ich sage, ich mache einen Film, dann heißt das nur , dass ich eine story in bewegten Bildern nach cinematischen Regeln aufzeichne, das Equipment ist da nur insoweit relevant, als dass ich damit auch Gestaltungsmöglichkeiten eines Spielfilmes umsetzen kann, aber nicht das Aufnahmemedium.

    :computer::wallbash::thumbsup::stolz:

  • Er ist gefangen in der Technik.

    Du bist negativ konditioniert.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Wenn ich sage, ich mache einen Film, dann heißt das nur , dass ich eine story in bewegten Bildern nach cinematischen Regeln aufzeichne, das Equipment ist da nur insoweit relevant, als dass ich damit auch Gestaltungsmöglichkeiten eines Spielfilmes umsetzen kann, aber nicht das Aufnahmemedium.

    Und dann gibt es da ja auch noch den Zeichentrickfilm, oder nach Bruno besser Zeichentrickbilder.

    Gruß


    Hans-Jürgen