ProRes RAW in Edius 9.5

  • Nachdem ich mich mit Edius 9.5 auch mehr und mehr mit BRAW und ProRes RAW befasse, ist es schon interessant zu sehen dass das 6K 50p Material der Pocket und das 5.7K Material ProRes RAW aus der EVA1/Shogun auf meinem 8-Kerner gerade noch so zu bearbeiten ist. Immerhin ist die Auflösung bei Edius Workgroup auf ca. 1/2 zurück zu nehmen, damit man eine ausreichende Playback Performance beim Abspielen und dem Schnitt bekommt.


    Interessantes Detail am Rande: das ProRes RAW wird als rec2020/HLG von Edius interpretiert. Im Shogun habe ich keine Einstellmöglichkeiten gefunden, da etwa auch zu v-log oder zu PQ (weil von der EVA1 kommend) aufzuzeichnen. Scheint eine Shogun Thematik zu sein, denn es werden von Atomos ja eigene LUTs angeboten die die Wandlung zu v-log vornehmen sollen. Allerdings lassen sich die nicht in das ProRes RAW Material einbrennen, was ich erwartet hätte - das ist einfach ausgegraut. Scheint aber kaum wem zu stören. In FCPX gibt es dann verbaute LUTs die direkt das ProRes RAW zu v-log wandeln - NUR in Edius geht das nicht. Dort wird das eben als rec2020/HLG interpretiert. Was mich stört denn ich hätte liebe v-log/v-Gamut Material als Ausgangsmaterial in Edius für das Grading gesehen.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • ist es schon interessant zu sehen dass das 6K 50p Material der Pocket und das 5.7K Material ProRes RAW aus der EVA1/Shogun auf meinem 8-Kerner gerade noch so zu beaNurbeiten ist.

    Nur mal der Neugierde wegen, wie performant ist denn das 6K 50P Material der Pocket bei der Vorschau/dem Schnitt in Resolve im Vergleich zu Edius?


    Immerhin ist die Auflösung bei Edius Workgroup auf ca. 1/2 zurück zu nehmen, damit man eine ausreichende Playback Performance beim Abspielen und dem Schnitt bekommt.

    Bedeutend das, Du bekommst eine 1920x1080p50 Vorschau auf der Extreme 12G? Oder meinst Du eine interne Vorschau im GUI von Edius?

    Greetings,
    ro_max


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  • Bei Resolve reduziere ich die Vorschau über die Decklink und den Sumo tatsächlich auf HD Auflösung, sonst ist die GPU RAM mit 8GB eher zu gering. Damit läuft das Pocket 6K Material mit 50p.


    Bei Edius wie gesagt in der workgroup Version auf die halbe Auflösung, das ist eine Reduktion der Dekodierung auf die Hälfte der Auflösung - dann läufts auch mit vollen fps. Über die Decklink fährt aber bei Edius UHD 50p raus (nützt nur wenig weil der Sumo eh nur HD darstellt, aber ein nachgeschaltener UHD Monitor nutzt das).


    Die beiden Werkzeuge sind da ähnlich performat. Für Resolve müsste ich eine bessere GPU reinstecken, das kommt aber erst im nächsten System (ev ein 18 Kerner).

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Ich verstehe nur irgendwie nicht, wie Edius bei der Einstellung auf halbe Auflösung über die Decklink UHD ausgibt; nach meinem Verständnis liegt doch gar kein UHD-Signal vor, wenn Edius nur die halbe Auflösung dekodiert, oder?


    Bei Resolve reduziere ich die Vorschau über die Decklink und den Sumo tatsächlich auf HD Auflösung, sonst ist die GPU RAM mit 8GB eher zu gering. Damit läuft das Pocket 6K Material mit 50p.

    Bis dato habe ich kein 50p in 50p Material von der Pocket 6K sondern nur mal testweise 50p in 24p (also Slomo). Echtes 50p muss ich bei Gelegenheit mal in Resolve testen. Aber da ich die Mini Monitor 4K nutze, kann ich 50p ohnehin nur in FHD ausgeben.

    Greetings,
    ro_max


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  • Ich verstehe nur irgendwie nicht, wie Edius bei der Einstellung auf halbe Auflösung über die Decklink UHD ausgibt; nach meinem Verständnis liegt doch gar kein UHD-Signal vor, wenn Edius nur die halbe Auflösung dekodiert, oder?

    Vielleicht erfolgt hier auch nicht (nur?) die Reduktion der Auflösung? Wobei ich mich eh frage was bei 6k die Halbierung tatsächlich ist.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Nun, könnte man nicht die Bildqualität der Edius-Vorschau auf dem UHD-Monitor mit der des final gerenderten Videos (ich vermute, Du verarbeitest das 6K-Material zu UHD) auf eben diesem Monitor vergleichen? Wenn sich die sichtbar unterschiedet, würde ich vermuten, dass irgendwo wieder von der reduzierten Auflösung auf UHD hochskaliert wird (ob von Edius oder der Decklink kann ich natürlich nicht beurteilen).

    Greetings,
    ro_max


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  • wolfgang : Hast Du die Auflösung in EDIUS

    - im REC-Fenster auf 1/2 gesetzt oder

    - meinst Du, dass Du die Auflösung in der Projekteinstellung entsprechend reduziert hast?

    kurt

    WIN-10/64 PRO, DropBox, EDIUS-9.51 (5619)-WG, RESOLVE-16.1.1 Studio, Adobe InDesign u.a

  • Bei der Workgroup Version hast ja die Einstellmöglichkeit im REC-Fenster - also das meine ich.


    Andere Frage: wie wirken eigentlich die LUTs im Primary Color Corrector? Wenn ich das richtig interpretiere sind das ja LUTs die auf das ausgehende Material NACH der Konversion im Farbmanagementsystem wirken? Aber mir kommt vor dass das nicht eindeutig ist.


    Wie kann man in Edius einen LUT auf das Ausgangsmaterial wirken lassen, BEVOR das Farbmanagementsystem greift?


    Hintergrund der Frage ist, dass ProRES raw offenbar von Seite des Atomos Shoguns zumindest mit den Metadaten von HLG belegt wird. Und leider nicht - selbst wenn man von einer Panasonic EVA1 aufnimmt - mit v-log/v-Gamut. In FCPX ist dafür eine eigene raw zu log Konversion vorgesehen. Atomos würde dafür sogar eigene LUTs bereit stellen, aber die müsste man ja VOR dem Wirken des Farbmanagementsystems anwenden. Also dass man eine Wandlung raw -> v-log/v-Gamut -> finales Format (HLG oder PQ mit rec2020 oder sogar rec709) bekommt.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Bei der Workgroup Version hast ja die Einstellmöglichkeit im REC-Fenster - also das meine ich.

    Ich habe deswegen gefragt, weil dann ja nur die Vorschau im REC-Fenster von der Auflösungshalbierung betroffen ist.

    Gruß kurt

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  • Wie kann man in Edius einen LUT auf das Ausgangsmaterial wirken lassen, BEVOR das Farbmanagementsystem greift?

    Was wäre, wenn man auf einen Clip zweimal PCC-Filter bringt:

    - Erster PCC: Nur die LUT

    - Zweiter PCC darunter: Farbregelung (Schieberegler, Kurve)

    kurt

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  • Das habe ich gestern mal probeweise so gemacht. Es hat mir allerdings merkwürdige Farbverfälschungen gebracht die ich mir nicht erklären habe können.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Das habe ich gestern mal probeweise so gemacht. Es hat mir allerdings merkwürdige Farbverfälschungen gebracht die ich mir nicht erklären habe können.

    Ich habe einen 4k-Clip (es könnte einer sein, den Du mir vor einiger Zeit zum Testen "geborgt" hast) mit Sony-S-Gamut... benutzt.

    1) Screenshot-1 zeigt die erste PCC: Quelle wird als Sony... erkannt, Ziel auf meine Projekteinstellung 709 automatisch von Edius gestellt. Sonst nichts verändert.


    2) Screenshot-2 zeigt die zweite PCC: Hier die Quelle manuell (!) auf mein Projekt mit 709 gesetzt und dann mit den Schiebereglern einen gewünschten "Look" eingestellt (S/W-Punkt und Gamma).

    // Wenn ich im zweiten PCC die Quelle nicht manuell korrigiere, bekomme ich auch "falsche" Farben.

    Gruß kurt

    PS: Ich gebe Dir übrigens recht, dass das alles nicht ganz so intuitiv ist - deswegen beteilige ich mich auch an dieser Diskussion (vielleicht lichtet sich der Nebel irgendwann doch etwas).

    // Mit nur einer PCC, in der auch gleich der "Look" eingestellt wird - da läuft das dann auch etwas anders.

    Dateien

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  • Die Vorgehensweise bei dem Sony Clip meiner Terrasse ist so absolut ok - aber auch deshalb, weil der Clip ja bereits als s-log3/s-Gamut.cine... erkannt wird.


    Aber ich rede möglicherweise von einer anderen Situation, wo wir eine ungünstige Konstellation haben weil Atomos hier eine besch.... Lösung etabliert hat. Nämlich der, dass diese ProRes RAW Clips von den Atomos Rekordern ja eine raw-Varianten sein sollten, aber interessanterweise in Edius als "rec2020/HLG" interpretiert werden. Und da bin ich mir nicht sicher ob das so überhaupt passt.


    Denn Atomos selbst bietet hier nur LUTs an, offenbar weil dieses Material nicht gleich im Atomos Rekorder zu v-log/v-Gamut gewandelt werden kann. Warum auch immer, normalerweise lassen sich derartige LUTs ja in den Rekordern einbrennen.


    Nur: in Edius bekomme ich offenbar diese LUTs nicht in den Signalfluss, BEVOR der Clip von Edius als "rec2020/HLG" interpretiert wird. So etwas wie ein Input-Lut, der VOR dem Farbmanagementsystem greift, scheint es in Edius nicht zu geben.


    Ok, hoffentlich ist das bei der Implementierung von ProRes RAW in Edius berücksichtigt worden - aber das weiß ich nicht und das ist auch nicht leicht herauszufinden. Streng genommen fehlt hier die Möglichkeit einen Input-Lut zu spezifizieren, denn das was wir in Edius können scheinen nur die Output-Luts zu sein.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Nur: in Edius bekomme ich offenbar diese LUTs nicht in den Signalfluss, BEVOR der Clip von Edius als "rec2020/HLG" interpretiert wird. So etwas wie ein Input-Lut, der VOR dem Farbmanagementsystem greift, scheint es in Edius nicht zu geben.

    Hi Wolfgang,


    vielleicht verstehe ich ja die Problematik falsch, aber Du kannst doch den Clips in der BIN über Clipeigenschaften > Farbraum den von Dir gewollten Panasonic - V-Gamut/V-Log zuweisen. Dann würde doch nach meinem Verständnis dieser LUT vor dem Farbmanagement liegen.



    LUT.jpg


    Gruß

    Peter

  • den Clips in der BIN über Clipeigenschaften > Farbraum den von Dir gewollten Panasonic - V-Gamut/V-Log zuweisen. Dann würde doch nach meinem Verständnis dieser LUT vor dem Farbmanagement liegen.

    1) Schade, dass ich das nicht testen kann.


    2) Zusatzfragen:

    - Wäre das nicht identisch damit, in meinem ersten PCC die LUT der Quelle manuell zu ändern ??


    - Ich kann aber nur solche LUTs (manuell) zuordnen (in den Clip-Eigenschaften oder in der PCC-Quelle), die Edius in Einstellungen > Systemeinstellungen > Anwendung > Farbraum zur Verfügung stellt (da ich hier keine eigenen LUTs einbringen kann, wie es bei den "Output-LUTs" der Fall ist) ???


    kurt

    WIN-10/64 PRO, DropBox, EDIUS-9.51 (5619)-WG, RESOLVE-16.1.1 Studio, Adobe InDesign u.a

  • Wolfgang,


    vielleicht verstehe ich ja die Problematik falsch, aber Du kannst doch den Clips in der BIN über Clipeigenschaften > Farbraum den von Dir gewollten Panasonic - V-Gamut/V-Log zuweisen. Dann würde doch nach meinem Verständnis dieser LUT vor dem Farbmanagement liegen.

    Nur mit dem "kleinen Problem", dass dies manuelle Zuweisung ja nur die Information für das Farbmanagementsystem wäre, WIE dieses Material zu interpretieren ist. Ein LUT wäre das natürlich nicht, eine Konversion von raw -> v-log/v-Gamut findet nur durch die Änderung der Zuweisung alleine nicht statt.


    Da kann man sich vermutlich wirklich nur darauf verlassen, dass Edius dieses Material korrekt einliest und interpretiert. Denn wie sollen wir erkennen ob da was falsch läuft? Bestenfalls kann man das ja nur so beurteilen, ob das Ergebnis plausibel aussieht oder ob es eher daneben ist (es sieht bei mir zumindest plausibel aus).


    2) Zusatzfragen:

    - Wäre das nicht identisch damit, in meinem ersten PCC die LUT der Quelle manuell zu ändern ??

    Nein denn das sollte bereits eine Konversion von rec2020/HLG zu v-log/v-Gamut sein (wenn man hier einen entsprechenden LUT einbringt).


    - Ich kann aber nur solche LUTs (manuell) zuordnen (in den Clip-Eigenschaften oder in der PCC-Quelle), die Edius in Einstellungen > Systemeinstellungen > Anwendung > Farbraum zur Verfügung stellt (da ich hier keine eigenen LUTs einbringen kann, wie es bei den "Output-LUTs" der Fall ist) ???

    Stimmt. Es fehlt eben die Möglichkeit auch einen Input-LUT zuzuweisen. Damit ist man darauf angewiesen, dass Edius eben das Material richtig interpretiert, dass also rec2020/HLG wirklich passend ist.


    Da drehen wir uns vermutlich im Kreis, weil es keiner hier wissen kann.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Nein denn das sollte bereits eine Konversion von rec2020/HLG zu v-log/v-Gamut sein (wenn man hier einen entsprechenden LUT einbringt).

    Stimmt.

    Stimmt.

    1) Es fehlt eben die Möglichkeit auch einen Input-LUT zuzuweisen.

    2) Damit ist man darauf angewiesen, dass Edius eben das Material richtig interpretiert, dass also rec2020/HLG wirklich passend ist.

    ad 1) Sehe ich dzt. eigentlich auch so.

    ad 2) Ich habe mit meinem Clip getestet;

    - Der wird ja als Sony... von Edius erkannt.

    - Wenn ich die Quelle manuell auf Panasonic... ändere, ergibt das dasselbe Ergebnis, wie wenn ich die Clip-Eigenschaften heranziehe.

    Große Frage: Kann man daraus irgend etwas Kluges folgern (etwa, dass dann, wenn Edius den Clip richtig erkennt, ...) ???

    Gruß kurt

    PS: Mit (B)RAW muss ich mangels Testclip z.Zt. sowieso passen.

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  • Es fehlt eben die Möglichkeit auch einen Input-LUT zuzuweisen.

    Wie wäre es, wenn Du diese Zuweisung schon in der Projekteinstellung vornimmst?

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • PS: Mit (B)RAW muss ich mangels Testclip z.Zt. sowieso passen.

    Man kann doch welche von der BMD-Seite herunterladen, oder geht das nicht mehr?

    Greetings,
    ro_max


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  • Man kann doch welche von der BMD-Seite herunterladen, oder geht das nicht mehr?

    Werde ich versuchen.

    Da ich dies bisher nicht benötigt habe, habe ich nicht daran gedacht.

    Danke für den Hinweis - kurt

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