ProRes RAW in Edius 9.5

  • Wenn ich die Quelle manuell auf Panasonic... ändere, ergibt das dasselbe Ergebnis, wie wenn ich die Clip-Eigenschaften heranziehe.

    Ob man daraus etwas schlussfolgern kann, weiß ich nicht recht. Ich hätte schon erwartet dass zwischen v-log und s-log3 zumindest ein geringer Unterschied besteht. Aber vielleicht sind die nicht so groß weil diese log Kurven alle der alten Cineon Kurve nachempfunden sind?


    Wie wäre es, wenn Du diese Zuweisung schon in der Projekteinstellung vornimmst?

    Geht meines Erachtens nicht, dann in Edius hat man in den Projekteinstellungen ja den Zielfarbraum und das Zielgamma definiert und nicht den Quellfarbraum.


    In Resolve würde das auf der Projektebene gehen, denn dort definiert man für die Timeline ja gleichsam das Default Material welches in einem Projekt erwartet wird (und kann das aber overrulen indem man dann auch für jeden Clip einzeln trotzdem bei Bedarf einen anderen Quellfarbraum zuweist).

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Wie wäre es, wenn Du diese Zuweisung schon in der Projekteinstellung vornimmst?

    Da ist die Auswahl aber ziemlich klein ;-)

    kurt

    WIN-10/64 PRO, DropBox, EDIUS-9.51 (5619)-WG, RESOLVE-16.1.1 Studio, Adobe InDesign u.a

  • Mal eine naive Frage, was bringt es, wenn das Schnittprogramm den Clips eigenständig einen Farbraum zuweist?

    Ich will doch selber entscheiden was ich mache und vor allem auch sicher sein, das es so gemacht wird, wie ich es möchte.

    So wie ich diese Diskussion jetzt überschaue weiß von euch keiner, was Edius da wirklich macht, oder?

    Gruß


    Hans-Jürgen

  • So wie ich diese Diskussion jetzt überschaue weiß von euch keiner, was Edius da wirklich macht, oder?

    Möglich.

    Was ich sicher weiß, ist Folgendes:

    Edius erkennt automatisch den Farbraum eines Clips / oder glaubt, diesen richtig zu erkennen.

    Lt. GV hat das alles den Zweck, dem Benutzer Arbeit abzunehmen (oder ihn insofern zu "informieren", dass Edius davon ausgeht, einen bestimmten Farbraum erkannt zu haben).

    kurt

    WIN-10/64 PRO, DropBox, EDIUS-9.51 (5619)-WG, RESOLVE-16.1.1 Studio, Adobe InDesign u.a

  • Man kann doch welche von der BMD-Seite herunterladen, oder geht das nicht mehr?

    Ich finde da nichts, habe wohl die falsche BM-Seite.

    Hast Du noch einen diesbezüglichen Link?

    Danke kurt


    Habs schon gefunden (GoogleSeiDank)

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  • Mal eine naive Frage, was bringt es, wenn das Schnittprogramm den Clips eigenständig einen Farbraum zuweist?

    Das bringt in der Praxis eine ziemliche Arbeitsersparnis - und funktioniert für viele der Materialien auch recht gut. Ich habe da bei v-log oder s-log oder braw bisher keine Probleme erkannt.


    Ich will doch selber entscheiden was ich mache und vor allem auch sicher sein, das es so gemacht wird, wie ich es möchte.

    Das kann man auch immer machen. Ist auch in allen Programmen mit einem Farbmanagementsystem durchaus möglich.


    Bei dem hier diskutierten ProRes raw gibt's halt eher Fragezeichen weil sich das mit einer "Eigenheit" der Atomos Rekorder überlagert, und FCPX dass offenbar anders löst (über eine eigene Auswahlmöglichkeit der Wandlung von raw zu vlog).


    So wie ich diese Diskussion jetzt überschaue weiß von euch keiner, was Edius da wirklich macht, oder?

    Im Regelfall für die meisten Materialien ist das auch in Edius recht eindeutig. Wie gesagt, das ProRes RAW ist mit rec2020/HLG ein eher merkwürdige Zuweisung - aber auch nur deshalb weil nicht klar ist ob die Atomos Rekorder in das raw Material wirklich HLG einbringen. Warum nicht PQ? Oder was Anderes? Und du findest darüber praktisch keine Dokumentation.


    Die Ergebnisse von Testclips schauen allerdings durchaus in Ordnung aus.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Man kann doch welche von der BMD-Seite herunterladen, oder geht das nicht mehr?

    Ja nur ist BRAW ja auch kein Fragezeichen.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • So wie ich diese Diskussion jetzt überschaue weiß von euch keiner, was Edius da wirklich macht, oder?

    Du täuscht Dich..., kpott11 hat sogar ein Vademecum dazu geschrieben. :yes:

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Edius erkennt automatisch den Farbraum eines Clips / oder glaubt, diesen richtig zu erkennen.

    Lt. GV hat das alles den Zweck, dem Benutzer Arbeit abzunehmen (oder ihn insofern zu "informieren", dass Edius davon ausgeht, einen bestimmten Farbraum erkannt zu haben).

    Wenn also Edius dem Benutzer Arbeit abnimmt, dann wird auch automatisch eine LUT oder dergl. auf den Clip gelegt?

    Ich habe allerdings gelernt, dass man zuerst Belichtung und/oder ISO korrigieren soll, bevor man das macht.

    Kann aber auch falsch sein, ich kenne das mit dem automatischen Erkennen von Premiere Pro nicht und wenn ich mich recht erinnere hat Resolve das bei meinen zugegebener Maßen sehr oberflächelichen Versuchen auch nicht gemacht.

    Gruß


    Hans-Jürgen

  • kpott11 hat sogar ein Vademecum dazu geschrieben.

    Bruno, bitte mach den Scheinwerfer wieder aus (mir tun vom vielen Monitor-gucken noch die Augen weh) :servus::beer:

    WIN-10/64 PRO, DropBox, EDIUS-9.51 (5619)-WG, RESOLVE-16.1.1 Studio, Adobe InDesign u.a

  • Mache ich..., wollte mich in den Expertenautausch eigentlich nicht mehr einmischen. :teufel::servus::pop:

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Ich schiebe diese Fragestellung mal in ein eigenständiges Thema.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Wenn also Edius dem Benutzer Arbeit abnimmt, dann wird auch automatisch eine LUT oder dergl. auf den Clip gelegt?

    Ich habe allerdings gelernt, dass man zuerst Belichtung und/oder ISO korrigieren soll, bevor man das macht.

    Meines Erachtens wird hier nicht automatisch ein LUT auf den Clip gelegt. Sondern es wird eine grundsätzlich Farb- und Gammatransformation vorgenommen, wie das Farbmanagementsystem eben so machen.


    Dass man die Belichtung in dem Primary Color Corrector von Edius anpasst, na das macht man ohnedies. An welcher Stelle diese Anpassungen im Signalfluss erfolgen, das ist natürlich aus der Oberfläche des Filters für den Anwender nicht erkennbar. ACES beschreibt diese Prozesse etwa so, dass das Quellmaterial zunächst in den recht großen ACES Farbraum transformiert wird; dass dann dort die Berechnungen zu Helligkeits- und/oder Farbveränderungen stattfinden; und dass anschließend dieses Ergebnis in den Zielfarb- und Luminanzraum umgerechnet wird.


    Ich sehe auch keinen Anlass zu glauben, dass dies in Edius unprofessionell erfolgen würde. Ganz im Gegenteil, die ersten Gradingergebnisse die ich hier mit BRAW sehe sind qualitativ sogar erstklassig. Waren sie aber auch schon mit dem früheren v log l Material meiner GH4 oder dem slog Material der FS7. Das Farbmanagementsystem von Edius braucht sich m.E. nicht hinter dem von Resolve zu verstecken. Darum betone ich aber immer wieder, wie wichtig es ist, nach dem sich daraus ergebenden Spielregeln zu arbeiten.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Was wäre, wenn man auf einen Clip zweimal PCC-Filter bringt:

    - Erster PCC: Nur die LUT

    - Zweiter PCC darunter: Farbregelung (Schieberegler, Kurve)

    kurt

    Ich habe mir diese Variante nochmals angesehen. Geht, bringt aber nicht wirklich etwas. Ich bekomme eben den LUT nicht vor den Quellfarbraum, was aber notwendig wäre. Und wenn man nur zwei Mal den PPC anwendet, dann baut man halt eher die doppelte Umrechnung auf - was auch geht aber die Performance des Systems entsprechend verschlechtert.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Ich habe mir diese Variante nochmals angesehen. Geht, bringt aber nicht wirklich etwas. Ich bekomme eben den LUT nicht vor den Quellfarbraum, was aber notwendig wäre. Und wenn man nur zwei Mal den PPC anwendet, dann baut man halt eher die doppelte Umrechnung auf - was auch geht aber die Performance des Systems entsprechend verschlechtert.

    Absurderweise macht das aber genau FCPX. Siehe den Slashcam Test:


    FCPX 10.4.1 erkennt beim Import des ProRes RAW Materials automatisch, von welcher Kamera das RAW-Material stammt und legt defaultmässig sowohl die entsprechende RAW-LOG Konversion als auch die entsprechende LUT an.


    [Blockierte Grafik: https://www.slashcam.de/images/texte/1681--LOGLUT-LOGLUT-600.jpg]

    Da in unserem Fall mit der Panasonic EVA1 aufgenommen wurde also die RAW-Konversion nach V-LOG und die entsprechende Panasonic V-LOG LUT.

    Allerdings gehen in Edius die offenbar vorhandenen Metadaten verloren - dass das Material etwa von der EVA1 ist. Automatisch wird diese raw-log Konversion daher in Edius nicht angewendet, wie das in FCPX der Fall ist.


    Muss aber logischerweise bedeuten, dass Edius sehr wohl eine Konversion macht - und zwar von raw zu rec2020/hlg. Das scheint mir dann willkürlich so festgelegt worden zu sein. OB dabei von Edius berücksichtigt wird, ob das raw nun von einer EVA1 oder von einer FS7 stammt, DAS wäre hier die spannende Frage. Müsste eigentlich so sein wenn Edius hier alles richtig macht.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • 1) Ich bekomme eben den LUT nicht vor den Quellfarbraum, was aber notwendig wäre.

    2) Und wenn man nur zwei Mal den PPC anwendet, dann baut man halt eher die doppelte Umrechnung auf - was auch geht aber die Performance des Systems entsprechend verschlechtert.

    ad 1) Das ist wohl des Pudels Kern (bei det janze).

    ad 2) Performance: Das interessiert mich genauer. Eigentlich sollte an den Umrechnungen (diese alleine betrachtet) die Performance nicht leiden: Im ersten PCC erfolgt nur die Berechnung der LUT, im zweiten PCC die Berechnung des Restes - versus beide Berechnungen gemeinsam in einem einzigen PCC. Es sollte also nur derjenige Overhead bemerkbar sein, der durch den zweiten Aufruf des PCC entsteht. Vergleichbar mit dem Layouter und dem nachfolgenden Aufruf des Effektes Umwandeln (ohne im Effekt Umwandeln irgendwelche Parameter zu verändern).

    Mit irgendeiner Testvariante sollte man das "messen" können.

    Gruß kurt

    WIN-10/64 PRO, DropBox, EDIUS-9.51 (5619)-WG, RESOLVE-16.1.1 Studio, Adobe InDesign u.a

  • ad 2) Performance: Das interessiert mich genauer.

    Hallo:


    Testaufbau:

    1) Clip (mit Sony-log wie früher erwähnt) in Schleifenablauf (STRG+Leertaste) und Taskmanager/Leistung gestartet.

    2) Drei Situationen:

    a) Clip ohne PCC.

    b) Clip mit einer PCC (S-log Autoerkennung plus Farbkorrektur mit Schiebereglern).

    c) Clip mit zwei PCC (S-log Autoerkennung im ersten PCC, idente Farbkorrektur im zweiten PCC).


    Ergebnisse:

    * Durchschnittliche CPU-Auslastung:

    a) CPU-Auslastung = 100%.


    b) CPU-Auslastung = 93%

    // 7% weniger als a).


    c) CPU-Auslastung = 86%

    // 14% weniger als a), 7% weniger als b).


    * Ein Blick auf den Pufferwert zeigt (zusätzlich), dass c) gegenüber b) - und erst recht gegenüber a) - signifikanten (Mess-)Einfluss auf das Playback aufweist.

    * Visuell wird der Playbackeinfluss gefühlt weniger stark empfunden, als die CPU-Auslastungswerte vermuten lassen.


    Gruß kurt

    WIN-10/64 PRO, DropBox, EDIUS-9.51 (5619)-WG, RESOLVE-16.1.1 Studio, Adobe InDesign u.a