Neue Festplatte: Schreibgeschwindigkeit sehr unterschiedlich - aber eindeutig zu langsam

  • Komisch ich habe die WD Red wegen NAS gekauft, weil die Red extra für vielfaches Starten im NAS vorgesehen sei. Für Dauerbetrieb waren doch Black oder Blue.


    Zumal die Red teilweise nur 5400 Um/Min haben. Ich hatte extra die 7200er WD Red Pro gekauft. Im großen NAS stecken bei mir 5x 10 TB Iron Wolf bisher alle WD Red und Iron Wolf problemlos. Früher meine kleinen WD mit 400 MB, die haben sich schnell verabschiedet in den 90ern.

  • Ich habe noch 2 kleine NAS (ZyXEL NAS 542) mit je 4 x 4TB in einem sind 2 Toshiba 4 TB und 2 Iron Wolf 4 TB verbaut.

    Raumtemperatur 10°C

    Iron Wolf 4TB 18° C

    Toshiba 29° C

    Das sind Werte ohne Last.

    Alle haben knapp 17.000 Std. Laufzeit hintersich und sind lt. Smart immer noch im grünen Bereich.


    Raumtemperatur 22,5°C

    Iron Wolf 8TB 29 - 24° C - je 4 Stück in einem HP ProLiant Gen 7 bzw. HP ProLiant Gen 8 verbaut.


    MfG

    A-Wolf

  • Ich habe nun die neue Festplatte bekommen.

    Leider muss ich sagen, dass da offenbar ein Serienfehler vorliegt.
    Exakt gleiches Verhalten.



    Ich erinnere nur kurz daran, dass es nicht unbedingt an der Festplatte liegen muss sondern auch an der Datenstruktur liegen kann.

    Gerade weil Du ja in erster Linie massenhaft sehr kleine Dateien hast.


    Viele Grüße

    Peter

  • Komisch ich habe die WD Red wegen NAS gekauft, weil die Red extra für vielfaches Starten im NAS vorgesehen sei. Für Dauerbetrieb waren doch Black oder Blue.

    (...)

    Im großen NAS stecken bei mir 5x 10 TB Iron Wolf bisher alle WD Red und Iron Wolf problemlos.

    Ich will hier keine Diskussion über NAS anzetteln.

    Du hast m. E. alles richtig gemacht mit deiner Festplattenwahl für dein NAS.

    Fachlich ist es in Bezug auf "Dauerbetrieb" so, dass ein NAS durchgehend laufen muss, um mir ständig den Zugriff zu gewähren. Demzufolge habe ich es (Synology) so eingestellt, dass es nur nachts automatisch ausgeschaltet wird. Ansonsten eben Dauerbetrieb in Form von häufigem Hoch- und Herunterfahren der Last.

    5400er sorgen für ein leises NAS und sind nicht langsam, wenn WD Red.

    Ich schneide Videos und bearbeite Fotos, häufig nicht nur für mich allein. Auch unser zweiter PC muss bedient werden, also Zugriff auf das NAS, weil dort die Daten (Filme, Fotos, Dokumente, Rohmaterial vom Biken, Skifahren usw.) vorliegen.

    Die Vorgänge beim Zugriff auf diese Daten erfolgen nicht langsam und benötigen hierbei keine 7200er Platten. Auch nicht für Videoschauen in HD der bearbeiteten Filme o. Ä an mehren angeschlossenen Monitoren.


    Abschließend: Die Festplattentechnik hat sich in den letzten Jahren, wohl auch wegen der SSD-Konkurrenz, durchaus positiv entwickelt.

    Man bekommt für verschiedenen Anwendungsbereiche gute Angebote. Ich bevorzuge Seagate und WD, sowohl bei internen als auch externen Platten. Da ruckelt nichts auf dem Monitor und man muss auch nicht warten, weil die Ladezeiten dauern.

    Gekauft habe ich immer erste Wahl, bei Händlern mit anständigem Service. Bislang keine negativen Erfahrungen!

    WDs "Farbenspiel" halte ich für einen Werbegag, um Ahnungslosen teurere Exemplare zu verkaufen, die sie z. B. am TV anschließen sollen.

    Ich habe einmal einen aktuellen Decoder von Sky geöffnet und eine simple 2.5 mit 5400 Umdrehungen vorgefunden...


    Grüße

    Hansi

  • Ich erinnere nur kurz daran, dass es nicht unbedingt an der Festplatte liegen muss sondern auch an der Datenstruktur liegen kann.

    Gerade weil Du ja in erster Linie massenhaft sehr kleine Dateien hast.

    Das habe ich vorher vergessen zu erwähnen, es sind nicht nur kleine Dateien drauf, sondern auch Videodaten für Projekte, die sozusagen in der "Warteschleife" sind, bis sie - sobald ich das Projekt beginne - auf die SSD verlagert werden, damit ich von dort die entsprechend schnellen Zugriffzeiten für den Videoschnitt habe.


    Beim Test der zweiten Seagate Barracuda (die ich von einem anderen Händler bezogen habe) habe ich nun gesehen, dass zwar kleinere Dateien tendentiell eine Kleinigkeit langsamer sind, aber die drastischen Einbrüche eindeutig zeitabhängig sind. Die Festplatte geht immer wieder in die Knie (bis herunter auf unter 10 MB/ Sek.) erholt sich wieder (auf mehr als 100 MB/ Sek.) und geht wieder runter, bis letztendlich für ein TB so um die 8 Stunden rauskommen. Wenn sie in die Knie geht, ist mal bei kleineren, dann wieder bei großen Dateien.

    Mit einer Seagate Barracuda die schon um die 5 Jahre auf dem Buckel hat, kann ich die gut 900 GB in knapp 3 Stunden transferieren.


    Temperatur - was ich auch noch vergessen habe zu erwähnen - spielt auch keine Rolle, da die Festplatten (sowohl Quelle als auch Ziel) nur gut handwarm werden, also ca. 40°C.


    Der Test mit der Software Atto verlief auch wieder äußerst positiv, siehe Screenshot - aber da muss man sagen, dass dieser Test nach ein paar Minuten abgeschlossen ist, und die Probleme eben erst nach ca. 1/2 Stunde auftreten.

    Seagate-Barracuda_3 TB_Mediamarkt.jpg


    Ich habe den Test nun auch mit einer Toshiba DT01ACA300 (3 TB) gemacht, auch bei der sind keine solchen Einbrüche wie bei der neuen Seagate Barracuda zu bemerken.

    Schöne Grüße, Walter

  • Ich überspiele gerade ~1,25 TB von einer externen USB 3.0 HDD auf die interne SSD in meinen Laptop – mit FreeFileSync 10.17.

    Wenn die Files groß sind (0,0 Elemente/Sek) habe ich Transfer Raten von 115 – 135 MB/Sek

    Bei kleinen - >10 Elemente/Sek fällt die Rate auf ca. 75 MB/Sek.

    Wenn von einem großen File auf ein neues großes „umgeschaltet“ wird fällt die Rate auf ca. 100 MB/Sek. Dies dürfte ein Problem mit den Pufferspeichern (Disk und oder Computer) sein. Wenn ich auf „Pause“ drücke – ein paar Sekunden warte und wieder fortsetze steigt die Rate auf bis zu 300 MB/Sek. Dies dürfte ein Grund für den Geschwindigkeitsabfall sein.

    Beginnend mit ~ 2:35 STD dann auf 3:40 gestiegen bewegt sich die Zein nun bei ~3:00.

    MfG

    A-Wolf

  • Danke Wolf für die Info!


    In der ersten halben Stunde sieht das bei mir ganz ähnlich aus - aber dann fällt eben die Schreibrate immer wieder auf unter 10 MB/sek.
    Das mit dem Pausieren habe ich nicht probiert, aber ich habe einmal komplett gestoppt, weil ich was anderes zu tun hatte und eine Stunde später weitergemacht - da ging es wieder ca. eine halbe Stund gut, so wie bei dir nach der "Pause" - aber dann wieder das gleiche Spiel.


    Die Seagate Barracuda habe ich nun zurückgeschickt - und warte auf eine Toshiba P300 3 TB

    Schöne Grüße, Walter

  • So, nun habe ich die Toshiba PC P300 erhalten, (für € 71,39) und die funktioniert wie erwartet.


    Sowohl beim Kurzzeitest mit ATTO macht sie eine gute Figur,

    Atto-Disk Benchmark Toshiba 3TB.jpg


    als auch beim kopieren von 908 GB mittels FreeFileSync war sie nach nicht einmal 2 Stunden fertig.
    Die Temperatur der HDD war danach ca. 45°C

    Bleibt nur noch zu hoffen, dass ihr auch ein langes Leben beschieden ist :thumbsup:

    Toshiba_3TB_Test_8.jpg

    Schöne Grüße, Walter

  • Danke für die Rückmeldung.

    Eine frage hätte ich noch: waren es die gleichen Daten wie bei der "alten" Festplatte?


    MfG

    A-Wolf

  • Ja, es war jedesmal die gleiche Testumgebung. Der einzige Unterschied ist, dass die Daten auf der Quell-HDD in den knapp zwei Wochen von 905 auf 908 GB "gewachsen" sind.


    Es ist aus meiner Sicht auf jeden Fall ein Systemfehler - zumindest einer größern Charge - (den ich ja zu umgehen versucht habe, indem ich bei verschiedenen Händlern (in Deutschland und Österreich) eingekauft habe.


    Wenn man sich umsieht - Amazon, UserBenchMark usw., ist die Seagate Barracuda eine recht viel verwendete HDD.
    Ich selbst habe ja einige (ältere mit 3TB und 1TB) davon, und habe eine davon bei dieser Gelegenheit cross-gecheckt. Ich bin bisher sehr zufrieden damit, und hatte auch noch nie Ausfälle.

    In diesem Fall stört mich ja auch "nur" der Geschwindigkeitseinbruch bei längerer Transferzeit - der nicht mal der Testsoftware Atto auffällt.:gruebel:
    Da kann man nun wieder trefflich diskutieren, wie aussagekräftig diese Tests sind.
    Da muss nun endlich mal dieses Schild her:
    :nix::teufel:

    Schöne Grüße, Walter

  • Die Testsoftware läuft doch keine 60 Minuten! Die kopiert verschiedene Blocklängen und ist nach wenigen Minuten damit fertig. Das war es dann aber auch schon.


    Ich kaufte neulich einen USB3-Stick mit 128 GB. Von der gleichen Firma hatte ich welche mit 64 GB. Die waren (für USB3-Sticks) relativ flott. Der 128er hatte Einbrüche ohne Ende, er erreichte nicht einmal 20% der Schreibleistung des 64ers. Das Zusammenspiel zwischen Write-Cache des OS, dem Betriebssystem selbst und der Hardware (Controller/Stick) muss nicht immer gelingen. Da hilft dann nur eines: Einpacken und zurück senden. Lösung meines Problems: SDXC-Adapter und 128 GB SDXC-Karte! Damit lief alles wie am Schnürchen und von Haus aus erheblich schneller als ein normaler USB-Stick gleicher Größe. Diesen Tipp gebe ich gerne weiter, die damit Probleme haben.


    Weshalb das so ist? :nix: :roll:

  • ich habe mir die ersten zehn oder zwölf Posts durchgelesen, insofern "sorry", falls das, was ich jetzt dazu schreibe, schon jemand anders erwähnt hat.


    ich verwende, ähnlich wie der OP, HDD für Back ups und benutze dabei meist auch Free File Snyc. Die "Schätzzeiten", die das Tool zwischendurch anzeigt, sind allerdings für die Tonne. Heute Morgen z.B. stand der Wert zwischendurch mal bei 3 Tagen, am Ende waren es 3 Stunden.

  • ich verwende, ähnlich wie der OP, HDD für Back ups und benutze dabei meist auch Free File Snyc. Die "Schätzzeiten", die das Tool zwischendurch anzeigt, sind allerdings für die Tonne. Heute Morgen z.B. stand der Wert zwischendurch mal bei 3 Tagen, am Ende waren es 3 Stunden.

    Ja, das weiß ich natürlich, ich arbeite ja schon einige Jährchen damit.
    Deshalb habe ich auch - bis auf ein paar Ausnahmen - die Sicherung der Daten von zwei HDD bis zum bitteren Ende (ca. 7,5 Stunden) durchlaufen lassen.
    Das ist natürlich zu viel, wenn eine gleich-artige und gleich-preisige HDD das in weniger als 2 Stunden schafft.

    Auch habe ich zwischendurch Screenshots gemacht, wo das von dir beschriebene Verhalten eindeutig dokumentiert ist. Da variieren die Schätzzeiten (die offensichtlich von der gerade aktuellen Übertragungsrate berechnet werden) zwischen 1:30 (am Anfang, wo die HDD mit ca. 180 MB/sek so richtig aufgegeigt hat) und 9 Stunden (nach ca. 30 Minuten, wo die Übertragungsrate teilweise auf unter 3 MB/sek. abgesunken ist.)
    An der Börse würde man von einem sehr volatilen Kurs sprechen :pfeifen:

    Schöne Grüße, Walter