Filmen auf Urlaubsreisen- kannste vergessen

  • Hallo Bruno,

    Du machst also Urlaub daheim.

    Wollte das so nicht festnageln, sondern beispielhaft erzählen was ich in einer

    touristisch ausgelasteten Stadt alles sehe und weil ich es sehe komme ich nicht ohne Video/Foto zurück.

    Ich könnte jetzt meine bevorzugten Europa-Reiseziele in Frankreich oder Polen aufzählen, tue ich aber

    jetzt nicht, weil es dort so wenig Leute gibt die einen weder bei der Erholung noch bei dem Video/Foto-

    Hobby stören. Gehe mal davon aus, dass in noch mehr drauf habe als ich in einem Dreizeiler offenbare,

    z.B. Naturfilmer, Dokumentarfilmer usw. ...

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...


  • Weniger Technikwahn und dafür mehr auf den Film selber konzentrieren.


    Und öfter mal woanders hin schauen als die Massen.


    Wozu ständig nur die Sehenswürdigkeiten zeigen, die ohnehin in jedem Video und auf jeder Postkarte vorhanden sind?


    Das wirkliche Leben im jeweiligen Land spielt neben bzw. abseits der Sehenwürdigkeiten.

    Das ist doch viel interessanter.


    Man kann an jedem Uraubsort - und sei er noch so touristisch überlaufen - mit wenig Aufwand einen guten Film machen.


    Dazu reicht im Extremfall technikseits eine Comsumer-Videokamera und ein Schnurstativ.

    Das Entscheidende ist ohnehin das Können des Filmemachers.

    Das wiederum wird bei Spontanaufnahmen durch zu viel Technik oftmals eher behindert als gefördert.


    Viele Grüße

    Peter

  • Das Entscheidende ist ohnehin das Können des Filmemachers.

    volle Zustimmung Peter! Ein ganz gewöhnlicher Camcorder/DSLR mit gutem Stabi reicht völlig!

    Gruß Paul

  • T

    Pavel Kaplun und andere Fotografen und Filmer (siehe Angebote im Netz) bieten fachlich begleitete Reisen in die weite Welt an, die ambitionierte Filmer und Fotografen eher befriedigen könnten - aber eben nicht ohne Bezahlung oder auffällig "billig".

    Hansi

    Pavel Kaplun wäre gut, macht aber nur Fotoreisen und für Reisen für Videographen habe ich im Netz keine entsprechenden Angebote gefunden.

    :computer::wallbash::thumbsup::stolz:

  • Um einen Film über das wahre Leben der Einheimischen zu machen brauchts ein Entre´über persönliche Beziehungen vor Ort zu den Leuten.

    Irgend ein unspektakuläres Dokuthema, das im Grunde keinen wirklich interessiert, ambitioniert mich nicht.


    Ich bin ein stark visueller Mensch und mehr auf ausdrucksstarke ästhetische Bilder und Szenen fixiert.

    Wo dies Landschaften und Städte/Architektur bieten, die normal erreichbar sind, ist es halt überlaufen.

    :computer::wallbash::thumbsup::stolz:

  • Um einen Film über das wahre Leben der Einheimischen zu machen brauchts ein Entre´über persönliche Beziehungen vor Ort zu den Leuten.

    Hier zum Beispiel ist es sehr angenehm: https://www.limoneto.it/de/

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Ich bin ein stark visueller Mensch und mehr auf ausdrucksstarke ästhetische Bilder und Szenen fixiert.

    Wo dies Landschaften und Städte/Architektur bieten, die normal erreichbar sind, ist es halt überlaufen.


    Nur wenn man blind der Masse hinterher trottet anstatt mal nach rechts oder links abzubiegen. :-)


    Egal ob körperlich oder gedanklich. :-)


    Viele Grüße

    Peter

  • Das wirkliche Leben im jeweiligen Land spielt neben bzw. abseits der Sehenwürdigkeiten.

    Das ist doch viel interessanter.

    Schon richtig. Aber da muss halt die gewählte Form des Urlaubs bereits dazu passen um "das wirkliche Leben" überhaupt einfangen zu können. Und das spielt es nicht unbedingt. Denn wenn ich in ein Land fahre will ich mir das Land ja auch ansehen - Sehenswürdigkeiten besuchen etc. Da werde ich nicht unbedingt die Zeit haben, die Beziehungen zu Einheimischen aufzubauen, was ich aber brauche um "das wirkliche Leben" filmisch zeigen zu können.


    Entweder haben wir ein unterschiedliches Verständnis darüber was das wirkliche Leben bedeutet. Oder aber schätzen den Aufwand um so etwas filmisch einzufangen sehr sehr unterschiedlich ein. So schön so etwas auch wäre.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Das alles überlegt man sich doch vorher und man weiß auch vorher, dass man Zeit und Raum benötigt, wenn man sein Equipment voll einsetzen will.

    So etwas bemerkt man dann doch nicht erst vor Ort.

    Gruß


    Hans-Jürgen

  • Schon richtig. Aber da muss halt die gewählte Form des Urlaubs bereits dazu passen um "das wirkliche Leben" überhaupt einfangen zu können. Und das spielt es nicht unbedingt. Denn wenn ich in ein Land fahre will ich mir das Land ja auch ansehen - Sehenswürdigkeiten besuchen etc. Da werde ich nicht unbedingt die Zeit haben, die Beziehungen zu Einheimischen aufzubauen, was ich aber brauche um "das wirkliche Leben" filmisch zeigen zu können.


    Entweder haben wir ein unterschiedliches Verständnis darüber was das wirkliche Leben bedeutet. Oder aber schätzen den Aufwand um so etwas filmisch einzufangen sehr sehr unterschiedlich ein. So schön so etwas auch wäre.



    Och ... wenn ich vor eine Kirche stehe, die gerade von 1000 anderen Leuten fotografiert wird, dann reicht es oft, sich um 90 Grad zu drehen und in ein kleines Gässchen zu latschen.

    Da sieht es dann schon ganz anders aus.


    Für die Kirche, die ohnehin schon jeder kennt, reicht dann ein Foto.

    Das Gässchen jedoch, erzählt viel mehr. :-)


    Viele Grüße

    Peter

  • Das Gässchen jedoch, erzählt viel mehr. :-)

    :yes:

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Ich war so frei und habe das youtube Video mal in den Showroom verschoben. Dort passt es einfach besser.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Ich mache im Urlaub einfach nur Urlaub. Ab und an ein paar Aufnahmen und gut ist.

    Den Aufwand den hier einige betreiben würde mir den Urlaub versäuern.

  • Ich war so frei und habe das youtube Video mal in den Showroom verschoben. Dort passt es einfach besser.

    Aber mein dazugehöriger Text hätte in diesen thread besser gepasst.

    :computer::wallbash::thumbsup::stolz:

  • Um einen Film über das wahre Leben der Einheimischen zu machen brauchts ein Entre´über persönliche Beziehungen vor Ort zu den Leuten.

    Ich halte es für geradezu unmöglich, soetwas auf einer Urlaubsreise machen zu wollen. Das bedarf einiges an Vorbereitung und sehr viel Zeit vor Ort. Außerdem sollte man - wenn es wirklich gut werden soll - die Landessprache beherrschen. Nicht immer funktioniert das über eine gemeinsame "Drittsprache" wie englisch.

  • Ich mache im Urlaub einfach nur Urlaub. Ab und an ein paar Aufnahmen und gut ist.

    Den Aufwand den hier einige betreiben würde mir den Urlaub versäuern.


    Es ist gut so, dass nicht alle die gleichen Interessen haben. Und noch besser ist es, diesen Umstand zu tolerieren... :sir:

  • Außerdem sollte man - wenn es wirklich gut werden soll - die Landessprache beherrschen. Nicht immer funktioniert das über eine gemeinsame "Drittsprache" wie englisch.

    Dem kann ich nur beipflichten.

    Andererseits fällt mir da eine wirklich sehr unterhaltsame Situation ein:


    Wir waren 1980 mit einem französischen Pärchen auf Amantani - einer Insel am Titicacasee - für ein paar Tage bei Indios einquartiert.
    Da wollten natürlich die Indio-Frau und die Französin gerne miteinander reden.
    Problem war, dass die Indio Frau nur Quechua (ein Indio-Dialekt) und die Französin nur französisch sprach.

    • Also stellte die Indio-Frau die Frage ihrem Mann auf Quechua
    • Er stellte sie mir auf Spanisch
    • Ich sagte es meinem Freund auf Deutsch
    • Mein Freund sagte es dem Franzosen auf Englisch
    • Und der seiner Freundin auf Französisch

    Und dann kam die Anwort in der umgekehrten Richtung.
    Es ist aber nicht überliefert, ob da auch wirklich immer das Richtige angekommen ist :gruebel: - eins weiß ich aber noch ganz genau: Es waren extrem lustige Gespräche. :thumbsup:


    Interessanter ist aber natürlich - wenn man die Landessprache beherrscht.
    Hier fällt mir eine Situation auf Borneo ein, wo sich ein ein holländischer Anthropologiestudent für drei Wochen bei uns angehängt hatte (zuerst empfanden wir das ein wenig lästig - aber Globetrotter helfen sich ja untereinander). Wir gingen, bzw fuhren mit dem Boot von Langhaus zu Langhaus, wo aber nur vereinzelt jemand englisch sprach.
    Der Holländer hatte im Zuge seines Studiums Bahasa Indonesia gelernt - eine Dachsprache für mehrere regionale Sprachen - und konnte sich so mit den Einheimischen unterhalten, und uns unschätzbar unterstützen.
    Nachträglich weiß ich nicht, was wir ohne ihn getan hätten.
    Zeichensprache natürlich - aber das ist halt sehr begrenzt.

    Schöne Grüße, Walter

  • Och ... wenn ich vor eine Kirche stehe, die gerade von 1000 anderen Leuten fotografiert wird, dann reicht es oft, sich um 90 Grad zu drehen und in ein kleines Gässchen zu latschen.

    Da sieht es dann schon ganz anders aus.


    Für die Kirche, die ohnehin schon jeder kennt, reicht dann ein Foto.

    Das Gässchen jedoch, erzählt viel mehr. :-)


    Das kleine Gässchen zeigt zwar sicherlich keinen tieferen Einblick in das Leben der Leute vor Ort, aber es zeigt die Ansichten abseits der großen Touristenziele.


    Meiner Meinung nach kann man an solchen Orten die interessanteren Storys generieren. Vor allem Storys deren Inhalte man nicht schon zigmal gesehen hat so wie die Storys über viele große touristische Ziele und Sehenswürdigkeiten.

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