Drohne leihen

  • Hat jemand positive oder negative Erfahrungen mit der Anmietung von Drohnen gemacht? Irgendwelche Fallstricke, über die man stolpern könnte?


    Ich tendiere im Moment dazu, von einem Kauf abzusehen und mir eine Drohne immer nur dann auszuleihen, wenn ich sie wirklich brauche, also im Normalfall dreimal im Jahr für einen Zeitraum von maximal einem Monat.


    Danke

  • Damit kann man Glück oder auch Pech haben.


    Im professionellen Bereich ist es oft sinnvoll sich ein „professionelles Gerät“ zu mieten. Hier kann der Verleiher davon ausgehen, dass der professionelle Pilot auch professionell damit umgeht. Ich glaube nicht, dass man die „Einsteigerdrohnen“ so ohne weiteres mieten kann. Bzw. geht man im Hobbybereich einfach das Risiko ein, dass mit dem Gerät vorher ein „Bruchpilot“ oder anders ausgedrückt ein Anfänger unterwegs war.


    Da kann man Glück haben, dass nichts passiert ist oder wenn, dass es wieder repariert ist. Oder man hat Pech und bekommt so einen „Geiersturzflug“-Gerät und wundert sich, warum der nicht so läuft, wie er sollte. Dabei geht man als Anfänger noch das Risiko ein, dass man noch nicht abschätzen kann, ob der Kopter in Ordnung ist oder nicht. (Hat der Pilot die Akkus immer leergelutscht, also bis der Kopter notlandet? Ist der Vorgänger schon ein paar Mal gegen die Wand oder einen Baum geflogen, dass Motorlager unrund laufen oder der Gimbal ab bestimmter Stellung zappelt?)


    Deshalb würde ich mir gerade im Hobbybereich, wo der Kopter (MavicMini) nicht die Welt kostet lieber ein neues Gerät kaufen, über das ich dann auch die Kontrolle habe, was zwischenzeitlich damit passiert.


    Was anderes ist wie gesagt der Profibereich.

  • also, ich weiß nicht, ob man immer alles gleich so negativ sehen muß:


    klar kann es Dir, wie bei jedem Gebraucht-Kauf und bei jeder Gebraucht-Miete passieren, daß Du Schrott bekommst. Andererseits gibt es aber doch in Deutschland viele weitestgehende funktionierende Systeme: Anmietung von Kfz, Verkauf von gebrauchten Kfz, eBay, um nur einige zu nennen.


    Der Händler, den ich mir ausgesucht habe, bietet an, daß Mängel an einer Drohne innerhalb von drei Tagen nach Erhalt des Geräts gemeldet werden können. Drei Tage sollten m.E. genügen, um zumindest sichtbare Schäden zu bemerken und auch erste Flugtests zu machen. Im Übrigen bin ich mir ziemlich sicher, daß der Händler nach Rücksendung einer Drohne und somit vor einer Neuvermietung selbst den oder ein anderen Test wird durchführen wollen - und dabei bestimmt mehr Erfahrung hat als ich. Im Übrigen sind etwaige Reparaturkosten zur Hälfte durch eine Versicherung abgedeckt - Reparaturkosten, die bei einem Neugerät, daß ich mir kaufe, also ungleich höher wären.


    Der angesprochene Mavic Mini kostet in der halbwegs nutzbaren Ausstattung 500 €, zzgl. 30 € Versicherung / Jahr bei 300 € SB. Für drei Jahre käme ich also auf 590 €. Acht Anmietungen wiederum (was bei meinem Nutzerprofil, s.o.) ebenfalls einem Zeitraum von etwa drei Jahren entspräche, kosten inklusive Versicherung 560 €. Es bliebe also selbst dann noch (etwas) Luft, wenn die Preise im Laufe der Jahre erhöht würden. Mit dem vierten Jahr hätte ich dann einen finanziellen Vorteil, keine Frage.


    Vielleicht habe ich meinen einleitenden Thread ja auch nicht präzise genug formuliert: mir war und ist natürlich klar, daß eine Anmietung (nicht nur von Drohnen) immer mit Risiken verbunden ist und deswegen habe ich mir natürlich auch dahingehende Gedanken gemacht. Ich wollte eigentlich wissen, ob jemand hier im Forum persönliche Erfahrungen mit der Anmietung von Drohnen hat, wobei der Hinweis von Homer1 (Differenzierung zwischen Hobby- und Profi-Fliegern) in jedem Fall hilfreich für mich war.

  • Ja bei Kfz da muss man schon einmal einen Führerschein besitzen, was dann Parkrämpler weitgehend außen vor hält. Bei der Consumerdrohne probiert jeder mal gerne.


    Ob das dann am Anfang vor Baumunfällen schützt? Oder ob man dann in der Wohnung mal kurz probefliegt und die Helligkeit im Raum dann die Sensoren veranlasst gegen eine Wand auszuweichen? Was der Anfänger halt alles fürn Unfug treibt.


    Sicher kann auch alles ok sein, aber der Hobbyflieger/Anfänger der gerade mal ausprobieren möchte und wenig Erfahrung hat, ist ehr geneigt aus Unwissenheit ungünstige Betriebszustände zu wählen. Seiten verwechseln bei entgegengesetztem Flug. Fehleinschätzung eines Abstands usw.


    Da wird jeder Verleiher sein Bestmögliches tun, aber wovon er nichts weiß?


    Wird beispielsweise der Motor öfter blockiert, vielleicht durch Gegenstände im Weg oder Abstürze, so sollten sich die Motoren notabschalten. Passiert das oft genug, dann mag der Motor beim Lauftest einwandfrei funktionieren. Trotzdem kann dann im Dauerbetrieb eine Belastung erfolgen, die den Motor versagen lässt. Ja, man ist versichert. Trotzdem möchte ich nicht in die Situation kommen, dass sowas passiert, weil ich nicht wusste, dass der Kopter schon 20 Mal auf dem Rasen spurlos abgestürzt ist oder einfach nur die Rotorblätter ersetzt wurden.


    Den Kopter, den ich gekauft habe und fliege, da weiß ich ob der 3x oder 50x wo vor gebrettert ist oder nur mal die Blätter vom Baum rasiert hat ohne abzustürzen.

    Mag sein, dass wenige sowas kümmert, aber ich weiß halt durch „Clubarbeit“, dass es Piloten a und Piloten b gibt.

  • Der angesprochene Mavic Mini kostet in der halbwegs nutzbaren Ausstattung 500 €, zzgl. 30 € Versicherung / Jahr bei 300 € SB. Für drei Jahre käme ich also auf 590 €. Acht Anmietungen wiederum (was bei meinem Nutzerprofil, s.o.) ebenfalls einem Zeitraum von etwa drei Jahren entspräche, kosten inklusive Versicherung 560 €.

    Die 30 € Preisdifferenz über drei Jahre wären für mich kein Kriterium; da gibt es sicherlich auch mal ein Sonderangebot, das mehr Ersparnis bringt (wenn einem diese wirklich wichtig ist).


    Auch würde ich persönlich nicht von einer Nutzungsdauer von drei Jahren ausgehen, denn erstens gibt es bis dahin vermutlich neuere/bessere Modelle und zweitens kann man schlecht abschätzen, wie die Gesetzeslage dann aussieht (also ob dann für den Amateur Drohnenaufnahmen noch "machbar" sind bzw. ob und wie ein in Zukunft eventuell notwendiger Drohnenführerschein die Kostenkalkulation ändert).

    Greetings,
    ro_max


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  • aber genau das spricht ja (wie gesagt, nur bei meinem persönlichen Nutzerprofil) für ein Leihen und gegen ein Kaufen: ich kann, wenn ich denn will, immer wieder auf neuere Produkte umsteigen und falls sich die Gesetzeslage so ändert, daß (wiederum nur für mich persönlich) die Nutzung einer Drohne keinen Sinn mehr macht, dann habe ich kein Teil, das ich nicht mehr brauche, im Schrank rumliegen


    Tatsächlich habe ich vor, bei einer Leihe eine etwas bessere Drohne zu mieten, als die Mavic Mini und insofern würde ich auch in dieser Hinsicht profitieren - m.E. macht es einfach keinen Sinn, für einen Einsatz von jeweils nur wenigen (Film)Minuten pro Jahr 500 € oder noch mehr für eine neue Drohne auszugeben

  • aber genau das spricht ja (wie gesagt, nur bei meinem persönlichen Nutzerprofil) für ein Leihen und gegen ein Kaufen:

    Ich habe mich in #5 weder für das Leihen noch das Kaufen ausgesprochen, sondern nur die Vergleichs- bzw. Kalkulationsgrundlage "hinterfragt". ;)


    Du hast in diesem Thread nach persönlichen Erfahrungen mit dem Mieten (Leihe ist das ja nicht, da nicht unentgeltlich) von Drohnen gefragt und ich denke, dass nur wenige eine so preiswerte Drohne wie die Mavic Mini mieten würden.

    Für mich wäre auch nicht nur die reine Nettofilmzeit von Bedeutung, sondern auch die Übungs- und Einarbeitungszeit mit so einem Ding. So wie ich es mitbekommen habe, fliegt sich z.B. die Mavic Mini leichter als kleine Spielzeugmulticopter, aber ich denke, etwas Übung braucht es schon (bei den billigen Spielzeugfliegern bin ich immer eher überrascht, wenn ich einen Flug ohne Crash beenden kann; normal ist bei mir die "Landung" durch Absturz oder Kollision).

    Greetings,
    ro_max


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  • auch da sehe ich mich persönlich kein Problem: ein Monat Mindestmietzeit bedeutet, je nach Dauer des Urlaubs, 10 - 15 Tage "Vorlauf". Und so ich reise, habe ich auch während des Urlaubs immer wieder Zeit, um zu üben.

  • Ist doch alles kein Problem. Man muss ja nur die unterschiedlichen Argumentationen kennen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.


    Mit dem Recht das hat schon was auf sich, denn Mitte des Jahres treten schon wieder Änderungen in Kraft. Teilweise steht da auch noch mehr über die Zeit an.


    Übrigens kann die Praxis auch anders als die Theorie aussehen. Man sagt, dass man die Steuersticks nur loslassen muss, um den Kopter am Ort verweilen zu lassen.


    In der Praxis kann es auch passieren, dass man reflexartig reagiert anstatt die Steuerknüppel einfach los zu lassen. Auch ist die Akkuladung mit zu berücksichtigen, denn man kann auch den Knüppel loslassen und der Kopter ist unter Baumästen, einem Vorsprung. Dann leitet der Kopter auf einmal ein „Return To Home“ ein und klatscht unter das Hindernis bzw reagiert nicht mehr auf Steuerinformationen, weil er sich in einer Automatik befindet. (die abbrechbar sein kann, aber nicht sein muss je nach Akkustand und Reaktionsvermögen des Piloten). Theorie ist gut, die Praxis zeigt Facetten.

  • Der größte Unterschied zwischen Kaufen und Mieten besteht darin, dass einem der gekaufte Gegenstand gehört, der gemietete aber egal wieviel bezahlt wurde nie. Rechnet man nun zum Mietpreis den Restwert eines gekauften Gegenstandes dazu zahlt sich die Miete sicher nicht aus.

    vg Ian

  • Im Übrigen sind etwaige Reparaturkosten zur Hälfte durch eine Versicherung abgedeckt

    es stellt sich die Frage, wie hoch die Hälfte dann sein werden. Bekanntlich können Reparaturen deutlich höher ausfallen wie der Neupreis.


    Grüße

  • es stellt sich die Frage, wie hoch die Hälfte dann sein werden. Bekanntlich können Reparaturen deutlich höher ausfallen wie der Neupreis.


    Grüße

    nix für ungut, aber wer die dann bezahlen würde, ist selbst schuld, AGB hin oder her. Und im Übrigen kannst Du Deine eigene Drohne auch schrotten, dann trägst Du in jedem Fall die gesamten Kosten bzw. den gesamten Preis einer Neuanschaffung.

  • Ich empfehle, sich eine Drohne zu kaufen was im Budget liegt.

    Bei den bisherigen Betrachtungen sollte man berücksichtigen, dass es schließlich nach 3 Jahren auch noch einen Restwert gibt, die mit Sicherheit mehr als die Hälfte des Neupreises beträgt (sofern die Drohne optisch und funktionstechnisch noch i.O.)


    Außerdem habe ich mit der eigenen Drohne ein besseres Gefühl.


    Zudem bietet z.B. DJI für geringes Geld Care Refresh an. D.h. eine einjährige Garantie bei Crashschäden. Voraussetzung die kaputte Drohne oder der übrig gebliebene Haufen Schrott müssen an DJI geschickt werden. Das kann man zweimal machen.


    Grüße

  • Und muss noch für den neuen Vogel dann eine Pauschale bezahlen trotz Care Refresh. Beim ersten Crash etwas weniger als beim zweiten.

  • Und muss noch für den neuen Vogel dann eine Pauschale bezahlen trotz Care Refresh. Beim ersten Crash etwas weniger als beim zweiten.

    Liegt z.B. bei meiner Mavic Mini bei ca. 50 EURO. Damit kann ich leben.


    Grüße

  • Bei den bisherigen Betrachtungen sollte man berücksichtigen, dass es schließlich nach 3 Jahren auch noch einen Restwert gibt, die mit Sicherheit mehr als die Hälfte des Neupreises beträgt

    Mindestens 50% vom Neupreis nach drei Jahren bei einem Gerät, was dann um ein oder zwei Generationen überholt ist, finde ich schon sehr optimistisch. Zu dem Zeitpunkt erwarte ich eher, dass der dann geltende Neupreis sich diesen 50% des Einführungspreises annähert.

    Greetings,
    ro_max


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  • Wenn man sich z.B. die Mavic Air ansieht, dann liegt der Preisvorteil nach über 2 Jahren heute bei ca. 15 Prozent.

    Die Mavic Mini wird aus meiner Sicht (aus verschiedenen Gründen) den jetzigen Preis sehr lange halten.


    Grüße