Zubehör zum Osmo Pocket

  • Der Osmo Pocket von DJI hat sich ja zu einer beliebten (Zusatz)Kamera gemausert. Ich selbst nutze ihn auch ab und an, wenn ich Aufnahmen in der Bewegung machen will, wobei ich da immer noch zwischen dem Osmo Pocket und der Osmo Action schwanke. Da hat jeder gewisse Stärken und Schwächen. Als besonders gelungen empfinde ich Schwenks mit dem Osmo Pocket, weil man am Anfang eine leichte Beschleunigung und am Ende ein Abbremsen hinbekommt.


    Nicht so zufrieden bin ich immer noch mit den Aufnahmen beim Gehen; da verbleibt meist immer noch ein leichtes rhythmisches Wippen (mit 71 bringt auch der Entengang da nicht mehr viel Verbesserung).


    Wir haben darüber mal in einem anderen Forum diskutiert wobei sich zeigte, dass sich das wegen der unterschiedlichen Perspektiven im Bild (Vordergrund- und Hintergrundobjekte) rein technisch nicht vermeiden lässt. Wenn es nicht so viele Drohnen-Hasser geben würde, würde man damit perfekte Fortbewegungsaufnahmen erzielen können (vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie man geräuschlos die Erdanziehung aufheben kann; dann würde es keiner merken, dass da eine Drohne mitfliegt). Aber Spaß beiseite: hat ggf. jemand dieses Teil hier schon mal ausprobieren können ?


    https://www.amazon.de/ULANZI-S…Tragetasche/dp/B07VWNTHKD


    oder mit Halterung fürs Handy: https://www.amazon.de/STARTRC-…r-Smartphon/dp/B07TCMDM9D


    Ist ja nicht teuer, aber ich befürchte, dass das auch nur ein Flopp ist und dann liegt noch so ein ungenutztes Teil bloß zu Hause rum.

    Gruß vobe49

  • Mit diesen Teilen hat das ganze aber nichts mehr mit Pocket zu tun. Mit dem Smartphone zusammen dann die Ausmaße einer DSLR.


    Versuche es doch mal mit einem Skateboard. Draufstellen einen kleinen Schubser und schon geht die Kamerafahrt los.:thumbsup:

    Das leichte rhythmisches Wippen ist dann weg.

  • Hi,


    also ein Gimbal für den Gimbal ^^ (naja nicht ganz).



    Ausprobiert habe ich die Teile auch nicht.

    Aber ob die dort eingesetzte Federung jetzt wirklich in der Lage ist die durch die Schritte hervorgerufenen Bewegungen erfolgreich zu vermindern, wage ich zu bezweifeln. Im ungünstigsten Fall - zu weiche Federung - wird es eher noch schlimmer.


    Aber selbst wenn, ich sehe das wie ollieh, damit verspielt man die Vorteile der OP.



    (vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie man geräuschlos die Erdanziehung aufheben kann;

    Ja, hab ich!!!:jubilie:


    Ein paar mit Helium gefüllte (Luft-)Ballons.:party:


    Ob Du damit dann aber weniger Aufmerksamkeit erregst, wage ich zu bezweifeln. :teufel:



    Gruß

    Peter



  • Diese Befürchtung könnte richtig sein.


    Ich habe mir so ein Teil bestellt gehabt und es letztes Jahr im August während eines Kurzurlaubes ausprobiert - mit mäßigem Erfolg.


    Man muss die Federwirkung mittels eines kleinen Inbusschlüssel durch Vorspannen einer Feder einstellen damit dieses Auf-Ab gedämpft wird. Das Problem dabei ist das eine zu weiche Einstellung das Bild regelrecht hüpfen lässt, eine zu harte Einstellung fast wirkungslos ist.


    Der Bereich wo das Teil funktioniet ist recht schmal und auch mit dem Teil muss man entsprechend ruhig laufen, nicht ganz so ruhig wie ohne, aber Auf-/abbewegungen sind trotzdem noch erkennbar wenn man normal läuft oder gar rennt.


    Ein gewisses Training und eine angepasste Körperhaltung und -Bewegung ist trotzdem nötig, auch mit diesem Teil.




    Mit diesen Teilen hat das ganze aber nichts mehr mit Pocket zu tun. Mit dem Smartphone zusammen dann die Ausmaße einer DSLR.


    Eine DSLR kann man nicht zusammenfalten wie dieses Teil ;)


    Im "Transportzustand" ist die Osmo Pocket damit nur wenig größer und schwerer, das Teil entfaltet sich von alleine. Also nix mit "groß wie eine DSLR"....

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  • Die Idee mit den Heliumballons ist gar nicht so schlecht. Aber dann kann man sich nur von hinten filmen, weil man diese ja ziehen muss :angel: Leider darf man die Heliumflaschen nicht mit in den Flieger nehmen - war also wieder nix :cursing:

  • Ich habe das Teil ein paar mal eingesetzt, nach einige Übung ist das auf und ab fast weg. Aber verwende es kaum noch.


    Unendlich weicher geht es mit der Mavic Mini, damit habe ich lange Strecken ohne einen Hupfer machen können!


    Ein schönen Sonntag und Gesundheit noch gewünscht.


    Dirk PEL

  • 1) Die Idee mit den Heliumballons ist gar nicht so schlecht.

    2) Aber dann kann man sich nur von hinten filmen, weil man diese ja ziehen muss

    1)

    Wenn auch spaßig formuliert, war das durchaus (einigermaßen) ernst gemeint. Vor den heutigen Drohnen gab es durchaus Aufnahmen die aus, bzw. mit Hilfe eines Ballon gemacht wurden. Selbst steuerbare „Zeppeline“ (so ca. 2 - 3 m lang) wurden eingesetzt.

    Ist halt für unsereinen nur kaum umzusetzen. Bei einer Stadtbesichtigung würde man Dich vielleicht nur dumm angucken. Aber versuche mal mit sowas in ein Museum, o.ä. zu kommen. :gruebel:
    Da landest Du dann ganz schnell in einem Einzelzimmer mit schön weichen Wänden. :tanz:


    2)

    Dafür gäbe es auch eine Lösung:

    2 Führungsleinen, in jeder Hand eine, Arme weit ausgebreitet


    Aber: siehe letzter Satz von 1) ;)

  • Ein paar mit Helium gefüllte (Luft-)Ballons

    Wenn man statt Helium Wasserstoff nimmt und oben ein brennendes Sturmfeuerzeug drunterhält, ist man viel schneller wieder unten :party:

    WIN-10/64 PRO, Mercalli, NeatVideo, NB ChromaKeyPro, Audacity, Adobe PS, Movavi VideoConverter

  • Besser ist es noch, wenn du den Wasserstoff mit reinem Sauerstoff im Ballon mischt, dann vertreibt der Rumms wenigstens auch noch die Drohnenhasser :-)

  • Habe die Osmo Pocket und mir dazu eine andere Handyhalterung über Amazon gekauft, wo das Handy seitlich mit dem Handy über den mitgelieferten Stecker verbunden wird

    Auf dem Halter kann man ei Mikrophon oder Sender anbringen und unten den Haltestativgriff anbringen.

    Das Teil ist sehr kompakt, kostet nicht viel und sehr nützlich.

    Was man für die Osmo Pocket unbedingt braucht sind die magnetischen ND Filter.

    Ich halte die Gehaufnahmen mit der Osmo Pocket für sehr brauchbar, wer es ganz perfekt mag kann mit Merkalli in der Post Pro noch nachbessern.

    Durch den festen Weitwinkel ist die Osmo von den Aufnahmeperspektiven naturgemäß eingeschränkt und man oft nicht nah an das Objekt herangehen kann.

    :computer::wallbash::thumbsup::stolz:

  • Man muss sich über die prinzipielle Wirkungsweise eines Gimbals im Klaren sein - im Unterschied zu einer Steadycam.


    Ein Gimbal arbeitet mit drei Achsen. Die vierte Achse, dh die vertikale Achse gleicht ein Gimbal bauartbedingt nicht aus. Um einen kleinen leichten schnell einsatzbereiten Gimbal erfolgreich nutzen zu können, hilft wirklich nur Übung, zB mit einem randvoll gefüllten Wasserglas, um eine möglichst ruhige Gehtechnik zu trainieren. Ein Gimbal für den Gimbal ist keine Lösung.

    Eine Steadycam gleicht durch ihren Federarm zwar die vertikale Bewegung aus, erfordert aber trotzdem sehr viel Übung in der Handhabung und ist natürlich wesentlich aufwendiger, bis diese einsatzbereit ist. Eine Alternative zur Steadycam wäre noch ein Easyrig, welches aber genauso sperrig ist und kräftige Schultern erfordert.

  • Man muss sich über die prinzipielle Wirkungsweise eines Gimbals im Klaren sein - im Unterschied zu einer Steadycam.

    ....

    Ein Gimbal für den Gimbal ist keine Lösung.

    ....

    Eine Steadycam gleicht durch ihren Federarm zwar die vertikale Bewegung aus, erfordert aber trotzdem sehr viel Übung in der Handhabung und ist natürlich wesentlich aufwendiger, bis diese einsatzbereit ist.


    Die oben angefragten Produkte sind im Endeffekt ein Federarm für den Gimbal, sprich der Versuch Gimbal und Steadycam zu kombinieren. Und nicht ein Gimbal für den Gimbal.


    Das funktioniert zwar, aber der Nachteil der Stedaycam (die Übung in der Handhabung) wird durch diese Konstruktion nicht verändert.


    Also kann man das gleich lassen. man "veschlimmbessert" die Sache nur.

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  • Hallo vivavista,

    was das oft verbleibende rhythmische Schwingen beim Laufen mit der Osmo Pocket betrifft hatte ich auch Kontakt mit ProDad. Man hat mir erläutert, dass dieses Schwingen durch die unterschiedliche Wirkung der leichten Auf- und Ab- Bewegung beim Gehen auf nahe und ferne Objekte entsteht. Ursache ist hier der Winkel (und damit die unterschiedliche Höhe) zu den näheren bzw. ferneren Objekte. Wenn man sich eine Videosequenz der Osmo im Gehen mal genau ansieht erkennt man, dass Objekte im Vordergrund kaum schwingen, im Hintergrund dagegen deutlich mehr. Der Support schrieb mir, dass sich das technisch kaum vermeiden lässt, außer man läuft sehr gleichmäßig. Man muss also auch mit der Osmo Pocket schon sehr im Entengang laufen, wenn man dieses Schwingen komplett heraus haben will.


    Ich habe im Übrigen viel mit Mercalli V5 experimentiert und nach einer Möglichkeit gesucht, das Wippen zu glätten. Meine Erfahrung - man bekommt es in keinem Falle so gut weg wie andere ungewollte Kamera-Bewegungen. Probiere mal folgendes aus: laufe mit der Osmo Pocket in einer sehr engen Gasse oder dicht an einer Wand entlang. Da hat man da kaum dieses Wippen. Anders, wenn man sich im offenen Gelände bewegt mit wenig Vordergrundobjekten; da ist das Schwingen viel stärker. Beim Film verlegt man Schienen, auf denen die Kamera geschoben wird. Aber wo nehme ich die im Urlaub her :-(

    Gruß vobe49

  • Und genau um dieses Schwingen abzumildern, sind diese kleinen Stabilisatoren gemacht. Ich habe den zweiten von denen, die Du in Deinem Eingangspost aufgeführt hast und bin damit auch zufrieden. Vorteile von diesem gegenüber dem ebenfalls verlinkten Ulanzi ist zum einen die eigentliche Halterung für die Osmo, die es erlaubt, das Wirless-Modul unten anzusetzen und dann auf dem Handydisplay (gute Halterung ist ebenfalls dran) zu kontrollieren. Mit fortschreitendem Alter kommt einem das kleine Display der Osmo immer kleiner vor und von Bildkomposition kann dann keine Rede mehr sein. Außerdem - und dafür finde ich diese Kombination besonders gut, kann man auf dem Handybildschirm ganz schnell einen Rahmen aufziehen und beim Gehen dann ein Motiv tracken.


    Natürlich muss man sich der physikalischen Grenzen dieser Geräte bewusst sein: Mit der Feder kann die Osmo maximal 7 cm nach oben und unten schwingen, dann kommt der Anschlag!

    Mit gutem Gewissen kann man also von etwa 10 cm Auf- und Abbewegung ausgehen, die mit dem zusätzlichen Stabilisator abgemidlert werden können. Schnelle kurze Bewegungen werden damit naturgemäß besser abgefedert, als langsame gleichmäßige!


    Und was das Argument hinsichtlich der Größe angelangt:

    Mit diesen Teilen hat das ganze aber nichts mehr mit Pocket zu tun. Mit dem Smartphone zusammen dann die Ausmaße einer DSLR.

    da gebe ich Dir recht, ollieh, aber man muss ja nicht beständig beim Gehen filmen! Und wenn man es nicht benötigt, packt man das gute Stück einfach in die Tasche und hat immer noch die Osmo in Duplo-Größe!


    Im Dezember / Januar hatten wir eine Austauschschülerin zu Besuch, mit der wir eine ganze Reihe von Ausflügen unternommen haben. Meine Familie ist die Verzögerungen durch meine Filmerei gewohnt, hier wollte ich schnell arbeiten können und habe fast nur mit der Osmo und meinem Handy (Mate 20 Pro) gefilmt. - Zumindest eine gute Behelfslösung, was mir dann fehlte, war ein gutes Tele... ;)

  • Hallo Matthes,

    habe das Teil nach unserem gestrigen Telefonat bestellt; soll wohl auch schon morgen geliefert werden. Wie bei mir üblich, werde ich es danach intensiv testen und kann dann sicher mehr dazu sagen. Der Preis ist ja sehr moderat; da kann man nicht viel falsch machen. Und außerdem stirbt die Hoffnung ja bekanntlich immer zuletzt :-)


    Ich selbst finde, dass Videoaufnahmen mit bewegter Kamera, genau wie auch Aufnahmen mit einem Kopter ein Video sehr aufwerten bzw. interessanter machen. Was solche bewegten Aufnahmen betrifft stören mich kleinere Ruckler weniger als das gleichmäßige Wippen. Ich hatte mal den FeiYouTech1000; da waren die Aufnahmen tatsächlich gleichmäßiger, wie ich gerade noch mal überprüft habe. Liegt wohl auch an dem viel höheren Gewicht (Alpha 6300 und Gimbal). Hier ein alter Test: https://youtu.be/a_bUSCnQ_Ds


    Allerdings war mir schon nach der ersten Reise der Aufwand unterwegs dann doch viel zu groß (auch bei mir langweilt sich dann meine Frau zu Tode). Na gut, sehn wir mal.

  • Ich selbst finde, dass Videoaufnahmen mit bewegter Kamera, genau wie auch Aufnahmen mit einem Kopter ein Video sehr aufwerten bzw. interessanter machen.


    Wobei die Dosis das Gift macht, sprich man darf nicht den kompletten Film nur eine bewegte Kamera sehen. Meiner Meinung nach wird oft übertrieben was eine bewegte Kamera betrifft.


    Ich hatte mal den FeiYouTech1000; da waren die Aufnahmen tatsächlich gleichmäßiger, wie ich gerade noch mal überprüft habe. Liegt wohl auch an dem viel höheren Gewicht (Alpha 6300 und Gimbal).

    ....

    Allerdings war mir schon nach der ersten Reise der Aufwand unterwegs dann doch viel zu groß (auch bei mir langweilt sich dann meine Frau zu Tode). Na gut, sehn wir mal.


    Vor allem wenn man für wenige Aufnahmen immer alles mitschleppt, das nervt irgendwann. Da ist der Osmo Pocket eben groß im Vorteil eben weil er klein und leicht ist.


    Es sollte durchaus machbar sein bspw. einen Osmo Pocket zusammen mit einer kleineren DSLM und einer kompakten Drohne problemlos in einer kompakten Umhängetasche mitzunehmen. Wobei alle Technik einem das kreative Filmen (bisher) nicht abnehmen kann....

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  • MacMedia :"Wobei die Dosis das Gift macht, sprich man darf nicht den kompletten Film nur eine bewegte Kamera sehen. Meiner Meinung nach wird oft übertrieben was eine bewegte Kamera betrifft." (Unterstreichung von mir)


    Und die 100 000-Euro-Fage ist: Wie bestimme ich die "Dosis"?


    Immer wenn beim sehen auffällt, ah, jetzt benutzt er ein Gimbal (Drohne, Jib... usw.) ist der Einsatz falsch. Plötzlich steht die eingesetzte Technik im Zentrum des Films und wirft den Zuschauer aus dem Streifen.


    Ein Gimbal (Drohne usw. ...) ist immer dann sinnvoll eingesetzt. wenn er die Aussage des Films emotional verstärkt und sein Einsatz vom Ablauf der Geschichte her "logisch" ist. Dem Zuschauer fällt erst im Nachhinein auf: Ah, da hatte er wohl ein Gimbal verwendet.


    Beste Grüße, Uli

  • Und die 100 000-Euro-Fage ist: Wie bestimme ich die "Dosis"?


    Die eine und für alles korrekte Dosis wird es nicht geben. Die Frage ansich ist aber Richtig und muss für jeden Fall, sprich jeden Film, jede Szene neu gestellt werden.


    Immer wenn beim sehen auffällt, ah, jetzt benutzt er ein Gimbal (Drohne, Jib... usw.) ist der Einsatz falsch. Plötzlich steht die eingesetzte Technik im Zentrum des Films und wirft den Zuschauer aus dem Streifen.


    Oftmals wird Technik nur deshalb eingesetzt "weil sie eben vorhanden ist" oder auch "weil es eben modern ist" Aufnahmen mit dieser Technik zu machen. Beides ist der beste Weg zu einer "Überdosis" welche i.d.R aber nicht bemerkt wird, weder vom Filmautor noch vom Zuschauer. Letzterer hat sich an inflationäre Bilder von Drohnen, Slidern und Gimbals schon gewöhnt.


    Ein Gimbal (Drohne usw. ...) ist immer dann sinnvoll eingesetzt. wenn er die Aussage des Films emotional verstärkt und sein Einsatz vom Ablauf der Geschichte her "logisch" ist. Dem Zuschauer fällt erst im Nachhinein auf: Ah, da hatte er wohl ein Gimbal verwendet.


    Genau das ist der richtige Weg. Wenn es dem Film dienlich ist. Idealerweise fallen solche Aufnahmen wirklich nicht auf. Gelingt allerdings auch Profis nicht immer und oft hat sich auch bereits eine Art "Subkultur" herausgebildet die von bewegter Kamera quasi lebt.


    Man braucht sich nur die vielen Vlogging-Reisevideos anzusehen die es so im Netz gibt. Dort sind Drohne und Gimbal oftmals inzwischen unverzichtbar und deutlich erkennbar auch unmotiviert im Einsatz nur um "nice" Bilder zu liefern....


    Ein Beispiel ist für mich ein Straßen- bzw. Wegeschild mit Hinweisen und Wegweisern. Früher hätte man sowas nicht einfach nur "platt" abgefilmt um es im Film zu haben da es von sich aus eher ein langweilliges Motiv ist. Nur wenn es symbolisieren soll wo man gerade ist oder wie lange es noch dauert einen bestimmten Ort zu erreichen. ODer wenn man damit visualisieren will das es bspw. in einem bestimmten Waldgebiet Wanderwege und damit auch Tourismus gibt. Aber eben nicht nur weil es ein nettes Motiv ist.


    Man hätte also von vorne herein selektiert. Diese Szene nur in den Film genommen wenn es wirklich wichtig ist.


    Heute haben wir einen Gimbal, können das Schild ohne Probleme umrkreisen, umschweben, es aus einer ungewöhnlichen Perspektive zeigen, die ansich "platte" und somit langweillige Aufnahme aufpeppen, stylisch werden lassen - und schon kommt das Schild in den Film, auch wenn es überhaupt nichts zu Fortentwicklung der Geschichte beiträgt.


    Und genau darin liegt auch das Problem - die meisten Aufnahmen werde ich bspw. einen Gimbal nicht benötigen, außer ich nehme ihn als Stativersatz und erweiterten Bildstabilisator. Somit stellt sich die Frage ob man das Teil bspw. auf einem Urlaubsausflug, einer Wanderung o.ä. andauend mitschleppen soll. Wenn ich die Mehrzahl der Aufnahmen auch anders bekommen kann.


    Und genau da setzt der Vorteil des Osmo Pocket ein. Klein, leicht, er kann ohne Last mit dabei sein. Und ist dann zur Hand wenn man ihn benötigt. Die schlechtere Bildqualität nimmt man dabei dann ggf. in kauf, in den wenigen Szenen fällt das nicht groß auf.

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  • Die Aufnahmen im Netz, von denen du hier immer sprichst, sind für mich aber mit Sicherheit nicht die Richtungseisenden.

    Da ist doch klar, dass jeder sein neues Spielzeug ausprobieren und präsentieren möchte.

    Ich schaue mich da mehr im TV-Bereich um und da sind, bis auf ganz wenige Ausnahmen, Drohnenaufnahmen sehr platziert eingesetzt.

    Gruß


    Hans-Jürgen