Firewire-Schnittstelle für Videokonverter unter Windows 10 nicht mehr unterstützt – Erfahrungsbericht

  • Vor vielen Jahren hatte ich alte Videoaufnahmen mittels des Videokonverters Canopus ADVC300 auf den PC überspielt.

    Das hatte alles gut funktioniert.

    Vor kurzem entdeckte ich noch ein paar alte Videokassetten, die ich noch digitalisieren wollte. Pech gehabt. Unter Windows 10 läuft die benötigte Firewire-Schnittstelle nicht mehr. Bis Windows 7 funktionierte sie noch.

    Ich versuchte vergeblich VirtualBox oder/und VirtualPC zu installieren, um ein älteres Betriebssystem in einer virtuellen Umgebung laufen zu lassen. Es gab Fehlermeldungen, die mir zu kompliziert waren.

    Ich kam auf die Idee, auf die zweite Festplatte das alte 7er Betriebssystem zu installieren. Um sicher zu gehen, dass der ersten Festplatte nichts passiert, zog ich vor der Installation den Stecker zur Platte. Im Rechner-Bios stellte ich die Boot-Priorität um. Die Installation funktionierte problemlos. Ich kann jetzt im Bios schalten, welche Festplatte booten soll (Entweder Windows 10 oder Windows 7).

    Das Resultat: Die Überspielung mit dem Konverter über die Schnittstelle funktionierte tadellos.

    Diese Erfahrung teile ich gern. Sie kann vielleicht dem Einen oder dem Anderen helfen wenn er ein ähnliches Problem hat.


    Es grüßt der Bernd

    Wer einen Fehler findet, der kann ihn behalten.

  • Windows 10 unterstützt sehr wohl die Firewireschnittstelle bei mir.

    Ich habe in den PC die Dawicontrol DC-1394 PCIe Steckkarte mit dem Controller-Chip

    von Texas Instruments der kompatibel zu Windows 10 ist montiert.

    Alle an diese Schnittstelle angeschlossenen DV/HDV/miniDV Band-Camcorder und auch

    der Nikon Dia-/Film-Scanner arbeiten einwandfrei damit zusammen.

    Den Videokonverter Canopus ADVC300 besitze ich nicht.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Windows 10 unterstützt sehr wohl die Firewireschnittstelle

    Stimmt! Habe dazu den 1394_ OHCI_LegacyDriver.msi installiert. Passt!:thumbsup:

    Gruß Heinz

  • Ich danke Euch für die Rückmeldungen.

    Dann habe ich mich offensichtlich geirrt. Mein Computerspezialist hatte mir offensichtlich die falsche Auskunft gegeben.

    Vielleicht liegt es an einer veralteten Firewire-PCI-Karte. Einen funktionierenden Treiber dazu konnte ich nicht finden.

    Ich habe mein Problem allerding anderweitig originell gelöst.


    Es grüßt der Bernd

    Wer einen Fehler findet, der kann ihn behalten.

  • Vielleicht liegt es an einer veralteten Firewire-PCI-Karte. Einen funktionierenden Treiber dazu konnte ich nicht finden.

    Genau daran liegt es, die von mir verbaute Firewirekarte ist kompatibel zu Windows 10, sie braucht keine Treiber,

    W10 erkennt sie von sich aus.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Geh im Internet auf "w??.edius.de" auf die Rubrik "Podcast" unter Pkt 82: "FireWire Treiber für Windows 8/10" und befolge die empfohlene Vorgangsweise. Du kannst damit den FireWire Legacy Treiber problemlos unter Win 10 installieren.


    Gruß


    Karl

  • Geh im Internet auf "w??.edius.de" auf die Rubrik "Podcast" unter Pkt 82: "FireWire Treiber für Windows 8/10" und befolge die empfohlene Vorgangsweise. Du kannst damit den FireWire Legacy Treiber problemlos unter Win 10 installieren.


    Gruß


    Karl

    Ich danke Dir für den Hinweis.

    Diesen Treiber hatte ich schon vorher installiert.

    Er funktioniert nicht mit meiner eingebauten Karte.


    Es grüßt der Bernd

    Wer einen Fehler findet, der kann ihn behalten.

  • Ich habe mein Problem allerding anderweitig originell gelöst.

    Wie denn?
    Vielleicht hilft deine originelle Idee auch jemand anderem.
    Wir sind ein Userforum, das sich gegenseitig hilft.

    Schöne Grüße, Walter

  • Wie denn?
    Vielleicht hilft deine originelle Idee auch jemand anderem.
    Wir sind ein Userforum, das sich gegenseitig hilft.

    Das hat der User doch in seinem Start-Posting beschrieben.

    DV- it's not just a job, it's an adventure!
    (Signatur seit 2004...und das bleibt auch so)


    INFO: Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Das hat der User doch in seinem Start-Posting beschrieben.

    Ups - tschuldige - hatte das Eingangsposting nicht fertig gelesen.

    Schöne Grüße, Walter

  • Wobei ich mich nach wie vor frage, weshalb er nicht den Legacy Treiber benutzt und ggf . eine Firewire Karte kauft.

    Habe ich gemacht , hat 6 Eur gekostet. Geht mit Win10 bestens, man kann alle DV und HDV Geschichten noch einspielen usw.:?: Ohne das Gefummel mit Win7 usw. (DualBoot)

    Gruß Heinz

  • Ansonsten gibt es ja auch schon für ab unter 20,- € bis 40,- € PCIe-Firewirekarten, die auch unter Win 10 funktionieren.

    Bei mir werkelt eine von DeLock mit dem Win 10 Via-Treiber.


    Gruß

    Peter

  • Ansonsten gibt es ja auch schon für ab unter 20,- € bis 40,- € PCIe-Firewirekarten, die auch unter Win 10 funktionieren.

    Habe ich doch schon hier gelistet, unter #2...

    Eine Karte die keine Treiber braucht habe ich bereits 2015 eingebaut, weil sie zu W10 kompatibel

    ist, sie wird vom Betriebssystem erkannt!

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Ein kleiner Tipp, evtl. ist es aber auch ein alter Hut:beer:

    Ich habe auch DV Material über die FireWire Schnittstelle importiert. Da ich das Material hinterher noch nachbearbeiten wollte, habe ich es mit dem Programm 'Scenalyzer LIVE' automatisch in die einzelnen Clips zerlegt und die dann mit meinem NLE bearbeitet. Klappte ganz prima.


    http://www.scenalyzer.com/


    Auch der (ellenlange) Lizenzkey ist in der *.zip Datei kostenlos enthalten, den man bei Scenalyzer einfügen muss.


    Gruß ergo-hh

  • Ich habe auch DV Material über die FireWire Schnittstelle importiert.

    Aber genau die FireWire Schnittstelle funktioniert ja bei Tiroler ja nicht mehr.

    Sein Canopus ADVC 300 ist eine externe "Box", die per Firewire an den PC angeschlossen wird.

  • Aber genau die FireWire Schnittstelle funktioniert ja bei Tiroler ja nicht mehr.

    Laut Beitrag #1 hat er doch aber eine Lösung gefunden :gruebel:


    Gruß ergo-hh

  • Laut Beitrag #1 hat er doch aber eine Lösung gefunden

    Ja, indem er seinen Rechner dafür wahlweise mit einem anderen (Win 7) Betriebssystem startet, welches seine FireWire-Karte unterstützt. Und dann kann er auch die Box benutzen.


    Nur ist das ja auch nicht grade komfortabel den Rechner dann immer hoch- und runterzufahren zu müssen.

  • So dramatisch sehe ich das nicht. Man fährt den Rechner ja nicht ständig rauf und runter. Man kann die DV Bänder ja in einer (oder meinetwegen auch in mehreren) Sitzung(en) überspielen und dann ggfs. mit dem NLE unter WIN10 weitrarbeiten. So habe ich das jedenfalls gemacht.


    Gruß ergo-hh

  • Es ist interessant, eure rege Diskussion mitzuverfolgen.

    Es stört mich nicht, nur noch vereinzelt wahlweise das alte Betriebssystem Win 7 zu starten.

    So viele alte DV-Bänder werde ich wahrscheinlich nicht mehr überspielen müssen.

    Eher stört mich, dass mein Nikonscanner ebenfalls an der alten, nicht Win 10 kompatiblen, Firewire-Steckkarte hängt.

    Den brauch wahrscheinlich noch öfter.

    Deswegen ist der Tip, ganz oben, von Achilles für mich sehr hilfreich.

    Ich habe mir die Dawicontrol DC-1394 PCIe-Karte bestellt, die Win 10 kompatibel ist.


    Danke an dich, Achilles.


    Es grüßt der Bernd

    Wer einen Fehler findet, der kann ihn behalten.

  • Normalerweise würde man ein zweites (älteres) Betriebssystem in einer virtuellen Maschine laufen lassen. Ich habe so diverse "Altsysteme" bis hin zu Win XP am laufen. Problem dabei ist jedoch das eben nicht alle Schnittstellen im Hostsystem durchgereicht werden. USB und Seriell/Paralell sowie CD und FDD sind i.d.R. kein Problem, alles andere schon....


    Ist also zum digitalisieren via Firewire nicht zielführend.


    Ich persönlich habe dafür noch einen älteren Laptop mit FW-Schnittstelle im Einsatz, darauf läuft Win7 und eine Version von Edius 6.0 die hier noch rumlag. Dazu gibt es noch eine ältere Canon XH-A1. Damit kann ich bei Bedarf die alten Bänder überspielen und dann via externer HDD auf den Schnittplatz bringen (und am Laptop ggf. vorsortieren).


    Das analoge Archiv läuft aktuell über eine Decklink-Karte im normalen Schnittrechner und entsprechende Videorecorder. Das größere Problem an der Bänder-Digitalisierung ist m.E. nicht die Schnittstellenproblematik, sondern die alten Bandlaufwerke am Leben zu erhalten - Stichwort alternde Mechanik, veschleißende (aushärtende) Antriebsrollen, Treibriemen, verharzende Lager, austrocknende Elektrolytkondensatoren usw.

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