Erstellen eines Filmkommentars

  • Kommentare sind erwünscht.

    Wenn Du das hier im VT diskutieren möchtest, solltest Du vielleicht auch die Infos direkt hier einstellen und nicht über das Magix-Forum verlinken. Mir wird z.B. die PDF nicht ordentlich angezeigt; allerdings bin ich natürlich auch nicht im Magix-Forum registriert, vielleicht liegt es daran.

    Greetings,
    ro_max


    Grüne Kommentare sind als Mod, der Rest als User geschrieben.
    ----------------------- Meine CGI-Tests auf YouTube. ------------------------

  • Der Text ist eine PDF, also runterladen und die Endung ändern .......

    Bekomme ich im Firefox direkt korrekt angezeigt (also ohne Herunterladen und Ändern der Dateiendung).

    Greetings,
    ro_max


    Grüne Kommentare sind als Mod, der Rest als User geschrieben.
    ----------------------- Meine CGI-Tests auf YouTube. ------------------------

  • der Film

    Habe ich mal kurz hinein geschaut. Sind die Schwankungen in der Kommentarlautstärke gewollt?


    BTW: hinsichtlich der Beine der Chinesinnen gibt es einen Unterschied zwischen "pretty, long legs" und "pretty long legs"; so wie es sich bei ca. 3:15 anhört, haben diese "ziemlich lange Beine"; ich hätte entweder hinter "pretty" eine kurze Pause eingelegt oder es (weniger missverständlich) umformuliert: "their beautiful long legs". Es sei denn, es ist wirklich "ziemlich lange" gemeint.


    Wenn man einen fremdsprachlichen Kommentar schon von einem Muttersprachler gegenchecken lässt, würde ich ggf. auch auf solche Dinge achten.

    Greetings,
    ro_max


    Grüne Kommentare sind als Mod, der Rest als User geschrieben.
    ----------------------- Meine CGI-Tests auf YouTube. ------------------------

  • Hallo,
    mich hat in dem Videotut eher gewundert das nach dem ändern des EQ, also ganz am Ende nicht normalisiert wurde.
    Denn man sieht das ja schon an der Waveform nach dem hinzufügen des EQ das da dann wieder größere Unterschiede in der Lautstärke vorhanden sind...

    Deshalb hätte ich hier erwartet: erst ändern des EQ, dann normalisieren auf -3db.

    Grüßle,
    Steve


  • mich hat in dem Videotut eher gewundert das nach dem ändern des EQ, also ganz am Ende nicht normalisiert wurde.

    Bin da ja ziemlicher Laie. Klärt mich auf: habe noch nie "normalisiert". Verwende nur den Kompressor, dann den Verstärker, dann den EQ.


    Was ist der Unterschied zwischen Verstärker und Normalisieren?

  • Normalisieren bedeutet, dass du alles auf einen von dir vorgegebenen Level pegelst.

    Das soll verhindern, dass es Sprünge im Ton gibt, was schnell passieren kann, wenn du alles manuell einstellst.

    In Premiere Pro gibt es ein sehr gutes Tool, mit dem m an die Lautheit der Timeline visuell sichtbar machen kann und somit den kompletten Ton besser in den Griff bekommt.

    Vielleicht findet sich bei Magie ja ähnliches.

    Gruß


    Hans-Jürgen

  • Hallo,

    Normalisieren bedeutet, dass du alles auf einen von dir vorgegebenen Level pegelst.

    Das soll verhindern, dass es Sprünge im Ton gibt, was schnell passieren kann, wenn du alles manuell einstellst.

    In Premiere Pro gibt es ein sehr gutes Tool, mit dem m an die Lautheit der Timeline visuell sichtbar machen kann und somit den kompletten Ton besser in den Griff bekommt.

    Vielleicht findet sich bei Magie ja ähnliches.

    Hans-Jürgen hat das schon ganz gut erklärt. Es ähnelt dem Schritt den Du mit dem "Verstärken" um +10dB beschrieben hast bei dem eine Spitzenamplitude von ca. -3dB eingestellt war, ist aber vermutlich nicht ganz das gleiche.
    Die Frage ist halt die Reihenfolge... ich würde erst den EQ anwenden, dann den Verstärker um alles auf einem Level zu haben. Evtl. kannst Du auch den Verstärker vor und nach dem EQ setzen, wenn das vom abhören besser passt. Der entscheidende Punkt ist: am Ende sollte Dein Ton einen gleichmäßigen Level haben.
    Aber: mit sehr vielen zwischenschritten kann man ein Signal auch immer mehr versaubeuteln.

    Der nächste Punkt der mich wundert: warum Du Dich nicht mit den integrierten Magix-Sound-Tools von Magix Pro X auseinandersetzt. Denn die werden ja allgemein gelobt. Klar ist Audacity eine tolle freie Audiosoftware und recht easy zu bedienen. Nur: wenn ich alles integriert haben kann, warum sollte ich dann externe Fremdtools nutzen müssen?:gruebel:

    Grüßle,
    Steve

  • Danke für die Aufklärung. Das heisst, Musik würde man niemals normalisieren, man will ja forte und piano Stellen behalten. Jedenfalls bei meiner Klassik, Oper und beim Jazz.


    Beim Kommentar dagegen scheint es sinnvoll, alles auf die gleiche Lautstärke zu bringen. Aber vielleicht will man auch da eher leisere und lautere Partien. Darum normalisiere ich nicht, sonder verstärke, damit der Ton im Schnitt kräfig genug ist.


    Warum ich das alles nicht in Magix mache, sondern in Audacity? Schaut euch mal meine EQ Filterkurve an, wie detailliert und ausgefeilt die ist. In Magix dagegen ist das sehr grob.


    LG


    Berthold

    Filter EQ Mai20.jpg

    Dateien

    • EQ Magix.jpg

      (55,26 kB, 5 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Verstärken ist jede Anhebung eines Signals. Normalisieren ist aber eine Verstärkung die derart erfolgt, dass das Signal in den nutzbaren Bereich passt.


    Grundsätzlich.


    Im Detail gibts dann feine aber relevante Unterschiede. Hat man etwa ein kurzes aber lautes Störgeräusch, und passt nach diesem die Spitze automatisch an, dann bleibt eventuell der Rest zu leise. Verstärkt man manuell, können Teile auch clippen.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


    Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Das heisst, Musik würde man niemals normalisieren, man will ja forte und piano Stellen behalten. Jedenfalls bei meiner Klassik, Oper und beim Jazz.

    Jein. Bei "Deiner" Musik magst Du recht haben. Oft wünscht man sich eine gewisse dynamik in der Musik weil diese dadurch lebendiger wirkt. In der industriellen Musikproduktion wird aber oftmals alles mit Kompressoren und Effekten glatt gebügelt bis zum geht nicht mehr, Hauptsache die Musik hört sich "voll" an.

    Beim Kommentar dagegen scheint es sinnvoll, alles auf die gleiche Lautstärke zu bringen.

    Richtig. Du willst ja letztlich nicht das Deine Zuschauer dauernd lauter oder leiser drehen müssen. Der Kommentar wird da eher durch Inhalte die Erzählweise und die Betonung lebendig.

    Aber vielleicht will man auch da eher leisere und lautere Partien.

    Wozu? -Der Zuschauer soll Dich doch verstehen. Du willst dem doch nix ins Ohr flüstern.;)

    Schaut euch mal meine EQ Filterkurve an, wie detailliert und ausgefeilt die ist. In Magix dagegen ist das sehr grob.

    O.K. wenn da in Magix nicht mehr möglich ist dann leuchtet das ein. Da hätte ich von ProX mehr erwartet. :gruebel:
    Der EQ in Audacity ist tatsächlich wesentlich detailierter.
    Wobei man zugeben muss: das was Du da in Audacity machst muss mit anderer Software vermutlich oftmals in zwei Stufen gemacht werden:

    1. mit nem 31-Band-EQ gezielt Frequenzen rausziehen
    2. mit nem paramterischen EQ eine Frequenzkurve nebst Hi-cut und Low-cut anlegen

    Zwar kann man in nem 31-Band-EQ auch Kurven ziehen, das muss man dann aber meistens einzeln mit jeder Frequenz machen und das ist dann halt aufwändig.

    Verstärken und Normalisieren scheint das gleiche zu sein.

    Kommt vermutlich auf die Einstellungen in Audacity an. Da bin ich nicht mehr drin.

  • Die Schritte für eine erfolgreiche und vor allem reproduzierbare Kommentarbearbeitung (männliche Stimme):


    - DeEsser im Bereich 6 - 10 kHz

    - Butterworth Hochpassfilter bei 100Hz

    - Dynamikverarbeitung -80 dB auf unendlich leise, -20 dB auf -20 dB, 0dB auf -15 dB

    (jeweils etwas an die Mikrofoncharakteristik anpassen)

    - Sprachaussteuerung auf -12 dB

    - Hard Limiter auf -3dB bei 3dB Eingangsverstärkung

    - Parametrischer Equalizer, 6 - 16 kHz um etwa 6dB anheben, bei 150 Hz beginnen abzusenken auf -6dB bei 25 Hz.


    - je nach Bedarf noch Geschwindigkeitsanpassung mit Pitch-Correction. 10% langsamer nimmt bereits gewaltig Hektik aus der Sprache, 10% schneller macht einen langweilig langsamen Kommentar angenehm.


    - zum Schluss alles nochmal durch einen Multiband-Kompressor schicken, der Höhen > 10 kHz und Tiefen < 150 Hz nochmal etwas stärker komprimiert.


    Normalisierung kommt dabei nicht vor denn Normalisierung schafft mehr Probleme als es löst.

    Es normalisiert nach dem lautesten Moment im Ton, sodaß unterschiedliche Spuren bzw. Audiodateien unterschiedlich normalisiert werden und sie dann nur noch mit großem Einzelaufwand miteinander kombiniert werden können.

    Das kann man sehr leicht nachverfolgen, indem man eine lange Kommentardatei nimmt und diese in viele kleine Stücke zerteilt.

    Dann lässt man einmal die lange Datei normalisieren und danach die kurzen Stücke einzeln.

    Es kommen unterschiedlich Ergebnisse dabei raus und die kurzen Stückchen passen nicht mehr zusammen.


    Das ist besonders dann problematisch, wenn man einen Text drei, vier Mal eingesprochen hat und aus diesen Dateien den besten Kommentar zusammenstellen will.


    Deswegen lässt man das Normalisieren lieber weg und arbeitet nur mit Kompressoren.


    Viele Grüße

    Peter

  • Kompressoren machen nur da Sinn, wo es große Pegelschwankungen gibt.

    Normalisieren auf -9 dbFS oder -23 LUSF nach EBU R128 sollte immer zu Schluss gemacht werden, um sie Lautheit auf einen festen Wert zu begrenzen. Normalisieren verändert nicht den Dynamikumfang!!!


    Hier zum nachlesen:


    https://de.wikipedia.org/wiki/EBU-Empfehlung_R_128


    https://thomwettstein.com/dezi…fs-r128-crest-faktor-dbu/

    Gruß Peter

  • Ich empfehle hier mal folgendes EDIUS Audio-Tutorial sich mitdenkend anzusehen:

    https://www.youtube.com/watch?v=Uc0LvQFN8k4

    Es dauert etwa 38 Minuten...

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Kompressoren machen nur da Sinn, wo es große Pegelschwankungen gibt.

    Wenn diese nicht gewünscht sind, bspw. wegen Umgebungsgeräuschen und unterschiedlicher Wiedergabegeräte (der eine hört mit einer guten Surroundanlage PC, der andere am Handy...) dann wird komprimiert.


    Dadurch steigt die Sprachverständlichkeit.


    Siehe auch das was viele Radiosender machen, da wird alles totkomprimiert und es gibt keine Lautstärkeschwankungen. Dafür ist die Dynamik beim Teufel...


    Es hängt also davon ab was man möchte und braucht, zudem ist Kompressor ja nicht gleich Kompressor. Ganz sanft kann das durchaus Sinn machen, man kann aber auch jegliche Sprachdynamik totkomprimieren (und Musik sowieso).



    .

    Normalisieren auf -9 dbFS oder -23 LUSF nach EBU R128 sollte immer zu Schluss gemacht werden, um sie Lautheit auf einen festen Wert zu begrenzen. Normalisieren verändert nicht den Dynamikumfang!!!


    Das stimmt absolut.


    Die Lautheit nach EBU R.128 hat man ja im TV erst vor einigen Jahren eingeführt eben um eine größtmögliche Dynamik zu bekommen. Davor waren im Sendeweg auch Kompressoren der Standard und man hat Dynamik rauskomprimiert.


    Problem ist das nur wenige Programme eine Messung der Lautheit nach R.128 beherrschen, i.d.R. nur Programme welche auch professionell eingesetzt werden. Edius bspw. kann in der Workgroup-Version eine Lautheitsmessung, in der Pro-Version geht das nicht....


    Normalisieren auf -9dB oder -10dB macht absolut Sinn - bzw. eben beim Ton abmischen darauf achten in den Bereich von -9dB zu kommen. Auch für Musik und Geräusche, dann sind keine gravierenden Tonsprünge drin.

    Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar

  • Siehe auch das was viele Radiosender machen, da wird alles totkomprimiert und es gibt keine Lautstärkeschwankungen. Dafür ist die Dynamik beim Teufel...

    Stimmt.


    Außerdem kann ein übertriebener Kompressor auch "Pumpen" erzeugen. Und das hört sich dann extrem schlecht an.

    Deshalb da mit Fingerspitzengefühl rangehen.




    - Parametrischer Equalizer, 6 - 16 kHz um etwa 6dB anheben, bei 150 Hz beginnen abzusenken auf -6dB bei 25 Hz.

    Aus meiner Sicht sehr wichtig: einen parametrischen EQ benutzen.

    Denn dort können die Frequenzen genau geregelt werden. Ein grafischer EQ hat fest eingestellte Bänder und eignet sich eher für die Raumakustik.



    Jede Stimme ist etwas anders und deshalb muss man dann auch etwas "suchen".


    Einer Anhebung im Bassbereich bringt Fülle und Wärme.

    • für männliche Stimmen ist das irgendwo oberhalb ca. 120 Hz, meist so um die 150 -170 Hz;
    • weibliche Stimmen liegen da etwas höher, meist so um die 200 - 250 Hz.


    Die Präsenz liegt bei Sprache irgendwo oberhalb 2 kHz.


    Der Bereich dazwischen (also ca. 300 Hz - 1,7 kHz) sollte leicht abgesenkt werden.



    Gruß

    Peter