Smartphones überholen Kameras?

  • Also ich finde die "Freihandaufnahme" auch völlig ok.

  • ...

    Die generelle Qualität der Tag- und Nachtaufnahmen hat mich schon sehr erstaunt.

    ...

    So sehe ich das auch!


    Wenn man bedenkt, dass die meisten Urlaubsfilme im Süden bei gutem Wetter und tagsüber gemacht werden, dann kann man sagen, da fehlt doch beinahe nichts!


    Gruß Jürgen

  • Iobras Beispiel zeigt doch, wie unwichtig die Technik heute für einen guten Amateurfilm geworden ist. Bei meinen Zuschauern habe ich immer wieder bemerkt, dass filmische Szenen mit Menschen verbunden mit einer kleinen Erzählung füralle interessant sind, dagegen nur schöne Landschaften oder gar der 10. Sonnenuntergang schnell zum aussteigen führen. Auch für uns zählt wie bei den Profis im Film die Geschichte, nicht das letzte bisschen Qualität der Aufnahme. Bite nicht missversehen: nichts gegen gute Aufnahmequalität, aber sie darf nicht zum Selbstzeck sein, sondern muß sich in der Bedeutug unterordnen.

    Dirk

  • Aber gut, ich vergleiche da sicher meine A7III mit dem kleinen Sensor und das ist Äpfel mit Birnen.

    Offtopic: ein MEGA Wortwitz wenn es darum geht Aufnahmen eines neuen I-Phones mit denen von anderen Herstellern zu vergleichen. :thumbsup:

    Iobras Beispiel zeigt doch, wie unwichtig die Technik heute für einen guten Amateurfilm geworden ist.

    JA und NEIN. Früher war es für Amteure schon schwieriger eine Story überhaupt gut umsetzen zu können. Es fehlte an allem: richtig gute Kameras, externe Mikros, richtig gute (Nach)bearbeitungsmöglichkeiten, Beleuchtungsmöglichkeiten und das alles zu einem erschwinglichen Preis. Und weil da vieles so schwierig zu realisieren war ist bei uns Amateuren oftmals die Technik in den Vordergrung gerückt. Da war man dann genug beschäftigt. Das hat sich tatsächlich wesentlich gewandelt und aus diesem Grund rückt nun zurecht die Story mehr in den Vordergrund. Im Gegenzug waren die Zuschauer früher dankbar(er) überhaupt private Aufnahmen mal zu sehen, heute sind Sie in der Regel anspruchsvoller was den Inhalt anbelangt. Was die Bildqualität anbelangt muss es schon relativ schlimm sein das ein Film nicht mehr akzeptiert wird. Beim Ton geht es wesentlich schneller und die Meinungen dazu gehen auch weiter auseinander. So jedenfalls meine Erfahrungen.

    Grüßle,
    Steve

  • Beim Ton geht es wesentlich schneller und die Meinungen dazu gehen auch weiter auseinander.

    Ich bedaure auch, dass der Ton leider sehr oft ziemlich vernachlässigt wird. Er ist eben ein wichtiger Teil zum Gesamteindruck.

    Man muss sich halt nur auch mal etwas damit beschäftigen und seine Ohren "schärfen". Wobei es hier halt erstmal nur darum geht, wie setzte ich Ton überhaupt ein und was macht eine gute Tonaufnahme/-bearbeitung eigentlich aus.


    Vorteilhaft ist natürlich, wenn man auch etwas in eine vernünftige Ausstattung invertiert. Man muss ja nicht gleich alles auf einen Hieb kaufen. Dinge, wie Mikrofon, Kopfhörer, usw. können i.d.R. auch sehr lange genutzt werden.



    Gruß

    Peter

  • Vorteilhaft ist natürlich, wenn man auch etwas in eine vernünftige Ausstattung invertiert.

    Es nützt aber auch nichts in eine BM Pocket 6K zu investieren, wenn man
    damit nicht draußen ist um das Marktplatztreiben einzufangen und durch
    die Auffälligkeit mit dieser voll aufgerüsteten Kamera mit Gimbal gegen
    das Recht am eigenen Bild fremder Personen dann verstößt.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

  • Es nützt aber auch nichts in eine BM Pocket 6K zu investieren, wenn man
    damit nicht draußen ist um das Marktplatztreiben einzufangen und durch
    die Auffälligkeit mit dieser voll aufgerüsteten Kamera mit Gimbal gegen
    das Recht am eigenen Bild fremder Personen dann verstößt.

    Sorry, aber hier werden 2 Dinge miteinander vermischt die zunächst nix miteinander zu tun haben.

    • Die Kamera kann groß, klein, dick, dünn, mit Stativ, Gimbal, im Cage oder was weiß ich sein: Das eigene Recht am Bild hat unabhängig von der eingesetzten Kamera Gültigkeit.
    • Die Frage ist ob man ein Recht am eigenen Bild geltend machen darf. Denn nur weil jemand ne Kamera in meine Richtung zückt bedeutet das nicht das ich ein Recht an dem Bild habe. Denn wenn ich nur "Beiwerk" bin weil ich halt gerade mit vielen anderen vor einem interessanten Motiv stehe dann habe ich halt einfach keinen Anspruch darauf.

    Eine andere Sache ist selbstverständlich wie auffällig oder eben nicht ich mit einer Kamera bin und mich dementsprechend auch Menschen wegen meiner Aufnahmen ansprechen. Wenn ich meine ich müsste bei fremden Menschen einfach voll "drauf" halten bin ich grad selbst Schuld wenn ich ggf. Ärger bekomme. Der andere Fall, jemand will ohne ein Anrecht Ansprüche erheben, ist freilich komplexer. Denn da kommt halt meistens noch die emotionale Ebene dazu.

    Mag sein das man mit einer kleinen Kamera seltener angesprochen wird. Das bedeutet andererseits trotzdem nicht das man jemanden heimlich filmen darf nur weil die Person das nicht merkt.

    Grüßle,

    Steve

  • Es nützt aber auch nichts in eine BM Pocket 6K zu investieren, wenn man
    damit nicht draußen ist um das Marktplatztreiben einzufangen und durch
    die Auffälligkeit mit dieser voll aufgerüsteten Kamera mit Gimbal gegen
    das Recht am eigenen Bild fremder Personen dann verstößt.

    Zunächst einmal habe ich meine BMD 6K aus anderen Gründen, als reine Urlaubsaufnahmen. Auch wenn ich die Cam schon in meinem Urlaub mitgenommen habe und damit auch gut klargekommen bin.


    Und natürlich ist die 6K größer, schwerer, unhandlicher und auffälliger als ein Smartphone. Aber diese Eigenschaften der Cam haben keinerlei Auswirkungen auf die rechtlichen Bestimmungen zum Recht am eigenen Bild. Diese gelten, egal ob man zum Filmen eine RED, eine HERO oder DJI Pocket nimmt.


    Außerdem ging es in dem zitierten Post um die Audio-Ausstattung und dabei in erster Linie um die am Schnittplatz für die Nachbearbeitung.



    Gruß

    Peter


    :beer: Danke Steve, sehr gut erklärt.

  • Es nützt aber auch nichts in eine BM Pocket 6K zu investieren, wenn man
    damit nicht draußen ist um das Marktplatztreiben einzufangen und durch
    die Auffälligkeit mit dieser voll aufgerüsteten Kamera mit Gimbal gegen
    das Recht am eigenen Bild fremder Personen dann verstößt.

    Wie bereits erwähnt wurde, hat die Art, Größe oder Auffälligkeit des Aufnahmegeräts erst einmal nicht dem Recht am eigenen Bild zu tun. Ich denke, man könnte auch argumentieren, dass man als Filmer den aufgenommenen Personen durch eine versteckte bzw. unauffällige Kamera die Möglichkeit nimmt, ihre Rechte überhaupt wahrzunehmen. Nur weil jemand nicht bemerkt hat, dass seine Rechte möglicherweise verletzt wurden, bedeutet das ja nicht, dass keine Rechtsverletzung stattgefunden hat.


    Dass in der Praxis eher Filmer mit auffälligem Gerät angesprochen werden, dürfte wohl daran liegen, dass (a) die gefilmte Person eher von einer (kommerziellen) Veröffentlichung bei "Profi-Equipment" ausgeht und (b) viele Leute, die eigentlich nicht gefilmt werden möchten, wegen der an manchen Orten anzutreffenden Zahl von Handyfilmern schlicht resigniert haben, da sie keine Lust haben, etliche Personen ansprechen zu müssen (mit einer Veröffentlichung auf den Social-Media-Plattformen ist schließlich auch bei Handyfilmer heute immer zu rechnen) und (c) weil sie vielleicht selbst einer der Handyfilmer sind. ;-)

    Greetings,
    ro_max


    Grüne Kommentare sind als Mod, der Rest als User geschrieben.
    ----------------------- Meine CGI-Tests auf YouTube. ------------------------

  • Handys wirken auf mehrere Arten weniger bedrohlich.

    Ins Auge einer Kamera ist wie in die Mündung einer Waffe zu schauen, je größer, desto bedrohlicher - bei Handys ist das Auge kaum zu sehen.

    Filmen scheint bedrohlicher als fotografieren zu wirken - bei Handys wird meist letzteres angenommen.

    Handys haben viele Funktionen, keiner weiss, wass gerade wirklich gemacht wird, vor allem wenn es unauffällig passiert.

    Handyfotos ist ein Massenphänomen - da haben die meisten schon resigniert

    Handyaufnahen werden als flüchtig wahrgenommen, für das kurzzeitige Entertainment

    Dirk

  • Ich habe damit überhaupt kein Problem, ob ich da gerade gefilmt werde oder nicht.

    Das nehme ich überhaupt nicht mehr so richtig war. Man kann davon ausgehen, dass vieles von dem, was da gefilmt wird früher oder später wieder gelöscht wird.

    Da hätte ich ja viel zu tun mich darüber zu ärgern und die Leute anzusprechen dass sie das lassen sollen.

    Nur mal so als Beispiel: Selbst auf die Gefahr hin das ich da gerade stehe und in der Nase Popeln tue oder mir an den Sack fasse, und die das Filmen, was solls.

    Das wird dann bestenfalls gezeigt, alle Lachen für ein paar Sekunden und das war es dann auch schon.

    Viele von dehnen die da Lachen sehe sich selber wieder in dem Clip.:thumbsup:

  • Wenn man bedenkt, dass die meisten Urlaubsfilme im Süden bei gutem Wetter und tagsüber gemacht werden, dann kann man sagen, da fehlt doch beinahe nichts!

    Und genau das ist bei mir nicht der Fall. Da rauschen die kleinen Sensoren auch schon tagsüber. Dämmerung ist da schon ein KO-Kriterium. Außerdem bin ich eher Frühs und Abends unterwegs - das verstärkt das Problem. Des Weiteren benötige ich Brennweiten jenseits von 75 mm - da sieht es beim iPhone auch schlecht aus.

    Man muss also schon differenzieren wofür man das gerät benötigt und wofür man produziert.

    Aber Du hast ja geschrieben "die meisten im Süden bei gutem Wetter" - passt also schon.

  • Offtopic: ein MEGA Wortwitz wenn es darum geht Aufnahmen eines neuen I-Phones mit denen von anderen Herstellern zu vergleichen. :thumbsup:

    Jetzt wo Du es sagst :yes:

  • Hallo lobra,


    erst einmal danke für Deine Mühe mit den Filmsequenzen des neuen iPhone 13.


    Ist doch toll, wenn man weiß, dass man zur Not auch ohne Kamerera nur mit dem Handy filmen kann. Ich habe mir vor einem Jahr dafür das Samsung S20 Ultra 5G zugelegt. Aufgrund der vielen guten Erfahrungen mit den iPhones habe ich allerdings auch schon zu Apple geschielt. Deine Aufnahmen zeigen, dass Apple einen gute Job bei Handy-Videos gemacht hat.


    Trotzdem würde ich auch im Urlaub nie auf eine Kamera verzichten wollen, aufgrund Lowlight, Auflösungsvermögen, Rauschunanfälligkeit, ND-Filterverwendung und Objektivwechsel-Möglichkeit. Und nicht zu vergessen der gute O-Ton!


    Aber Jeder nach seiner Facon. ;-)


    Nochmals danke fürs Zeigen!


    VG

    Det

    VG Det


    Fuji X-S10+X-A7/Leica CL/PanaFZ2000/Nikon D750+D600/Leica-DLux109/HX90V/YI 4K+Glas