Recorder und Mikrofone für besseren Ton bei DSLR Video

  • Hallo zusammen,


    Ich habe mir bereits ein Movo VXR10 als Aufsteckmikro gekauft, allerdings sind die Tonaufnahmen direkt über die Kamera nicht ganz Rauschfrei, schätze mal das liegt auch etwas an der Kamera, bei der Aufnahme in einen hochwertigeren Recorder soll die Qulität wohl besser sein. Habe auch noch ein alten LG V20 mit Hifi Rekorder rum liegen, damit könnte ich es zum Vergleich auch mal testen.


    Dann wären glaube ich ein oder zwei Lav Mics nicht schlecht für die Aufzeichnug von Interviews, diese hier wurden in einem Video auf YouTube empfohlen, aber vielleicht gibt es auch noch ein paar andere Empfehlungen im Low Budget Bereich?


    Bei den Recordern gibt es in der Preisspanne von 60-150€ ja einige Optionen, wenn man auch noch gebrauchte in Betracht zieht. Der Zoom H4n kann ja wohl auch als USB Interface genutzt werden und hat mehr Inputs, der H1n hat ja nur einen 3,5mm Eingang. Weiß zufällig jemand ob, wenn ich mit dem H4n z. B. 4 Spuren aufnehme, ich die nachher alle Einzeln verwenden kann, davon würde ich mal ausgehen? Ansonsten gibt es ja auch noch Geräte wie den Tascam DR-22WL oder DR 05. Habe aber noch nie wirklich mit einem Handyrecorder geabreitet und kann das nicht so ganz einschätzen wonach man jetzt schauen sollte. Die USB Interface Funktion wäre sicher ganz praktisch, wenn man mal Livestreams über ein Notebook machen will. Oder lohnt es sich erstmal eher aufs Smartphone für die Aufnahme zu setzten. Ich habe hier mal eine Vergleichübersicht bei Thomann zusammen geklickt, allerdings sind dort auch nicht alle Features aufgelistet wie z. B. Nutzbarkeit als USB Interface.

    Grüße
    SSD Turbo

  • Hi,


    sagen wir mal so, das Movo ist ein sehr, sehr einfaches Mikro. Da kannst Du auch nicht viel von erwarten. Für meine Begriffe rausgeschmissenes Geld.


    Trotzdem kannst Du mal schauen, ob sich da am Ton noch etwas verbessern lässt. Störgeräusche wie Rauschen kommen oft auch durch einen schlecht sitzenden Stecker, oder ein defektes Kabel.

    Wenn es eher ein tiefes Brummen ist, dann den Bass in der Nachbearbeitung mit einem Equalizer bereinigen. Eine Audionachbearbeitung macht sich sowieso immer gut. Da die meisten Schnittprogramme in diesem Bereich nicht so gut ausgelegt sind, würde ich ein Audiotool empfehlen. Das gibt es auch als Freeware - z.B. Audacity


    Trotzdem sollte man dann doch lieber etwas mehr Geld ausgeben und möglichst in ein Kondensator-Mikrofon mit eigener (Batterie-)Stromversorgung kaufen, wie z.B. das Rode VideoMic Pro Rycote (bitte nicht das billigere ohne Pro). Es gibt in dem Preissegment aber auch noch andere gute.



    Ein Audiorecorder ist natürlich immer eine wunderbare Sache. Die Zoom-Geräte kann ich sehr empfehlen, ich arbeite teilweise mit dem Zoom H6.


    Die Aufnahme für Video sollte immer als WAV und mit 48 kHz erfolgen.

    Hier solltest Du aber nach dem Start der Aufnahmen einen Synchronisationspunkt für Rekorder und Kamera setzten, nach dem Du Dich dann bei der Bearbeitung richten kannst. Einfach einmal kurz in die Hände klatschen reicht. Natürlich kannst Du auch eine "Klappe" verwenden.


    Beim H4n läuft meines Wissens nach im 4-Spur-Modus die Aufnahme von 2 Spuren immer über die eingebauten Mikrofone + 2 Spuren über angeschlossene externe Quellen (Mikrofon, Mischpult, etc). Natürlich können die Spuren einzeln bearbeitet werden. Hierzu muss im Videoschnittprogramm (oder Audiobearbeitungsprogramm) aber eingestellt werden, dass es sich um 4 Mono-Spuren handelt, sonst werden diese vermutlich als 2 Stereo-Ereignisse, oder 4-Kanal Raumklang erkannt.


    Interessanterweise sollte bei Kauf des H4n eigentlich als Bundle auch sehr gute Audiobearbeitungssoftware von Steinberg (Cubase und oder WaveLab) dabei sein.




    Für Interviews ist ein Lavaliermikrofon eigentlich die beste Wahl. Insbesondere, da es dann kaum, bzw. nicht zu sehen ist.


    Aber auch hier gilt, für Qualität zahlt man Geld. Zu dem von Dir verlinkten Mikrofon hätte ich trotz der z.T. guten Bewertung keinerlei vertrauen, Da halte Ich die abgegebene 1 Sterne-Bewertung für realistischer. Hier empfehle ich Rode, Sennheiser, oder AKG.


    Außerdem nutz Dir ein (oder mehrere) Lavaliermikrofone als solche nicht viel. Um diese vernünftig nutzen zu können, bräuchtest Du eine Funkstrecke, wie z.B. die Rode Wireless Go (das Mikrofon ist darin enthalten). Diese gibt es bei Bedarf auch gleich als Set mit mehreren Sendern - also für mehrere Interviewpartner, z.B. hier.


    Ansonsten müsstest Du ja jeden einzelnen Gesprächspartner mit der Kamera, oder dem Audiorekorder fest verkabeln. Glaube mir, das ist Mist.



    Was die Preise betrifft, noch als nachträgliche Bemerkung -


    Audio-Equipment kann man bei guter Behandlung und Pflege viele Jahre (sogar Jahrzehnte) nutzen. Insoweit relativiert sich der Anschaffungspreis. Es gibt aber nichts ärgerlicheres, als sich durch einen Billigkauf schlechten Klang, oder gar Tonprobleme einzuhandeln.



    Gruß

    Peter

  • Hallo Peter,

    danke für die ausführliche Antwort. Das Movo wurde auf YouTube von mehreren Leuten für seine Preis/Leistung gelobt und auch als das bessere Rode VideoMicro bezeichnet (welches natülrich auch passiv ist und noch einiges Günstiger als das Video Mic Pro). Habe mir eben auch das Video von Rode zum Video Mic Pro angeschaut und da wird auch die +20dB Funktion angesprochen, die wohl gegen das Typische Rauschen bei der Aufnahme mit DSLRs und DSLMs helfen soll. Also das Rauschen ist nur in den leisen Passagen vorhanden, wenn gerade niemand etwas sagt oder nichts passiert, hatte das nur mal in Resove versucht etwas raus zu filtern mit mittlerem Erfolg. Die Videos die gamcht werden sind aber in der Regel auch überwiegend für Social Media, also schauen das die meisten Leute vermutlich mit dem Smartphoen, daher wird ein wenig Rauschen sicher auch nicht allzusehr, wenn überhaupt auffallen.


    Video Mic Pro + Handyrecorder + Rode Wireless go läppert sich halt schnell mal auf 600€, so hoch ist mein Budget im Monent leider nicht, da ich das im Moment auch eher als Hobby bzw. Nebenberuflich neben dem Studium betreibe und da auch nicht sonderlich viel Geld mit rein kommt. Sicher kann man die Sachen bei guter Pflege lange verwenden, es gibt da vermultich nicht so viel Neuerungen wie in der Kamera Welt, allerdings bin ich noch nicht sicher, ob ich das Audi-Equipment dann auch regelmäßig verwende oder ob es etwas verstaubt, man könnte es natürlich auch wieder verkaufen. Habe auch schon überlegt mir z. B. mal einen gebrauchten Zoom H4N Pro zu holen um den mal zu testen und etwas rein zu kommen, und falls es doch nichts sein sollte, kann man den ja mit geringem Verlust wieder verkaufen.


    Ein Shotgun Mic auf der Kamera ist natürlich am einfachsten, da es sich immer mit der Kamera bewegt, die Lav Mics oder auch andere Mikrofone die man nicht auf der Kamera nutzt, muss man ja zwangsläufig eigentlich immer mit Recorder oder Funkstrecke betreiben.


    Der Vorteil wenn man z. B. dem H4n 4 Spuren aufnimmt ist dann ja wahrscheinlich auch, wenn er gleichzeitig auch immer noch die integrierten Mics aufzeichnet, dass man im Zweifel auch ein Backup hat und später schauen kann was am besten klingt, wenn der Input vom Lav Mic z. B. nix sein sollte taugt ja vielleicht die Aufnahme von den internen Micros was, wenn der Recorder in der nähe der Tonquelle war.

  • Es ist ganz einfach so das ein wirklich gutes und absolut rauschfreies Mikrofon nicht für knapp 40€ machbar ist. Auch nicht für 60€ und auch nicht für 150€….



    Insofern muss man da immer einige Abstriche machen was die Klangqualität angeht. Und es sollte auch klar sein das ein externer Recorder für 150€ keinen wunderbaren rauschfreien Klang in Highendqualität bieten kann – nicht umsonst verwenden Tonprofis gerne Mikrofone und Equipment im 4-stelligen Preisbereich. Das machen die nicht nur weil sie Kohle ausgeben wollen, das hat schon seinen Grund.



    Zudem muss man immer die Physik mit berücksichtigen. Problematisch (für jedes Mikrofon) sind leise, weit entfernte Schallquellen. Gerade wenn die Kamera dann auch noch eine Aussteuerungsautomatik hat und versucht leise Schallquellen auf „richtig laut“ hochzuziehen. Das rauscht dann wie doof….



    Daher gilt gerade für Amateure das man möglichst nah ran an die Schallquelle muss (Profis machen das übrigens auch nicht anders, wenn die nicht nah an eine Schallquelle ran kommen nehmen die spezielle Richtmikros die auch mal gerne 50 oder 60cm lang sind….) mit dem Mikrofon und das eben ein „Richtmikrofon“ mit einer sehr kurzen Baulänge wie das genannte (oder auch bauähnliche von Rode) eine eher geringe Richtwirkung haben.



    Zu den anderen Punkte wurde ja schon was gesagt….

    Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar

  • Also das Rauschen ist nur in den leisen Passagen vorhanden, wenn gerade niemand etwas sagt oder nichts passiert, hatte das nur mal in Resove versucht etwas raus zu filtern mit mittlerem Erfolg.


    Gut,


    das mit dem Rauschen ist dann nicht ganz so schlimm, hier hilft die Audiobearbeitung.


    Also

    • entweder einen Expander verwenden - der verringert sozusagen leise Geräusche;
    • oder an den Stellen wo nicht gesprochen wird das Rauschen durch Hüllkurve, oder bereichsweises Normalisieren verringern;
    • oder dort vollkommen "löschen" - also durch "Stille" ersetzen; wobei absolute Stille sich meist nicht so gut anhört, besser ist ein leises Hintergrundgeräusch.



    Habe mir eben auch das Video von Rode zum Video Mic Pro angeschaut und da wird auch die +20dB Funktion angesprochen, die wohl gegen das Typische Rauschen bei der Aufnahme mit DSLRs und DSLMs helfen

    Jain,


    vereinfacht gesagt "puscht" die Verstärkung den Ton, sodass er insgesamt lauter reinkommt. 10 dB mehr werden als doppelt so "laut" empfunden.

    Dadurch kannst Du bei der Aufnahme anders auspegeln und das Rauchen schlägt weniger stark durch, weil es dann im Verhältnis zur Sprache sehr viel leiser ist.


    Bei echten Störgeräuschen (z.B. Straßengeräusche im Hintergrund) hilft dies wenig, weil diese ja auch verstärkt werden.


    Ein Shotgun Mic auf der Kamera ist natürlich am einfachsten, da es sich immer mit der Kamera bewegt, die Lav Mics oder auch andere Mikrofone die man nicht auf der Kamera nutzt, muss man ja zwangsläufig eigentlich immer mit Recorder oder Funkstrecke betreiben.


    Wie schon MacMedia ganz richtig schreibt, ist es wichtig möglichst nah an die Schallquelle heranzugehen. Deshalb ist ein Interview mit einem "Aufsteckmikrofon" an der Kamera aus vielleicht 2 - 3 m Entfernung halt nicht das beste Mittel. Und insoweit könntest Du auch auf den Kauf des Rode Video Mic Pro durchaus verzichten.


    Beim Lavaliermikrofon kommst Du halt kaum um eine Funkstrecke herum, da ja die aufzunehmende Person "verkabelt" sein muss. Und da braucht auch jeder Gesprächspartner ein eigenes, denn die Reichweite ist nur einige cm.



    Es gibt aber auch noch viele andere praktikable Lösungen:

    • ein Mikrofon nah dran z.B. auf dem Tisch, das geht auch mit den eingebauten Mic des Zoom;
    • oder ganz klassisch wie beim Reporter in der Hand, hierbei ist dann natürlich das Mikrofon zu sehen;
    • ist dies nicht gewünscht, dann muss das Mikrofon leicht außerhalb der Kamerabereiches aufgebaut/gehalten werden, dafür nimmt man eine "Tonangel".

    Das Kabel kann dann durchaus auch in die Kamera gehen, sodass man nichts weiter benötigt. Besser ist natürlich ein Audiorekorder, da dieser dann an beliebiger Stelle aufgestellt werden kann.


    Wobei hier vorzugsweise die von MacMedia genannten Richtmikrofone zum Einsatz kommen. Das sind dann aber Mikrofone, die i.d.R. eine sog. Phantomspeisung vom Gerät brauchen. Und das können nur wenige Kameras. Deshalb ist ja im VideoMic Pro (und ähnlichen Mic) auch eine Batterie eingebaut. Was allerdings auch eher ein Behelf ist.




    Nur wie schon gesagt, irgendwelche Billiglösungen bringen nichts - außer Ärger.

    Letztlich kommt das dann auch teurer, da man sich nach kurzer Zeit doch etwas besseres kauft und für den alten "Schrott" nichts mehr bekommt. Dann lieber Stück für Stück kaufen, aber gleich mit guter Qualität.



    Gruß

    Peter

  • Audiobearbeitung

    Danke für die Tipps zur Bearbeitung, das werde ich mal versuchen. Komplette Stille, also die stillen Teile raus schneiden ist natürlich nix, das fühlt sich dann eher so an als würde was in der Datei fehlen, aber die anderen zwei Techniken klingen vielversprechend, wede evtl. auch nochmal die Rauschreduzierung in Audition testen, da hat man auf jeden Fall eine gute Integration in Premiere Pro, muss aber erst noch schauen ob ich nicht in Resolve schneide.


    Das es beim Anhaben des Pegels vom Video Mic Pro nur im die Reduktion vom Grundrauschen geht war mir klar, aber ist ja immerhin schon mal etwas.


    ist es wichtig möglichst nah an die Schallquelle heranzugehen

    Deswegen kam ich auch auf die Idee mit den Lav Mics, einige Aufnahmen werden vermutlich auch mit dem Gimbal gemacht und da ist es mit Mikrofon auf der Kamera ohnehin etwas schwieriger. Das Problem an den Lav Mics ist halt echt nur der Rekorder pro Gerät den man dann am Mann / der Frau unterbringen muss oder eben die Funkstrecke. Das Problem an der Tonangel ist bei Aufnahmen mit Bewegung nur, dass man eine zweite Person braucht die die Angel dann entsprechend bewegt, dabei sollte sie natürlich nicht ins Bild kommen, für Aufnahmen in denen sich die Darsteller oder die Kamera nicht oder nur begrenzt bewegen wäre es natürlich eine gute alternative zu den Lav Mics einen Rekorder in der Nähe zu platzieren.



    Das sind dann aber Mikrofone, die i.d.R. eine sog. Phantomspeisung vom Gerät brauchen.

    Ein paar Sennheiser Richtmikrofone mit XLR könnte ich mir ausleiehen, wenn ich z. B. einen Zoom H4n kaufe, könnte ich diese dann ja über den Recorder mit Phantompower speisen.


    Konkret im anstehenden Kurzfilm ca. 3min soll folgendens realisiert werden.

    - Videosequenz ohne Tonaufnahme mit seperat aufgezeichnetem Voice Over. (Das würde ja gut direkt mit einem Handyrecorder gehen.

    - Dialog von zwei Darstellen die sich nahe beieinader befinden. Da dachte ich, wäre das oben Verlinkte Lav Mic vielleicht praktisch, da man damit mit einem Stecker gleich beide Verkabeln könnte und mit 6m Kabellänge auch etwas spielraum hat, nachteil wäre halt, dass von beiden ein dünnes Kabel herunterhängen würde. Alternativ bräuchte man eben zwei seprate Lav Mics und dann auch zwei Recorder oder Funkstrecken. Oder ein Rode Wireless Go, wobei das mit zwei Einheiten natürlich auch bisschen was kostet.

    - Kleine Liedvorfühung, nichts professionelles, könnte man vermutlich auch mit dem Handyrecorder oder einem "Richtmikrofon" von vorne aufnehmen. Ist auch noch nicht sicher ob da Video und Ton Sychron aufgenommen werden oder ob das Lied dann im Hintergund von seperat aufgenommen Videosequenzen läuft.



    das ein externer Recorder für 150€ keinen wunderbaren rauschfreien Klang in Highendqualität bieten kann

    das brauche ich auch gar nicht, ich habe ja auch keine Arri Alexa Mini LF mit Master Prime, wenn man mit einer "günsitgen" DSLR in Full HD aufnehmen macht würde da jetzt auch nicht unbedingt Sound Equipment im höheren 4 stelligen Bereich dazu passen. 😅

    Wie gesagt, das Budget ist eher etwas gering und die frage ist, wie man aus diesem geringen Budget am besten möglichst viel raus holt, absolut rauschfreien perfekten Ton erwwartet glaube ich auch keiner bei dem Projekt.

  • Komplette Stille, also die stillen Teile raus schneiden ist natürlich nix, das fühlt sich dann eher so an als würde was in der Datei fehlen,

    Richtig, deshalb schrieb ich ja auch - "besser ist ein leises Hintergrundgeräusch".

    Entweder selbst aufnehmen - "leeres Zimmer", oder oft bieten Audioprogramme auch die Möglichkeit "weißes Rauschen" einzusetzen.



    - Videosequenz ohne Tonaufnahme mit seperat aufgezeichnetem Voice Over.

    Eigentlich alle Schnittprogramme bieten die Möglichkeit direkt auf der Timeline Voice Over aufzunehmen. Der Vorteil ist, dass Du beim Einsprechen das Bild siehst und so genauer timen kannst.



    - Dialog von zwei Darstellen die sich nahe beieinader befinden. Da dachte ich, wäre das oben Verlinkte Lav Mic vielleicht praktisch, da man damit mit einem Stecker gleich beide Verkabeln könnte und mit 6m Kabellänge auch etwas spielraum hat, nachteil wäre halt, dass von beiden ein dünnes Kabel herunterhängen würde.

    Das Kabel wird normalerweise unter der Kleidung zum verborgenen Sender geführt, so dass es nicht zu sehen ist. Es darf aber nicht zu straff sitzen, ggf. mit Heftpflaster fixieren. Und das Mic darf auch nicht an der Kleidung scheuern, das gibt Geräusche.


    Natürlich könntest Du das Kabel auch z.B. unten über das Hosenbein nach draußen führen. Dies sollte dann auch kaum zu sehen sein.

    Aber wie schon gesagt, sind die beiden dann mit einer "Schnur" verbunden. Und das geht dann aller Erfahrung nach irgendwann schief, weil sich jemand zu stark bewegt. Selbst mit den kurzen 1,5m Kabel vom Halsbereich bis zum Sender am Gürtel habe ich da schon Sachen erlebt.... :shake:

    Also ich kann da von solchen Experimenten nur abraten.



    - Kleine Liedvorfühung, nichts professionelles, könnte man vermutlich auch mit dem Handyrecorder oder einem "Richtmikrofon" von vorne aufnehmen. Ist auch noch nicht sicher ob da Video und Ton Sychron aufgenommen werden oder ob das Lied dann im Hintergund von seperat aufgenommen Videosequenzen läuft.


    Nimm einfach ein gutes Gesangsmikrofon. aus direkter Nähe.

    Wenn ich den Begriff "Liedvorführung" richtig verstehe, sollte es ja kein Problem sein, wenn das Mic. zu sehen ist, z.B. auf einem üblichen Ständer. Ein (billig) Lav wird das kaum vernünftig bringen. Die sind eher auf Sprache ausgelegt.


    Wenn Du nicht grade hochprofessionelle Synchronsprecher am Start hast, ist es sehr schwierig so eine Aufnahme hinterher Lippensynchron hinzubekommen. Und alles andere sieht doof aus. Das muss also gleichzeitig aufgenommen werden. Wenn auf getrennten Geräten, dann mit Synchronisationspunkt (Klatschen).

    Und grade bei Gesang ist eine Nachbearbeitung eigentlich unerlässlich.

  • auch nochmal die Rauschreduzierung in Audition testen, da hat man auf jeden Fall eine gute Integration in Premiere Pro,

    Wenn du Premiere Pro hast brauchst du kein Audition, um Rauschen zu entfernen, denn PPro hat mittlerweile eine hervorragende Audioabteilung. Einfach unter "Audio - Dialog - Reparieren" den Haken bei "Rauschen reduzieren" setzen und dann den Schieber bewegen, bis es passt.

    Einfacher geht es nicht.

  • Der Vorteil ist, dass Du beim Einsprechen das Bild siehst und so genauer timen kannst.

    Grundsätzlich natürlich die beste Lösung, allerdings müsste dafür die Timeline im Schnittprogramm ja schon stehen und man müsste das Voice Over zu einem späteren Termin aufnehmen, es soll aber alles an einem Nachmittag abgelaufen, danach geschnitten werden und 4 Tage später schon veröffentlicht werden, ist also ein straffer Zeitplan und auch nicht das größte Budget, daher ist der Qulitätsanspruch jetzt auch nicht so riesig, urspünglich was geplant das mit Smartphones zu drehen.



    Also ich kann da von solchen Experimenten nur abraten.

    Für zwei Leute bräcuhte man ja dann das Rode Wireless Go II, was natürlich den großen Vorteil hat, dass es auch komplett ohne Kabel auskommt, da der Sender direkt ein Mic drin hat, bei drei Sprechen wäre das dann aber auch nicht mehr erweiterbar. Alternativ gibt es natürlich solche etwas "klobigeren" Lösungen oder eben mit Richtmikrofonen.



    Wenn ich den Begriff "Liedvorführung" richtig verstehe

    Es sind singende Kindergartenkinder, also hat nichts mit profesioneller Musik zu tun, das wird schon von Haus aus nicht in Sync sein.

    Einfach unter "Audio - Dialog - Reparieren" den Haken bei "Rauschen reduzieren" setzen und dann den Schieber bewegen, bis es passt.

    Einfacher geht es nicht.

    Danke für den Hinweis, hatte ich glaube ich auch schon letztes Jahr mal bei einem Projekt genutzt, ist auf jeden Fall intuitiver als in Resolve, zumindest für mich.


    Um nochmal zur Hardware zu kommen, hatte mir jetzt eigentlich den Zoom H4n (Pro) angeschaut, allerdings tendire ich jetzt schon fast eher etwas mehr zum H5, da dieser mehr Inputs hat und die Drehregler für den Gain, beim H4n muss man das glaube ich an der Seite mit +- Buttons machen, außerdem hat der H5 noch einen extra Line Out den man dann in die Kamera führen könnte, was der H4n glaube ich auch nicht hat. Beide haben aber ja auf jeden Fall zwei XLR Ports mit Phantom Power, da könnten man da kann Richtmikrofone anschließen. Lav Mics gehen ja auch über 3,5mm Klinke. Mit dem internen Mirofon kann man ja auch sicher einiges gut aufnehmen, Voice Over, Gesang und Dialog. Also ein Handyrecoder ist glaube ich schon mal eine gute Basis, mit den Lav Mics bzw. Funkstrecken oder eben Richtmikros muss ich dann nochmal schauen. Wie gesagt, ein paar Sennheiser Richtmikros mit XLR könnte ich mir leihen, Lav Mics oder Funkstrecken müsste ich dann ggf. auch noch kaufen.

  • bei drei Sprechen wäre das dann aber auch nicht mehr erweiterbar.

    Klar, man muss sich halt vorher überlegen was man tatsächlich braucht.


    Und natürlich gibt es auch Systeme, bei denen Du quasi beliebig viele Sender betreiben kannst. Nur liegen diese dann halt meist in einer ganz anderen Preislage. Und arbeiten eben nicht im weltweit freien 2,4 GHz Band.


    Das von Dir verlinkte Gebrauchtgerät ist jedenfalls aus chinesischer Produktion. Zur Qualität kann ich da nicht sagen, aber Ergänzungen wirst Du da eher schwer zu bekommen. Und es funkt im UHF-Bereich, dafür müsste es zumindest eine Zulassung haben. Das solltest Du auf alle Fälle prüfen.

    Ansonsten s. Ratgeber



    Es sind singende Kindergartenkinder, also hat nichts mit profesioneller Musik zu tun, das wird schon von Haus aus nicht in Sync sein.

    Ok, dann einfach 1 oder 2 Mikrofone l/r aufstellen.

    Auch wenn die Kinder nicht "synchron" singen stimmen dann aber die Lippenbewegungen. Darum ging es.




    allerdings tendire ich jetzt schon fast eher etwas mehr zum H5, da dieser mehr Inputs hat

    Außerdem können - wie beim H6 -die zum Gerät gehörenden Kapseln ausgetauscht werden. Auch das ist ein großer Vorteil.

    Da gäbe es dann statt der mitgelieferten X/Y auch noch MS oder Richtmikrofon als Austausch. Das H5 ist auf alle Fälle ein besseres Gerät.

  • Das von Dir verlinkte Gebrauchtgerät ist jedenfalls aus chinesischer Produktion. Zur Qualität kann ich da nicht sagen, aber Ergänzungen wirst Du da eher schwer zu bekommen. Und es funkt im UHF-Bereich, dafür müsste es zumindest eine Zulassung haben. Das solltest Du auf alle Fälle prüfen.


    Das Problem bei allem was „funkt“ ist das diese Geräte generell eine Zulassung benötigen, sprich sie müssen nach lokalen Standards beschaffen sein und auch betrieben werden. Kaufen kannst Du dank Alibaba, Amazon, Ebay & Co aber alles was der freundliche Chinese dort anbietet, ungeachtet dessen ob das jeweilige Gerät in Europa bzw. Deutschland betrieben werden darf oder nicht.



    Natürlich kommen solche „illegalen“ Funkmikrofone irgendwann auch auf den Gebrauchtmarkt….



    Jetzt sagen viele „Ja das merkt aber doch keiner!“ – Gerade diverse Frequenzbereiche welche für Funkmikrofone verwendet werden sind ab und zu Ziel einer Kontrolle – und ja, die Regulierungsbehörde welche diese durchführt kann ein Funkmikrofon auch über Kilometer hinweg empfangen und auch den Standort feststellen. Oft finden solche Kontrollen im Umfeld von Großveranstaltungen statt, einfach weil dort die Funkfrequenzen der verwendeten Funkmikrofone koordiniert werden, bspw. bekommen bei einem Formel1-Rennen die einzelnen TV-Anstalten für ihre Mikrofone entsprechende Frequenzen zugeteilt und müssen diese dann auch nutzen (was auch überwacht wird….).



    Sollte die Regulierungsbehörde einen beim „Schwarzfunken“ mit einem nicht genehmigungsfähigen Funkmikrofon erwischen kann das den Einzug des Mikrofones bedeuten plus Strafe plus das Bezahlen des Messeinsatzes – und gerade der ist richtig teuer, zwei oder drei gutbezahlte Dipl.-Ing. oder Techniker plus ein Messfahrzeug mit Technik für mehrere hunderttausende Euros für etliche Stunden wird nicht billig, da sind dann mal schnell auch 3000€ oder so auf der Rechnung – plus Strafe plus Gebüren. Lohnt also nicht so richtig, allerdings ist die Gefahr jetzt auch nicht übermäßig groß.



    Nebenbei sind bestimmte Frequenzbereiche in denen Funkmikrofone legal betrieben werden dürfen auch exclusiven Nutzergruppen zugewiesen, sprich bspw. für Theater, für Fernsehsender usw. – auch hier sollte man sich nicht unbedingt rumtreiben ohne eine Zulassung zu haben, kann ebenfalls teuer werden.



    Daher macht es durchaus Sinn sich an bewährte Technik und Hersteller zu halten. Im Highendbereich durchaus Sennheisser, im LowCostbereich die bewährten Rode-Funkmikros….

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  • :thumbsup: absolut richtig.


    Hinzufügen möchte ich da nur noch, dass diese nicht geprüften Geräte halt oft auch noch auf anderen Frequenzen "durchschlagen" und Störungen verursachen. Zumal in dem Bereich 470 - 690 MHz auch DVBT-2 liegt.

    Und genau das ist dann halt oft auch der Grund für Messeinsätze.

  • Gibt es China-Funkmikrofone, die über Kilometer senden?


    Wenn Du einen passenden Messempfänger und eine leistungsfähige Richtantenne verwendest: Ja !

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  • Nur wie schon gesagt, irgendwelche Billiglösungen bringen nichts - außer Ärger.

    Letztlich kommt das dann auch teurer, da man sich nach kurzer Zeit doch etwas besseres kauft und für den alten "Schrott" nichts mehr bekommt. Dann lieber Stück für Stück kaufen, aber gleich mit guter Qualität.

    Das kann man nicht oft genug wiederholen: Wer billig kauft, kauft zwei Mal!


    Das hat nichts mit „Arri-Kamera“ zu tun, sondern gilt schon bei jedem Amateur-Einsatz. Audio-Hardware hat eine wesentlich längere Wertbeständigkeit als Video-Hardware. Deshalb lohnt es sich gerade für den Audiobereich, mehr auf Qualität zu achten. Und dabei fällt vor allem bei Mikrofonen der Audio-Schrott besonders nachteilig auf.