Videos auf alten DVD's möglichst verlustfrei in mp4-Datei umwandeln

  • Hallo zusammen,

    ehe ich begonnen habe, meine Videos zu Youtube hochzuladen, habe ich die Filme auf DVD; später dann BR gebrannt. Das mache ich heute überhaupt nicht mehr.


    Habe kürzlich mal einen Versuch gemacht, und die entsprechenden VOB-Dateien in mein Schnittprogramm Video Pro X gezogen und als mp4 exportiert. Die Qualität war noch schlechter als auf der DVD.


    Hat jemand Erfahrungen, wie man solche VOB-Dateien aus DVD's oder m2ts-Dateien von BlueRays möglichst verlustfrei in eine gängige Videodatei wie mp4 zusammenfügen kann ?


    LG vobe49

  • Hi,


    grade bei DVD geht das meiner Erfahrung nach mit nach heutigen Maßstab nurgeringer Qualität.

    Ich hatte zum Glück die Filme immer noch als .avi auf Platte gespeichert. Was Dir jetzt natürlich nicht hilft.


    Bei BD kommt es darauf an, wie diese erstellt wurde. Denn m2ts ist auch nur ein Container, kann also bei einer BD auch bereits schon MPEG-4 H.264 enthalten. Dann sollte eine verlustfreie Umwandlung möglich sein.


    Wenn das VPX nicht hinbekommt, versuche mal z.B. Handbrake.


    Gruß

    Peter

  • Ich wuerde fuer dieses Vorgehen auch Handbrake nutzen, ich meine sogar das Handbrake hierfuer auch urspruenglich gedacht war. Handbrake kann dabei auch gut deinterlacen dabei i50 nach p25 oder p50.

  • Ich danke euch; Handbrake habe ich auf dem Rechner, aber noch nicht ausprobiert. Werde ich morgen gleich mal versuchen.

    LG Volker

  • Walter, das war viele Jahre mein großer Fehler - ich habe die Projekte nebst Originaldateien nach Fertigstellung nach einiger Zeit gelöscht - dem verfügbaren Speicherplatz geschuldet. Ich würde heute einiger meiner Reisefilme nochmal neu schneiden; viel kürzer und mit lizensierter Musik.

  • Ich habe noch alle meine Original Aufnahmen und (Vegas) Projekte seit 2003 und gespeichert auf ausrangierte Festplatten. Können jederzeit nochmal nachbearbeitet und mit modernen Codecs gerendert werden. Die Umwandlung damals von DV-avi nach DVD konformen Mpeg2 war doch schon ziemlich Verlust behaftet.

  • Sind die encoder heute besser geworden, für solche Programme konnte man zu zeiten von AVI zu DVD eine menge Geld hinlegen.

    Wohl dem der noch die Originalen Digitalen Daten hat, besser werden die Alten DVD Daten auch nicht vom neu Konvertieren.

  • die VOB sind ja normale mpg Dateien, die habe ich so auf meinem Rechner gespeichert....

    Deren Ursprung ist das DV Band. Da habe ich jetzt einiges als AVI neu eingespielt, das ist erkennbar besser

    Ist ja auch logisch,


    die Video-DVD hatte max. 9,8 Mbit/s für Bild und Ton als komprimiertes MPEG-2.

    Beim DV-Band waren das immerhin 25 Mbit/s als mit JPEG ähnlichen Einzelbildern.


    Die Blu-ray bringt immerhin 40 Mbit/s für das Video + rund 14 Mbit/s für den Ton. Allerdings ist ja auch die Auflösung höher.

    Und hier können in dem m2ts-Container halt entweder wie bei der DVD MPEG-2 oder MPEG-4 (H.264/AVC) stecken.




    Gruß

    Peter

  • ...zweitens hat die DVD eine "gestauchte" Bildausgabe, also quasi "gequetschte" Bildpunkte, welche die Schärfe auf großen Displays negativ beeinflussen dürften.

    Jein,


    das hat eigentlich nicht direkt mit der DVD zu tun, sondern mit den alten SD-Fernsehnormen (PAL, NTSC, SECAM), der damals üblichen Wiedergabe auf Röhrengeräten, und der Umsetzung dieser Vorgaben in digitaler Hinsicht. Hier gab es halt auf Grund abweichender Werte unterschiedliche "Pixelseitenverhältnisse".


    Aber diese galten halt nicht nur auf einer DVD, sondern auch z.B. für das DV-Band, oder genauer gesagt für die Aufnahme selbst.

    Insoweit ist die Umrechnung der "gequetschten Bildpunkte" bei der Wiedergabe von SD-Material auf einem modernen digitalen Monitor immer notwendig.

    Erst wenn das SD-Material in mindestens FHD gewandelt wird (egal ob mit oder ohne Skalierung), liegen künftig quadratische Pixel vor. Aber auch hier ist erstmal eine Umrechnung nötig.


    Jede entsprechende Umrechnung bringt natürlich auch Verluste. Aber diese Umrechnung ist halt immer notwendig (und somit die darauf beruhenden Verluste gleich groß), sofern das Material in SD vorliegt.


    Gruß

    Peter


    Gruß

    Peter

  • Das war halt so bei DV. Egal ob 4:3 oder 16:9, immer dieselbe Pixelanzahl. Ich war richtig froh als die 1:1 Pixelformate auftauchten und gleichzeitig interlaced verschwand. Trotzdem bin ich von der DV-Qualität noch immer überrascht. Der Sprung von analog auf digital war schon ein großer und alles vor DV sieht inzwischen wirklich nicht mehr gut aus.

    vg Ian

  • Habe heute mal einen alten Urlaubsfilm auf BlueRay (m2ts-Datei) neu in 4k 25p als mp4-Datei neu gerendert. Die Qualität ist recht gut/brauchbar.

  • die Video-DVD hatte max. 9,8 Mbit/s für Bild und Ton als komprimiertes MPEG-2.

    Beim DV-Band waren das immerhin 25 Mbit/s als mit JPEG ähnlichen Einzelbildern.


    Man beachte das maximal vor den 9,8Mbit/s - etliche Programme haben den Wert nochmals eingedampft.... Das ergibt dann nach heutigen Maßstäben eine leicht gruselige Qualität.


    Aufnahmen als AVI o.ä. Codecs vom miniDV-Band sind dagegen tlw. je nach verwendeter Kamera deutlich besser und lassen sich manchmal auch auf 4K "aufblasen" ohne das man nur noch Pixelmatsch erhält.


    Und wer sich richtig gruseln will der digitalisiert sich einfach Aufnahmen aus der VHS-Steinzeit - meine ältesten selbst gefilmten Aufnahmen sind von 1980 und in einer dementsprechend für heutige Maßstäbe echt gruseligen Qualität weil damals die Videokameras einfach richtig mies waren....


    Heutzutage sind diese Aufnahmen qualitativ zum weglaufen... :panic:


    (Aber oftmals voll mit persönlichen Erinnerungen und vielen Emotionen und daher genauso wertvoll wie qualitativ hochwertige Aufnahmen ;) )

    Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar

  • Hallo alle zusammen,


    ich habe vor längerer Zeit, also nach der Ära Schröder, von MMM beim Kauf von Edius den Tipp bekommen,

    den Export des fertigen Films zuerst in eine Datei vorzunehmen; denn als avi-Datei behält man die Qualität des Ausgangsmaterials (nach damaligem Maßstab), anders als bei direktem Brennen von Datenträgern.

    EDIUS X bietet mir heute die beste Auswahl zur Sicherung der Qualität beim Export in eine Datei.


    Selbst gebrannte DVDs wird auch Handbrake nicht "retten" können.


    Dazu meine Erfahrung:

    Nach Einsatz meines neuen kalibrierten Monitors bewerte ich Handbrake als maximal befriedigende Lösung beim

    Konvertieren; trotzdem zur Rettung von altem Material durchaus brauchbar.

  • Habe heute mal einen alten Urlaubsfilm auf BlueRay (m2ts-Datei) neu in 4k 25p als mp4-Datei neu gerendert. Die Qualität ist recht gut/brauchbar.

    Dein Urlaubsfilm wird ja wohl nicht in 4k vorgelegen haben sondern eher in FHD (interlaced) oder 1080i50. Macht nach meiner Meinung keinen Sinn nach 4k 25p zu rendern, ich würde mal 1080p50 versuchen.

  • ich habe vor längerer Zeit, also nach der Ära Schröder, von MMM beim Kauf von Edius den Tipp bekommen,

    den Export des fertigen Films zuerst in eine Datei vorzunehmen; denn als avi-Datei behält man die Qualität des Ausgangsmaterials (nach damaligem Maßstab), anders als bei direktem Brennen von Datenträgern.

    Genau das habe ich eben auch immer praktiziert.

    Damals (da war der Kanzler noch birnenförmig :teufel:) war es recht kostenintensiv, da die Platten noch teuer waren. Aber später war ich dann doch sehr froh, dass ich das gemacht habe. Die Qualität entspricht eben dem Original.



    ...bewerte ich Handbrake als maximal befriedigende Lösung beim

    Konvertieren; trotzdem zur Rettung von altem Material durchaus brauchbar.

    Früher habe ich Handbrake häufiger benutzt. Inzwischen bekommt Edius das eigentlich auch alleine hin.

    Aber wenn man mal problembehaftete Dateien hat die sich nicht öffnen lassen, dann kann Handbrake meist noch was retten.



    Gruß

    Peter

  • Erst wenn das SD-Material in mindestens FHD gewandelt wird (egal ob mit oder ohne Skalierung), liegen künftig quadratische Pixel vor. Aber auch hier ist erstmal eine Umrechnung nötig.

    Nun ja, das ist ja jetzt Jacke wie Hose, ob man das nicht umrechnet und die "gequetschten" Pixel in Kauf nimmt oder die 720x576 in korrektes 16:9 (1024x576) umrechnet. Anzeigen lassen kann man sich auch das gequetschte in voller Bildgröße auf einen digitalen Monitor. Versteh jetzt deinen Einwand nicht. > "Jein"

  • "Jein"

    Jein, weil es eben keine Sache der DVD ist, sondern des Formates selbst, unabhängig vom Medium.