HC1/HC3 Filmen bei schwachem Licht

  • Seit längerem Verfolge ich die Diskussionen hier und muss zugestehen, ja die Bildqualität einer HDV Aufnahme ist besser als in DV gedrehtes Material. Besonders deutlcih wird das, wenn man die Qualität mit einem Beamer ( Panasonic PT-AE 700 ) beurteilen kann.
    Über konstruktive Mängel der beiden Kameras kann man sicher geteilter Meinung sein. Den einen wirds stören den anderen nicht. Auch die Problematik der noch nicht ausgereiften Schnittbequemlichkeit
    ( längere Wartezeiten u.s.w ) ist sicher eine Frage des Geldbeutels bzw. der Geduld. Was machts : letztendlich ist das Ergebnis wichtig und das lässt sich sehen ! Preisleistungverhältnis stimmt, zumindest in meinen Augen. Noch nie war ein Einstieg in eine höherwertige Qualität so Preiswert ( natürlich gilt das nur für die Anschaffung der HC1/HC3 ).


    Vor dem größten Problem steht man aber, wenn Aufnahmen bei relativ schwachem Licht gemacht werden sollen. Ich finde, das beginnt bei beiden Kameras sehr früh.
    Selbst bei Aufnahmen die mit genügend Licht gedreht worden sind ( zumindest glaubte ich das ) konnte ich im Bild an Stelllen die offenbar zuwenig Licht abbekammen, Pixelauflösungen feststellen. Besonders wird dies in flächigen Darstellungen sichtbar.


    Wie löst ihr das Problem ?
    Verzichtet ihr auf solche Aufnahmen ( Kirchen, gemütliches Zusammensein bei wenig Licht u.s.w ) oder sorgt ihr immer für genügend künstliches Licht.


    Übrigens habe ich mit Sonys DVgate im Notebookbereich gute Erfahrungen beim Capuren gemacht.
    Manuelle Szenentrennung und Vorschau möglich und auch beim zurück null Probleme.


    Gruß Jens-Uwe

  • Hallo JUB,


    ich filme kaum Privat, sondern eher nur Beruflich, daher auch meine Antwort: wenn es geht, Scheinwerfer aufstellen! Ich habe immer 3 Arri 800 Watt Lampen (mit Tageslichtfilter) im Auto. Die Bilder sind einfach viel klarer...... Auf einer grossen Baustelle, die nicht ausgeleuchtet werden kann, warte ich wirklich auf den Sonnenaufgang für eine "Totale". Bis dahin benutze ich, was ich dort finden kann, Bauscheinwerfer, Handlampen und meine Akkuleuchte und mache nur Grossaufnahmen von den einzelnen Arbeitsschritten.....


    Natürlich hilft das nicht für Kirchenaufnahmen, dort würde ich den Shutter total aufziehen (Licht sammeln) und hoffen das sich keine Person im Bild bewegt....... evtl. Fragen ob man nicht eine Lampe aufstellen darf und dann nur im beleuchteten Bereich dort Filmen, der Hintergrund wird zwar dunkel aber die HC1/3 rauschen dort in diesen Bereichen kaum.

  • Also ich als Hobbyvideofilmer hatte auf meiner letzten Reise keine Probleme mit dem Licht in Innenräumen, selbst nicht in der dunklen Kirche von Jasna Gora in Tschenstochau. Die Lowlight-Aufnahmen mit dem HDR-HC3 können sich sehen lassen, rauschfrei.... Eigentlich erziele ich mit dem HC3-Camcorder die besten Lowlight-Aufnahmen die ich je mit einem meiner vier alten SD-Camcorder bisher erzielen konnte.


    Wenn es wirklich zu dunkel wird, dann mache ich mit meinem Camcorder Blitzaufnahmen in 1920 x 1080 und füge diese dann in meine Videosequenz vom Handlungsort ein. Mache ich die Aufnahmen gar in 2304x1728 Auflösung, dann kann ich später in meiner Videosequenz Pan & Zoom mit Premiere Pro 2.0 machen und somit eine Kamerabewegung in der Postproduktion simulieren.


    Auf diese kleinen Kameraleuchten verzichte ich gerne, da deren Reichweite zu gering ist, meine Blitzaufnahmen sind die bessere Alternative, zumindest für mich als Praktiker.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

    2 Mal editiert, zuletzt von Achilles ()

  • Es hängt stark von der Situation ab - aber in Kirchen arbeiten die wenigsten Hochzeitsfilmer mit Zusatzlicht, weil das einfach zu sehr stört. Beim gemühtlichen - privaten - Zusammensein ist es meist besser, einfach mehr Licht im Raum aufzudrehen, hilft schon ein wenig. In einer Studioumgebung sieht das sicherlich ganz anders aus - aber dort dürfte man auch weniger mit den Consumergeräten HC1/HC3 arbeiten.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Dazu fällt mir ein, das anscheinend die A1 (Profi Version der HC1) etwas Nachttauglicher gemacht wurde, dort ist auffällig das die Gainverstärkung in der Firmware erst später die max. Verstärkung begrenzt. Ich habe inzwischen auch den A1 Code dazu bekommen....ob es wirklich was hilft?

  • Zitat

    Original von JUB
    Verzichtet ihr auf solche Aufnahmen ( Kirchen, gemütliches Zusammensein bei wenig Licht u.s.w ) oder sorgt ihr immer für genügend künstliches Licht.


    Ich bin Anfänger mit der HC1, habe neulich abends draußen gefilmt und den Preset "Abenddämmer" gewählt. Das Ergebnis ist für meine Ansprüche perfekt.

    Einmal editiert, zuletzt von Magnol ()

  • ruessel
    Der Idealfall ! Shutter aufziehen hilft meiner Meinung nicht wirklich viel, naja und Bewegungen sind dann Tabu !
    Ja die A1 währe vielleicht eine Alternative, werde aber ersteinmal sehen was Canon so zu bieten hat. Die Ankündigungen sind ja vielversprechend.
    @ Achillis
    Rauschfreie ( Pixelauflösungfreie ) Aufnahmen in einer Kirche ?
    Mit welcher SD Kamera vergleichst Du und womit betrachtest Du Deine Aufnahmen ?
    Die Sache mit Digi-fotos zu unterlegen mache ich schon lange, sogar ohne Blitz mit längeren Belichtungszeiten und mit ISO 800 in meiner 5D.
    Magnol
    Genau, es kommt immer auf den Anspruch an. Ich bin von meiner VX2100 bisher sehr verwöhnt worden in dieser Hinsicht. Klar das man das gleiche mit neuer Technik auch erreichen möchte aber offensichtlich muss ich mich da in einer andren Preisklasse umschauen.


    Danke Euch allen, für die bisher gemachten Anregungen.

  • Also besser im lowlight-Verhalten ist die FX1 - aber die ist noch immer etwas schwächer als die vx2100.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Wobei: "schwächer" ist relativ. Ich habe bereits etliche Male in Kirchen mit der FX1 gefilmt, und bisher hatte ich noch nie Probleme durch zuwenig Licht.


    Die FX1 hat da zumindest noch eine Stärke: auch mit der stärksten Gain-Einstellung verrauscht das Bild noch nicht wirklich.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Hallo,


    bei der HC1 hilft auch noch, wie ich hier im Forum gelernt habe, die "Backlight"-Taste zu drücken. Ist ein guter Tipp, der mir schon oft geholfen hat.
    Wenn ich dann die Aufnahme im Vegas6 mit dem Sharpener-Filter (Kleinste Stufe) bearbeite, kommt ein für mich ansehnliches Ergebnis heraus.
    Zudem muss ich sagen, dass ich die HC1 gewählt habe, weil 90% meiner Aufnahmen mit Tageslicht gemacht werden.


    Gruß Detlev

    VG Det


    Fuji X-S10+X-A7/PanaFZ2000/Nikon D750+D600/Leica-DLux109/HX90V/YI 4K+Glas

  • JUB

    Zitat

    Rauschfreie ( Pixelauflösungfreie ) Aufnahmen in einer Kirche ?


    Ja, in einer Kirche z.B. ...


    Zitat

    Mit welcher SD Kamera vergleichst Du


    Mit Panasonic NV GS400 zum Beispiel...


    Zitat

    und womit betrachtest Du Deine Aufnahmen ?


    Mit dem Philips 37PF9830 LCD per HDMI vom HDR-HC3-Camcorder aus oder per Pinnacle Netzwerkplayer SC200...

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

    Einmal editiert, zuletzt von Achilles ()

  • Nehmen wir mal an, man will eine wirklich dunkle Szene Filmen - also keine Hochzeit o.ä. sondern eine gestellte Szene in einem fiktiven Werk. Wäre es eine Lösung mit mehr Licht aufzunehmen und dann einfach digital abzudunkeln? Oder käme da nur Müll raus?

  • Dem "Abdunkeln" sind Grenzen gesetzt. Wenn du etwas über den Helligkeitspegel 255 aufnimmst, ist die Information nicht vorhanden - und dann bringt eine Helligkeitskorrektur nichts. Allgemein gilt eher, dass man eher aus unterbelichteten Material noch was rausholen kann - solange nicht alles im Superschwarz-Bereich verschwunden ist, dann wäre das natürlich auch weg.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Zitat

    Original von SenorKaffee
    Nehmen wir mal an, man will eine wirklich dunkle Szene Filmen - also keine Hochzeit o.ä. sondern eine gestellte Szene in einem fiktiven Werk. Wäre es eine Lösung mit mehr Licht aufzunehmen und dann einfach digital abzudunkeln? Oder käme da nur Müll raus?


    Das funktioniert. Bei James Bond Die Another Day gab es am Anfang des Film z.B. eine Surferszene, in der sich 2 Agenten im dunkeln angeschlichen haben. Das ganze wurde in Wirklichkeit aber am Tag gefilmt und dann duch entsprechende Farb- und Hellichkeitskorrekturen auf Nacht getrimmt.

  • Kennt ihr Seiten mit unbearbeiteten Beispielvideos, was die Kameras bei wenig Licht zeigen?


    Da ich im Moment auf dem Skizzenblock ein paar Szenen habe, die in teilweiser Dunkelheit spielen, möchte ich mir schonmal Gedanken machen wie ich vorarbeiten müsste um ein gutes Endergebnis zu kriegen. :gruebel:

  • Dieses Thema haben wir in bestimmten Zeitabständen immer wieder diskutiert. Wir haben festgestellt, dass bei einer Belichtungszeit von1/25sek. 6db Empfindlichkeit zu gewinnen sind. Seit Erwerb der HC1 setze ich diese Möglichkeit ein, mit ordentlichen Ergebnissen. Kürzlich habe ich im Münster von Bad Doberan gefilmt und bei statischen Objekten noch längere Belichtungszeiten eingesetzt. Ich kann nur sagen: Die Ergebnisse sind "sendefähig". :D

    Viele Grüße,
    Rüdiger

  • Man kann dann im NLE noch etwas nachhelfen, da es primär die Schärfe ist, die bei der HC1 bei LL etwas nachgibt. Das recht geringe Rauschen bietet da eine Menge Speilraum. Bei der 1/25 ist es besonders bei punktuellen Lichtquellen im Bild ( Lampen oder Kerzen) wichtig vom Stativ zu filmen.

    LG
    Peter