1080i nicht gleich 1080i?

  • Hallo,


    wir hatten die Gelegenheit, uns den Canon XL H1 auszuleihen um ihn mit dem Sony FX 1 zu vergleichen. Der Vergleich auf großem Monitor scheiterte zunächst einmal daran, dass der H1 das Komponentenkabel nicht beilag und das der Sony mal wieder nicht passt.


    Was aber schon mal auffiel ist, dass die in der Canon gemachten Aufnahmen in der Sony nicht laufen. Es kommt die Warnmeldung: Aufnahme hat nicht das richtige Format, oder so ähnlich. Umgekehrt werden aber die Aufnahmen der Sony auch in der Canon abgespielt.


    Das wundert mich, denn beidesmal handelt es sich doch um 1080i, wobei das allerdings beim Canon 1080i50 heißt. Hat mir jemand dafür eine Erklärung?


    Grüße vom Jürgen

  • Hallo,


    die Aufnahmen der Canon XL H1 laufen in allen Sony nur wenn sie 1080 50i sind mit 2 Spur mpg 1 Audio.
    Die Canon XL H1 kann aber auch 4 Spur mpg2 Audio und Bild als 25F (also progressiv = Spezial von Canon).
    Diese kann Sony nicht lesen....


    Gruss

    Grüne Kommentare sind als Moderator, alles andere als User geschrieben.

  • Hallo Jürgen!
    Machs nicht so spannend - erzähl mal von euren Eindrücken.
    Sind ja schon viele neugierig. 8o
    lg, Franz

  • Hallo,


    kennt jemand eine vernünftige Quelle zu diesem '25F'? Wenn's 'echt progressiv' wäre, hieße es ja wohl '25p', also vermute ich ein 'pseudo-progressive', das mittels Zeilenverdopplung oder -interpolation ohne Interlacing auskommt - was man aber per adaptivem Deinterlacer HINTERHER eh viel besser machen könnte - oder seh ich das falsch?


    Schon mal DANKE!

  • Zitat

    Original von Trollpatsch
    ......kennt jemand eine vernünftige Quelle zu diesem '25F'?...........


    Durch diesen thread wird sicherlich einiges klarer...

  • Hallo Ihr Lieben,


    Ganz offensichtlich ist die von uns benutzte CANON XL H1 auf 25P(F?), also 25 Vollbilder pro Sekunde eingestellt. Während meine FX1 bekanntlich mit 1080i, also 50 Halbbildern pro Sekunde aufnimmt. Das erklärt manches.


    50 Halbbilder pro Sekunde sind übrigens ein Relikt aus PAL-Zeiten. Damals konnte man es noch nicht besser. Ich habe nie begriffen, weshalb das bei HDV immer noch Urstände feiert. Zumal die Halbbilder wieder zu Vollbildern zusammengerechnet werden müssen. Z.B. 30p wäre doch sicher - bei einem noch vertretbaren Datenstrom - auch möglich gewesen. Die Entwicklung geht ja jetzt sogar zu 1080p!!


    Klarer Vorteil der SONY: Bei Schwenks shuttert nichts. Darauf kann ich auch gerne verzichten. Hat mich beim Film lange genug geärgert.
    Nachteil der Sony: Während des Schwenkens werden die Bilder leicht unscharf. Das ist m. E. auch klar, da zwei Halbbilder, die beim Schwenken natürlich nie ganz identisch sind, zu einem Vollbild zusammen gerechnet werden müssen.


    Darüber wurde hier ja schon des öfteren lebhaft diskutiert.


    Vorteil der CANON: Die Bilder bleiben beim Schwenken knackscharf. Nachteil: Sie schuttern.


    Wunderbar, werden manche sagen. Das ist der richtige Filmlook. Dieser hochgelobte "Filmlook" (Shuttern, Kornrauschen, Hardcuts usw.) ist für mich eine Krücke aus der "Celluloid-Zeit", als man's noch nicht besser konnte.


    Zu den übrigen Bildvergleichsergebnissen: Wir haben jeweils versucht, die selben Motive aus der gleichen Position und im selben Ausschnitt aufzunehmen. Angeschaut haben wir uns die Ergebnisse auf einen HD-Ready LCD-Flachbildschirm über den Komponenteneingang.


    Beide Kameras machen exzellente Bilder. Die CANON scheint uns aber noch einen Tick besser in der Detailauflösung zu sein. Zumindest in diesem "25F" – Modus, was immer das ist.


    Die FX 1 hat schon sehr viele Möglichkeiten, in die Kameraeinstellungen einzugreifen. Die Canon hat verwirrend viele. Aber eben auch z.B. eine hervorragende 20-fach Wechseloptik.


    Für meinen Gebrauch rechtfertigt das trotz allem den dreifachen Preis der CANON nicht.


    Grüße vom Jürgen