HQ-Codec./.Aspect HD

  • Ebenfalls in derletzten Videoaktiv werden die beiden Codecs von Grass Valley und Cineform beschrieben. Beiden wird sehr viel Positives, bis hin zu einer "scheinbaren" Qualitätsverbesserung des bearbeiteten Videos attestiert.


    Interessant ist natürlich die Tatsache, dass der HQ-Codec bereits in Edius 4 enthalten ist, während Cineform Aspect HD - für Premiere Pro 2 - 500,-- US Dollar extra kostet.


    Frage an die Experten. Ist das ein erheblicher Wettbewerbsvorteil von Edius 4 z.B. gegenüber Vegas und Premiere?

    Viele Grüße,
    Rüdiger

  • Haben die Experten von videoaktivdigital wieder nichts dazu gesagt?


    Über diese Codec ist schon viel diskutiert worden hier, brauchst Du wenn Du mit Intermediate-Files arbeiten möchtest. Die Filegröße steigt dann auf 4-5fach an und Du hast dann ein File als Intraframe-HQ-AVI vorliegen, günstig für die Performance wenn die Platten diese hohen Datenmengen noch bewegen können. Günstig auch bei Keying-Aufgaben die viel präziser durchgeführt werden können und wenn Du mit mehrereren Generationen arbeitest. Die Verluste mit solchen Files, bei mehreren Generationen, sind geringer als bei MPEG2-Rendering...


    Ich kann bei mir den Canopus HQ-Codec in allen NLEs einsetzen. Um ehrlich zu sein, ich brauche ihn eigentlich nicht, weil ich immer nativ editiere... also nix Intermediate und nix Proxy...

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...

    2 Mal editiert, zuletzt von Achilles ()

  • also ich hatte mit dem Cineform Aspect V.4 in APPro 2.0 anfangs einige Probleme. Man hat mir nach langem Kampf als Bugfix die aktuelle Version 5 gegeben, in der das größte Problem gelöst ist und die Arbeit mit APPro 2.0 wieder ordentlich läuft.


    In APP 2 muss mann bei einem neuen Projekt sofort entscheiden, ob es in HDV nativ oder mit Cineform Aspect HD angelegt werden soll. Wird es als Cineform Projekt angelegt, dann hat das folgende Konsequenzen:


    1. wie Achilles schon schrieb, vergößert sich die Datenmenge je Clip um das 3 - 4-fache gegenüber m2t (nativ), da Cineform beim Capturen on the fly die m2t Dateien direkt in avi Dateien wandelt. Da das in Echtzeit erfolgt, ist das kein Nachteil, sofern der PC bzw. die HDDs das mitmachen (bei mir ein Raid System mit 2 x 400 GB Samsung HDDs)


    2. der Vorteil der avi Dateien von Cineform ist, dass man mehr Spuren in der Timeline von APP übereinander legen und im Preview ruckfrei mit Effekten betrachten kann, als bei Projekten in m2t (m2t erfodert enorme CPU Leistung beim Preview fürs Dekodieren)


    3. Weitere Vorteil bei Cineform Projekten ist, dass man sofort auf der Timeline mit Editieren loslegen kann, wenn man die Clips importiert und auf die Timeline gezogen hat. Bei APP nativen Projekten mit m2t-Clips legt APP erst mal temporäre Dateien an, beovr man überhaupt auf derTimeline arbeiten kann. Hat man viele kleine Clips, ist das echt nervig. Bei Cineform flutscht das gleich.


    4. Die Vorteile bei Keying, mehreren Generationen etc kann ich nicht beurteilen, da bin ich kein Experte für.


    5. Nachteil von Cineform ist, dass sich in Projekten mit Cineform manche Menüfenster (z.B. Clipeigenschaften, Titeleditor) etwas verlangsamen beim Öffnen und schließen, soblad man in den Wiedergabeeinstellungen von Cineform die Option "Wiedergabe auch beim Scrubbing über den externen Montior" aktiviert hat.


    6. was ich auch noch nicht ausgetestet habe, mangels BD-Brenner, ist, ob das Transkodieren und Ausgeben eines fertigen Projektes auf BD-R mit Cineform genau so lange dauert, wie mit m2t Projekten. Diese Frage hat aber bei mir keine Priorität.


    Fazit: Cineform muss man nicht haben, wenn man als Amateur editiert, aber es beschleunigt die Arbeit in APP. Mal sehen ob das auch in APP CS3 so sein wird. CS3 soll ja nicht nur HT sondern auch Quad Cores unterstützen, was mehr Performance beim Scrubbing und Rausrendern bringen würde -entsprechende CPU vorausgesetzt.


    Gruß


    Hape

    Einmal editiert, zuletzt von Hapewin ()

  • Ich habe mal die Aufnahmen mehrere Konzerte mit PPro 2 geschnitten, deren Aufnahmen mir im HQ-Codecs übergeben wurden. Ich habe dazu kurzzeitig die Demo von Edius installiert und dann ging es wunderbar mit PPro 2.
    Selbst beim Mehrkameraschnitt lief PPro super gut. Das Ganze hat schon etwas, wenn man keinen ganz schnellen Rechner hat.
    Ansonsten bleibe ich aber wie Bruno auch beim nativen Schnitt, weil auch das gut geht und die Datenmengen nicht so groß sind.

  • Ein 45 Minuten Projekt bei mir teilt sich z.B. so auf:


    1. Mehr als drei Videospuren: ca. 0,02%
    2. Drei Videospuren: ca. 0.5%
    3. Zwei Videospuren: ca. 0.5%
    4. Eine Videospur: 98,98%


    Ich habe auf Grund dieser Überlegung für mich enstchieden nicht mit diesen großen Intermediate-Files zu arbeiten und diese 98,98% der Zeit mitzuschleppen.

    Beste Grüsse;
    Es kommt darauf an wie kreativ man mit der Kamera umgeht, nicht wie teuer sie ist...