Beiträge von maverick0812

    So, das erste Testfile ist fertig. Mit 1-VBR und der Qualitätseinstellung "Gut" braucht die Berechnung ca. gleich lang wie für H.264 2-VBR, also quasi eine Verdoppelung der Zeit (ist ja nur 1-VBR statt 2-VBR).


    Vom optischen her sehe ich mal über PowerDVD und Co. keinen Unterschied. Die Bitrate wurde auf die Hälfte reduziert:


    H.264: 25 Mbps (maximal 35 Mbps) - 2-VBR
    HEVC: 12,5 Mbps (maximal 20 Mbps aufgrund des Main-Profils ist eine höhere Maximal-Bitrate nicht möglich) - 1-VBR


    Bin gerade dabei den gleichen Film mit der Qualitätseinstellung "Höher" zu berechnen: Die berechnete Renderzeit hat mit ca. 1400 Stunden angefangen, ist aber nach wenigen Minuten jetzt bei 32 Stunden unten, Tendenz (gottseidank) weiter fallend. Ich beobachte mal, ab wann die berechnete Zeit normal runter läuft, aber derzeit werden Minuten wie Sekunden runter gezählt.


    Beim Material handelt es sich um FullHD-Videomaterial mit 50 Vollbilder. Interessant ist, ob man eine qualitativen sichtbaren Unterschied zwischen dem Parameter "Gut" und "Höher" feststellen kann, obwohl ich derzeit auch keinen Unterschied zu H.264 und HEVC sehe und das bei der Hälfte an Bitrate.


    Den Parameter "am höchsten" werde ich mir eher schenken, da das wohl in keiner Relation mehr steht (um das Geld, was da der Stromverbrauch kostet, kann man sich auch mehr Speicherplatz besorgen, ist also sinnlos). Spätestens aber bei 4K-Material macht aber wohl auch der Parameter "höher" nicht mehr viel Sinn, denke ich mal, aber habe noch keine 4K-Kamera zum Testen.


    Sowohl bei H.264 als auch bei HEVC handelt es sich um einen direkten Export aus Premiere. Die Konvertierung des fertig gerenderten H.264 Films bringt ja als Vergleich nicht viel, da es dann wieder einen Render-Generationensprung gibt.

    Seit Dezember gibt es bei Adobe Premiere endlich auch die Möglichkeit in HEVC auszugeben. Mich würde interessieren, ob jemand schon Erfahrungen dabei hat? Die Einstellungen unterscheiden sich teilweise von der H.264 Ausgabe: kein 2-VBR, nur mehr 1-VBR.


    Es gibt einen Qualitätsparameter (gut, höher, am höchsten). Am höchsten braucht ja ewig, mit der Einstellung "gut" kommt man vom zeitlichen her an H.264 ran. "Höher" habe ich noch nicht probiert. Frage ist halt, in wie weit man da einen Unterschied feststellen kann.


    Als Bitrate-Wert habe ich mal die Hälfte der H.264 Version verwendet (bei 25 Mbps, also dann 12,5 Mbps).


    Etwas verwirrt bin ich eher, warum es kein 2-VBR mehr gibt. Nicht mehr notwendig oder einfach derzeit nicht implentiert? Auch beim Qualitätsparameter denke ich mir, dass ich eher auf "Höher" einstellen werd müssen, da ich mir nicht vorstellen kann, dass bei "Gut" die Qualität gleichbleibend im Vergleich zur H.264 Version sein kann, wenn die Geschwindigkeit zur Berechnung die gleiche ist. Der HEVC Codec ist ja rechenintensiver.


    Sind diese Qualitätsparameter vergleichbar mit den Presets von x265? (Medium, Slower, Slowest)

    Also für H.264 nutzt Adobe die GPU-Beschleunigung beim Export des Videomaterials? Bei HEVC derzeit natürlich nicht, kommt später aber sicher, wenn der HEVC Encoder bei mehr Grafikkarten verbaut ist.


    Beim NVENC Plugin, das über das Adobe Forum bezogen werden kann, funktioniert auch bei HEVC die GPU-Beschleunigung. Auch die GPU-beschleunigte H.264 Ausgabe ist durch das Plugin wesentlich schneller als über die offizielle Adobe-Lösung. Aber für H.264 macht das für mich keinen großen Unterschied aus. Bei HEVC kommen jedoch in bester Qualität schnell 15 Stunden und mehr für ein simples 30 Minuten Video in 1920x1080 zusammen, da ist das NVENC Plugin schon sehr interessant.

    Hat jemand zwischenzeitlich schon Erfahrung mit der Qualität beim Export von HEVC. Mit dem Plugin kann ich meines Wissens nicht direkt eine Premiere Sequenz rendern lassen. Es geht nur als reiner Video Converter. Habe deshalb zuerst in H.264 und 100 Mbps ausgegeben, um diese Datei dann mit dem Plugin in HEVC auf eine "attraktive" Bitrate im Vergleich zum H.264 File zu bringen. Der Export geht wirklich sehr schnell mit der GPU-Beschleunigung. Nur bin ich ein wenig skeptisch, was die Qualität angeht.


    Hat da jemand schon Tests?


    Bei der HEVC Codec Integration von Adobe kann man bei Qualität ja auch von gut bis sehr gut (auf Kosten der Renderzeit natürlich) einstellen. Bei einem GPU beschleunigten Rendering gibt es derlei Einstellungen nicht.


    Habe mich dabei auch mit DVDFab testweise beschäftigt, dass ja zwischenzeitlich auch eine GPU-beschleunigte Konvertierung bei HEVC unterstützt. Der Export ist zeitmäßig gleich schnell, wobei DVDFab derzeit nur CRF und 1-pass VBR mit GPU-Beschleunigung unterstützt. 2-pass VBR wird (derzeit) noch nur über die CPU verarbeitet, was bei HEVC leider eine sehr zeitraubende Sache ist.


    Ich denke aber, dass es einen Grund haben wird, warum Adobe bisher (also auch bei H.264) auf GPU beschleunigtes Rendering verzichtet hat. Im Prinzip wird CUDA nur bei ein paar Überblendungen, Videoeffekte und bei der Vorschau verwendet. Für das Rendering selbst ist primär die CPU zuständig. Wobei gerade bei HEVC eine GPU-Beschleunigung sehr interessant wäre, da eine qualitativ hochwertige Berechnung mit heutigen Computern um mehrere Stunden verdreifacht teilweise. Mit der GPU geht das ganze bei 180 bis 200 Bilder pro Sekunde.


    Die Frage für mich also ist schon: Wie sieht es da mit der Qualität aus? nVidia selbst wird sich da wohl auch was dabei gedacht haben, einen Encoder Chip auf seine Grafikkarten zu platzieren. Und Adobe scheint dies nicht wirklich nutzen zu wollen (Qualitätsgründe oder Programmieraufwand zu hoch?). Warum man den Kunden aber nicht die Wahl lässt, einen Renderexport mit oder ohne GPU-Beschleunigung zu machen (vielleicht mit dem Hinweis, dass die Qualität beim GPU-Enocding darunter leiden wird,... oder auch nicht?).

    Hab jetzt mal ein FullHD-Video (H.264, 1080 50p, 27 Mbps VBR 2-pass, max. 35 Mbps) in HEVC konvertiert (H.265, 1080 50p, 12 Mbps VBR 2-pass, max. 17 Mbps) mit dem Plugin konvertiert:


    - Audioausgabe geht bei mir nur WAV, sonst bekomme ich eine Fehlermeldung (ist aber nicht so tragisch, da ich Audio sowieso immer separat ausgebe)
    - Mutliplexing habe ich demnach ebenso nicht probiert, da ich die AC3-Datei der H.264 M2ts-Datei einfach mit der H.265 Videodatei neu als MKV gemuxt habe.


    Also 31 Minuten Videomaterial braucht bei mir keine 18 Minuten zum Berechnen. Die GPU-Unterstützung der GTX 960 funktioniert also mit dem Plugin (Windows 10, Adobe Premiere CC 2015.1) einwandfrei. Mit GPU-Beschleunigung geht die Berechnung in HEVC schon wirklich schnell (ca. 1/3 schneller als die Laufzeit des Films).


    Das Abspielen des Videos dagegen war so eine Sache:
    - Cyberlink PowerDVD 15: spielt zwar ab, bei den Szenenübergängen zeigt es aber extreme Bildartefakte und falsche Farben und beim Weiterspringen zu einer bestimmten Szene hängt das Bild, aber der Ton geht normal weiter
    - VLC Media Player: ähnliche Bildfehler bei den Übergängen, aber nicht so häufig und Weiterspringen geht ohne Probleme
    - Windows Media Player (mit Shark 007 Codec Package und bei den LAV Filtern mit aktivierter GPU-Unterstützung für HEVC): funktioniert einwandfrei, keinerlei Bildfehler


    PowerDVD und VLC nutzen beide die GPU-Beschleunigung beim Abspielen, vielleicht wurde das anders gelöst als mit dem Shark 007 Codec Package.


    Speicherplatz-Vergleich:
    H.264 m2ts: 5,95 GB
    H.265 mkv: 2,75 GB


    Habe radikal die Hälfte der Bitrate vom Ausgangsmaterial einfach beim Codieren angesetzt (sozusagen das Werbeversprechen von HEVC versucht einzuhalten), was sich dann ja auch bei der Dateigröße bemerkbar macht, was ja schlussendlich der Sinn ist.


    Bildvergleich:
    mit bloßem Auge sehe ich bei ruhigere Szenen keinen Unterschied, weder beim Monitor (wodurch man beim geringeren Abstand ja eher die Mankos von stärkerer Kompression sieht) und dann bei einem 40 Zoll Fernseher bei größerem Abstand sowieso nicht. Auch bei Unterwasseraufnahmen mit schnellen Bewegungen von Fischen tu ich mir schwer einen Unterschied zu erkennen. Einzig bei Palmen im Wind seltsamerweise, wirken die Linien der Blätter nicht mehr so fein. Allerdings kommt mir das Bild bei H.264 da auch nicht wirklich perfekt vor, kann auch eine Eigenheit des Camcorders gewesen sein (Moire?), der Originaldateiclip aus der Kamera für die Szene liegt mir leider nicht mehr zum Vergleich vor. Der H.265 Codec arbeitet bei Kompression ja auch anders, Kompressionsmerkmale machen sich da wahrscheinlich auch anders bemerkbar. Hätte ich jetzt aber nicht die H.264 zum direkten Vergleich, würde ich mir schwer tun, das als schlechtere Bildqualität abzutun.


    Vor allem sollte man bedenken, dass dies eine Konvertierung eines bereits einmal berechneten H.264 Videos ist (Camcorder-Material war AVCHD 50p), ist also wieder eine weitere Rendergeneration und sogar ein Codec-Wechsel.


    Fazit:
    - erstaunlich, was ein KOSTENLOSES Plugin da alles leisten kann. (warum hat Adobe nicht gleich eine GPU-Beschleunigung mit dem Update mitgeliefert?)
    - mit GPU-Beschleunigung läuft die H.265 Konvertierung wirklich rund und flott. Keine 100 Stunden warten, bis die Berechnung fertig ist, was ja das größte Manko derzeit vom neuen Codec ist.


    SD-Material in H.264 würde ich jetzt nicht unbedingt konvertieren, da das Speicherplatzmäßig keinen Sinn macht. Ob die Datei jetzt 1,1 GB oder 800 MB hat, ist ja heutzutage irrelevant und auch HEVC kommt bei zu niederen Bitraten mal an seine Grenzen. SD habe ich in H.264 üblicherweise mit 3 Mbps (VPR 2-pass, max=8 Mbps), da auf 1,5 Mbps erscheint mir nicht mehr zielführend, weder von der Bildqualität noch vom Speicherplatzvorteil. Was anderes wäre es vielleicht, wenn man das DV-AVI Material noch hätte und direkt in HEVC konvertieren würde und somit MPEG-2 und H.264 als Endformat einfach auslässt.


    HD-Material zu konvertieren wäre da aber eher interessant, statt 6 GB sind es nur mehr 3 GB,... das hat schon was.


    Richtig Sinn macht das ganze aber erst bei 4K-Videos, wenn man statt der 80 oder 100 Mbps in H.264, "nur" mehr 40 Mbps in HEVC benötigt. Netflix und Co. sollen ja ca. mit 20 Mbps 4k streamen. Interessant wäre dann, mit welchen Bitraten 4k BluRays dann im Frühjahr daher kommen.


    Mangels Camcorder und Videomaterial kann ich das ganze mit 4k aber leider nicht testen. Aber selbst wenn die Berechnung dann doppelt, dreifach oder vierfach lange brauchen würde. Immer noch besser als 80 bis 100 Stunden. ;-)

    Interessant wäre auch, ob eine GPU-Beschleunigung für HEVC integriert ist? Das würde die FPS beim Rendern schon merklich erhöhen. Gerade die 900er Serie von Geforce hat ja bereits Encoder ab Werk (und die 960er sogar einen Decoder, der für das Rendern aber weniger relevant ist). Das macht zeitlich schon einen markanten Unterschied aus.


    Der Vorteil von HEVC kommt sowieso erst bei niederen Bitraten im Vergleich zu H.264 zum Tragen, von dem her, wäre es schon interessant, ob die Speicheroptimierung bei "gleichbleibender" Qualität gehalten werden kann.


    4K wird ja bekanntlich vorwiegend mit 20 MBit ausgestrahlt. Mit einer derartigen Bitrate habe ich 1080i Videomaterial gerendert. Das ist schon unglaublich. Ein guten Vergleich in Sachen Bitraten gibt es wohl erst, wenn die 4K Blurays rauskommen und die Hollywood-Industrie da ansetzt.

    Dolby Digital Plus macht sowieso nur bei einem LPCM-Ton-Ausgangsmaterial Sinn, zeichnet der Camcorder schon im verlustbehafteten Dolby Digital mit einer Maximalbitrate von 640 kbps auf, macht das modernere Format mit einer höheren Bitrate eh keinen Sinn.

    Also ich habe mir schon die Arbeit "angetan", alte Super8, (S)VHS Filme nach der Digitalisierung einem neuen Schnitt zu verpassen. Früher ging das ja alles nur mit Klebeband oder zwei Videorekordern. Die Möglichkeiten heute allein was die bloßen Bildoptimierungen (Helligkeit, Sättigung, Kontrast, Schärfe) oder die Nachvertonung anbelangt, verpassen diesen alten Filmen schon eine deutliche Verjüngung.


    Klar, es wird nie DVD-Qualität erlangen, geschweige denn FullHD, aber es ist schon erstaunlich, was man da herausholen kann. Im Endeffekt sehen die dann besser aus als das Original mit den ganzen Korrekturen.


    Nach einem sinnvolleren Schnitt, was das 2-Stunden-Gefilme in einen von mir aus 1-stündigen spannenden und unterhaltsamen Abendfilm macht, sind diese alten Erinnerungen auch auf den heutigen 50 Zoll Fernsehern durchaus ansehnlich.


    Aber derartige Projekte bewahre ich selbst auch nicht auf. Wenn ein Projekt fertig ist, ist es fertig. Glaube nicht, dass ich oder meine Nachkommen 15 Jahre später noch eine "Extended Version" mit noch bis dato "unveröffentlichten" Szenen daraus machen werden, um diese dann mit einem H.280 Codec, der wahrscheinlich HEVC-Ultraplus heißen wird, aus meiner MPEG-2 Datei mit 8 Mbps, eine bescheidene 0,3 Mbps mp8-Datei zu machen. ;-)


    Spaß beiseite. Trotz zwischenzeitlich 6 bis 8 TB Festplatten bräuchte ich bald einen Schrank an Platten davon, wenn ich auch noch die Projektdateien mit dem meist 80 GB Quellmaterial (und den ganzen anderen Dateien wie unkomprimierte Routen-Videos, Bilddateien, Musik im WAV-/MP3-Format) aufbewahren müsste,... hinzu kommt, dass ich bei jeder neuen Version von Adobe Premiere auch alle Projektdateien zu kontrollieren habe, ob diese überhaupt noch kompatibel sind mit der neuen Version und die ganzen Verknüpfungen zu den Dateien weiterhin gewährleistet sind. Mal abgesehen davon, dass man früher vielleicht Plugins verwendet hat, die im Schnitt enthalten sind, aber in neueren Versionen gar nicht mehr vorkommen.


    Außerdem ist es bei mir schon mal vorgekommen, dass ich mein Schnittprogramm gewechselt habe, da das alte einfach nicht mehr weiter entwickelt wurde (Ulead Media Studio Pro 8 auf Adobe Premiere CS3). Was hätte ich jetzt mit den alten Projektdateien machen sollen?

    Schlussendlich zählt doch auch das subjektive Betrachten und wenn man bei einem 40 Zoll Fernseher keinen Qualitätsunterschied feststellen kann, muss es wohl passen.


    Im Übrigen habe ich eine interessante Dokumentation betreffend MPEG-2/H.264/HEVC gefunden: http://ec2-50-16-227-110.compute-1.amazonaws.com/media/store/page-media/events/39/AVC & HEVC - PBS TechCon 2012 - Goldman v2 (ppt).pdf


    Wahnsinn, was alles möglich ist, bei jeder Codec-Generation spart man teilweise 40 bis 60 % und das ohne sichtbaren Qualitätsverlust.


    4K BluRays sollen ja auch auf HEVC setzen.

    Die Qualität des H.264 Encoders ist ja entscheidend, deswegen war ich zur Anfangszeiten da verständlicherweise noch skeptisch. Natürlich sollte man die Bitrate nicht unbedingt nach unten ausrichten, wenn man genug Platz hat, was ja bei den heutigen Festplatten und BluRays kein Problem darstellt. (außer es wird dafür benötigt, zB für die Ausgabe auf YouTube, etc.)


    Die Frage stellt sich aber in wie weit soll man das ganze dann (künstlich) nach oben schrauben?


    Deine Kamera zeichnet mit 45 bis 55 Mbps aus, was spricht also dagegen diese Bitrate auch beim Encoden zu verwenden? So hat man den geringsten Qualitätsverlust.


    Meine Annahme ist ja nur, diese Bitrate zu verwenden, die auch die Kamera hat, da eine höhere auch keine Qualitätsverbesserung meines Erachtens mehr bringen kann.


    In deinem Fall steht dir aber von vornherein quasi schon das Maximum zur Verfügung. Da stellt sich also die Frage, ob man die Bitrate überhaupt reduzieren sollte, außer das Ausgabemedium erfordert es (BluRay erlaubt ja nur maximal 35 Mbps zB)

    In deinem Fall würde ich mich auch so um die 26 bis 28 Mbps bewegen.


    Der Camcorder meines Vaters zeichnet gemäß AVCHD 2.0 mit 28 Mbps und 50p auf. Für eine 50i-BluRay-Ausgabe nehmen wir beim 2-VBR-Verfahren jetzt 28 Mbps als Ziel-Bitrate und 35 als Maximal-Bitrate her.


    Mein älterer Camcorder von Sony geht eben noch nach dem AVCHD 1.0 Standard, das maximal 24 Mbps unterstützen würde (und ja ich weiß, dass das mit dem Encoden danach selbst nichts zu tun hat, es dient nur als Richtwert für mich). Da die Maximal-Bitrate meines Camcorders bei 16 Mbps liegt, war meine Annahme, dass ich diese als Ziel-Bitrate beim Encoden verwende und als Maximal-Bitrate beim 2-VBR-Verfahren gehe ich von 24 Mbps aus.


    Optisch gesehen, sehe ich keinen Unterschied bei meinem 40 Zoll Fernseher.


    Mein Vater hat bis vor kurzem immer mit konstanten 30 Mbps in MPEG-2 codiert, dann hat er mal 25 Mbps in H.264 ausprobiert und sieht bei seinem 60 Zoll keinen Unterschied und er ist ein sehr kritischer Mensch normalerweise.

    Mein Sony Camcorder zeichnet mit 16 Mbps im AVCHD-Format. Dazu kommt noch eine Dolby Digital 5.1 Ton Spur mit 640 kbps.


    Export soll wieder H.264 sein. Mehr Bitrate wird wohl keinen Sinn machen, da das Ausgangsmaterial ja die gleiche Bitrate hatte.


    Oder sehe ich das falsch?


    Bei älteren Encodern von Schnittprogrammen habe ich vorsichtshalber 17 Mbps verwendet, da frühere Encoder von Schnittprogrammen vielleicht nicht so gut waren, wie der H.264-Encoder von Camcorder.

    Zu den normalen M2TS Files lege ich auch noch die BluRay/DVD Images ab. Mach das Menü und die ganze Struktur der Disc ja auch nicht gerne nochmal neu, wenn es eine neuerliche Kopie bedarf. BluRay-Rohlinge kosten ja heutzutage nicht mehr die Welt.


    Den fertigen Film gibt's meist in einer schönen blauen BluRay-Doppelhülle, wo die BluRay- und die DVD-Version Platz finden, somit hat man für beide Abspielgeräte alles in einer Hülle.


    Neuere Kameras zeichnen ja zwischenzeitlich mit 50p auf, was nicht mehr den BluRay-Spezifikationen entspricht und somit auch nicht mehr als BluRay-Film gebrannt werden kann, es sei denn man down konvertiert von 50p auf 50i. Für solch Qualitätsbewusste gibt es dann halt "nur" mehr die MP4-Variante.


    So gesehen, besteht das Archiv immer aus 4 Bestandteilen bei mir:
    - die Videodateien (M2TS oder MP4, je nachdem ob 50i oder 50p vorliegt)
    - BluRay-Image
    - DVD-Image
    - InDesign Case Cover (Projektdatei und PDF)

    Ist vielleicht besser so. Danke für die Info. Dachte nur, sollte irgendwann mal MPEG-2 nicht mehr unterstützt werden und H.264 oder gar HEVC die Gegenwart sein. Möchte auch in 20 Jahren noch meine alten Videos abspielen können. Der Wechsel zu moderneren Codecs erschien mir da logisch.


    Also einen Qualitätsunterschied zum Quellmaterial konnte ich bei gleicher Bitrate mal nicht feststellen. Hab mir da anfangs natürlich zwei Varianten, einmal in MPEG-2 und einmal in H.264 berechnen lassen. Sowohl mit konstanter als auch mit variabler Bitrate. Aber hängt wohl auch vom Quellmaterial ab.


    Des Weiteren habe ich ja als Zielbitrate 17 Mbit/s eingestellt und als maximale Bitrate 24 Mbit/s. Sollten also vom Encoder her beim 2-fachen Verfahren 17 Mbit/s zu wenig sein, würde es ja dann die maximale Bitrate von 24 Mbit/s ausreizen oder wie ist das bei den variablen Bitraten-Einstellungen sonst zu verstehen?

    Bisher habe ich immer in Dolby Digital exportiert, durch ein Update von Adobe Premiere Pro CC ist es jetzt auch möglich in Dolby Digital Plus zu exportieren? Macht sowas bei den eigenen Files überhaupt Sinn? Mein Camcorder zeichnet zwar in Dolby Digital 5.1 auf, aber meine Hintergrundmusik ist sowieso auf Basis von MP3-Dateien und ein hörbarer Qualitätsgewinn zwischen Dolby Digital und Dolby Digital Plus ist bei dem Quellmaterial wahrscheinlich nicht zu erwarten.


    Hat jemand Erfahrung mit Dolby Digital Plus?


    Ich konvertiere meine BluRays über Encore auch ins DVD-Format, um beide Formate abzudecken, da es einige gibt, die es immer noch Bekannte gibt, die nur einen DVD-Player haben und man seine Filme ja trotzdem zeigen möchte. Dolby Digital Plus soll aber nur optional für BluRays sein (für HD-DVD war es zwingend).


    Was heißt das für die Konvertierung dann ins DVD-Format?

    Die Konvertierung MPEG-2 zu H.264 beschäftigt mich seit langem, aber selbst (Semi-)Profis sind da immer unterschiedlicher Meinung, wie ich aus Foren und diversen Fachartikeln lese:


    Meine privaten Filme haben durch die technische Entwicklung seit jeher eine Wandlung durchlebt: Super 8, VHS, SVHS; SVCD, DVD, BluRay


    Alte VHS-Filme wurden digitalisiert und auf DVD gebannt. Die alten Super-8, die ich früher auf VHS einmal übertragen habe, wurden von einem Digitalisierungs-Unternehmen ins digitale Zeitalter neu portiert und ebenso auf DVD "verewigt".


    Zu Beginn des HD-Zeitalters habe ich noch in MPEG-2 exportiert, da ja damalige Prozessoren für H.264 nicht wirklich ausgereift waren, um diese in akzeptabler Geschwindigkeit zu rendern. Hinzu kommt natürlich, dass damalige H.264-Encoder in Schnittsoftware noch selbst nicht so gut wie der "alte" MPEG-2 Encoder waren.


    Meine derzeitige AVCHD-Kamera zeichnet mit 17 Mbit/s auf. Zwischenzeitlich encodiere ich meine fertigen Filme in H.264, bei einer variablen Bitrate von 17 Mbit/s (maximale Bitrate ist dabei auf 24 Mbit/s im 2-fachen Verfahren).


    Meine Annahme ist dabei, dass die Qualität ja nicht besser werden kann, wenn die Bitrate des Quellmaterials sowieso schon bei 17 Mbit/s ist (und bei der variablen Encodierung habe ich ja dafür noch die maximale Bitrate von 24 Mbit/s als Spielraum angegeben).


    Sollte ich eine neue Kamera mit mehr Bitrate haben, würde ich auch beim Encodieren diese darauf anpassen natürlich. Soweit so gut.


    Jetzt habe ich noch alte MPEG-2 Dateien, die ich gerne ins neue H.264 Zeitalter transportieren möchte, natürlich mit den Vorzügen der Platzersparnis durch den neuen H.264.


    Die Frage also, was sich für mich stellt, welche Bitrate ist ungefähr als Richtwert anzusehen? Im Internet findet man 1080p Filme mit meines Erachtens lächerlichen Bitraten (teilweise 8 MBit/s), die aber beim Fernseher trotzdem für einwandfreie Ergebnisse sorgen. Abgesehen davon, dass HD-Fernsehkanäle ebenso mit derartigen Bitraten arbeiten. Von dem her sieht man ja, was so ein H.264 leisten kann.


    Meine derzeitigen Videoeinstellungen:


    576i-Material
    MPEG-2
    8 Mbit/s konstant (Video)
    384 kbit/s Audio (Dolby Digital Stereo)


    1080i-Material (alt)
    MPEG-2
    30 Mbit/s konstant (Video)
    384 kbit/s Stereo bzw. 448 kbit/s Mehrkanal (meine Sony-Kamera hat Dolby Digital 5.1)


    1080i-Material (aktuell)
    H.264
    17 Mbit/s variabel (Maximalwert 24 MBit/s gemäß AVCHD-Spezifikation meiner Kamera)
    448 kbit/s Mehrkanal Audio (Dolby Digital 5.1)


    Abschließend stellen sich also für mich zwei Fragen:
    1.) Welche Bitrate wäre für eine MPEG-2 DVD Konvertierung in H.264 mit variabler Bitrate anzudenken?
    2.) Kann ich bei der Konvertierung von 1080i MPEG-2 in H.264 die Einstellungen so wie oben beschrieben verwenden?

    Ich habe eine Sony HDR-XR500VE mit einem Sony Unterwassergehäuse (wasserdicht bis 5m, habe ich aber problemlos auf 10m runter bekommen) und war bisher mit den Aufnahmen schon sehr zufrieden.


    Das Gehäuse ist stabil und die Qualität der Videokamera überzeugt auch. 2009 hat noch keiner an Actioncams gedacht.


    Jetzt sind sie allerdings in aller Munde und vor allem die neue Sony HDR-AS100 interessiert mich da (Bildstabi, UW-Gehäuse für bis zu 60m, reichliches Zubehör wie zB fürs Mountainbiken).


    Skeptisch bin ich allerdings bei der Videoqualität. Die YouTube Aufnahmen von ActionCams können mich nicht wirklich überzeugen, aber Artefakte und typische YouTube Kompression können die tatäschliche Qualität einer solchen Kamera auch verfälschen. Nichts desto trotz sind auch die Aufnahmen der "Amateure" meist nicht wirklich ausgezeichnet.


    Hat jemand Erfahrungen mit ActionCams, vor allem im Hinblick auf Unterwasseraufnahmen. Kann man da wirklich von HD-Qualität sprechen, die zumindest bei den UW-Aufnahmen mit meiner "alten" HDR-XR500VE aus dem Jahre 2009 ran kommt?


    Sind ja immerhin 5 Jahre vergangen, da hat sich technisch ja einiges getan.


    Das jetzige UW-Gehäuse ist natürlich aufgrund der Größe eher sperriges Gepäck und durch den luftigen Spielraum darin ist der Auftrieb Unterwasser auch nicht gerade schwach. Da wäre wahrscheinlich eine ActionCam handlicher.


    Deswegen wollte ich mal hier eine kleine Diskussion starten, vor allem ob jemand da praktische Erfahrung hat, "unverfälschte" Unterwasseraufnahmen hat, die man sich vielleicht mal am Fernseher anschauen kann und nicht unbedingt von einem grünstichigen See stammen.


    Ich weiß, man kann nicht alles haben und die Qualität wird sicher nicht die gleiche sein, aber man liest ja oft "wilde" Geschichten, von Artefakten und sichtbare Pixel.


    Einsatzbereich wäre bei mir fast ausschließlich Unterwasser bzw. beim Mountain Biken.


    Vielen Dank bisweilen und ich bin gespannt auf eure Ausführungen und Erfahrungen.

    Habe Video und Audio getrennt über Premiere ausgegeben.


    Danach die 5.1 WAV-Datei mit dem Programm in 5.1 AC3 umwandeln lassen.


    Dann Video und Audio in Encore CS5 aufs Schnittfenster gelegt,... passt genau!


    Um das ganze auch bei Premiere CS5 anschauen zu können, habe ich Video und AC3-File mittels ts_Muxer als m2ts-Datei gemuxt.


    AC3-Dateien werden von Premiere ja nicht importiert, "gepackt" mit einem Video in eine m2ts-Datei, also als AVCHD erkenntlich, aber durchaus.


    Da konnte ich mir das ganze nochmal mit dem Audiomixer anschauen und wird auch einwandfrei als 5.1 Audiospur importiert.