Beiträge von Replay

    Gute Automatiken -> Sony (egal ob Camcorder oder Foto). Was die Automatik angeht, macht Sony so schnell keiner was vor.


    Beim Camcorder wäre die Panasonic V757 einen Blick wert. Die gibt es knapp unter 500 Euro und ist ein recht ordentliches Ding. Ich habe die W858, was eine V757 mit erweiterter Ausstattung (zweite Kamera und IR-NightShot) ist.

    Zumal Kondensatoren keine Wärme mögen und diese Bauteile genau da plaziert werden, wo es im Gerät besonders warm wird. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Ersetze den VLC-Player gegen den Media Player Classic Home Cinema (MPC HC). Da aber in jedem Fall zur 32 Bit-Version greifen, auch wenn das System 64 Bit hat.


    Apropos System. Ich denke eher, daß die Hardware der Flaschenhals ist. Für FullHD sollte der PC schon halbwegs aktuell sein, sonst wird das nichts, die Wiedergabe ruckelt, hat Aussetzer in Bild und Ton.

    Hier noch die eine oder andere Ergänzung.


    WLAN
    Eher suboptimal. Die Fernbedienung ist ganz gut zu nutzen, aber die Wiedergabe bereits aufgezeichneter Clips per WLAN auf dem iPad oder iPhone kann man vergessen. Die Videos werden in geringer Auflösung, stark komprimiert und ruckelig gestreamt. Eine Einstellung zur Qualität habe ich nicht gefunden. Schade, denn die Kontrolle der Clips vor Ort auf dem iPad (größerer Bildschirm) wäre der eigentliche Einsatzzweck dieser Funktion gewesen. Seltsamerweise ist die Darstellung im Fernbedienungsmodus (Livebild) einwandfrei, wenn auch etwas verzögert.


    Die Übertragung im Babyphone-Modus im eigenen Netz per Router (hier: Fritzbox 7390) klappt nicht richtig. Die Audioübertragung ist, warum auch immer, nur in einer Richtung möglich (Kamera -> iPhone). Es erscheint eine diesbezüglich nichtssagende Fehlermeldung (Audioübertragung nicht möglich oder sowas in der Art). Na ja, zur Hälfte klappt's ja... ?(


    Handbuch
    Unstrukturiert und unübersichtlich. Und in großen Teilen nichtssagend.


    Ton
    Wie im vorangegangenen Beitrag geschrieben, sollte man an den Grundeinstellungen schrauben. Das habe ich wie oben angegeben gemacht und bin vom Ton absolut begeistert. Die Räumlichkeit ist einwandfrei, was um so erstaunlicher ist, weil die Mikros alle oben auf dem Objektiv auf kleinem Raum zusammengepfercht sitzen. Aber das funktioniert, wie das Gerät sehr eindrucksvoll beweist.


    Touchscreen
    Reagiert manchmal nicht und das wurde in einigen Tests auch angemerkt. Vielleicht gibt's ja ein Firmware-Update, das diesen Fehler behebt. Das ist jetzt kein Beinbruch, aber ein Fix wäre dennoch nicht schlecht.


    In der prallen Sonne ist das Bildschirmchen sogar ganz gut abzulesen, selbst bei normaler Bildschirmhelligkeit. Das scheint Panasonic im Griff zu haben, weil auch bei meiner alten SDR-S21 der Schirm in der Sonne gut abzulesen war. Bei der GW55 sieht man in der Sonne auf dem Display indes nichts mehr.

    Mir der Kamera ging's schneller als erwartet, ich habe das Teil mal durchprobiert und meine Eindrücke hier in Kurzform.


    Bild
    Einwandfrei. Seit Jahren der erste Panasonic-Consumer-Camcorder, der in der Grundeinstellung nicht überschärft. Ich habe mich schon darauf eingestellt, die Schärfe etwas reduzieren zu müssen. Muß man beim W858 nicht. Der Bildeindruck ist etwas kühl, aber das läßt sich ja auch einstellen. Die Problematik mit dem Hang ins Türkise hat die W858 nicht. Das Ding ist keine Nachteule, da kann der winzige GW55 mit seinem Krümelsensor und den daumennagelgroßen Objektiv ein gutes Stück mehr. Manuell ist bei 1/50 und +18 dB Gain Schluß, wer 1/25 (und mehr Gain?) möchte, muß auf das „Kerzenprogramm“ oder auf den IA+-Modus wechseln. Kurios, da waren die SDR-S9 und SDR-SW21 im manuellen Modus flexibler.


    Ton
    Leise. Aber eine gute Grundlage. Man kann auch hier, wie bei Panasonic üblich, einiges an der Grundeinstellung ändern, was man auch machen sollte. Um die Empfindlichkeit des Mikros des GW55 zu erreichen, muß man den Ton beim W858 um satte 6 dB (!) in der Grundeinstellung verstärken (ich habe dafür den Modus mit AGC verwendet, es gibt auch einen Modus ohne AGC). Und dabei gleich in den Grundeinstellungen den Hochtonanteil um 3 dB verstärken, sonst klingt es etwas dumpf.


    Handhabung
    Gut. Das Gerät liegt einwandfrei in meinen Händen (schmal, lange und dünne Finger) und die Bedienelemente liegen gut erreichbar an der richtigen Stelle. Bis auf den Auslöser für Foto (den man aber getrost ignorieren kann, siehe weiter unten). Weniger gut, um nicht zu sagen richtig schlecht, ist der Handriemen. Dessen Innenseite ist mit dem gleichen Plastik gearbeitet wie die Außenseite. Das ist auf der Haut unangenehm und schwitzig. Alle bisher von mir genutzten Videokameras hatten auf der Innenseite des Riemens eine textile Fütterung. Da werde ich mir was einfallen lassen und ein so lausiger Handriemen gehört nicht ans Consumer-Spitzenmodell.


    Fotofunktion
    Reden wir nicht groß darüber... <X Warum die Fotos eine so extreme Randunschärfe haben, weiß wohl nur Panasonic. Die Videos sind indes einwandfrei, ohne Randunschärfen, am Objektiv liegt es nicht. Genauso schleierhaft ist, warum man beim Foto nicht die native Sensorauflösung einstellen kann. Entweder 2,1 MP oder interpolierte und entsprechend übel aussehende 12,x MP oder gar 24,x MP. Alles Quatsch und unbrauchbar. Warum nicht die native Sensorauflösung von 6 MP fürs Foto? Das beste Foto hat man, wenn man ein Frame aus dem Video rausholt. Hier wird eindeutig künstlich beschränkt, um nicht im Bereich der Fotoapparate zu wildern, denn rein technisch würde das Ding eine durchaus gute Kompaktkamera abgeben.


    TwinCam-Funktion
    Damit kann man, etwas Kreativität vorausgesetzt, interessante Dinge machen. Leider ist die zweite Kamera nicht wirklich lichtempfindlich und eignet sich somit nur fürs Tageslicht.


    Batterie
    Das mitgelieferte Standardteil hält länger als angegeben. Etwa 1,5 Stunden kann man damit schon filmen und die Restlaufzeit der Batterie wird in Stunden und Minuten angegeben. Die Preise für Ersatzbatterien sind unverschämt, das steht außer Frage. Den kleinen Energieriegel als Reserve habe ich für knappe 60 Euro bekommen, witzlos für so ein Ding. Die große Batterie wollte ich nicht, die steht hinten relativ weit über. Wenn ich länger am Stück filme, stöpsle ich eine Powerbank oder das Solarmodul dran.


    Die Energieversorgung über USB ist sehr praktisch und macht das Nachtanken von Strom relativ einfach.


    Zeitlupe
    Sehr gut. Selbst die interpolierten Clips mit 200 fps (also 1/4 der Originalgeschwindigkeit) sehen sehr gut aus. Wenn man dann im Schnittprogramm nochmal Hand anlegt, bekommt man hervorragende Zeitlupen auch mit weniger als 1/4 zustande. Leider werden Zeitlupen nur im Format MP4 aufgezeichnet, aber egal. Wichtig: Die Zeitlupen-Clips (und alle MP4-Clips) findet man nicht an der üblichen Stelle auf der Speicherkarte, sondern im Verzeichnis der Fotos. Ich habe damit zusammen mit der Zeitlupen-Funktion in PowerDirector etwas laboriert und war vom Ergebnis sehr angetan.


    Sonstiges
    Die NightShot-Funktion ist besser als gedacht, da war ich richtig überrascht. Das gilt auch für die eingebaute Videoleuchte. Die kann ein einfaches Kopflicht ersetzen und leuchtet sogar einen kleinen Raum ganz gut aus. An den Kartenschacht kommt man auch mit angeschraubter Stativplatte ran, weil der Kartenschacht zwar an der Unterseite, aber ganz hinten, unmittelbar nach der Batterie, eingebaut wurde.


    Fazit
    Ein sehr gutes Gerät mit netten Funktionen, das erst mal nach einer Grundkonfiguration verlangt, da die Werkseinstellung eher suboptimal ist. Der Handriemen ist eine Frechheit, genauso wie die Preise für die Batterien.

    Hat hier jemand eines der beiden Modelle in Benutzung?


    Ich habe mir die W858 bestellt, weil mir da so einige Ideen mit dem zweiten Objektiv durch den Kopf schwirren. Und die NightShot-Funktion ist auch 'ne nette Zutat. Das Drehrad am Objektiv hatte schon meine Panasonic NV-GS 85 Anfang der 90er. Das ist ziemlich praktisch, für mein Empfinden besser als der Drehring ums Objektiv.


    Hier in Spanien kostet das Ding saftige 750 Euretten, darunter geht kaum was. Ich habe mir das Gerät in Deutschland für knappe 630 Taler bestellt und an meine deutsche Adresse liefern lassen. Daher werde ich das Teil erst nächste Woche antesten können.

    Warum soll ich mir zwei Player installieren, wenn ich einen haben kann, der alles erledigt? :P


    Ich bin bestrebt, so wenig wie möglich zu installieren und auf die Bordmittel zurückzugreifen. MPC HC erledigt das Thema Video in einem Streich. Ich mag es nicht, wenn ich für eine Aufgabe (hier: Video abspielen) mehrere Programme verwenden muß.


    Demzufolge habe ich die Dateizuordnungen für Video allesamt auf MPC HC gerichtet. Das klappt einwandfrei.

    Ich rate von der 64 Bit-Version ab. Weil dieser, warum auch immer (habe mich nicht weiter damit befaßt), einige Codecs fehlen.


    Ich habe die 32 Bit-Versin drauf und die funktioniert natürlich auch mit schier gewaltigen Dateigrößen von 400 GB und mehr einwandfrei und sehr schnell.


    Sind die Bilder direkt aus der Kamera, ohne Nachbearbeitung? Ich frage deshalb, weil die Bilder sehr stark (für meinen Geschmack zu stark) komprimiert und viel zu farbintensiv sind.


    Nur nicht nachbearbeitete Bilder sind aussagekräftig.

    Nun, seit einiger Zeit habe ich Amazon Prime Video (oder wie das jetzt heißt), weil es im TV nur noch selten gute Filme gibt (der ORF ist da wesentlich besser aufgestellt). Und bei Amazon Video habe ich so viel auf der Watchlist, daß es vermutlich einige Jahre reicht. Ich muß nicht immer die neuesten Filme sehen, ich kann auch warten.


    Der Grund, weshalb die Politmagazine gekürzt wurden, ist mir schon klar. Ein unwissendes/ungebildetes Volk läßt sich leichter lenken und damit regieren.


    Jetzt sind wir aber ziemlich weit vom eigentlichen Thema abgekommen... :whistling:

    Ich schaue selten TV. Und wenn, dann ARD, ZDF, Arte, Phoenix und die anderen Spartenkanäle der Öffentlich-Rechntlichen. Privat-TV ist nicht mal in der Glotze gespeichert.


    Dennoch ist eine Verflachung des Programms auch beim ÖR feststellbar. Man denke nur an die inflationär kommenden Kochsendungen und Talkshows. Und wo ist der gute Hollywood-Film am Samstag um 20:15 Uhr geblieben? Leider irgendwo ins Spätprogramm verschwunden, wenn überhaupt. Und das auch noch gerne an einem Werktag. Ansonsten überwiegen Eigenproduktionen. Die sind nicht pauschal schlecht, aber früher gab es mehr Vielfalt aus Hollywood und eigenen Produktionen.


    Die Politmagazine wurden schon vor längerer Zeit um 15 Minuten verkürzt. Das ist für mich die größte Dummheit.


    Alles in allem eine weniger gute Entwicklung. Wie gesagt - ich habe die Glotze sowieso eher selten an, aber die Vielfalt im Programm hat nachgelassen. Es wurde flacher.


    Wenn man sich aber das gesamte deutsche TV-Programm anschaut (also auch die Privaten mit einbezieht), ist es wirklich nicht mehr weit vom italienischen (fürchterlich), us-amerikanischem (noch fürchterlicher) oder japanischem (ungenießbar) TV entfernt.


    Dennoch ist das deutsche ÖR-TV immer noch eines der besten Programme weltweit, auch wenn es nachgelassen hat.

    Wobei das anscheinend nicht nur Glotzen in Hotelzimmern betrifft, sondern auch Fernsehgeräte in Privathaushalten, wie aus dem Thread hervorgeht. Und die Dinger im Privathaushalt lassen sich bestimmt auf UK (und damit auf 50/60 Hz) umstellen.

    Jetzt glaube ich eher, daß ich einen Vogel bekomme :P


    Es ist ja schon verrückt, daß US-Geräte mit 25/50 fps nichts anfangen können, während europäische Geräte 30/60 fps anstandslos nehmen. Sogar viele Röhren-TVs können 60 fps.


    Vielleicht können das US-Fernseher, wenn man diese auf eine andere Region einstellt. Entweder ist US als Voreinstellung drin oder bei der ersten Einrichtung wird natürlich auf US eingestellt. Interessant wäre es, wenn man ein US-Gerät auf UK stellt. Dann sind die Menüs auf Englisch und der TV dürfte dann vermutlich 50/60 fps können. Was daraus hinausläuft, daß doch überall die gleiche Elektronik/Software drinsteckt.