Beiträge von deBabba

    Hallo zusammen,
    in Ermangelung vernünftiger Frameraten für 4K Videos (Stand Februar 2016), steht man insbesondere beim Thema Zeitlupe vor der Frage welches Hilfsmittel lohnt es sich in Betracht zu ziehen. Insbesondere bei Sportaufnahmen und anderen schnellen Bewegungen bereichert einen Zeitlupensequenz einen Film enorm.
    Im November 2015 hatte ich bei meinem Beachvolleyball von oben Clip ja schon mal soetwas versucht, allerdings ohne Hilfsmittel.


    Bei meinem aktuellen Film stand ich wieder vor dem gleichen Problem, also hab ich mich mal mit den verschiedenen Tools, die einem normal sterblichen zur Verfügung stehen befasst und einen Vergleich angestellt. Das Ergebnis sieht man hier:


    [media]http://www.youtube.com/watch?v=AV1S8gsDR4k[/media]


    Sowohl Twixtor 6 als auch ReSpeedr 1.0 arbeiten mit der Optical-Flow Technik zur Berechnung von Zwischenbildern, das Ergebnis unterscheidet sich allerdings schon deutlich, aber urteilt selbst ;)


    Ziel war es eine 4fach Zeitlupe eines UHDp30 Clips zu erstellen


    Vielen Dank an elCutty, der für mich den Twixtor Clip mit dem Vegas Plug-In gerendert hat :yes:

    Da mein Fokus klar auf 4K liegt, bin ich vorübergehend auch wieder auf einzelne Standbilder zurückgegangen. Die sind in 4K exportierbar und bieten, wenn man ein paar Kleinigkeiten berücksichtigt, enorme Details.
    Zu FHD-Zeiten hab ich auch die Animationen genutzt, vor allem bei Routen in gebirgigen Regionen (Alpen, La Palma, Provence) machte sich das sehr gut. Der Moviemaker hatte damals allerdings nicht fehlerfrei funktioniert, vor allem kam es vor, daß Polygone nicht ausgefüllt waren beim Export der Bilder. Also wurden die Animationen per Screencapturing über Magix aufgezeichnet. Dies hat den großen Vorteil, daß man während der Animation Layer und Objekte einblenden kann, außerdem kann man auch manuell navigieren.
    Nachteil ist, daß man nicht den ganzen Monitor z.B. FHD nutzen kann, da Navigationsleisten und Bedienelemente gecroppt werden müssen.

    Wenn man weiß wie es geht ist das in Wahrheit ein ähnlicher Handgriff wie man eine Luminanz anpaßt. Streng genommen ist es nichts Anderes. Aber man hat auch mal lernen müssen wie man überhaut die Helligkeit korrigiert. Nur deshalb ist man noch lange kein Colorist, und auch das obige Filmbeispiel ist eben eine ganz andere Liga.


    Mich würde mal eine möglichst neutrale Gegenüberstellung interessieren um bewerten zu können ob 10 Bit HDR wirklich eine Option werden könnte. Die Werbefilmchen in den Elektronikmärkten wollen einem ja einen gigantischen Effekt suggerieren.

    • lebendigere Farben
    • bessere Durchzeichnung in Höhen und Tiefen
    • uvm

    Einige von uns sind ja seit geraumer Zeit mit dem entsprechende Equipment ausgestattet z.B. FS7 und haben sicher für sich schon Vergleiche angestellt. Folgender Vergleich in Form von Screenshots einer UHD-Szene wäre doch mal interessant:

    • 8 Bit Aufnahme rec709 ohne log (Automatik)
    • 8 Bit Aufnahme rec709 mit log und anschließendem möglichst neutralem Grading in Richtung Bildeindruck der Automatik
    • 10 Bit Aufnahme mit rec709 Ausgabe in 8 Bit
    • 10 Bit Aufnahme mit Ausgabe in 10 Bit möglichst neutralem Grading in Richtung Bildeindruck der Automatik. Diese Variante ist wahrscheinlich aber nur auf einem HDR Ausgabegerät darstellbar und bewertbar.

    Unbestritten sind die erheblich vielfältigeren Manipulationsmöglichkeiten von 10 Bit Material in Richtung Erzeugung eines speziellen Looks, mir geht es allerdings darum zu erkennen, ob der Bearbeitungs und Investitionsaufwand für HDR im Hinblick auf relativ neutrale Farbdarstellung Sinn macht.


    Beim P3 pro (4K-Kopter) habe ich einige Sequenzen mit Log Profilen gefilmt und hatte anschließend richtig Mühe auch nur annähernd einen so ausgewogenen neutralen Bildeindruck zu erreichen wie mit der rec709 Automatik. Das war allerdings 8 Bit.

    x-log kann auch dann ungeeignet sein, wenn jemand z.B. das Material schnell braucht, oder einfach nicht nachbearbeiten will. Denn für x-log benötige ich zumindest die Zeit um einen passenden LUT drauf zu knallen und dann muss ich noch justieren. Und hier gehört eventuell auch das Entrauschen des Materials dazu. x-log ist damit in Summe bearbeitungsintensiver.


    x-log bietet dafür mehr Nachbearbeitungsmöglichkeiten als rec709 Material. Kein Vorteil eben ohne entsprechenden Nachteil.


    Yep, und mittlerweile stellt sich für mich als Hobbyist wirklich die Frage ob der Aufwand für 10 Bit HDR wirklich in einem vernünftigen Verhältnis zum Ergebnis steht. Wenn man unbedingt gaaanz tief ins Grading einsteigen, und seine Videos mit ganz speziellen Looks gestalten will mag das passen, für meine Reisedokus und Themenvideos beginne ich zu zweifeln. :gruebel:

    Bitte nicht falsch verstehen, bei einem Bild ist der Mann mit der Kappe scharf(10bit) - beim 8bit das Gesicht des Mannes links davon.
    Sollte zur (richtigen) Beurteilung nicht exakt die gleiche Sekunde dargestellt werden?


    Ja, leider ist ein kleiner Versatz in den beiden Clips, aber Schärfe ist das eine, Farben das andere und wir haben ja über Farben und Kontrast geredet.
    Für den direkten Vergleich kann man ja die exakt gleichen Frames als Teilscreenshot nebeneinander stellen


    Bis ISO 3200 ist keine Entrauschung im NLE nötig nach meiner Meinung.


    sehe ich auch so.

    Sind das nicht unterschiedliche Bilder?


    Das ist ein Screenshot aus dem gleichen Video nur eine Sekunde später.


    Aber der Autor schreibt ja selbst, folgendes:

    Zitat

    I was told the rec709L wasn't perfected yet but I used it anyways.

    Hmm, was auch immer da gegradet wurde, das obere Bild mit interner 10-bit Aufzeichnung enthält mehr Farben und Kontraste.


    Besonders zu erkennen an der Durchzeichnung bei Farbverläufen wie an der Kappe des Herrn. Allerdings finde ich das 8-bit Bild insgesamt in diesem Beispiel nicht berauschend.
    GH5 4.2.2 vs 4.2.jpg

    Willst du den dann mit dem extrem hellen Monitor zusammen kaufen oder bleibst du da bei deinem Tablet/Handy und welches nutzt du da?


    Ein 5" Monitor liefert für meinen Geschmack Mickey Mouse Bilder, dafür braucht man keine FHD Videoübertagung. Ich möchte Details während des Fluges sehen und auch die Telemetrie vernünftig ablesen können.
    Ich setze ein Sony Xperia Z3 compact Tablet mit 8" ein. Leistungsstark, sehr hell (700 keine Ahnung welche Einheit) und ist in der Lage im Outback 4K Videos mit bis zu 100 Mbits abzuspielen. Das war damals das beste Preis Leistungsverhältnis. Ob das mit dem FHD Videostream des P4 klarkommt bleibt abzuwarten. Der 720p Stream des P3 machte keinerlei Schwierigkeiten.

    Kannst du zu den Unterschieden Mavic vs Phantom 3 oder 4 bitte etwas mehr sagen?


    • Bedingt durch die flache Bauform ergibt sich schon beim Start das Problem, daß die Cam quasi auf dem Boden hängt. Grashalme behindern das Gimbal, Staubthematik etc. Da hilft nur mit Abdeckhaube zu fliegen, also mit Plastik vor der Linse. Die Props spielen Mäher in einer Wiese.
    • Weil die Aufsatzpunkte der Ausleger weiter auseinander sind als das Landegestell einer Phantom, genügt als Startplatz auch kein kleiner Klapphocker, wie ich ihn in Afrika eingesetzt habe um im Gelände zu starten, es muss eine größere Startfläche her.
    • Aus der Luft greifen ist problematisch, da kein Landegestell vorhanden ist und der Griff von unten die Bodensensoren aktiviert. Außerdem ist es gefährlich weil man nahe an die Props greifen muss.
    • Sollte mal eine Kollision passieren ist es fraglich wie sich der Klappmechanismus der Ausleger dabei schlägt.

    Das ist nur ein Teil der konstruktiven Kompromisse, die diese Bauform mit sich bringt.
    Die Minicam mit dem kleineren Sensor ist ein weiterer Faktor.

    und schließlich auf der Reise festgestellt, daß auch mit dem P3pro im speziellen Rucksack die Portabilität durchaus gut gegeben ist.


    meine Rede.... das ist gut machbar. :thumbup:


    Hätte ich keinen Kopter mitgenommen, würde ich mir jetzt in den Hintern beißen


    das kann ich mir gut vorstellen, mir wäre es in Afrika genauso gegangen. ;)


    Dadurch, daß der Transport und Einsatz des P3pro so problemlos lief und ich ein paar Bedenken zum Mavik bekommen habe, werde ich nun wohl für mich keinen Bedarf sehen auf den Mavic umzusteigen - dann eher vielleicht auf den P4pro mit 1" Sensor. Aber das hat erst mal noch sehr viel Zeit.


    Vor ein paar Tagen war ich beim Jungfernflug des Mavics eines Kopterfreundes dabei.
    Die Flugstabilität, Funktionsumfang und Packmaße sind genial, Das Handling im Feld, Robustheit, Gimbal und Kamera sind bei den klassischen Phantom-Formen erheblich besser.
    Mein Karlsson II ein P3pro ist seit einigen Wochen verkauft und sein Nachfolger wird aller Wahrscheinlichkeit nach ein P4pro werden, aber das hat noch etwas Zeit.
    ich sag nur

    • UHDp60
    • 1" Sensor
    • 12 Blendenstufen
    • mechanischer Verschluss nix mehr mit rolling shutter
    • etc


    Hoffe stark, dass diese Technik nun endlich auch mal in einen bezahlbaren, handlichen Camcorder bzw Fotofilmer Einzug halten wird.

    NACHTRAG: Auf die Schnelle geguckt, ich finde Waveform, wie bei Premiere. kann Lautstärke insgesamt, wie Lautstärke am Ende einzeln regeln. Es gibt fertige Audio-Tansitions. Izotope Plugins werden erkannt. Hm, nur einen Equalizer habe ich noch nicht gefunden, müsste sich aber über Izotope regeln lassen. So schlecht ist es nicht.


    Ich zitiere mich mal selbst aus einem Beitrag im Cutterboard:


    Zitat

    Ich möchte mit überschaubarem Aufwand folgendes im NLE direkt machen

    • Kommentar als voice over direkt in die Timeline sprechen
    • definierte und konfigurierbare Absenkung von beliebigen Audiospuren vornehmen
    • Mixer mit Filterfunktionen für den Kommentar einsetzen
    • ggf die Kommentare etwas stretchen können
    • und einiges mehr

    Das geht bei einem externen Programm mit anschließenden import der Audiodatei nur sehr umständlich, wenn überhaupt. Einer der Gründe weshalb ich bis jetzt bei Magix geblieben bin auch wenn dort noch etliches zu verbessern wäre.


    Eine Record Funktion gibt es offenbar in Resolve gar nicht.

    .... Fehlt was bei der Materialaufbereitung, beim Schnitt oder Export?


    Meines Wissens fehlt der Audiopart ziemlich komplett, was für mich, als jemand der viel Wert darauf legt, aktuell noch ein NoGo darstellt.
    Möchte auf auf den Komfort und die Möglichkeiten einer guten integrierten Voice Over Funktionalität nicht verzichten.

    dann wird es nicht mehr lange dauern bis starke Teleobjektive und Nachtsichtgeräte verboten werden. Damit ist viel mehr vor allem unbemerkte Überwachung möglich als mit einer Drohne die mit einem Ultraweitwinkel bestückt ist. Welcher Privatdedektiv nutzt schon Drohnen ???


    Welch eine Hysterie 8|


    Eine Kennzeichnungspflicht finde ich auch okay, allerdings wirkt die nur wenn ein Crash passiert ist. Im Flug ist das Teil genauso wenig zu identifizieren wie das Nummernschild eines vorbeifahrenden Mofas oder Rollers, der in der Fußgängerzone die Oma umrempelt.


    Zum Thema Gefahrenabwehr:
    In den aktuellen Phantoms ist Geofencing, und Höhenbegrenzung integriert. Die Logfiles sind quasi ein Fahrtenbuch über das jeder Flug bis ins kleinste Detail und damit jeder mögliche Verstoß gegen Bestimmungen dokumentiert ist. Wenn sowas zur Auflage gemacht würde könnte ich auch damit leben. ;)

    Nur kannst du gerade so eine doch schon starke Verlangsamung von 30p auf 25p eben nur in bestimmten Situationen vornehmen - eben dann wenn schon eine gewisse Zeitlupe gewünscht und passend ist. Das ist sicherlich ein guter Trick für Kopertaufnahmen wo man deren Wirkung durch diese leichte Zeitlupe noch unterstreicht.


    Das stimmt, die Verlangsamung war allerdings aus Kompatibilitätsgründen erforderlich, denn damals war die Umstellungsmöglichkeit der FZ1000 auf UHD p30 noch nicht publiziert. Den kompletten Film als p30 zu erstellen war keine Option, das hätte beim FZ1000 Material mit p25 zuviele Probleme gemacht also wurden die p30 des Kopters auf p25 gestreckt.

    Unscharfe entwackelte Aufnahmen will keiner sehen, scharfe dagegen schon. Klar - diese Problematik tritt nur bei hoher Kamera-Eigenbewegung auf, und das hat absolut nichts mit Stativaufnahmen geplanter Szenen zu tun.


    :yes:


    .... Also wenn schon, dann würde mich das aufgenommene Video mehr interessieren als ein statisches Einzelbild. Denn ich will wissen wie stark das Material dann geruckelt hat, wenn die die Automatik eine entsprechend kurze Verschlußzeit gewählt hat.



    Falls Du Dir die Afrika Filme oder die Weinlese angesehen hast, dann weißt Du wie das aussieht. Die Kopterszenen wurden alle mit kurzen Verschlusszeiten aufgenommen, sind in meinen Augen einigermaßen flüssig (für p30 auf p25 verlangsamt) und haben mir als Schmankerl obendrauf so manch tolles Foto als Standbild beschert. Natürlich wären die lang ersehnten p60 ein Quantensprung gerade für die Kopterfilmerei.

    Die Blende weiter öffnen zu können um Tiefenschärfe zu erreichen.


    Richtig soll es wohl heißen:
    Die Blende weiter öffnen zu können um Tiefenschärfe zu verringern.


    Wie war, das ist wohl die korrekte Ausdrucksweise ;)
    Gemeint ist der Tiefenschärfeneffekt, also z.B. freistellen und spiel mit der Schärfeebene, aber auch das war sicher jedem klar.



    Ist nicht Nobelpreisverdächtig was deBabba da gemacht hat!


    Den Anspruch erhebt auch niemand, wie sicher auch kein anderer für irgendeinen Beitrag hier. :D
    Natürlich werde ich den schnellen Schwenk, auf dem der Surfer zu sehen ist ,als Video verwerfen, den Screenshot allerdings als Foto behalten und mich dran freuen, das der Bursche mit nem Monstertele auf den Klippen so eine Perspektive garantiert nicht zustande gebracht hat. Wir haben uns vor und nach dem Flug etwas unterhalten.
    :jubilie:



    Mir ist es eh egal, weil ich durchaus auch mit UHD 50p. Allerdings mit derartigen Einstellungen dass ich das Material auch zu UHD 25p problemlos ausgeben kann. Sprich mit 1/50s. Ist sicherlich in den Augen einiger völlig seltsam.


    Mit 1/50 werden Bewegtbilder wie Kopteraufnahmen zum Matsch, aber UHD p60 mit kurzen Belichtungszeiten wird hoffentlich bald Realität im Consumer-Cam und Kopterbereich. Davon verspreche ich mir sehr viel.