Beiträge von MediaSteve

    Hallo Walther,
    gerade gelesen und angeschaut. Sehr sympathisch und informativ geschrieben, gefilmt und geschnitten. :respekt:
    :Applaus::Applaus::Applaus:

    Man bekommt sowohl einen guten Eindruck darüber wo Du filmerisch herkommst, was Dir an einer Kamera wichtig ist als auch informationen über die Kamera-Objektivkombination. Es fehlen viele Detailinformationen zu der Kamera und das ist gut so. Aber man kann für sich selbst, gerade auch in Deinem Vergleich mit der FZ1000 gute Rückschlüsse ziehen. Und: Du machst das ganze so neutral das Dir niemand unterstellen kann ein "Fanboy" zu sein.

    Echt TOP!

    Grüßle,

    Steve

    Es wird bzw ist der Atem Mini Pro geworden.

    Keine schlechte Entscheidung. Ich bin mit dem Mini Pro zufrieden. ABER:

    Der einzigste Nachteil ist der fehlende Kopfhöreranschluss aber da gibt es auch andere Lösungen.
    z.b. Monitor mit Kopfhörer anschluss und HDMI oder vom HDMI signal das audio abgreifen.

    Wenn ich mich HEUTE entscheiden müsste würde ich wenigstens den Atem Mini Extreme nehmen.
    Warum?

    • Wegen dem 2. HDMI-Out. Dadurch bekomme ich sowohl die Multiveiwansicht als auch einen Programm-Ausgang für Bühnenmonitor, Beamer etc.
    • Der Atem Mini Extrem bietet genau diesen Kopfhörerausgang den Du Dir jetzt über den Multiviewmonitor holen musst.

    Beim ATEM Mini könnte es höchstens Probleme bei den HDMI-Leitungen bei größeren Distanzen geben, HDMI ist ja nur für "kurze" Distanzen von 10m oder so spezifiziert.

    Genau das Problem hatte ich schon bei 5 Metern und es war kein totales "Billigkabel". Das hat am Anfang auch wunderbar funktioniert, aber nach ein paar Einsatzen, trotz Zugentlastung hat es immer wieder Probleme gegeben. Das 3-Meter Kabel funktioniert dagegen problemlos.

    Bei mir werden die Distanzen auch nicht so groß sein.
    Maximal 5 - 10 m.
    Selbst bei meinem altem Mischer dem Edirol V4 waren die Distanzen maximal 10 m.

    Wenn es Richtung 10 Meter geht würde ich schon mal sündhaft teure HDMI-Kabel, evtl. mit Glasfaser einkalkulieren oder eben HDMI-SDI- Wandler und wieder zurück plus SDI Kabel...


    Und ab min. 3 SDI-Strecken ist dann das ATEM Produktion StudioHD preislich gegenüber dem ATEM Mini EXTREM im Vorteil :lips:, es sei denn man will streamen.


    Da hat man echt die Qual der Wahl und das nur bei diesem Hersteller.

    Grüßle,
    Steve

    Hallo,

    In etwa 12 Metern Entfernung steht das Rednerpult dessen Redner man bis zum Portraitmodus ranzoomen können sollte.

    Bei uns ist das ungefähr die gleiche Entfernung und unsere beiden Panasonic HC-V 777 brauchen da mehr Zoom. Kann auswendig nicht sagen wieviel, aber sie brauchen definitiv mehr.

    Beim Osmo+ kann man die 4k Kamera auf FHD setzen, dann hat man 3,5optisch x 2=7fach.

    kann bei 12 Metern immer noch knapp sein für eine Portraitdarstellung. Ich achte am Wochenende mal auf den Vergrößerungnsfaktor den wir benötigen.

    Wie versprochen habe ich am Wochenende nochmal nachgeschaut. Entfernung von 2 Kameras Panasonic HC-V777 / Panasonic HC-X929 ist 10 Meter zum Rednerpult. Für eine ordentliche Porträtdarstellung benötigen wir ca. 10-12-fach Zoomfaktor. Wir kommen also auch da schon recht nahe an den digitalen Zoom der Kameras heran. Eine dritte Kamera filmt von der Empore, ist nochmals ca. 2 Meter weiter entfernt, bei dieser Kamera habe ich für Details (wenn man mal die Christbaumkugeln oder das Blumengesteck zeigen will) bereits den digitalen Zoom aktiviert obwohl ich kein großer Freund davon bin. Aber: Für eine Auflösung beim Livestream von 1280x720 Pixeln reicht es uns allemal aus.

    Grüßle,
    Steve

    Es gibt übrigens noch eine Möglichkeit ohne PTZ. Eine 360Grad Kamera. Die bekommt von der Bühne bis zu Zuschauerzwischenschnitte alles mit und kann je nach Pixelzahl auch zoomen. Da kann man live den Zu sendenden Bildausschnitt wählen und geraderechnen, da man sonst ja ehr eine fischaugenmäßige Verzerrung hat. Nimmt man jetzt nicht die Hochpixelzahlkamera, dann kann man auch zwei davon in unterschiedlicher Entfernung positionieren. (Insta macht da ganz gute Cams).

    das wäre evtl. eine Möglichkeit, man ist da dann aber sehr stark an das System dieser Kamera gebunden, oder?

    Es gibt da auch noch diese "Mevo"-Cams, das haben wir mal getestet. Hat prinipiell funktioniert, es gab aber diverse Einschränkungen die uns letztlich nicht überzeugt hatten. So konnte man z.B. die Cam nicht sinnvoll und günstig in OBS integrieren. Für rudimentäre Texteinblendungen wäre ein Vimeo-Plus-Abo nötig gewesen...

    Ich denke dass das rein passiv technisch nicht möglich ist. Bei HDMI liegt auf einem Pin eine Spannung von +5V als Spannungsversorgung, ich nehme an das solche Wandler dann diese Spannung verwenden.

    Genau so meinte ich das . Für mich ist das "passiv" weil das optische HDMI "nur" die vorhandene Spannung von HDMI nutzt und nicht über ein eigenes Netzteil den benötigten Strom zieht.

    Meiner Meinung nach ist eine Übertragung via SDI gegenüber Glasfaser in den meisten Fällen deutlich sinnvoller und so teuer sind die Konverter HDMI-SDI auch nicht mehr (Billigmodelle ca. 30€, gute Modelle (Blackmagic Mini Konverter 3G) liegen bei ca. 50€ pro Stück) so dass das auch kostentechnisch überschaubar bleibt.

    das sehe ich genau so!

    Beim Osmo+ kann man die 4k Kamera auf FHD setzen, dann hat man 3,5optisch x 2=7fach.

    kann bei 12 Metern immer noch knapp sein für eine Portraitdarstellung. Ich achte am Wochenende mal auf den Vergrößerungnsfaktor den wir benötigen.

    Für so ein optisches HDMI ist man dann auch ca.150 € los.

    Hab mir das grad mal angesehen. Bin bei 20 Meter auf ca. 90 Euro gestoßen. Aber bei dieser Lösung wäre ich extrem Misstrauisch. Warum? Ganz einfach: im Prinzip ist das doch ein passiver Wandler der auf der einen Seite das Signal für das Glasfaser codiert und auf der anderen Seite decodiert. Also eine Art passiver Extender. Und da liegt für mich der Knackpunkt. Wie lange macht der decoder/encoder das ganze mit? Also vorher würde ich dann tatsächlich wie Artomiano mit nem aktiven Extender (mit eigener Stromversorgung) oder gleich mit ner SDI Lösung mit den entsprechenden Konvertern arbeiten. Ist zwar teuerer als das optische HDMI, aber das ist nicht umsonst ein Standard in der Veranstaltungstechnik. HDMI ist meiner Meinung nach einfach ein Konsumer-stanard und alles über 3 Meter wird schwierig oder ebenfalls teuer.

    Hallo,

    Hi MediaSteve das heißt dann aber vermutlich, dass ihr Kameraleute habt, die die Cams manuell bedienen oder? In unserem Fall muss notfalls alles von einer Person handlebar sein.

    genau, wir machen das als Team. Wobei 2 Kameras durchaus von einer Person bedient werden kann und die GoPRo wie schon geschrieben per billigem Funk-Schwenk-neige-Kopf gesteuert wird. Ganz am Anfang haben wir tatsächlich Ton, Kameras, Präsentation, OBS, Kontrollstream, Chat zu zweit bedient. Das ging auch, war aber ein mords Stress. ISt so schon entspannter und auch Qualitativ besser.

    Hey,
    ich bin auch so ein "Kirchenstreamer".

    Die Verkabelung geschieht mit HDMI (auf SDI wollen wir möglichst verzichten weil HDMI nämlich schon liegt).

    wenn es funktioniert, wunderbar! Wir haben 2 Kameras per SDI angeschlossen weil wir wussten das die Kabelwege (1x20 Meter, 1x30 Meter) per HDMI nicht möglich sind. Bei einer Kamera haben wir es mit nem 5 Meter-HDMI-Kabel versucht, das ging die ersten Male gut und dann nicht mehr. Haben jetzt auf 3 Meter reduziert, nun funktioniert es.

    ber das geschieht wohl meist per WLAN (hab ich zumindest bei Zhiyun Crane 3S so gefunden). Das könnte natürlich zum allgemeinen WLAN-Problem werden, weil in demselben Raum noch ein WLAN-Router fürs lokale Netzwerk steht.

    Kann ein Problem werden, muss es aber nicht. Bevor wir uns ein Blackmagic ATEM Mini Pro angeschafft hatten haben wir mit 4 Smartphones gleichzeitig Livevideo per WLAN an OBS übergeben. Hat problemlos funktioniert. Aber: Wir haben die Netze strickt getrennt:

    • ein Router mit eigenen Acces-Points mit 2,4 GHZ WLAN mit eigenem Kanal für Besucher und Mitarbeiter
    • ein weiterer Router nur für Streaming-Technik. Alles was Video- und Tontechnik anbelangt läuft ausschließlich über 5 GHZ WLAN. Das 2.4 GHZ WLAN des selben Routers auf einem anderen Kanal als der "allgemeine" Router

    In etwa 12 Metern Entfernung steht das Rednerpult dessen Redner man bis zum Portraitmodus ranzoomen können sollte.


    Der Osmo+ ist eine 4k Kamera. Wenn man da 3,5 fach optisch reinzoomt sollte einiges möglich sein.

    Ich weiß jetzt nicht was der OSMo für eine Anfangsbrennweite hat. Aber mit 3.5 optisch bekommst Du damit meiner Meinung nach auf 12 Meter Entfernung keinen Portraitausschnitt des Redners hin. Bei uns ist das ungefähr die gleiche Entfernung und unsere beiden Panasonic HC-V 777 brauchen da mehr Zoom. Kann auswendig nicht sagen wieviel, aber sie brauchen definitiv mehr.


    Wir haben zwischendurch auch mal an PTZ-Kameras gedacht, war uns dann aber einfach zu teuer. Wir sind mit der jetzigen Lösung, BMD Mini Pro, 3 Kameras auf Stativ, 1 GOPRO auf billigem Funk Schwenk-Neiger und Stream per OBS durchaus zufrieden.


    Grüßle,
    Steve

    Das ATEM Televisoinstudio HD ist auch sehr interessant jedoch Benörtigt man da ja noch einen PC bzw Laptiop.

    Nee, das stimmt so nicht! Prinzipiell kannst Du das Mischpult mit den Tasten auf dem Gerät bedienen und Dank des kleinen Displays auch das Gerät einstellen. Das ist eigentlich schon ein Vorteil gegenüber den ATEM Minis. Nur wenn Du mehr Funktionalität oder spezielle Dinge wie Bilder, Bauchbinden usw. einblenden möchtest dann macht die Bedienung per PC/Laptop Sinn!

    Die Alternativen wie RGB Link oder Roland V 02HD sind ja auch gute Alternativen.

    Das RGB Link / Feelworld etc. Gerät halte ich im Vergleich zu den anderen Anbietern am Markt für keine guten Alternativen. Höchstens für den sehr einfachen Einsatz wo es Dir fast egal ist wie Deine Kamera rüber kommt könnte das eine Wahl sein. Und der Roland ist, wenn man nicht streamen will keine Alternative zum Atem Television HD weil einfach ca. 200 €uro teurer. Und für Streaming bekommt man für 200,- € dann auch schon einen ordentlichen HDMI-USB-Wandler.

    Was ich schade finde das die ATEM Mini keinen Kopfhöhrer ausgang haben.

    Das ist tatsächlich ein eindeutiger Nachteil des Mini, MiniPro und des Mini Pro ISO. Wobei mich das inzwischen nicht mehr stört, da ich den Ton ja eh über ein extra Pult Mische und dort dann eh eine bessere Abhöre habe da ich dort außer des Gesamtmixes auch einzelne Kanäle und Auxgruppen abhören und beurteilen kann. Ab dem ATEM Mini Pro gibt es ja zudem dann auch die Multiview-Ansicht, da wird ja auch Pro Kanal und auch für die Audiokanäle der Audiolevel angezeigt. Und beim streaming überwache ich zusätzlich noch den eigenen Kanal.


    Gibt es überhaupt auch kleine Videopulte wo XLR anschlüsse haben ?

    Ich denke das "kleinste" Pult mit XLR-Eingang ist das Roland VR-1HD. Das Pult hat halt "nur" 3 HDMI-Eingänge und ist auch vom Aufbau her anders konzpiert als die anderen Roland-Mischpulte. Also eher auf Streaming ausgelegt. Und es kostet halt auch schon um die 1270,- Euro.

    Und da wären wir dann wieder an dem Punkt:

    Sowas ist den größeren (und teuren) Geräten ATEM TV Studio vorbehalten.

    Das Atem Television Studio HD kostet "nur" 1060 Euro, hat neben den XLR-Anschlüssen mehr Videoeingänge (8), sogar 4x als SDI. Hat dafür keine direkte Streaming-Möglichkeit, was für BartM ja aber wohl keine Rolle spielt. Ist halt eher als Rackeinbau gedacht wie als Pult. Da müsste man sich evtl. etwas basteln um das Gerät zu "legen".


    Über die größeren Roland-Pulte brauchen wir glaub preislich nicht zu diskutieren. Die sind mit Sicherheit super, kosten aber dafür recht ordentlich. Am ganz unteren Preisende gibt es dann noch die ganz kleinen Pulte von "RGBLink" oder "Feelworld" mit einem winizigen, integrierten 2-Zoll Multiviewschirm...

    Es gibt übrigens auch von "AVMATRIX" kleine Mischpulte. Da habe ich aber keinerlei Erfahrung was die können und wie die Qualitativ sind. Preislich liegen die aber eher zwischen Blackmagic und Roland. Bieten halt einen echten T-Bar. In der Version VS0605 (U) sogar mit XLR- Eingängen, kostet dann aber schon 1550,- Euro bzw. mit Streaming (U) 1785,- Euro.

    Grüßle,
    Steve

    Hey,
    nur der Vollständigkeit halber und um es wieder im richtigen Thread aufzuführen:
    von BMD gibt es nun 2 neue Videomischpulte

    • Das Atem Mini Extrem
    • Das Atem Mini Extrem ISO

    Die beiden Pulte unterscheiden sich im wesentlichen gegenüber den "kleinen" Mini/Pro/ISO darin das es 8 HDMI-Eingänge, 2 HDMI-Ausgänge, 2 USB 3.1-Anschlüsse und einen Kopfhörerausgang gibt. Das Mini Extrem Iso kann gegenüber dem Mini PRo ISO 9 Streams (8 Quellen und den Schnitt) aufzeichnen und die Schnittdatei für Davinci Resolve erstellen.


    Was man allerdings beachten muss: bei 8 HDMI-Eingängen muss man sich schon genau überlegen ob man exakt dieses Pult benötigt oder nicht. Denn wenn man längere Kabelwege zu überwinden hat kommen dann auch noch mehrere SDI-HDMI-Wandler als Kosten oben drauf. Da muss man schon gut rechnen ob man mit einem gleich teuerem ATEM Television Studio HD nicht günstiger davon kommt da dieses Pult schon 4 SDI-Eingänge bereitstellt.
    Falls man streamen möchte wird die Rechnung eng, da dem Television Studio HD die Streaming-Fähigkeit fehlt und diese zukaufen muss. Wer nicht streamt steht vermutlich mit dem Atem Mini Extrem besser da.

    Grüßle,
    Steve

    Hallo,

    Was mir noch eingefallen ist, mit dem Atem Mini Pro ISO könntest Du ja sogar 5 Videostreams aufzeichen,

    Also die vier Quellen + die Abmischung. Dies würde natürlich eine spätere Bearbeitung erleichtern.

    Hatte ich in diesem Thread: Mobiles kleines " Studio "
    bereits erwähnt, interessierte nur niemand...:gruebel:
    War dieser Abschnitt:

    Vielleicht wäre eine weitere Möglichkeit für diesen Anwendungsfall auch das Atem Mini Pro ISO. Dieses Pult kann Dir jede Quelle separat auf eine USB-Festplatte Aufzeichnen und erstellt Dir zusätzlich noch eine fertig geschnittene Datei nach deinem "Livemix" für die BMD-eigene Software "Davinci Resolve" die Du dann nachträglich noch nach Deinen Wünschen optimieren kannst.

    Dachte aber auch das Thema sei durch weil BartM ziemlich auf den reinen Livemix fixiert war.

    Funktioniert das dann mit jeder Kamera wo über HDMI angeschlossen wird oder nur über die Kameras von Blackmagic ?

    funktioniert so mit jeder Kamera. Aber: die fertige Projektdatei als Timeline mit den 4 vorgeschnittenen Quellen funktionieren meines Wissens nur mit Davinci Resolve! -Die einzelnen Quellen und den fertigen Zusammenschnitt solltest Du aber unabhängig davon weiterverwenden können. Sind ja fertige Videofiles. Lediglich Deine Schnittsoftware muss damit umgehen können.

    Kann der ATEM Mini Pro ISO unterschiedliche Frameraten gleichzeitig?

    ja, kann jeder ATEM Mini. Die handeln das automatisch.

    Grüßle,
    Steve

    Problem wird dann aber das Signal in die Garderobe zu bringen. Das dürfte mit HDMI kaum zu meistern sein, sofern die Garderobe nicht gleich "nebenan" ist.

    Für solchen Zweck gäbe es dann zwar Funkstrecken, aber ist natürlich nochmal ein erheblicher finanzieller Aufwand. Und Du müsstest bei der Wahl der Strecke auch genau prüfen, ob diese in den Räumlichkeiten und mit der anderen vorhandenen Technik anstandslos funktioniert.

    Oder erst mal schauen ob man das nicht mittels SDI-Kabel realisieren kann. ;)

    Ich war auch am Überlegen ob ich irgendwo in der Halle ein Mikrofon " aufhängen " soll wo den Saalton bzw das Publikum aufnimmt.

    Ja, es würde Sinn machen Atmo mit einem extra Mikrofon abzunehmen.

    Da sich ja die anderen Mics vermutlich am Rednerpult und dem Sitzungstisch befinden, also direkt besprochen werden, wäre so eine Aufnahme für die Atmosphäre schon sehr gut. Wenn räumlich machbar, direkt vor die Bühne und in den Saal gerichtet. Also so aufstellen, dass die rückseitige Bühne nicht mit einstrahlt. Durch die Bühnennähe sollte es auch relativ synchron sein.

    Das sollte so gut funktionieren. Die LAutsprecher der Anlage sollten halt nicht zu stark einstrahlen. Zudem muss man dann schauen wie man das Signal des Mikros aufnimmt. Direkt über das Mischpult und an die Summe weiter gereicht wird schwierigkeiten machen weil das schnell zu Rückkopplungen führen kann. Von daher entweder separat aufzeichnen, über eine Kamera einspeisen oder die von mir schon erwähnten AUX-Kanäle wählen.

    Grüßle,
    Steve

    Sorry, bissl Off-Topic, aber zur Klärung trotzdem nötig:

    Natürlich will das ATEM min pro nicht nur für die eine Veranstaltung nutzen.
    Es gibt noch ein paar Andere Veranstaltungen wo ich dies auch nutzen werde.

    Das ist ein Missverständnis. Ich wollte damit nicht behaupten das es für eine einzige Veranstaltung keinen Sinn macht. Mit meiner Aussage:


    Ich bin nach wie vor nicht davon überzeugt das ein Livemischpult wie das ATEM der richtige Weg ist wenn man einfach nur eine Veranstaltung aufzeichnen möchte.

    wollte ich meine Zweifel äußern ob das Livemischen für eine Veranstaltung grundsätzlich Sinn macht. Denn Live mische ich da wo es nicht anders geht: Wenn das Bild direkt Live weitergereicht werden soll! Z.B. an einem Beamer oder an einen Livestream. Da geht das ja nicht anders.

    Aber: wenn es nur darum geht eine Veranstaltung zu Erinnerungszwecke aufzunehmen würde ich persönlich mir den Livemix (und somit die Investition) sparen.

    Dafür würde ich das Geld für den Mischer lieber in (besseres) Aufnahme-/Schnittequipment investieren (Kamera(s), Mikro(s), Schnittsoftware). Zumal es mit dem Mischer alleine ja meist nicht getan ist. Da brauchst Du Ruck-Zuck noch längere SDI-Videokabel und entsprechende HDMI-SDI-Konverter und natürlich auch dann wieder SDI-HDMI-Konverter wenn die zweite Kamera nicht in unmittelbarer Nähe des MIschpults stehen soll. Und schon sind die nächsten 200,- Euro ausgegeben.

    Es ist halt praktisch, da man direkt ein fertiges Ergebnis hat und so z.b. " nur " noch Vor und abspann hinzufügen müsste.
    Die " größte " Veranstaltung bzw längste wäre eine Prunksitzung wo ca 4 Stunden lang ist.

    Ja natürlich ist das erst mal praktisch wenn man einen fertigen Mix hat. Deswegen ja auch mein Hinweis auf das ATEM PRo ISO in dem anderen Thread.

    Aber: in einer gezielten Nchbearbeitung kannst Du sowohl vom Ton als auch vom Bild her deutlich bessere Ergebnisse erzielen. Weil Du den "Echtzeitdruck" nicht hast und Du in Ruhe schauen kannst wie Du Dein Material am besten in Form bringst.
    Aber wie schon geschrieben: es soll Dir nur als HInweis dienen!

    Grüßle,
    Steve

    Wie stark können den die Verzögerungen sein ?

    Ist wie homer1 schon schreibt von der Konstellation der Geräte abhängig. Wir haben bei uns beim Streaming zum Beispiel einen Delay von ca. 150ms den wir erst in der Streamingsoftware ausgleichen weil dies bei uns die Instanz ist bei der alles zusammenläuft.

    Bei einer reinen Liveaufzeichnung wie BArtM es beschreibt wird hier wohl das ATEM diese Instanz sein.

    Am einfachsten schließt man alle Kameras und Mikrofone an und nimmt eine gemeinsame Aktion, wie eine Tonklappe auf. Das ganze geschieht an den Kabeln, die später auch benutzt werden. Anschließend kann man an der Aufzeichnung des ATEM sehen wie groß der jeweilige Versatz ist und korrigiert diesen am ATEM oder der Streaming Plattform, sofern dieser ein genügend langes Delay anbietet.

    So oder so ähnlich würde ich auch vorgehen. Man kann auch "Live" mit der Hand eine Klappe machen und dann mit dem Delay spielen bis es passt. Man braucht halt mindestens 2 Personen und es schadet auch nicht wenn da nochmal jemand anderes drüberschaut. Den mit der Zeit fällt einem das beurteilen schwerer, vor allem wenn der Unterschied nicht mehr so groß ist.

    Das Mischult ist ein Behringer XenyX X1622 USB

    O.K. das ist natürlich ein relativ simples MIschpult mit wenig Optionen. Es wäre aber immerhin ein USB-Anschluss dabei mit dem Du die Summe (das was auch an die Lautsprecher ausgegben wird) mit einem Laptop digital aufzeichnen könntest.

    Und: da gibt es tatsächlich 2 Aux-Wege. Wenn einer oder beide nicht für Effekte benötigt werden könnte man da durchaus einen separaten Mix für die Aufzeichnung rausholen. Das ganze ist aber ein wenig Tricky, man sollte das min. mit einem guten geschlossenen Kopfhörer abhören und evtl. nachregeln.


    Ich bin nach wie vor nicht davon überzeugt das ein Livemischpult wie das ATEM der richtige Weg ist wenn man einfach nur eine Veranstaltung aufzeichnen möchte. Klar hast Du da gleich ein fertiges Ergebnis. Nur: wenn da was schief geht kann sein ist halt auch Deine ganze Aufzeichnung futsch. Oder zumindest ist dann eine schlechte Szene so lang drin bis umgeschaltet wurde. Wenn Du mit mehreren Kameras aufzeichnest und später im NLE synchronisierst und schneidest kannst Du Dir für jede Szene die beste Kameraperspektive aussuchen. Und mit dem Ton hast Du ebenfalls mehr Optionen. Ist ja Deine Entscheidung. Wollte es nur nochmal erwähnt haben.

    Grüßle,
    Steve

    Wie kann ich da den den Saalton bzw das Publikum am besten mit auf nehmen ?

    Kann es da zu verzögerungen kommen wenn ich z.b. von den Kameras den Ton nehmen und über den Mikrofoneinfang das Audiosignal von der PA und vom Publikum nehme ?

    Ja, es kann dadurch definitiv zu Verzögerungen beim Ton kommen. Das Atem hat aber einen einstellbaren Delay dafür. Aber natürlich kannst Du auch ein extra Mischpult zwischen Anlage und Atem schalten um dann noch ne Klangergelung vornehmen zu können.
    Falls es das Mischpult des Veranstalters hergibt könntest Du auch Fragen ob sie Dir den Ton über einen extra zu steuernde Aux-Ausgang rausgeben könnten. Speziell Digitale Tonmischpulte bieten hier tolle Möglichkeiten um den Ton optimal auszugeben.
    Grüßle,
    Steve

    So hatte das Damals ausgesehen

    Ja zu Analog-Zeiten hatte ich mir auch ein komplettes 19-Zoll Rack mit 10-oder 12 HE aufgebaut, das konnte ich zum Livemixen und zum schneiden verwenden. War halt sauschwer zum transportieren.
    Es standen zur Verfügung:

    • 1 Videonics MX-1 Videomischer (funktioniert immer noch)
    • 1 Videonics PTM1 Videotitler (inzwischen kaputt)
    • 2 Panasonic NV-HS900 S-VHS Videorecorder (noch beide funktionsfähig!)
    • 1 Behringer Eurorack1602A Tonmischpult (funktioniert auch immer noch)
    • 1 55cm Röhrenbildschirm

    Dazu dann noch 2 Kameras, im Bedarfsfall wurden von Bekannten auch noch welche ausgeliehen.

    Das war schon was.

    Aber die Qualität mit heutigen Geräten ist einfach eine ganz andere. Selbst wenn Du nur in FullHD filmst und schneidest. Unser Livestream ist z.B. nur 720p, aber selbst das ist besser als alles was ich früher gemacht habe!

    Der alte Krempel liegt bei mir heute nur noch rum, vor 2-3 Jahren hatte das Videomischpult mal noch Spontaneinsätze, das ging gerade so. Die Videorekorder warten darauf mal noch altes Material zum digitalisieren bereit zu stellen und das war es dann auch.

    Grüßle,
    Steve