Beiträge von Berliner

    Das Sirui 50mm T2.9 ist nun veröffentlicht und viele Indiegogo Unterstützer haben das Objektiv bekommen. Zum Teil gibt es das Objektiv auch schon im Einzelhandel für 1.499 Euro. Und jede Menge Videos bei Youtube. Preislich natürlich auf den ersten Blick ein Kracher, die nächsten anamorphen Vollformatobjektive beginnen bei 9.000 Euro. Pro Stück. Auf den zweiten und dritten Blick kommt dann die Ernüchterung.


    Im Vergleich zum Pre-Production Modell scheint Sirui die Flares ein wenig entschärft zu haben, trotzdem ist es immer noch zu viel, wohl eine Anbiederung an den anamorphen Hobbyfilmer, der wie man in den Kommentaren liest vor allem die Flares immer begeistert lobt. Also gibt man ihm die volle Kanne. Dabei produziert das Objekt dann auch hässliche Bildfehler, die ganze Szenen zerstören.


    [Blockierte Grafik: https://abload.de/img/sirui_1dkk5g.png]


    Screenshot stammt aus dem einzigen Video Review was die Mängel deutlich anspricht. Tito von "Anamorphic on Budget". Den spherical Normallook hatte ich ja bereits im 1. Posting angesprochen. Es sieht überhaupt nicht nach anamorph aus, das Bokeh ist stinknormal und nicht mal besonders, da hat ein 50 Euro Helios 58mm ein um Längen besseres Bokeh, die Flares schlicht zu viel, zu präsent und Bildfehler erzeugend. Die Linse ansonsten viel zu scharf für einen cineastischen Look. Das größte Problem dagegen was auch schon die MFT Versionen aufgrund ihres besonderen Fokusmechanismus haben ist, dass je nach Schärfeebene der Squeeze sich ändert. Damit ist das Objektiv für ernsthaftes filmen praktisch erledigt. Auf Infinity Focus hat das Objektiv den beworbenen 1.6 Squeeze, auf 75cm Entfernung plötzlich nur 1.51. Folge...man kann sich aussuchen welche gefilmten Szenen in der Post Production beim Desqueeze fehlproportioniert werden. Die mit IF oder die Close-ups. Die Umgehungskrücke einfach in der Post 1.55 für alles zu nehmen, hilft auch nicht wirklich weiter. Gerade bei Close-ups mit Gesichtern fällt auch dieser falsche Desqueeze auf, weil das Gesicht zu oval oder zu breit ist.


    Wer "Don't look up" bei Netflix gesehen hat, sieht den Unterschied. Auch und vor allem was die Flares angeht. Gedreht wurde der Film mit den anamorphen Atlas Orion Objektiven. Das 6er Set hätte ich gern ;), 49.000 Euro sind mir aber bisschen zu viel. In den 2 1/2 Stunden sieht man weniger und sanftere Flares als in allen 60-90s Filmchen auf Youtube mit den Sirui Dingern. Das zeigt gut worauf es den Sirui Käufern ankommt und Sirui hat geliefert. Weil ohne die Flares bliebe sonst nur ein arschteures Normalobjektiv.


    Offensichtlich kann man für so wenig Geld keine guten anamorphen Vollformatobjektive konstruieren. Für den Hobbyfilmer der Opa sGeburtstag anamorph filmen will mag das reichen. Mehr nicht.


    Das Great Joy ist noch in der Endphase der Crowdfundingkampagne. Der optische Output gefällt mir zwar und ist schon deutlich mehr an dem Look der 9.000 Euro Objektive, allerdings gibt es da auch schon schlechte Aussichten. Der normale Objektiv hat nur einen 1.33 Squeeze. Normal wären 2.0. Mittels eines Adapters von Great Joy, der übrigens wie der von SLR Magic bei anderen Objektiven verwendet werden kann, bekommt man zwar einen guten 1.8 Squeeze, allerdings ist der "Vorbau" mit Objektiv und Adapter satte 1,8kg schwer und da der wichtige Single Focus bei so einer Kombi nur am Adapter funktioniert, sind von der Griffhaltung her run&gun Shots eigentlich nicht möglich, auch vom Gewicht her. Consumer Gimbals werden sich mit dem Vorbau nicht ausbalancieren lassen. Also eher eine Stativ/Dolly Lösung.

    Der Vergleich mit einer 4k Action CAM hinkt gewaltig ;). Ganz andere Zielgruppe, eher kleiner Sensor, überschärft (auch notwendig für die Zielgruppe bei nur 12MP, ähnlich wie die LX100 auf Standard), klassischer Digitallook, mit noch mehr Schwächen als Altglas.


    Nikon und Leica Altglas hab ich nicht angefangen. Beide sind schon ganz schön teuer und für mich schon zu gut und perfekt. Ich versuche derzeit so viel wie möglich auf die originalen Chrome Nasen umzustellen. Das hat nicht mal was mit Sammeltrieb zu tun, sondern das Handling ist wegen der besseren Bauqualität (einhergehend mit mehr Gewicht) gerade bei den Brennweiten bis einschl. 50mm deutlich besser. Und klar, es fühlt sich Premium an, anders als die Plastikdinger nFD.

    Ich hol den Thread mal hoch, da ich mittlerweile auch den Canon FD Objektiven verfallen bin.


    Seit langem schon war ich gelangweilt, ja genervt, von den totkorrigierten modernen Objektiven. Bloß kein Fehlerchen, ein blitzsauberes Einheits-Bokeh, was dem hässlichen Fake Bokeh der Smartphone Apps in nichts nachsteht und alles bitte knackscharf, am liebsten überschärft, weil die Kunden sonst ihr HD Kameras nicht austauschen. Und wer als erstes Testcharts nimmt um die Qualität der Objektive zu beurteilen, hat dann wohl andere Prioritäten als ich.


    Mein Altglas Bestand (markenübergreifend) ist mittlerweile sehr umfangreich, ca. 30 Objektive. Viele gibt es für 30, 50 oder 80 Euro, manche für 150, einige für 300 Euro, Hype Objektive sind noch teurer, die Aspherical Canon erst recht und ein K35 für 5.000 Euro auch. Also so ein Fuhrpark wächst schnell ohne dass man Omas Sparbuch plündern muss. Einige FD wie das 35/2.0 oder die Aspherical Teile sind teils hochradioaktiv wegen Thorium in der Glasmischung. So wie viele Takumare. Ja, dafür sind die knackescharf wie Objektive aus der heutigen Zeit, aber da verzichte ich dann lieber auf 1 Blende, ich möchte meine Objektive nicht im Keller aufbewahren müssen.


    Seit kurzem nutze ich diese auch für Auftragsproduktionen. Was? Diese unscharfen Dinger? Also der Begriff "scharf" oder "unscharf" ist wie immer subjektiv. Die Canon FD Reihe gehört auf jeden Fall zu den scharfen Vertretern ihrer Generation. Ja, sie sind nicht razorsharp wie die totkorrigierten und überschärften modernen Objektive, aber sie haben das was man wohl cinematische Schärfe nennt und eine Seele. Scharf, ohne Überschärfungsperlenketten an feinen Details wie Haaren oder Gras. Kleine Bildfehlerchen geben ihnen einen Charakter, ohne als Bildfehler erkennbar zu sein.


    Gefilmt wird mit der S1H, für Foto die S5. Adapter habe ich ausschließlich auch für M42 und Minolta nur Novoflex. Aus schlechter Erfahrung mit China Müll. Der Aufpreis war es allemal wert.


    Im Bestand habe ich überwiegend nFD, das 24mm/2.8, 28mm/2.8 (Chrom Nase 1971), 35mm/2.8, 50mm/1.4, 50mm/1.8 (Chrom Nase 1971 + nFD) , 55mm/1.2 (Chrome Nase 1971), 85mm/1.8, 100mm/2.8 (Chrom Nase 1971, besonders stolz, da sehr rar, wie neu und arschgünstig erworben), 135mm/2.8, 35-70mm/4.0 und 70-210mm/4.0. Die Chrom Nase Originale sind komischerweise sehr selten und meistens teurer. Ich mag diese lieber, sie sind von der Bauweise dem Plastikmüll nFD deutlich überlegen. Schade dass Canon da dem Plastiktrend folgte, wo selbst die Russen noch bis weit in die 80iger und später ihre Objektive aus Panzerstahl gedrechselt haben, denn von den optischen Leistungen her haben die das nicht verdient. Ich kann bspw. das 50iger Chrome und das 50iger nFD beide in den Händen halten und würde das nFD sofort wegwerfen wollen ;). Die Unterschiede in der Beschichtung SC vs. SSC sind durchaus da und nehmen den nFD ein bisschen vom Vintage Charme. Dafür sind die (n)FD gebraucht viel öfter in einem vitrinenartigen Zustand, bei den anderen gibts da öfter eher traurige Schicksale mit verbeulten Gewinden, Pilz etc..


    Wo wir bei verdient sind...der optische Unterschied zwischen den FD und K35 ist jedenfalls nicht dem Preis entsprechend. Ja, die K35 sind hochwertig gebaut und die Gläser schon noch ne andere Nummer, aber wie so oft..in der Realität verschwimmen die Unterschiede. Sie sind nicht so dass ich für das 50iger 1.3 K35 4000 Euro bezahlen würde. Dann lieber das 50/1.4 FD für 80 Euro.


    Ich habe zuletzt für einen Chor ein Video ausschließlich mit drei der Linsen gedreht. Das Video wird erst am 25.12. veröffentlicht und ich möchte aufgrund der Vertrauensbasis auch noch keine Screenshots davon vorher im Netz zeigen. Aber ich kann schon mal sagen, nach "Matsch" und 80 Euro Objektiven sieht es nicht aus. Der Auftraggeber ist eher vom Stuhl gekippt und wollte wissen was das bitte sehr für Objektive waren.


    Und ja..ein Mist Filter ist nicht wirklich nötig. Das Setting war eine dunkle Kirche und nur Kerzen. Hier haben die Objektive ganze Arbeit geleistet (gedreht mit S1H in 4k/HLG) und es sieht im Prinzip schon wie mit Mist Filter aus.


    P.S...das eingangs verlinkte Video kenne ich natürlich auch und ist eine hervorragende Arbeit. Die Canon FD sind definitiv Lieblingsobjektive. Sie bringen den Kinolook ohne dass man in der Postproduction rumwürgen muss, sind überwiegend recht günstig und wenn man die kleinen Schwächen (Streu-und Gegenlicht bei Offenblende, CA bei starken Kontrasten) kennt und weitgehend vermeidet, bekommt man einen fantastischen Look, wo niemand vermuten würde, dass man hier mit Gebrauchtware aus der Grabbelbox gefilmt hat.


    Das Altglas hat übrigens seit 10 Jahren eine Wiedergeburt erlebt. Vielen Fotografen und Filmern geht es da wohl wie mir, die genervt und gelangweilt sind vom computererstellten Einheitsbrei in den Objektivfabriken. Das hat sich auch bei den Preisen niedergeschlagen, wobei 100% Steigerung bei 80 statt 40 Euro verkraftbar ist.

    Was allerdings etwas dumm ist - der kleine Finger findet irgendwie nicht so richtig Halt am ansonsten hervorragenden Handgriff.

    Ich halte sie so dass der Zeigefinger auf dem Auslöser oben liegt. Ohne Druck. Anders ist für mich fotografieren garnicht möglich, wenn der Zeigefinger in der Griffmulde liegt. Und der Zeigefinger auf dem Auslöser macht ja auch Sinn. Oder hast du so große Hände dass selbst dann der kleine Finger in der Luft hängt? Bei mir kommt es mit der Handhaltung gerade so hin unten, da sind S1H und S1 aber besser und mit der S1 habe ich lieber fotografiert, die lag ultrasatt in der Hand, die S1H noch bisschen besser. Aber am Ende entschieden die -300g.


    Thema Kompaktheit....


    Zitat


    Was ich allerdings überhaupt nicht kapiere ist warum man einen neuen Batterietyp eingeführt hat der ansonsten identisch zu den Batterien wie sie bspw. in der G9 verwendet werden ist, sogar die entsprechenden Kontakte hat um in einer G9 o.ä. Kameras mit dem 19er Akku verwendet werden zu können. Was die Konstrukteure in Japan da gerade geraucht haben ist mir schleierhaft, vermutlich wollte man neue Akkus verkaufen, bei ca. 70€ für einen Originalakku kein schlechtes Geschäft.


    Vermutlich hat man schlicht die S Serie für sich allein betrachtet. Und der große Akku für die anderen Drei hätte die Kompaktheit nicht ermöglicht. Bedingt lustig ist dass die Akkus der S5 in die GH4/5 passen und funktionieren, andersrum aber geht es nicht, weil die GH5 Akkus minimal dicker sind. Da ist er wieder...der Einnahmeerhöhungsschelm ;). Dass Panasonic da wirklich ein kleines -pardon- Schwein ist, habe ich auch vor einer Zeit bemerkt. Ich hatte mir paar Third Party Akkus gekauft und im Panasonic Ladegerät verwendet. Ergebnis in 9 von 10 Versuchen Ladefehler. Entweder gleich oder nach einer Weile. Ich habe da zu unrecht erst die "Billighersteller" der Akkus verdächtigt, denn nachdem ich mir das Patona Ladegerät gekauft habe, wurde alle Third Party Akkus, auch Nicht-Patonas, sauber geladen. Also hat Panasonic eine Third Party Sperre im eigenen Ladegerät. Nicht fein.


    Aber es gibt ja gute Third Partys. Ich kann die Patona Protect empfehlen (60 Euro Zweierpack). Nutze ich auch für S1H. Nicht verwechseln mit den normalen Patonas (Platinum). Die sind extrem scheisse, da sie sich schnell aufblähen und dann nicht mehr ohne Werkzeug aus der Kamera zu bekommen sind. Und wie auch gerade geschrieben...unbedingt mit dem Patona Ladegerät kaufen, sonst zeigt dir Panasonic den Mittelfinger. Schlussendlich hat man aber mit der endlich eingeführten Akkuladung via USB/Powerbank bei allen S-Kameras das Problem der (teuren) Ersatzakkus auch entschärft.


    Die unlimitierte Aufnahme in 4k ist kein Gerücht, geht aber nur im 8Bit Modus. Trotzdem kann ich sie für Musikvideos bspw. als B-Cam zur S1H benutzen, da in 10Bit immer noch 30 Minuten am Stück möglich sind. Reicht locker.


    Besonders schön ist die flotte Umschaltung PAL/NTSC per Menü, wenn mal wieder die Lichter flackern. GH5 oder S1H muss man immer neustarten. Nervig. Dual ISO hat sie ebenfalls, selben Werte wie S1/S1H. Nur der IBIS ist etwas schlechter als bei der S1H, aber meine Video Main Kamera ist die S1H. Die S5 ist meine Fotokamera.

    Darf den miesen Treiber bestätigen. Was da WHQL sein soll weiß ich nicht. Studio Treiber für mein Win10 Notebook (GTX1070) runtergeladen und installiert, danach kein booten mehr möglich, sobald der Treiber angesprochen wird. Mit Systemwiederherstellung (vor jeder Treiberinstallation gemacht) das System gerettet. Danke für Nichts Nvidia.

    Das Thema ist hier im Forum offenbar nicht wirklich relevant, aber ich kann ja mal einen Sammelthread machen, da es nicht soooo viele Veröffentlichungen gibt.


    Sirui, die bereits für APS-C (MFT etc.) anamorphe Objektive mit Faktor 1,33 zu humanen Preisen herausgebracht haben, wagt sich nun in den Vollformatbereich. Aktuell gibt es eine Kickstarter Kampagne für ein 50mm T2.9 anamorphes Vollformat mit Faktor 1,6. Auch mit zeitgemäßen Bajonetten wie L-Mount ohne Adaptergefummel. Gerade die S1H hat anamorph jede Menge zu bieten und bisher sah es da mit nativen Objektiven richtig dünne aus.


    Der Kickstarter Preis von 1199 Dollar (vermutlich 1399 Dollar für Normalkäufer) ist auf den ersten Blick eine Ansage wenn man mit Vazen (50mm 8.000 Euro) oder mit Atlas Orion (50mm 9.000 Euro) vergleicht. Aber ich denk mal die sind technisch nicht vergleichbar. Immerhin kommt aber scheinbar Bewegung in den Vollformat Bereich, auch eine Firma namens "Great Joy" macht derzeit Kickstarter für ein anamorphes FF 60mm T2.9 mit Faktor 1.33 (mittels Adapter auf Faktor 1.8 erweiterbar) und einem fast unglaublichen Preis von 750 Dollar. Noch dazu ist das Objektiv von der Größe her mit den Vazen/Atlas Teilen vergleichbar und daher nicht für run&gun Shots brauchbar.


    Das 50mm Sirui APS-C hatte ich mal für die GH5, war aber nicht so meins. Der Look des Bildmaterials ist einfach nicht wirklich schön in meinen Augen. Blaue Flares sind eben nicht die Definition von "anamorph". Es wirkte einfach viel zu sehr digital, zu scharf, zu neumodisch, nicht Kino like. Auch die ersten Bildeindrücke vom Vollformater sehen nicht "besser" aus, die Flares sind mittlerweile sogar übertrieben und gehen ins störende über. Fast möchte man nachts Situationen wie Autolichter beim filmen vermeiden. Das Great Joy gefällt mir da schon viel besser vom optischen Output, auch die Flares viel dezenter wie sie sein sollen, praktisch kinolike, ist aber ein Klopper an Objektiv. Trotzdem kann ich mir das auch angesichts des Preises für meine S1H vorstellen.


    Nun aber alles in bewegten Bildern:


    Great Joy 60mm Vollformat

    https://youtu.be/rFRqP0lZExk


    Sirui 50mm Vollformat

    https://youtu.be/8p6lW0DiD3Y

    Ein interessantes Tutorial von Brandon Li wie man mit einem Smartphone cinematisch filmt


    https://www.youtube.com/watch?v=atSpV7a00-M

    "Cinematisch" ist keine DIN Norm ;) und wird subjektiv ausgelegt. Viele halten allein die Teal&Orange LUT schon für cinematisch, während ich sowas nach 1s direkt wegklicke. Grundsätzlich geht es in dem Video um Moves und da ist einiges gutes dabei. Aber es gehört ja noch die Optik dazu und da ist für mich der überschärfte Digitallook der Smartphones auch ein Grund gleich wegzuklicken, auch wenn da "cinematic" steht. Für mich sehen die Making-of Szenen (offensichtlich nicht mit Smartphone gefilmt) optisch deutlich besser aus, allein schon der Tiefenunschärfe wegen.

    Apple trifft das nicht, deren Billigheimer kosten 4 oder 5x soviel..... :pfeifen:


    Das Problem mit den vielen aussortierten Handys sind meiner Meinung nach die Verträge. 2 oder 3 Jahre Laufzeit, dann das nächste iPhone mit Subventionen für billiges Geld bekommen und das alte in die Schreibtischschublade versenken, das ist das Problem. Müssten viele Leute ihr Smartphone voll bezahlen dann würden sich viele überlegen ob sie ein 1200€-Smartphone nehmen oder nicht doch lieber ein billigeres Modell bzw. ihr altes Smartphone halt einfach nochmal 2 oder 3 Jahre nutzen - wenn der Akku mitmacht.

    Stimmt, über die Dreingaben "verkaufen" sich viele Smartphones. Im Grunde ein Kredit, denn rechnen tut sich das im Normalfall nicht wirklich. Allerdings glaube ich schon dass die Preise steigen, denn all die Jahre haben die meisten Anbieter den Upgradezwang durch absichtliches vorenthalten neuer Android Versionen und vor allem Sicherheitspatches mehr oder minder ausgelöst. Man muss ja bedenken, dass man heutzutage zB von den Banken fast genötigt wird Online Banking zu machen, oft auch Smartphone/App Zwang, da ist es schon sinnvoll wenn das Phone auf dem aktuellsten Sicherheitsstand ist. Wenn man dafür aber alle 2 Jahre ein neues Phone kaufen muss ist das nur gut für die Hersteller. Künftig müssten sie mind. 5 Jahre auf Upgrader warten. Das werden sie sich finanziell woanders holen.

    Es dürfte vor allem den Markt der 100 Euro Billigheimer bereinigen, um nicht zu sagen leerfegen. 5 Jahre Sicherheitsupdates? 3x Android Update? Da werden alle diese Hersteller abwinken. Auch zB. Medion wird sich umorientieren müssen.

    Womöglich könnten die Smartphone Preise bald in Richtung Vollformat Kamera gehen, wenn die EU sich durchsetzt. Dann hätten sie auch die "überholt". Ab 2023 soll nach einem Entwurf gelten:


    • Produzenten wie Samsung, Apple, Xiaomi und Co. müssen künftig mindestens fünf Jahre lang kostenlose Sicherheitsupdates für Smartphones und Tablets anbieten, bei Funktionsupdates liegt die Grenze bei drei Jahren. Für viele Android-Geräte würde das einen ordentlichen Sprung bedeuten, die Supportdauer sogar teils verdoppeln.
    • Akkus müssen zwingend noch eine Kapazität von 80 Prozent nach 500 Ladungen erreichen, wenn sie auswechselbar sind. Festverbaute Akkus müssen doppelt so lang durchhalten, also 1.000 Ladezyklen.
    • Ersatzteile für die Reparatur von Smartphones müssen von den Herstellern mindestens fünf Jahre nach Marktstart vorgehalten werden. Zudem will man die Produzenten verpflichten, „professionelle Reparaturbetriebe“ mit der nötigen Ausrüstung zu beliefern. Das betrifft etwa Akkus und Kamera-Module. Display-Ersatz muss auch für Endkunden angeboten werden. Bei Tablet-Bestandteilen gelten künftig sogar sechs Jahre.
    • Hersteller müssen Preise für Ersatzteile öffentlich machen. Sie dürfen im Nachhinein nicht mehr verändert werden. Anleitungen zur Reparatur müssen angeboten werden, zwar nicht kostenfrei, aber zu einem angemessenen Preis.
    • Alle Smartphones für den europäischen Markt müssen einen Standardtest überstehen: 100 Stürze aus 1 Meter Höhe ohne Defekt. Auch Spritzwasserschutz wird verpflichtend.


    https://www.giga.de/news/harte…kommt-auf-verbraucher-zu/

    So, seit gestern habe ich auch meine S5 im Austausch gegen die S1.


    Und gleich mal zur Konzertfotografie am selben Abend mitgenommen, passte gerade. Vorab die Grundeinstellungen erwiesen sich als sehr einfach, die Menüstruktur altvertraut, erst recht im Vergleich innerhalb der S-Serie. Bei Video hatte ich gedacht es seien mehr Optionen, aber das was da ist reicht für eine B-Cam in dem Fall dicke. Vor allem auch weil V-LOG schon vorinstalliert ist. Das fehlende Infodisplay auf der Oberseite geht mir kein Stück ab, da schau ich weder bei der S1H drauf noch war das für mich irgendwie gehaltvoll bei der S1. Kurios dass ich erstmal Probleme hatte mit ein/aus beim Konzert, da der Schalter hier an derselben Stelle liegt und designed ist wie bei der GH5, dieser bei der S1 und S1H aber ganz woanders liegt und auch von den Bildmodi Einstellungen her unabhängig ist, also nur als Ein/AUS fungiert. Das gab im Dunkel manchmal "Sucherei".


    Die Befürchtungen hinsichtlich der gegenüber der S1 deutlich reduzierten Sucherauflösung hat sich nicht bestätigt. Ja, natürlich ist es so, aber es fällt mir nicht auf. Da ist wohl eher die S1 überpowert, viel hilft nicht immer viel.


    Aber der wichtigste Ersteindruck war natürlich das Handling/Ergonomie. Da ich noch die S1H habe, war das auch ein guter Vergleich, da sie der S1 dahingehend stark ähnelt, aber trotzdem noch etwas größer ist. Und ja...das sind deutliche Unterschiede beim Body. Ich hab eher große Hände und muss sagen, der Grip der S5 ist mir tatsächlich ein Mü zu klein. Sie liegt mir nicht so satt in der Hand wie die S1, die meine Standard Fotokamera war. Der kleine Finger hängt unten schon bisschen in der Luft. Bei der S1 und erst recht S1H habe ich das Gefühl meine Hand war das Model für das Design des Grips, praktisch wie maßgefertigt und fühlt sich deutlich sicherer an (im Hinblick auf "aus der Hand flutschen") als bei der S5.


    Sie ist so klein, dass mir beim halten die Metallschlaufe für den Kameragurt ständig auf der Hand drückt. Die muss ich erstmal abmontieren.


    Aber insgesamt nehme ich das in Kauf, denn die Kompaktheit und das merklich geringere Gewicht bei gleicher Bildqualität ist für mich letztendlich entscheidend wenn ich auf Fototour bin. Zusammen mit einem Objektiv ist dann auch die Haltesicherheit gegeben.