BRAW in verschiedenen NLEs

  • Ja, das ist in Edius so und liegt am dem schon recht alten Aufbau des Programms. GV ist ja eben sehr bemüht die Kompatibilität selbst zu Projekten ältester Versionen zu bewahren. Resolve ist da ja sehr viel später und auf einer ganz anderen Basis entwickelt worden.

    Danke für die Bestätigung. Na klar tun sich dann andere Programme leichter, die nicht die alte Kompatibilität erhalten müssen.


    Und es ist dann halt ein gewisser Nachteil, dass du und ich auch darauf manchmal reinfallen:

    In Edius muss halt der einzelne Clip der bearbeitet werden soll immer angewählt werden. Es reicht also auch nicht nur den TL-Cursor dorthin zu verschieben. Da bin ich auch schon manchmal reingefallen, wenn im Arbeitseifer war....


    Wäre mir jetzt auch nicht bekannt.

    Der PCC Filter ist ja nun nicht speziell für RAW entwickelt worden, sondern halt ein "ganz normlaler" Filter aus dem umfangreicheren Bereich der Farbkorrekturen. Wie gesagt, alles "old school".

    Ja klar ist der PCC nicht nur für raw zuständig. Aber dass es keine Möglichkeit gibt, nur die Metadaten zu verändern, das ist halt dann schon ein gewisser Nachteil.


    Das soll jetzt keine "Entschuldigung" für Edius/GV sein. Aber man muss halt auch verstehen, dass die Hauptkunden von GV halt Broadcaster sind und deren Anforderungen und Wünsche natürlich eine ganz andere Priorität haben.

    Ich glaube, es geht gar nicht um Entschuldigungen - sondern eher um die Vor- und Nachteile der verschiedenen Konzepte. Für mich ist das schon ok, wenn die Hauptkunden Broadcaster sind.


    Ich werde das übrigens mal separieren - in einen eigenen Thread zum Graden von BRAW in verschiedenen Schnittsystemen.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


    Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Ja, das ist in Edius so und liegt am dem schon recht alten Aufbau des Programms.

    Irgendwo habe ich den Hinweis auf eine neue EDIUS-Version aufgeschnappt, wo war das nur... :gruebel:

  • Während ich schon in der Lage bin HDR-Filme mit einer Kamera unter 1K und DaVinci Resolve
    sogar im Mix mit S-Log3 oder JPEG zu produzieren, investiert Wolfgang halt immer noch und die
    Nachbearbeitungs-Workflows sind offensichtlich auch noch nicht finalisiert.

    Also ich bin im letzten Jahr aus Zeitgründen kaum dazu gekommen, viel zu filmen, geschweige dann zu schneiden. DAs war ein Jahr Pause. Der grundsätzliche Workflow für den Schnitt steht seit geraumer Zeit. Woraus schließt du genau, dass der workflow nicht finalisiert sei?


    Ich bin halt nicht in der Pension, das letzte Jahr war mit privaten und beruflichen Veränderungen derart zu, dass das HObby mal liegen geblieben ist. Aber frühe Workflows im z.B. Catalyst mit FS7 slog3 oder auch in Resolve 17 gab es, auch mit Vegas v-log Material der EVA1 - und das hats auch alles funktioniert.


    Wenn ich heute mir die Vor- und Nachteile der derzeitigen Systeme anschaue, dann aus zwei Gründen:

    1. Die Investition in den neuen Schnitt-Laptop mache ich, weil ich damit auch an den Abenden in Köln schneiden will - und ohnedies für den Job einen Laptob brauchte
    2. Es interessiert mich halt unverändert, und deshalb laufen hier gleich einige Threads zu BRAW. Wer will, kann sich da ja gerne einbringen.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


    Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Das ist halt die alte Diskussion, ob man sich auf die LUTs verlassen soll/kann. Wenn die funktionieren, geht das sicher schnell - aber ich hatte eben Fälle, wo die nicht mehr funktionieren.

    Man kann sich auf die vom Hersteller herausgegebenen LUT´s meiner Meinung nach genau so gut verlassen wie auf Einstellungen (Presets), die schon in der Kamera gemacht werden.

    Auch da ist nicht alles perfekt und man muss nachbessern, wenn man z.B. nicht korrekt belichtet oder den Weißabgleich falsch hat.


    Ich habe das aber nicht geschrieben weil es mein Weg ist, sondern nur um Aufzuzeigen, das sich die LUT´s eigentlich genau so verhalten wie die Automatiken der Kamera.

  • Es geht hier nicht darum ob du dich mit Resolve auskennst, sondern dass du keine Erfahrung mit BRAW hast.

    Das habe ich ja auch nicht besprochen. Bringe mal nichts durcheinander.

  • Man kann sich auf die vom Hersteller herausgegebenen LUT´s meiner Meinung nach genau so gut verlassen wie auf Einstellungen (Presets), die schon in der Kamera gemacht werden.

    Also bei mir gab es - wie schon diskutiert - das Fehlverhalten, dass LUTs beim Filmen mit der S1 zu beträchtlichen Blauverfärbungen geführt hatten. Aber wie gesagt, wenn es für dich gut funktioniert - ja warum dann nicht?


    Ich nutze aber auch duchaus die Pocket-internen LUTs für die Vorschau - oder die bei anderen Kameras wie der FS7/EVA1. Für das Graden hingegen nehme ich tatsächlich nur noch die Farbraumtransformationen unserer Werkzeuge.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


    Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Das habe ich ja auch nicht besprochen. Bringe mal nichts durcheinander.

    Schau einfach mal auf den Titel des Threads, vielleicht geht dir dann ein Licht auf.



    Ich nutze aber auch duchaus die Pocket-internen LUTs für die Vorschau - oder die bei anderen Kameras wie der FS7/EVA1.

    Das ist auch sinnvoll, damit man die richtige Belichtung der Aufnahmen erkennen kann.

  • Schau einfach mal auf den Titel des Threads, vielleicht geht dir dann ein Licht auf.

    Ich wollte Dir auch nur im Falle der Farbraum-Transformation helfen. :yes:

  • Ich kenne mich voll in DaVinci Resolve aus, was HDR-HLG, auch S-Log sowie Timeline-Mix von HLG, S-Log und Digital-Bildern angeht.

    Und arbeite "warscheinlich" nur mit 8bit Material :Applaus:

  • Also wenn ich einen BRAW clip in Edius importiere, wird dabei etwas gerechnet. Blitzschnell. Vielleicht sind das auch nur die Audio-Hüllkurven - gestehe ich ganz offen, dass ich das nicht weiter hinterfragt habe. Und ich vermute, dass es das ist - weil das Rendern von Proxys würde vermutlich länger dauern.

    Genau.

    Was Du meinst, dürfte die Erstellung der Hüllkuren sein.

    Proxydatein würdest Du im Projektordner > Proxy finden, sofern diese von Edius erstellt werden müssten (es git ja auch Cams, die zusätzl. Proxys bei der Aufnahme erzeugen). Geht aber i.d.R. auch schnell.




    Ich glaube, es geht gar nicht um Entschuldigungen - sondern eher um die Vor- und Nachteile der verschiedenen Konzepte. Für mich ist das schon ok, wenn die Hauptkunden Broadcaster sind.

    Ich komme halt vom NLE Pinnacle/AVID Liquid, welches auch aus Bereich Broadcast stammte und große Ähnlichkeiten zu Edius aufweist. Insoweit ist mir dieses Konzept über die Jahre "ins Blut" übergegangen.

    Obwohl ich es wegen BRAW wirklich versucht habe, werde ich mir Resolve einfach nicht warm. Den Workflow dort finde ich ziemlich grauslig.

    Das liegt aber nicht an den Nods. Ich arbeite auch schon sehr lange mit Fusion als SAL und bin von dem Konzept wirklich begeistert.





    Irgendwo habe ich den Hinweis auf eine neue EDIUS-Version aufgeschnappt, wo war das nur...

    Das hat nur nicht unbedingt mit neuen Programmversionen zu tun. Es geht da eher um Konzepte und vor allem um die Basis.


    GV modernisiert Edius durchaus schon sehr, aber schrittweise und sozusagen "im laufendem Betrieb". Das hat sicherlich auch marktstrategische Gründe um die Bestandskunden weiterhin zu halten und ist somit durchaus nachvollziehbar.

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass wenn irgendwann der Effektebereich umgebaut wird, es dort zumindest auch modernere Alternativen geben wird. Aber das zieht sich sicherlich noch.



    Gruß

    Peter

    Als Moderator verfasste Beiträge sind durch grüne Schrift erkennbar.

    Rest ist private Meinung

  • Und arbeite "warscheinlich" nur mit 8bit Material :Applaus:

    Ich muss ganz unterschiedliches Videomaterial aus Hobbyvideokameras ohne 10 Bit Farbtiefe verarbeiten.

    Auf der 10 Bit Timeline..., mache aber dort keine Sachen mit dem Qualifier...., grade auch nicht H.264-Material warum nicht?
    Das funktioniert in DaVinci Resolve problemlos...


    Danke für den Applaus Peter! :yes:

  • Den Workflow dort finde ich ziemlich grauslig.

    Ohne Fleiß kein Preis. ^^

  • Das hat nur nicht unbedingt mit neuen Programmversionen zu tun.

    Doch, ausdrücklich, es geht nicht um Nachpflege-Updates.

  • Also für das Graden von 6K 50p BRAW unter Vegas ist der workflow mal auch auf meinem Laptop erprobt und fertig. Ich schreibe das mal zusammen - inklusive der diversen Probleme und workarounds dafür, die es unter Vegas im Fall von BRAW definitiv noch gibt. Was soll ich sagen - es funktioniert dann tatsächlich nicht mal so schlecht.


    Link zu BRAW Tutorial unter Vegas


    Resolve und Edius habe ich - derzeit - mal vom Laptop geworfen.


    Bei Resolve sehe ich das Problem, dass die von Resolve angelegte Datenbank für die optimized Media selbst bei einer überschaubaren Menge von BRAW clips recht große Datenmengen für optimized media anlegt. Jetzt kann man aber sehr klar definieren, wo das angelegt werden soll - um das nach einem Projekt wieder löschen zu können. Wenn, dann muss ich das von der "nur" 1TB großen Systemplatte weg legen. Zusätzliche Nachteile sind, dass man bei Resolve unter Windows leider einen externen HDR Monitor benötigt - da Resolve das interne HDR Display nicht anspricht. Und Resolve fordert fast zwingend mehrere Monitore, vom Platzbedarf der GUI.


    Edius - da sind die verbesserten HDMI 2.1 Kabeln letzte Woche gekommen. Erprobt habe ich die aber noch nicht, ob damit die merkwürdigen berichteten Teilbilder weg sind. Und auch Edius benötigt einen eigenen, externen HDR Monitor - und relativ viel Platz für die GUI.


    Vegas kann in der internen Vorschau am Laptop ein HDR Bild aktivieren - was von den drei hier diskutierten NLEs unter Windows einzigartig ist. Notfalls hängt man auch hier einen externen HDR Monitor an - was natürlich vorteilhaft beim Graden ist. Und es erzeugt keine optimized Media, wie Resolve - hier arbeitet man nativ, und gut ist es. Details zum BRAW workflow werde ich mal zusammen schreiben.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


    Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Hi Wolfgang,

    Schade das Du kein Mac für deine Arbeit verwenden kannst denn da wird es, nach meiner Meinung, leichter gehen.

    Ich habe ein 16" MacBook Pro M1 Max 32GB und da läuft alles unter Resolve wie geschmiert.

    Der 16" Display des Macbooks ist für HDR absolut geeignet. Sogar Netflix hat Filme während der Coronazeit akzeptiert die hiermit gegraded wurde!

    Hier noch ein Beispiel das der ganz kleine MacBook Air M1 mit 6K BRAW und Davinci gut läuft.


    https://www.youtube.com/watch?v=HJNDmO3FYoc


    Dirk PEL

  • Danke für das interessante Video - der nutzt ja auch Samsung T5 wie auch ich. Und den dort vorgezeigten workflow habe ich ja auch auf meiner Maschine so durchgeführt - und das ist auch bei mir gar kein Problem.


    Was bei Resolve aber für mich - auf einem Laptop - eine Gretchenfrage ist, das ist der Umstand, dass da gewaltige Datenmengen an optimized Media abgelegt werden. Man kann zwar einstellen, WO das abgelegt wird. Aber bereits nach dem Spielen mit vielleicht 20-30 BRAW clips waren das bei mit um die 300GB - und die hatte ich unwissend auf der Systemplatte liegen. Das ist halt nicht geschickt.Im Video sieht man, dass er sowohl Proxyswie auch Optimized Medias abdreht. Gut so. Wenn ich auf dieser Maschine nochmals Resolve installiere - und das wird kommen - werde ich den Speicherplatz für diese optimized Medien oder Proxys entweder auf eine externe Platte legen, oder auch abdrehen wie er das macht. Ebenso wie den Render Cache. Ich will ja die eigene Maschine auch sauber halten, und das sind schon sehr wesentliche Tipps.


    Schon interessant, dass er die Timeline Resolution statt auf 6K erst auf 4K und dann auf HD stellt. Man sieht ja, dass ihm bei einer 4K Auflösung der Timeline mit bereits einem LUT die Playback-Performance einbricht, und das obwohl 24p 6K BRAW footage ja schon mal viel viel einfacher ist, als meine 50p 6K BRAW footage. Geringere Datenraten bei 24p statt 50p. Na klar, dass es dann mit HD 24p als timeline resolution noch besser geht - und warum soll man sich so auch nicht behelfen?!


    Ich müsste das mal ohne optimized Medias und Proxys und ohne Cache bei mir nachstellen. Denn in Summe hatte ich ja einen ähnlichen Befund - das 6K 50p Material ist bei mir grundsätzlich auch möglich. Mit den optimzed Media sowieso - damit bekam ich bei 50p 6K footage auch die 50p in der Vorschau! Was ich mir halt noch wünsche, ist eine HDR-Vorschau - die er nicht braucht, weil er zu rec709 graded.


    Die Proxys mit der halben Auflösung zuzulassen ist auch eine Möglichkeit. Die würde ich mir halt auch weg auf eine externe Platte legen.


    Er graded aber offenbar zu rec709 - ich will hier abr ein HDR Projekt machen. Und er nutzt LUTs - ich will die interne Transformation nutzen. Egal, offenbar hast bei Resolve ja den Vorteil, dass man in Resolve unter einem Mac die interne Vorschau in Resolve auf HDR umstellen kann. Was leider unter Resolve in der Windows-Welt nicht geht. Ich sehe auch den Vorteil, dass das HDR-Displays der Macs offenbar um die 1000 nits kann (und da wird bei den OLEDs ja immer gesagt, dass dort weniger notwendig sei).


    Also ja, ich muss das sicherlich noch weiter testen - und bin optimistisch, dass ich bei mir ähnliche Resultate mit BRWA 6K erreichen kann wie hier gezeigt. Habe ich ja schon gesehen.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


    Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Hi Wolfgang,


    „Ich sehe auch den Vorteil, dass das HDR-Displays der Macs offenbar um die 1000 nits kann (und da wird bei den OLEDs ja immer gesagt, dass dort weniger notwendig sei).


    Das Display der Mac kann sogar 1600 nits!

    Aber für einem Testbild mit 100% Weiß braucht man fast einen Sonnenbrille.

  • Hängt auch von der Art des Displays ab. Die OLEDs, die in der Bildgüte unübertroffen sind, gehen eigentlich nie bis 1600 nits.


    Im Regelfall betrachtest auch kein Bild mit 1600 nits flächendeckend. Ohne Sonnenbrille schaut man ja auch nicht in die Sonne. :D


    Bei den 1600 nits eines Grading Monitor geht es ja primär darum, dass das Gerät tatsächlich zuverlässig die heute oft geforderten 1000 nits zum Graden darstellen kann. Etwa von Netflix. Aber ehrlich gesagt, auf die 1000 nits gehe ich beim Graden eher selten. Da muss ich schon in die Sonne gefilmt haben, etwa bei einer Gegenlichtaufnahme, dass ich die Luminanz derart hochziehe. Aber es ist schön, wenn die Macs das können.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


    Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung