Naja,
es bedarf halt immer der genauen Definition was denn überhaupt gemeint ist.
Beim Capturen gibt m.E. immer das Programm vor welche Codecs und Einstellungen möglich sind.
Wobei diese Möglichkeiten dann halt auch von der Hardware aus möglich sein müssen. Der daraus resultierende "Schnitt" ergibt dann was gemacht werden kann.
Die Vorschau ist in den NLEs wiederum eben wohl unterschiedlich geregelt.
Edius erwartet halt ein zum Projekt passendes (passend eingestelltes) Vorschaugerät.
In einigen wenigen Fällen kann Edius WG ja den hardwarekalibrierten Monitor sogar entsprechend umschalten (mein EIZO ist leider eine Gen zu alt, so dass ich es manuell machen muss).
Ist für mich auch völlig ok, da im Videobeteich ja die zu verwendenden Farbräume auch fest vorgegeben sind.
Bei einigen anderen NLEs lässt sich hingegen die Vorschau wohl teilweise in den Farbraum des angeschlossenen Monitors konvertieren. Was prinzipiell den Vorteil hat, dass man nicht umstellen braucht.
Andereseits sieht man da aber eben immer ein konvertiertes Bild in "irgendeinem" Farbraum. Und ob dass dann wirklich stimmig ist, ist m.E. auch fraglich. Zumale ja auch die Monitore nicht alle Farbräume zu 100% darstellen können.
Aber letztlich landet man bei der Ausgabe ja doch entweder bei Rec.709, oder Rec.2020 (jetzt mal das alte SD Bt.601, oder kinotaugliche Formate außenvorgelassen).
Der Anspruch eine "labortechnisch" einwandfreie Farbwiedergabe zu bekommen ist ja sowohl verständlich, als auch nachvollziehbar. Man sollte da also schon versuchen ein gewisses Optimum zu erreichen.
Nur endet das ja dann nicht nur bei den Geräten, sondern erfodert auch eine entsprechende Arbeitsumgebung mit einer gleichmäßigen Beleuchtung in einem bestimmten Farbspektrum. Ändert sich das, z.B. durch andere Leuchtkörper, oder den natürlichen Einflüssen von Tageslicht, weicht die Wahrnehmung ja auch schon wieder ab.
Und letztlich stellt sich mir auch die Frage, ob man denn auch unter absoluten Idealbedingungen denn wirklich in der Lage ist auch die letzte feine Nuace zu erkennen und vor allem nach dieser zu handel.
Für meine Person würde ich mir das jetzt jedenfalls nicht zutrauen.
Aber selbstverständlich ist eine stimme Vorschau wichtig.
Gruß
Peter