Popschutz Nylon oder Metall ?

  • Hallo zusammen,


    ich habe heute das Rode NT1 erhalten und zwar die 5. Generation.

    Da ich schon einmal mit einem Popschutz aus Nylon gearbeitet habe und damals nicht sonderlich zufrieden war (zuviele Höhe gingen verloren) war ich gespannt auf den Popschutz des NT1 aus Metall.

    Als ich das Mikro auspackte, stellte ich fest, daß der Popschutz nicht aus Metall, sondern aus Nylon ist, wurde bei der 5. Gen. geändert, in der 4. Gen. war er noch aus Metall.

    Ich habe schon etwas im Netz recherchiert und da gibt es die unterschiedlichsten Ansichten.

    Für das Modell Nylon spricht, daß das Gewebe feinmaschiger ist und somit weniger Plosivlaute durchlässt. Für mich dagegen spricht, ich schrieb es bereits, daß einige Höhen dadurch verloren gehen und die Stimme dadurch dumpfer klingt, was natürlich bei einem Schutz aus Metall nicht so ist, wahrsch. gehen dafür dann auch bei der Metallgeschichte mehr Plops durch.


    Womit arbeitet ihr und wie sind eure Erfahrungen ?


    Vielen Dank im Voraus für Tipps.

    Gruß
    Herbie

  • Hi,


    probiere es doch erstmal aus.

    Das NT1 ist ja ein Großmembran und besitzt eine leichte Präsenzanhebung.


    Ich arbeite jedenfalls schon seit vielen Jahren mit einem Nylon-Popschutz (K+M) an meinem Rode NT1000.

    Achte darauf, dass der Popschutz ca. 10 cm (eine Handbreit) vor dem Mic angebracht wird. Und natürlich beim Einsprechen nicht brühren.



    Gruß

    Peter

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  • Vieles kann man am Besten selbst ausprobieren. Wir können nur Anregungen geben, wie:

    Man spricht sowieso nicht direkt in das Mikrofon, sondern leicht vorbei. Dadurch vermeidet man die Plosivlaute recht gut.

    Außer man möchte den Nahbesörechungseffekt nutzen. Dann bleibt einem nichts anderes übrig als direkt in die Membran des Mikrofons zu sprechen. Aber da ist es, wie mit dem Fahrradfahren oder einem Steadycam. Übung macht den Meister.


    Schau dir mal die Menge und Preise der Popschutze an. Demnach sollten schon Unterschiede existieren, da sonst diese Preisunterschiede nicht gerechtfertigt wären. Manche ziehen auch einen Damenstrumpf über eine Drahtöse.


    Da sollte schon ein Unterschied zwischen einem

    Pauly P120 T-35 Bk mit doppeltem hauchdünnem Gewebe für 149 € und einem the t.bone MS-180 Popkiller für 14,80 € sein.

    Beide sind aus Gewebe. Im Gegensatz dazu ist der folgende aus rostfreiem Edelstahl:

    Aston Microphones Shield für 49 €

    Der aufmerksame Leser wird bemerken, dass manche Popkiller nur eine Membran haben, andere aber zwei. Durch zwei Membrane in etwas Abstand können die Poplaute noch feiner gefiltert werden. Je dünner die Membran, desto neutraler verhält sie sich.


    Wenn man also so einen Pauly mit doppelter hauchdünner Membran hat, gehe ich davon aus, dass er besser und immer noch neutraler filtert als ein T-Bone mit einer dicken Filterschicht.


    Natürlich sind Metallfilter gröber als Gewebefilter. Man kann aber auch zwei Metallfilter hintereinander setzen, die dann ihren Filtereffekt ergänzen. Wenn man aber in Studios schaut, dann habe ich noch keine doppelten Metallfilter gesehen. Das wird seinen Grund haben. Die meisten Studios arbeiten meines Wissens mit Gewebefiltern. Ich nehme an, dass die sich was dabei gedacht haben, wenn sie einen Filter vor Tausende Euro teure Mikrofone packen.

  • Demnach sollten schon Unterschiede existieren, da sonst diese Preisunterschiede nicht gerechtfertigt wären.

    Nun,


    die Pauly-Filter sind halt (auch) so teuer, da sie gegenüber den bei preiswerteren Modellen üblichen Kunststoffrahmen über einen Alu-Rahmen verfügen. Das mag in einem akustisch optimierten Tonstudio vielleicht nochmal einen Tick besser sein. Aber bei den hier doch wohl eher üblichen "Wohnzimmerstudios" dürfte sich das m.E. kaum wirklich bemerkbar machen. Dort gibt es dann ganz andere Faktoren, die einen wesentlich größeren Einfluss auf die Aufnahme haben.


    Wichtig ist halt, dass der Nylonfilter aus zwei zueinander verdrehten Membranen besteht. Und da gehe ich davon aus, dass dies auch bei dem im Paket enthaltenen Rode so ist. Mein gut 20 Jahre alter K&M Filter (beim meinem Mic war keiner dabei) liegt heute so 20-30 € und reicht völlig aus.



    Man spricht sowieso nicht direkt in das Mikrofon, sondern leicht vorbei.


    Was die Ausrichtung des Mic betrifft, so muss man da auch zunächst etwas experimentieren, wie es für die vorliegende Kombination aus Stimme und Mic am besten passt. Wobei das auch immer nur minimale Unterschiede in Höhe oder Neigungswinkel sind. Ein seitliches Einsprechen in das Mic sollte man eher vermeiden, da diese meist in Nierencharakteristik ausgelegt sind. Also den Ton hauptsächlich von "vorn" aufnehmen und seitliche oder gar "hinten" liegende Quellen stark abdämpfen.


    Ich hatte da im Bereich Kreative Nachvertonung schonmal einen Link zu einem Video gesetzt, in dem das Grundlegende eigentlich alles verständlich erklärt wird.


    Gruß

    Peter

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  • Einer der Weltmarktführer, wie Rode, wird sein Image nicht mit einem mangelhaften Popschutz aufs Spiel setzen.

    Tschüss

  • So ein nobel Popschutz ist eigentlich auch mehr für Gesang, wo es wirklich auf die Höhen ankommt.


    Bei einem Kommentar oder Podcast ist das einigermaßen vernachlässigbar.


    Im Allgemeinen spricht man schon von Vorne in das Mikrofon wegen der angesprochenen Nierencharakteristik.


    Es gibt aber auch teure Röhrenmikrofone, bei denen kann man zwischen Kugel, Niere, Hyperniere, Acht usw. umschalten, aber das ist weniger für unsere Kommentare von Vorteil.

  • Was hältst Du von dieser, absolut sicheren Möglichkeit:?::lips:

    Du brauchst dich nicht erst groß umziehen, wenn du danach eine Bank überfallen willst...:schnapp:

    "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!" - "Ein Film sagt mehr als tausend Bilder!"

  • Einer der Weltmarktführer, wie Rode, wird sein Image nicht mit einem mangelhaften Popschutz aufs Spiel setzen.


    Auch Rode hat nicht nur gute Produkte.....


    Beispielsweise sind das NTG-1 und NTG-2 klanglich nicht unbedingt die besten Mikrofone. Dafür sehr preisgünstig.

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  • Beispielsweise sind das NTG-1 und NTG-2 klanglich nicht unbedingt die besten Mikrofone. Dafür sehr preisgünstig.

    Klar,


    aber dabei muss man halt auch die Preisklasse beachten. Das sind halt "Einsteigermikrofone."

    Das mit dem NTG2 vergleichbare Sennheiser MKE 600 liegt in den Vergleichtests oft sogar noch hinter dem Rode. Also auch bei Sennheiser macht es nicht allein der Name.


    Man kann es halt nicht oft genug sagen, wer Wert auf eine gewisse Qualität legt, muss auch bei Mikrofonen etwas mehr ausgeben. Dafür sind diese aber auch über viele Jahre, sogar Jahrzehnte nutzbar.


    Gruß

    Peter

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  • Man kann es halt nicht oft genug sagen, wer Wert auf eine gewisse Qualität legt, muss auch bei Mikrofonen etwas mehr ausgeben. Dafür sind diese aber auch über viele Jahre, sogar Jahrzehnte nutzbar.


    Gute Mikrofone fangen für viele Tontechniker in einem Preissegment an da kaufen andere eine ganze Filmausrüstung für und nicht nur ein Mikrofon....


    Ich bin jetzt mal böse und behaupte das eine "gute" Tonaufzeichnung komplexer und komplizierter (und ggf. auch teurer) ist wei ein gutes Bild aufzuzeichnen :teufel:


    Einen Chor oder eine Bigband "gut" im Bild festzuhalten ist deutlich einfacher wie eine "gute" Tonaufnahme. Es hat schon seinen Grund warum für eine "gute" Tonaufnahme bspw. um davon eine hochqualitative CD zu produzieren ein enormer Aufwand betrieben wird. So einen Aufwand werden wir als Amateure kaum treiben können....

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  • Ja gut, natürlich gibt es immer irgendwo noch "Highend", auch bei Mikrofonen. Doch das ist ebenso unnötig wie eine ARRI für den Urlaubsfilm.


    Aber eine vernüftige Tonaufnahme wird halt mit einem 10 oder 20 € Mikrofon eher kaum gelingen. Man sollte da halt auch in dem Bereich mal etwas Geld ausgeben. Alles natürlich in vernünftigen Rahmen.



    Tonaufzeichung und -bearbeitung ist nun m.E. nicht per se komplizierter, aber eben ein ganz anderes Gebiet. Aus dem Grund ist das bei Film und Fernsehen ja auch mehr oder minder getrennt.

    Und es braucht wie überall auch im Audiobereich eine gewisse Einarbeitung und Übung. Wenn man nicht weiß, was man da eigentlich macht, wird das Ergebnis auch nur entsprechend. Oft würden ja schon einige grundlegende Kenntnisse reichen, um Fehler zu vermeiden.

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  • Oft würden ja schon einige grundlegende Kenntnisse reichen, um Fehler zu vermeiden.

    Dazu zähle ich die Dead Cat (das Fell) bei windiger Umgebung und den Popschutz gegen Plosivlaute und teilweise auch als De-Esser bzw. einen EQ als De-Esser. Ein Kompressor, um dem Ton mehr Druck zu machen und man hat die grundlegenden Sachen für den Ton im Kasten.


    Damit bekommt man schon ganz passablen Ton hin, wenn auch das Mikrofon etwas mehr als ein „Dosentelefon“ mit Schnur ist.

  • Genau,


    wobei halt auch nicht selten zu sehen (oder besser zu hören) ist, dass grade durch einen falschen oder übertriebenen Einsatz von EQ, Kompressor, oder De-Esser ein noch akzeptabler Ton dann völlig versaut wird. Vergleichbar etwa, als würde beim Bild die Sättigung jedesmal bis zum Anschlag hochgedreht, damit es "schön bunt" wird.


    Ein großer Fehler der m.E. auch oft gemacht wird ist, dass - grade bei OnBoard-Sound - irgendwelche Effekte, wie Hall u.ä. auf den Ausgängen = Lautsprechern liegen. Diese sind aber nicht Teil der Datei und somit bei der Wiedergabe über andere Geräte auch nicht vorhanden.

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  • ....dass grade durch einen falschen oder übertriebenen Einsatz von EQ, Kompressor, oder De-Esser ein noch akzeptabler Ton dann völlig versaut wird. Vergleichbar etwa, als würde beim Bild die Sättigung jedesmal bis zum Anschlag hochgedreht, damit es "schön bunt" wird.

    Siehe auch das Audio-Tutorial von andreas Abb über die Audioverarbeitung in Davinci Resolve auf Youtube. Er warnt ebenfalls vor zu kräftiger (falscher) Nutzung von Tools wie Kompressor & Co nach dem Motto "Viel hilft viel" weil genau das eben auch schnell schief gehen kann.

    Ein großer Fehler der m.E. auch oft gemacht wird ist, dass - grade bei OnBoard-Sound - irgendwelche Effekte, wie Hall u.ä. auf den Ausgängen = Lautsprechern liegen. Diese sind aber nicht Teil der Datei und somit bei der Wiedergabe über andere Geräte auch nicht vorhanden.

    Ja, die "Raumsimulationen" der Onboard-Soundkarten. Oder virtueller Dolby-Surround-Sound. Und ähnliche "Klangverbesserungen" der Soundkarten.


    Für eine neutrale Soundabmischung absolut kontraproduktiv.


    Zum Abmischen und kontrollieren einer Tonabmischung sollte man idealerweise Monitorlautsprecher verwenden welche einen möglichst neutralen Klang haben. Und keinerlei "Verbesserer" einschleifen. Auch keine Bass- oder Höhenregler an Verstärkern. Oder gar die Loundness-Funktion eines ggf. verwendeten HiFi-Verstärkers.


    Übrigens ist auch das Abmischen mit Kopfhörern mit Gefahren verbunden. Mit einem Kopfhörer hört man i.d.R. auch leisere Dinge deutlich präsenter, deutlich lauter als wie bei der Wiedergabe über Lautsprecher. Das kann dazu führen das bspw. Stimmen gegenüber der Backgroundmusik o.ä. zu leise abgemischt werden. Im Kopfhörer noch gut zu hören, über Lautsprecher nur schwer verständlich usw.


    Zudem färben viele Kopfhörer das Audio, so richtig klar und mit ausgewogenem Frequenzgang sind da nur wenige Modelle wie bspw. der Beyerdynamic DT-48 welcher auch im medizinischen Bereich für die Überprüfung des Gehörs gerne an diversen Messgeräten verwendet wird. Leider wird dieser Kopfhörer nicht mehr hergestellt, ich habe davon 2 Exemplare, eines ist uralt und begleitet mich seit meiner Kameraassi-Zeit....

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  • Ich habe mir letzte Woche „Immerse Virtual Studio“ von Embody, vertrieben von Steinberg gegönnt. Das ist ein Plugin, um einen Mix über Kopfhörer einigermaßen abmischen zu können.


    Da werden virtuell die Studios von Alan Meyerson und Gavin Lurssen&Reuben Cohen akkustisch vor den Kopfhörer eingerechnet. Das sind zwei Mastering Studios, die Hollywood Blockbuster vertonen. Das ist schon eine große Hilfe, wenn man eine neutrale Mischung erzielen möchte. Natürlich soll man später auch mal auf Studiomonitoren testhören, aber wenn die Kopfhörermischung schon mal stimmt, dann hat es schon einen gewissen Standard.

  • Ich bin jetzt mal böse und behaupte das eine "gute" Tonaufzeichnung komplexer und komplizierter (und ggf. auch teurer) ist wei ein gutes Bild aufzuzeichnen :teufel:


    Einen Chor oder eine Bigband "gut" im Bild festzuhalten ist deutlich einfacher wie eine "gute" Tonaufnahme. Es hat schon seinen Grund warum für eine "gute" Tonaufnahme bspw. um davon eine hochqualitative CD zu produzieren ein enormer Aufwand betrieben wird. So einen Aufwand werden wir als Amateure kaum treiben können....

    Seh ich genauso. Und dann kommt es noch darauf an wie man eine Veranstaltung aufnimmt. Es ist einfach so das selbst mit höherwertigen Kameramikros keine tollen Aufnahmen gelingen solange die Mikros in der Nähe der Kamera plaziert sind. Die Kamera ist oft relativ weit weg von der Bühne. Es entwickelt sich dadurch für die Aufnahme unnötiger Hall und es werden Nebengeräusche wie Husten, Stühlerücken und ähnliches mit aufgezeichnet. Hatte ich nach langer Zeit erst kürzlich wieder.

    Besser wäre es den Ton direkt vom Tonmischpult der Veranstaltung abzugreifen. Da aber entweder als eigener Aux-Mix ,oder, falls digital, die Einzelspuren. Denn es ist meistens ein massiver Unterschied zwischen dem was Live abgemischt wird und dem was man für eine Aufzeichnung benötigt. Da ist dann der Nacharbeitsaufwand entsprechend hoch.

    Tonaufzeichung und -bearbeitung ist nun m.E. nicht per se komplizierter, aber eben ein ganz anderes Gebiet. Aus dem Grund ist das bei Film und Fernsehen ja auch mehr oder minder getrennt.

    Genauso wird das nämlich beim Fernsehen gemacht: 2 verschiedene Mixe, einmal für Live, einmal für die Aufzeichnnung.

    Wir machen das bei unseren Gottesdiensten die wir als Livestream übertragen übrigens genau so. Wenn auch mit etwas günstigerem Mischpult. :pfeifen:

    Grüßle,

    Steve

  • Kommt immer darauf an, was man an Möglichkeiten im Mischpult und/oder an der Soundcard vorfindet.


    Entweder man bekommt einen Stereo-Ausgang, mehrere STEMS (Gruppensignale der Blechbläser, Holzbläser, hohen Streicher (Violinen/Violas), tiefen Streicher (Celli/Bässe), Drums/Percussion, Raummikrofone für die Atmosphäre usw. oder jedes Einzelsignal.


    Das kann analog sein, wofür man entspechend viele analoge Eingänge braucht oder auch digital SP/DIF, ADAT, Midas. Gut zu konservieren geht das beispielsweise mit Nuendo Live3. Das kleine Nuendo von Steinberg ohne viel Schnickschnack. Ein MacbookPro idealerweise, weil es performant, leise und relativ absturzsicher läuft. Hinterher hat man dann alle Zeit der Welt, um alles in Ruhe zu mischen. Wenn man jede Einzelspur hat, dann funktioniert das sogar in Dolby Atmos oder in Dolby Digital (nur das Atmos BED von 7.1.2 auf 5.1 downgemixt). Je nachdem wie wertvoll einem die Aufnahmen sind und wieviel Aufwand man betreiben möchte, reicht das von Minimalismus bis exorbitant.

  • Kommt immer darauf an, was man an Möglichkeiten im Mischpult und/oder an der Soundcard vorfindet.


    Entweder man bekommt einen Stereo-Ausgang, mehrere STEMS (Gruppensignale der Blechbläser, Holzbläser, hohen Streicher (Violinen/Violas), tiefen Streicher (Celli/Bässe), Drums/Percussion, Raummikrofone für die Atmosphäre usw. oder jedes Einzelsignal.


    Das kann analog sein, wofür man entspechend viele analoge Eingänge braucht oder auch digital SP/DIF, ADAT, Midas. Gut zu konservieren geht das beispielsweise mit Nuendo Live3. Das kleine Nuendo von Steinberg ohne viel Schnickschnack. Ein MacbookPro idealerweise, weil es performant, leise und relativ absturzsicher läuft. Hinterher hat man dann alle Zeit der Welt, um alles in Ruhe zu mischen. Wenn man jede Einzelspur hat, dann funktioniert das sogar in Dolby Atmos oder in Dolby Digital (nur das Atmos BED von 7.1.2 auf 5.1 downgemixt). Je nachdem wie wertvoll einem die Aufnahmen sind und wieviel Aufwand man betreiben möchte, reicht das von Minimalismus bis exorbitant.

    Analog gibt es halt nur wenige teure Mischpulte wie z.B. von Allen&Heath welche direkte Ausgänge oder Gruppenausgänge bieten. Da bleibt dann oft wenn überhaupt nur ein Aux-Ausgang, welchen man dann aber Live per Kopfhöhrer oder per Monitor-Lautsprecher im Regieraum abmischen sollte.
    Je nach Digitalmischer kann man die Einzelspuren auch direkt auf einen USB-Stick, eine SD-Karte oder eine externe Festplatte aufzeichnen.

    Beim digitalen Mischpult muss es ja auch nicht immer gleich "High End" sein. Die sogenannten "Rack-Mischer" gibt es für überschaubares Geld und können schon einiges.

    Ob es zum Aufzeichnen eine Apfelkiste braucht? -Das halte ich eher für eine persönliche Vorliebe. Bei einem Konzert ist es in der Regel so laut das ein Laptop-Lüfter nicht ins gewicht fällt. Und es gibt auch durchaus leise Windows-Laptops.

    Dolby Atmos oder Dolby Digital ist dann wieder eine ganz andere Hausnummer. Ich denke die meisten von uns können schon zufrieden sein wenn sie nen ordentlichen Stereo-Mix hin bekommen.

    Grüßle,
    Steve