Unter anderem für Hochzeitsfilmer in der Kirche

  • Man hört die Beschallungsanlage der Kirche, die üblicher Weise die Höhen überbetont - zugunsten der Sprachverständlichkeit.


    Hierbei kam häufig das Sennheiser MD 408 zum Einsatz, ich maße mir jedoch nicht an, das hier verwendete Micro am Klang zu erkenne

    Hallo Franz,

    nein, der Ton stammt vom Tascam TM-2X Mikrofon welches auf Der Hero 10 - die das Bild aufnahm- montiert war! Da hast Du Recht, das Mikrofon ist nicht zu erkennen :yes:

    LG Paul

  • Ich habe mal einen Film von einer Veranstaltung geschnitten bei dem mir das Video- und Audiomaterial zur Verfügung gestellt wurde ohne dass ich vorher nennenswert Einfluss nehmen konnte. Es war ein Saal, der mit etwa 200 Personen randvoll war und es wurde mit 5 Kameras aus verschiedenen Winkeln aufgenommen, die Geräte waren ein ziemlich wildes Mischmasch aus schon älterer aber wertiger Technik und auch billigem Zeug, was der Veranstalter eben so auftreiben konnte. Am Rednerpult befand sich zusätzlich ein Mikrofon mit Audioaufnahmefunktion (ich weiß leider nicht mehr welches), angeblich aber gut und teuer.

    Nach Sichtung der Aufnahmen hatte nur ein Gerät einen brauchbaren Ton: Eine schon damals alte GoPro deren Bild fast unbrauchbar war weil es im schwachen Licht viel zu stark rauschte. Entscheidend war offensichtlich der Ort der Aufnahme. Sie war auf einem Balkon im hinteren Bereich des Saales angebracht, der Ton von den Rednern war gut verständlich und die Geräusche aus dem Saal harmonisch. Dort gab es so gut wie keinen Hall und auch keine störenden Nebengeräusche. Das Mikro am Rednerpult war völlig unbrauchbar da die Lautsprecher in den Raum zeigten, zudem störten Papierrascheln, das Abstellen von Gläsern, das Räuspern von Personen in der Nähe und vieles mehr die Aufnahme enorm.


    Ich habe daraus gelernt, dass der Aufstellungsort des Mikrofons mindestens genauso wichtig ist wie die Qualität des Geräts.

  • Ich habe daraus gelernt, dass der Aufstellungsort des Mikrofons mindestens genauso wichtig ist wie die Qualität des Geräts.

    Nicht nur der Aufstellort allein, sondern ebenso die Wahl des Mics und dessen Aussteuerung, sowie noch weiterer Dinge.

    Eine gute Tonaufnahme erfordert halt mindestens ebensoviel Erfahrung, wie ein gutes Bild. Auch da muss man bestimmte Dinge wissen und berücksichtigen.


    Eine unscharfe, verwackelte Aufnahme mit angeschnittenen Köpfen liegt ja auch nicht an der Kamera.

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  • Ich habe daraus gelernt, dass der Aufstellungsort des Mikrofons mindestens genauso wichtig ist wie die Qualität des Geräts.

    Absolut, neben der Wahl der Mikrofone selbst.


    Gerade bei Hochzeiten sind zB für Ansprachen Lavalier Funkmikrofone kaum zu schlagen. Etwa die HIER.


    Es gibt aber viele Anbieter.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Nicht nur der Aufstellort allein, sondern ebenso die Wahl des Mics und dessen Aussteuerung, sowie noch weiterer Dinge.

    die Hero mit Tascam Mikro stand 2.5 Meter hinter dem Pfarrer auf einem Lampenstativ in 2 Meter Höhe! Ich konnte fast den ganzen Ton vom Tascam benutzen von der Hochzeitszeremonie! Die Nahaufnahmen wurden natürlich vom Sennheiser auf der Kamera aufgenommen! Leichte Korrekturen , wie zB. die Höhen machte ich mit dem Equalizer!

    LG Paul

  • Dafür klingt das schon wirklich gut.

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  • Dafür klingt das schon wirklich gut.

    ich war auch sehr angenehm überrascht:yes:

  • Ich habe mir das Video, bzw. speziell den Ton mal geladen und festgestellt, dass der Nachhall über Kopfhörer viel intensiver ist als über PC-Lautsprecher.


    Dann habe ich mal versucht über das VX DeVerb den Hall zu reduzieren, was ganz gut funktionierte. Wobei man ein kleines Maß an Nachhall hinnehmen sollte, da der Ton sonst schön hörbare Störgeräusche erfährt.


    Da am Anfang auch etwas Chor enthalten ist, habe ich gemerkt, dass man das DeVerb schon etwas auf die entsprechend zu korrigierende Stimme konfigurieren sollte.

  • Eigentlich wäre das eher ein Fall für SpectraLayers. Hier könnte man versuchen die Stimme als eigenen Layer zu separieren und den Hall nur dort dezent reduzieren.

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  • Hier habe ich mal etwas mit Cubase 12 und Waves Clearity VX De Reverb rumgespielt am Ton von Paul's Beispiel. Bei Bypass ist der Originalton zu hören und ansonsten mit den sichtbaren Einstellungen des Plugins. Danke Paul für den Realton für diesen Test.


    https://youtu.be/mLnwI55EnlY


    Ich habe es auch mal mit SpectraLayers 10 Pro probiert. Das fand ich aber einen Reinfall.

    Die beiden Stimmen Chor und Pfarrer konnten in der Einstellung 2 Stimmen nicht getrennt werden, bzw. wurden an falschen Punkten getrennt, wo der Pfarrer zusammenhängend sprach. Durch den vielen Hall konnten die Stimmen nicht identifiziert werden.


    Ich habe mal transcribieren lassen. Da kam kaum ein richtiges Wort bei raus. Der Hall scheint für SpectraLayers zu viel zu sein.

  • Danke Paul für den Realton für diesen Test.

    gerne geschehen Homer :yes: Klingt aber irgendwie unnatürlich finde ich!:pfeifen:Der erste Test klingt für mich am besten, aber die Stimme des Pfarrers kling irgendwie unnatürlich!

    LG Paul

  • Ja da wird etwas in den Ton eingegriffen. Wie viel kann man ja selbst bestimmen.


    Bis 50% finde ich, hört sich das passabel an. Dann kann man noch die Presence (die Schrillen Töne) einstellen oder Tailsmoothing wie hart der Hall abgeschnitten wird oder wie weit die Resonanz fortgetragen wird.


    Mit dem StrengthMultiplier wird eine Verstärkung eingestellt. Für meine Ohren ist Dialog1 die für diesen Clip passende Einstellung. Bei Dialog2 kommt mir noch zu viel Hall mit durch. Man kann das Neuronale Netzwerk auch resetten, was an der richtigen Stelle angewandt, zu einer Ton-Verbesserung führen kann.


    Wie man sieht ist eine Art Equalizer dabei, der die Stärke des Eingriffs frequenzabhängig steuern kann. Ich denke, wenn man erstmal etwas Praxis hat (ähnlich einem Gimbal, Fahrrad, ....) dann kann man da schon den Ton verbessern. Ich habe jetzt mal 2 Abende mit Pausen mit dem De Reverb probiert was wie funktioniert.


    Kirche ist schon die Königsdisziplin. Eine Küche oder Hobby-Raum kann man da schon einfacher vom Ton her trocken legen.

  • Für meine Ohren ist Dialog1

    finde ich auch, aber das Original gefällt mir besser!