Wer hat eine Photo­voltaik­anlage und war mit der Installation zufrieden?

  • In deutschen Großstädten gibt es kaum Leerstände. Diese sind vorwiegend in ländlichen Gebieten vorhanden und da wiederum überwiegend in Sachsen Anhalt.

    Tschüss

  • Nein, die Eigentümer wollen scheinbar nicht vermieten, weil sie es finanziell nicht nötig haben.

    Wir haben eben ein Appartement an eine Studentin aus Malta vermietet, wird hier drei
    Jahre an der Uni studieren. Heimische Bewerber hat es während der zweimonatigen
    Ausschreibung nicht gegeben. :wallbash:


    Ein anderes Appartement Vermieten wir an Touristen, Geschäftsleute und Monteure

    die z.B. Küchen für ein großes Möbelhaus aus Austria montieren. Die Nachfrage ist groß.


    Natürlich geben wir die Einkünfte daraus immer bei der Einkommensteuer-Erklärung an.

  • Nein, die Eigentümer wollen scheinbar nicht vermieten, weil sie es finanziell nicht nötig haben.

    Normalerweise können Leute, die es eigentlich finanziell nicht nötig haben und keine Lottomillionäre (oder sonst durch eigenes Zutun zu (viel) Geld gekommen) sind, finanziell rational denken. Daher kann ich ein solches Verhalten, wenn es tatsächlich massenhaft auftreten sollte, nicht wirklich nachvollziehen: eine leerstehende Wohnung/ein leerstehendes Haus bringt (a) keine Einnahmen (Miete) und (b) alle möglichen Kosten, die sonst ein Mieter als Nebenkosten übernehmen würde (Grundsteuer, Versicherungen, etc.) bzw. Arbeiten, die oft ein Mieter selbst erledigen müsste (z.B. Winterdienst, Treppenhausreinigung), (c) muss sie/es im Winter wenigsten ein wenig beheizt werden, um Frost- und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden, (d) müssen Zählermieten und Mindestabschläge an die Versorger gezahlt werden, sonst bauen diese die Strom-, Gas-, etc. Zähler aus und lassen sich den Wiedereinbau gut bezahlen.


    Mir fallen spontan nur folgende (nachvollziehbare) Gründe ein, warum man ein leeres und ansonsten ungenutztes Objekt nicht vermietet: (a) man spekuliert darauf, es mittelfristig deutlich besser vermieten zu können und will nicht dann an eine jetzt abgeschlossene, niedrigere Miete gebunden sein, (b) man will das Objekt für sich selbst oder Verwandte/Bekannte freihalten, die es kurz- oder mittelfristig nutzen wollen, (c) man will das Objekt verkaufen und es dem Käufer ohne Altmieter übergeben können, (d) man hat mit der Vermietung "einmal und nie wieder"-Erfahrungen gemacht und zieht einen Leerstand deshalb vor.


    Dass jemand ein Objekt nicht vermietet, weil er ja bloß nicht mehr Geld einnehmen will, da er schon so viel davon hat, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich bzw. schwer nachvollziehbar.

    Greetings,
    ro_max


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  • Ganz kurz mal 3 Fälle aus meiner direkten Nachbarschaft.

    Eine ältere Nachbarin kam nicht mehr alleine zurecht und musste ins Heim. Da sie aber davon ausging mal wieder zurückzukommen, hat sie den zukünftigen Erben nicht erlaubt das Haus zu verkaufen. Es stand viele Jahre leer.

    Eine weitere alte Nachbarin erbte das Haus ihrer Mutter und hatte nun 2 Häuser, beide in meiner direkten Nachbarschaft. Sie konnte sich nicht entscheiden welches Haus sie verkaufen sollte und ließ das ihrer Mutter über mehrere Jahre leer stehen. Nach ihrem Tod vor kurzem wurden beide Häuser verkauft.

    Eine gute Bekannte hat nach dem Tod ihres Mannes ein großes Haus alleine bewohnt, nun hat sie sich endlich entschlossen die obere Etage zu vermieten. Aber nicht des Geldes wegen, denn das braucht sie wirklich nicht.


    Noch kurz zu den 1,8 Million leerer Wohnungen in Deutschland, die Zahl stammt nicht von mir sondern war vor ein paar Monaten in unserer Tageszeitung (NOZ) zu lesen.

  • Die eigentlich Frage:
    " Wer hat eine Photo­voltaik­anlage und war mit der Installation zufrieden?"

    ist jetzt aber schon abschließend geklärt, oder?"


    Hoffentlich schiebt der Vorsitzende die Schuld für den abgedrifteten Verlauf
    des Threads nicht wieder auf mich.... :pop:

  • Ganz kurz mal 3 Fälle aus meiner direkten Nachbarschaft.

    In diesen Fällen handelt es sich um Häuser, nicht um Wohnungen (in Mehrfamilienhäusern). Meine Ausführungen in #63 bezogen sich hauptsächlich auf solche Wohnungen (nicht auf geerbte Einfamilienhäuser), da Du von 1,8 Mio leerstehenden Wohnungen (nicht Häusern) gesprochen hattest.


    Die eigentlich Frage:
    " Wer hat eine Photo­voltaik­anlage und war mit der Installation zufrieden?"

    ist jetzt aber schon abschließend geklärt, oder?"

    Das muss sunday entscheiden. Oder jemand fügt noch entsprechende Erfahrungsberichte hinzu. ;-)

    Greetings,
    ro_max


    Grüne Kommentare sind als Mod, der Rest als User geschrieben.

  • Zitat von ro_max

    In diesen Fällen handelt es sich um Häuser, nicht um Wohnungen (in Mehrfamilienhäusern). Meine Ausführungen in #63 bezogen sich hauptsächlich auf solche Wohnungen (nicht auf geerbte Einfamilienhäuser), da Du von 1,8 Mio leerstehenden Wohnungen (nicht Häusern) gesprochen hattest.

    Völlig richtig, wo bleibt die Statistik für die 1,8 Mio. leerstehenden Wohnungen. Das Beispiel mit den beiden leerstehenden Häusern ist nachvollziehbar und hat sicher nichts damit zu tun, dass reiche Menschen Wohnungen leer stehen lassen, weil das Geld nicht benötigt wird. Ich halte das für völlig überzogen, auch reiche Menschen freuen sich, wenn Sie seriös mehr Geld verdienen können.


    Viele Grüße


    Lothar

  • In deutschen Großstädten gibt es kaum Leerstände.

    Also hier in Berlin gibt es div. leerstehende Häuse.

    Z.T. sind diese inzwischen "besetzt", aber es gibt hier z.B. in Steglitz auch einige seit Jahren leerstehende Altbauten. Der Eigentümer rückt und rühert sich nicht, liefert auch keine Erjlärung. Der zuständige Bezik kann da angeblich auch nichts machen, eine Enteignung ist nicht möglich. Diese Geschicht war schon mehrfach Thema in unseren Lokalnachrichten (RBB Abendschau).


    Es gibt auch (ebenfalls Bericht in den Lokalnachrichten) andere Fälle, in denen Eigentümer ein "Renovierungskommando" schickten, welches mit roher Gewalt nicht nur die Treppengeländer zerstörte, sondern auch Fenster und Sanitäranlagen in den Wohnungen. Das konnte erst durch die Polizei gestoppt werden. Aber die betroffenen Miete sitzen halt in den zerstörten Wohnungen.

    Auch andere Methoden der "Entmietung" kommen hier in Berlin grade im Bereich des Altbaus häufig vor.


    Ziel ist es eben oft bestehenden preiswerten, aber durchaus nutzbaren Wohnraum abzureißen um teure Neubauten hinzustellen. Und auch da gibt es in Berlin einige "Bauruinen", die einfach nicht fertig gestellt werden (z.B. Steglitzer Kreisel).


    Also das Thema ist schon etwas etwas weitergefächert, als man vielleicht annimmt.

    Als Moderator verfasste Beiträge sind durch grüne Schrift erkennbar.

    Rest ist private Meinung

  • In Berlin auf jeden Fall.


    Viele Grüße


    Lothar

  • Völlig richtig, wo bleibt die Statistik für die 1,8 Mio. leerstehenden Wohnungen.

    Wenn du die unbedingt möchtest musst du sie dir schon selber suchen, so einfach ist das.

    Du könntest natürlich auch eine Statistik anbringen, die belegt, dass es keine leerstenden Wohnungen/Häuser gibt.

  • Bin ich froh, das wir nicht enteignet werden können. Keine Bank hat mehr
    den Fuß in unserem Grundbuch.
    Als Privatinvestor bin ich auch nicht für den sozialen Wohnungsbau zuständig.
    Meine Frau und ich, wir haben durch sehr viel Eigenleistung vier Wohneinheiten geschaffen.
    Lange haben wir dafür gebuckelt und auf Urlaubsreisen und teure Kameras verzichtet.
    Unsere Alterssicherung haben wir selbst geschaffen und finanziert.

  • Das ist doch schön für dich, dass du für dich und deine Frau so gut vorgesorgt hast. Diese Möglichkeit hat aber leider nicht jeder in diesem Land. Jetzt kannst du mit deinem fetten Wohnmobil von A nach B fahren, und ich fahre mit dem 49 € Ticket und mit meinem Fahrrad von A nach B. Beide sind wir glücklich und zufrieden. Hoffe ich doch für dich, weil ich bin es, und das ganz ohne Altersvorsorge alles nur mit einer kleinen Rente.


    So unterschiedlich können Menschen sein, was Luxus und Zufriedenheit betrifft.

  • Die eigentlich Frage:
    " Wer hat eine Photo­voltaik­anlage und war mit der Installation zufrieden?"

    ist jetzt aber schon abschließend geklärt, oder?"


    Das muss sunday entscheiden. Oder jemand fügt noch entsprechende Erfahrungsberichte hinzu. ;-)

    An weiteren Erfahrungsberichten bin ich durchaus interessiert. Gab es z.B. einen Fall, wo der Zählerschrank ausgetauscht werden musste, wie mir gegenüber Zolar angedeutet hat? Jürgen beantwortet vielleicht auch noch ein paar hier gestellte Fragen.


    Ich wollte mir gestern Adressen von hiesigen PV-Anbietern besorgen. Da poppte plötzlich - wie es halt häufiger passiert - eine Seite "Hausfrage.de" auf, die 4 besonders geeignete Anschriften aus meiner Gegend versprach. Mehr aus Spaß bin ich darauf eingegangen und habe 4 Firmen genannt bekommen.


    Eine hat sich heute schon gemeldet und per Mail ein "Rundum-Sorglos-Paket" versprochen, das angeblich schon für über 23.000 zufriedene Kunden gesorgt hat. Nachdem ich genauer hingeschaut habe, entdeckte ich, dass es sich genau um die EKD handelt, die meine Nachbarn seit Monaten in eine Warteschleife geschickt haben. Zudem finde ich Leipzig nicht unbedingt in der näheren Umgebung von Berlin bzw. Falkensee. (Die Fa. hat übrigens nichts mit der Evangelischen Kirche zu tun. :) ) Ach ja, im Wesentlichen handelt es sich wohl um 2 Leute, die alles Weitere delegieren. Kein Wunder also, dass es da drunter und drüber geht. Auf den Anruf bin ich gespannt.


    Ziel ist es eben oft bestehenden preiswerten, aber durchaus nutzbaren Wohnraum abzureißen um teure Neubauten hinzustellen.

    Dieser Wohnraum befindet sich allerdings häufig in einem eher schlechten Zustand, was aber die Leute meist nicht weiter stört, weil die Mieten relativ günstig sind. Da muss man sich halt als Beobachter entscheiden, ob einem günstiger Wohnraum oder energetisch sanierte bzw. Neubauobjekte wichtiger sind, bei denen alle grünen Traumvorstellungen realisiert werden - die sich aber dann nur noch Leute mit höherem Einkommen leisten können - jedenfalls in Großstädten.


    Die Zeiten mit massenhaften Leerstand gab es vor 20 Jahren. Damals sind besonders im Osten tausende Wohnungen abgerissen worden, weil man meinte, dass man sie nicht mehr braucht.

  • Nachdem hier diskutiert wurde, dass Wohnungsbesitzer nicht vermieten weil sie das Geld nicht brauchen, dachte ich, auf einem so unterirdischen Niveau schalte ich mich hier einfach raus.


    Aber eure sachlichen Fragen möchte ich dann doch beantworten.

    ...Kannst du bitte auch noch etwas zu den Kosten, welche Hardware es ist und welche Firma es installiert hat schreiben?

    Bei uns war es die Firma iKratos in Weißenohe, nah bei Nürnberg. Ich denke, das sind so 30 Leute, die haben auch Elektriker dabei, was sehr wichtig ist. Eine total seriöse Firma/Handwerksbetrieb. Wurde uns empfohlen von Nachbarn.

    Der Wechselrichter ist von Solaredge, die Pannelen von Sunpower. Die Montage auf dem Dach war in einem Tag fertig, die Elektrik im Keller war nach 3 Tagen fertig.

    ... Von diesen gewaltigen Verzögerungen durch die Netzbetreiber habe ich inzwischen leider schon x-Mal gelesen. Gibt es nicht genug Zähler, genug Monteure oder was ist der Grund? Was wäre denn, wenn man auf die Einspeisung verzichten würde und sich einen genügend großen Speicher zulegt? Bei mir wurde erst vor ein paar Monaten der Zähler turnusmäßig ausgetauscht, als ich an eine eventuelle PV-Anlage noch nicht ernsthaft gedacht hatte.

    Der Grund für die Verzögerung war, dass im letzten Jahr viel zu wenig Handwerker verfügbar waren und Hardware weltweit ewige Lieferzeiten hatte.

    Wir hatten noch einen alten Ferrariszähler, der genausogut rückwärts wie vorwärts läuft. Rückwärtslaufen ist schön, aber nicht erlaubt, Kann als Betrug gewertet werden. Deshalb wollten wir unsere PV Anlage temporär vom Netz trennen.


    Unser Anlagenlieferant sagte uns, dass es nur einmal möglich sei, die Anlage auf Einspeisen ins Netz oder nicht Einspeisen einzustellen. Nach der ersten Einstellung sei das dann für immer. Und da wollten wir uns die Option zur Einspeisung nicht verbauen und haben halt gewartet.

    Unser Energieversorger hatte 2 bis 3 Monate Wartezeiten für den Zähleraustausch. Er sagt, dass er tausende (!) Balkon PV Anlagen bearbeiten muss und einfach nicht schneller hinterherkommt. Uns hat das natürlich sehr geärgert: fertige Anlage, die Sonne scheint und man darf keinen Strom produzieren.


    Wir haben keinen neuen Zählerkasten gebraucht, alles notwendige ging rein.


    Gruß Jürgen

  • Wirtschaftlich gesehen lohnt sich eine PV-Anlage wenn man sie nach der Amortisation noch lange nutzen kann, und das ist in meinem Alter nicht der Fall; und die Erben werden das Haus verkaufen, da sie alle selbst gebaut haben.


    Unabhängig machen von negativen Entwicklungen in der Stromversorgung: da habe ich immer den Spruch drauf: Licht bekommt man noch mit einer Kerze hin; die Heizung des Hauses (egal welche) läuft ohne Strom aber nicht und das kann sehr kalt werden.


    Deshalb haben wir im vergangenen Jahr einen Außenschornstein und modernen Kaminofen nachgerüstet - für alle Fälle und zur Überbrückung von längeren Stromausfällen, die künftig wohl häufiger werden.

  • Bei den heutigen Wetterlagen kann so eine PV-Anlage auch mal ganz schnell nur noch Schrott sein. Dicker Hagel ist ja keine Seltenheit mehr.

    Da sollte man noch was in der Hinterhand haben. Ist ja dann auch nur noch eine Frage der Zeit, wie lange das dann die Versicherungen übernehmen.

  • Deshalb haben wir im vergangenen Jahr einen Außenschornstein und modernen Kaminofen nachgerüstet - für alle Fälle und zur Überbrückung von längeren Stromausfällen, die künftig wohl häufiger werden.


    Feinstaub - ich sage nur Feinstaub!


    Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis Holzheizungen und Kaminöfen noch zulassungsfähig sind. Ein Bekannter von mir wollte von Nachtspeicheröfen auf eine Pellet-Zentralheizung umrüsten, durfte er nicht. Es wurde schlussendlich eine konventionelle Gasheizung.



    Da sollte man noch was in der Hinterhand haben. Ist ja dann auch nur noch eine Frage der Zeit, wie lange das dann die Versicherungen übernehmen.


    Die Versicherungswirtschaft wird da sicherlich reagieren - mit Zusatzversicherungen für PV-Anlagen.

    Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar

  • Deshalb haben wir im vergangenen Jahr einen Außenschornstein und modernen Kaminofen nachgerüstet

    und den darfst Du mit Holz, Kohle, Koks beheizen, warum?