Wer hat eine Photo­voltaik­anlage und war mit der Installation zufrieden?

  • Nun,

    in Berlin (Osthafen) ist derzeit ein Bürogebäude in Fertigstellung (von privaten Investoren finanziert), das 90% seines Energiebedarfs über unterschiedliche Technologien selbst erzeugen soll.

    Hierzu gehört auch ein „Kältetunnel“ unterhalb des Gebäudes, der überschüssigen Strom als Kälte speichert und diese in der warmen Jahreszeit als Klimatisierung abgibt. Klimaanlage brauchen normalerweise sehr viel Energie.

    Lt. Betreiber rechnet sich das.


    Also insofern gibt es durchaus vernünftige Möglichkeiten und Lösungen. Nur ist sowas halt meistens nicht erwünscht und wird vehement verhindert.

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    Rest ist private Meinung

  • Also insofern gibt es durchaus vernünftige Möglichkeiten und Lösungen. Nur ist sowas halt meistens nicht erwünscht und wird vehement verhindert.

    Wasserdampf und Wolken tragen einen Anteil von 73% zur Erderwärmung bei, CO2 dagegen nur einen Anteil von 25%. Die Wärmepumpen setzen bis zum 10fachen(!) an CO2 im Kraftwerk frei im Vergleich zu einer modernen Gas-Brennwertheizung. Besser wäre eine Förderung von Biogas. Biogas ist "grünes" CO2 neutrales (CH4).

    Quelle: StraßenLicht V 2024/2025

  • Besser wäre eine Förderung von Biogas.

    Und ganz Deutschland wird zur Anbaufläche.


    Die Wärmepumpen setzen bis zum 10fachen(!) an CO2 im Kraftwerk frei im Vergleich zu einer modernen Gas-Brennwertheizung.

    Wo kommt das CO2 denn her, wenn der Strom regenerativ erzeugt wird?

    Und nochmals, es geht bei der Energiewende darum auf fossile Brennstoffe zu verzichten, wo wir auf einen guten Weg sind.

    Wenn da nicht immer wieder diese User wären, die zurück zu den fossilen Brennstoffen möchten.


    Es hat alles vor und Nachteile.

  • Nachdem aber die Module und auch andere Komponenten deutlich günstiger geworden sind, überlege ich nun, ob ich zumindest auf 4 Module aufrüsten sollte. Dann benötige ich natürlich einen anderen Wechselrichter.

    Nicht zwingend :

    4ModuleAnEinemWR.png


    nur wenn die neuen Module entfernt aufgestellt oder unterschiedlich ausgerichtet werden. Die MPPTs würde dann nicht optimal arbeiten.


    Du könntest sicher schon durch eine 30° Neigung ein noch besseres Ergebnis bekommen


    PV_ModulAusrichtung.png


    Welches Ziel verfolgst du denn mit der Aufstockung der Module ? Mehr als 800W darfst du ja nicht einspeisen – soll teuer bestraft werden ;)

    LG
    Peter

  • Ich habe bereits seit April 2023 eine PV-Simulation mit zwei kleinen Modulen (SO- und SW-Ausrichtung) und einem Logger, der deren Ertrag und den Haushaltsstromverbrauch aufzeichnet und in Verbindung bringt.


    So bin ich nun doch dem Reiz der neuen Technik erlegen und habe mir auch ein BKW mit neu entwickelte bifaziale Doppelglas-Module (2mm statt üblich 1.6mm) und hoher Leistung bei Schwachlicht bestellt. - Wurden übrigens in Berlin Tegel entwickelt und teilweise dort auch produziert. :Applaus:


    Den Ausschlag hat da weniger die mögliche Kostenersparnis gebracht, als die Versuchung mit den neuen Techniken zu 'spielen'.

    Zu der Entscheidung hat auch dieses GitHub Projektbeigetragen, das mit einem ESP32 direkten Zugriff auf die Echtzeitdaten des Wechselrichters ermöglicht. Hier mal ein Bild, das die Ausrichtung und die Daten zeigt.


    BKW_(135°+215°)_@13h11_sml.jpg

    LG
    Peter

  • Zunächst einmal vielen Dank Peter, dass du noch einmal auf dieses Thema eingegangen bist.

    Auf die Abbildung in #144 bin ich vor einigen Wochen auch gestoßen und habe mich dann mit dem Thema näher beschäftigt.

    Grundsätzlich kann mein Wechselrichter Hoymiles HMS-800W-2T bis zu 4 Module verarbeiten. Das sieht man schon daran, dass von 1 - 4 Modulen ein Neukauf angeboten wird. Nicht jeder Wechselrichter kann das.

    Sind die Module aber unterschiedlich, wie es in meinem Fall sein wird, dann ist wichtig, dass die beiden identischen Module per Y-Stecker auf den gleichen Eingang des Wechselrichters gelegt werden. Die Module sollten auch möglichst gleich ausgerichtet sein und in etwa den gleichen Neigungswinkel haben, um ein optimales Ergebnis zu haben. Bisher habe ich 2 bifaziale Module mit je 435 W Maximalleistung.

    Zusätzlich habe ich mich bei der Fa. Yuma, wo ich das BKW erworben habe, erkundigt. Die neuen Module dürfen keine höhere Maximalleistung als 500 W haben.


    Welches Ziel verfolgst du denn mit der Aufstockung der Module ? Mehr als 800W darfst du ja nicht einspeisen – soll teuer bestraft werden ;)

    Ich habe beobachtet, dass die Maximalleistung (bei mir ca. 760 W) nur bei permanenter direkter Sonneneinstrahlung über maximal 2 - 3 Stunden erreicht wird. Sobald dies nicht mehr erreicht wird, geht es deutlich immer mehr runter auf erst 500 und dann unter 300 W. Wenn die Sonne weg ist, sinken die Werte drastisch auf unter 200 W. Am frühen Abend (noch nicht dunkel), bist du dann bei etwa 40 W gelandet.

    Diese Werte möchte ich verdoppeln bis 800 W erreicht sind. Das begrenzt der Hoymiles zuverlässig. Der absolute Maximalwert, den ich in dem Jahr mal kurz beobachtet habe, liegt bei 810 W. Strafbar ist da also nichts.

    Mein Nachbar hat mittlerweile 2 Balkonkraftwerke von Anker mit einem 1,6 kwh Speicher

    Wenn der beide BKWs über Stecker in das Stromnetz einer Wohnung bzw. eines EFHs einspeisen würde, dann wäre das allerdings strafbar. Es hört sich für mich aber so an, als ob beide BKWs an den Ankerspeicher angeschlossen sind und dort sich der Wechselrichter befindet. Es gibt ja Speicher, in denen der integriert ist.



    So viel ich weiß kann er da auch alle Daten auslesen.

    Schön für ihn, denn alle Werte, die ich oben genannt habe, kenne ich nur durch ein Energiekostengerät, das auch eingespeisten Strom messen kann.


    Hoymiles hat wohl das mit Abstand bescheuerste Messsytem eingebaut und die App ist gruselig. Bisher habe ich nicht einen Wert dort entlocken können. Das Problem ist, dass es nicht einfach über WLAN läuft, sondern dass die einen Sender eingebaut haben. Man muss dann nach DATUBI suchen. Erst konnte ich keine Verbindung aufbauen. Seit 8 Monaten will der ein Firmwareupdate, was immer wieder abbricht. Im Netz wimmelt es von Beschwerden dazu. Einige Tricks will ich demnächst mal ausprobieren, ob es bei mir hinhaut.

  • Diese Werte möchte ich verdoppeln bis 800 W erreicht sind. Das begrenzt der Hoymiles zuverlässig.

    Das hatte ich neulich auch gesehen, als ich beide Mudule gleich nach Süden ausgerichtet hatte. Durch die Spreizung erhalte ich eine gleichmäßigere Leistung, die unserem Haushaltsverbrauch besser entspricht. Sie sah das gestern bei bis zu 34°C aus:

    PV_Logg_bei34GrdC_25Jun25.png


    Die 'De_xx' Werte sind von einem Delock 11827, über den der WR angeschlossen ist und den ich mit ~550W kalibriert habe.

    Seit 8 Monaten will der ein Firmwareupdate, was immer wieder abbricht. Im Netz wimmelt es von Beschwerden dazu. Einige Tricks will ich demnächst mal ausprobieren, ob es bei mir hinhaut.

    Welche Firmware Versionen hast du denn installiert?

    LG
    Peter

  • Welche Firmware Versionen hast du denn installiert?

    Die Version, die im Mai 2024 aktuell war. Eine Nummer weiß ich jetzt nicht. Soweit ich mich entsinne, wurde die auch nicht angezeigt, als das Update verlangt wurde. Mit dem Thema beschäftige ich mich demnächst mal wieder in einer Schlechtwetterperiode. Momentan ist anderes vordringlich. Hast du die Vorgängerversion des Hoymiles, die du in #146 genannt hast?


    Es ist übrigens nicht so leicht ein Upgrade von 2 auf 4 Module zu machen. Alle Firmen wollen BKWs in allen möglichen Variationen verkaufen, aber an eine Erweiterung denkt kaum jemand. Vor ein paar Tagen bin ich aber bei Solakon fündig geworden. Bestellt habe ich aber noch nicht, weil mir momentan mein Gartenhelfer ausgefallen ist. In meinem Alter und mit Osteoporose kann ich die 27 kg schweren Module nicht schleppen, zumal es dann noch einen kleinen Hügel hochgeht. In meinem Gartenvideo habe ich die Lage meines BKWs kurz gezeigt (ab 2:53 min). Man sieht zudem, dass einige Bäume im Hintergrund den Ertrag zusätzlich schmälern. https://youtu.be/v3Nt7ng07Ak

  • Wie höher die Temp der Zellen wie weniger ist ihre Leistung:


    https://www.enerix.de/ratgeber/temperaturkoeffizient/


    Die Dingen werden im Hochsommer mal schnell 70° C warm.

    Deshalb ist die Ausbeute im Frühjahr am höchsten.

    Die Physik kann man nicht ändern.


    Dirk PEL

  • Anders ist das bei der Solarthermie die ich schon sehr lange besitze.
    Strom liefert bei mir die Wasserkraft, auch sehr lange.
    Erdgas kaufe ich mit CO2-Zertifikatausgleich.

  • Anders ist das bei der Solarthermie

    Nur was hat das mit der Stromerzeugung zu tun?


    Ein für die Stromerzeugung nutzbares Fließgewässer, bzw. Gezeitenströmung, haben wohl auch eher nur wenige vor der eigenen Haustür.


    Und mit den ganzen Ausgleichszertifikaten wird halt auch oft Schindluder getrieben. Die damit angeblich (in Drittländern) finanzierten Projekte existieren meist überhaupt nicht - s. div. Filmberichte in den einschälgigen TV-Magazinen.



    Gruß

    Peter

    Als Moderator verfasste Beiträge sind durch grüne Schrift erkennbar.

    Rest ist private Meinung

  • Meine Module stehen auf einem Gründach, dass kühlt zumindest etwas von unten.

    Da wäre eine Entwicklung von Kombigeräte (Warmwasser und Photovoltaik) in einem eigentlich die Lösung!


    Dirk PEL