Laubfrösche - bitte um Anregungen

  • Ich habe hier mal ein halbfertiges Video eingestellt und würde gerne wissen, was ich noch ändern könnte, um es besser zu machen.

    Bislang ist nur der Schnitt erfolgt und der Sprecher kommt noch aus der IT-Sparte. Einen menschliche Sprecher möchte ich erst dann einfügen,l wenn der Schnitt abgeschlossen ist.

    Das Video liegt bislang ohne Grading als HDR-Version vor, daher können die Farben in der SDR-Version etwas zu kräftig rüber kommen.

    Das ist für mich noch ein problematisches Thema, woran ich noch arbeite. Irgendwo habe ich auf den YouTube Seiten gelesen, man solle in dem Schnittprogramm von der HDR-Version mittels einer LUT eine SDR-Version erstellen und diese LUT dann gleichzeitig mit dem Video hochladen. Aber soweit bin ich noch nicht.


    Ich würde mich also über Kommentare zum Schnitt und Text von euch freuen.

    Natürlich werde ich dann das fertige Video mit einem richtigen Sprecher und Grading auch noch hier hochladen.

    Ach ja, das Video ist noch nicht öffentlich gestellt, ich hoffe aber, man kann es hier trotzdem sehen.


  • Hallo Hans-Jürgen,


    um gleich zum Thema zu kommen:

    Das Thema gibt auf der Bildseite nicht viel her.

    Die Informationen kommen fast alle nur über den Text.

    Beispiel:

    Im Text wird über das Klettervermögen der Laubfrösche gesprochen. Die Bilder zeigen aber nur statische Frösche.

    Inhaltlich wäre mir das zu wenig für einen eigenen Film. Eingebunden und gekürzt wäre es in einem längeren Film ok.

    Ob es dir gelingt einige Aufnahmen die völlig überstrahlt sind hinzubiegen kann ich nicht beurteilen.

  • Mit verschiedenen Kameras gefilmt? Manche Aufnahmen sehr kräftige Farben, andere wiederum sehr blaße Farben. KI Stimme ist gar nicht so schlecht, man hört zwar das es eine KI Stimme ist, ist aber nicht schlimm.

    :wink2: Theo Houben

  • Im Text wird über das Klettervermögen der Laubfrösche gesprochen. Die Bilder zeigen aber nur statische Frösche.

    Das ist leider so bei den Laubfröschen, sie sind eigentlich nachtaktiv und sitzen im Sommer nur still in der Sonne herum.

    man sieht zwar immer wieder Fotos von kletternden Laubfröschen, die sind aber immer hingesetzt worden und bewegen sich deshalb.


    Ob es dir gelingt einige Aufnahmen die völlig überstrahlt sind hinzubiegen kann ich nicht beurteilen.

    Das ist kein Problem, man kann das leicht hinbiegen.

    Mein Problem ist, wie ich schon schrieb, dass ich einmal HDR antesten wollte und da ist es einfach ein Problem es in einem Video für SDR und HDR gleichzeitig hinzubekommen. Es hört sich immer so einfach an, aber in der Praxis ist es dann doch recht schwierig.

    Hast du dir die SDR oder die HDR Variante angeschaut?


    Aber schon mal Dank für deinen Kommentar.

  • Die Rohfassung quietscht noch, weil zu langweiligen Bildern Anfangs das Wichtige per VoiceOver (VO) referiert wird. Zu oft Text-Bild-Schere.


    Der VO-Text ist fast „staatstragend“, trocken. Er nimmt mich nicht mit.


    Idee: Es müssten die interessanten Bilder sofort am Anfang kommen. Weiter hinten hast du ja mehr Tiere, Frösche.


    Du müsstest schauen, wie du etwas Bewegung in die Bilder bekommst. Die Tiere sind tagsüber eher sehr ruhig. Selbst spannende Texte reichen zur Erzeugung von Fluss und Bewegung nicht aus.


    Wenn Text, dann sollte er lebendig sein, aber nur Zusatzinfos liefern und nicht die Hauptlast des Films tragen.



    Einige Beispiele, Voice-Over (VO):


    00:12 - „Die meisten Tiere unserer Breitengrade haben die Versorgung des Nachwuchses abgeschlossen und bereiten sich nun langsam auf die kältere Jahreszeit vor. So auch die bei uns selten gewordenen Laubfrösche.


    Vorschlag: VoiceOver (VO) informiert nicht, VO erzählt (Bitte bei den (?) passende Beschreibungen einfügen):


    Die Sonne wird die stachelige Schrecke (?) nicht mehr lange wärmen. Kalte Herbsttage (00:20) bedrohen auch die braune Panzer-Wanze (?) im Osnabrücker Land und selbst die seltenen Laubfrösche müssen (tja was?)


    VoiceOver muss plastisch und spannend zusätzliche Infos über die Tiere erzählen.



    00:29 - „In einer abwechselungsreich gestalteten Landschaft, die an einigen Stellen im Osnabrücker Land zu finden ist, sind sie aber immer noch beheimatet.


    Hier fällt mit ein Vorschlag schwer. Denn, was ist eine „abwechselungsreich gestaltete Landschaft“? Das ist so allgemein, dass es beliebig wird.


    Hier bräuchte es interessant Bilder. Zum Beispiel die Kamera fährt durch diese kleine Landschaft und es eröffnen sich dem Zuschauer - weil abwechslungsreich - immer neue überraschende Blickwinkel.


    Doch im Video sehe ich nur Tümpel.



    00:40 - „helfen kann man den Laubfrösche durch anlegen von Laichgewässern. Diese sollen möglichst viel Stunden am Tag von der Sonne beschienen werden, und Wasserbereiche haben,. die sich schnell erwärmen.„


    Das hört sich wie eine Bauanleitung für Laichgewässer an. Das Bild dazu ist ein Tümpel. Da fehlen die Tiere, die laichen. Hier könnte man zeigen, wie Leben entsteht. Ich will auch ihre Fressgegner sehen, den Kampf ums Überleben im Kleinen. Dann schaue ich mit Interesse zu.



    00:53 - „Die höheren Temperaturen sorgen für eine schnellere Entwicklung der Kaulquappen


    Bild-Text-Schere. Man sieht wieder einenTümpel, das Spannende über die Kaulquappen wird nur erzählt.



    01:15 - „…Aber nicht nur diese kleinen naturnahen Gewässer sind entscheidend für die Standorte, sondern auch das weitere Umfeld. Hier sind ein hoher Anteil an Hecken, Gehölze und Gebüschen notwendig, da die Laubfrösche nach der eigentlich Fortpflanzungsperiode die Gewässer verlassen und in geeignete Sommerquartiere umziehen.


    Dieser „Umzug ins geeignete Sommerquartier“ passt in eine technische Beschreibung. Sowohl in Bild und Text will ich sehen und hören, wie die Frösche sich auf die Wanderung (oder was ?) in eine andere (welche?) Umgebung machen. Warum geht es ihnen dort besser (?)



    Nachfolgend Notizen von mir. Ich sage auch was zu Farben und Kontrasten, damit du einen Hinweise hast, wo du angleichen musst. Grading ist ja noch nicht erfolgt.


    1. 00:00 - Kamera unruhig, leicht wackelig. In der Post stabilisieren.
    2. 00:09 - wie oben, unruhige Kamera, i. d. Post stabilisieren.
    3. 00:13 - Hüpfer, leicht unscharf, seine linke Körperseite ist undifferenziert
    4. 00:25 -
    5. 00:31 - links ist das Gras einerseits kontrastreich und hell, springt ins Auge, gleichzeitig undifferenziert. Das fast grelle Grün links hat keinen Gegenpool auf der rechten Seite und zieht deshalb das Auge nach links, Ungleichgewicht
    6. 00:40 - Ganz im Gegensatz zu der vorherigen Einstellung ist der Tümpel bei mir flau, keine Kontraste, Farben. Der Schwenk läuft etwas ruckelig
    7. 00:50 - Auch diese Bild ist bei mir eher flau, sing. Wie Nr. 6.
    8. 01:00 - Die Einstellung mit dem Insekt ist von Farbe und Kontrast besser als die vorherigen
    9. 01:06 - Bild eher langweilig, flau und kontrastarm
    10. 01:38 - schön gezeigt: Brombeergebüsch, wo sich der Frosch tarnen kann
    11. 01:49 - Highlights fressen aus, korrigieren und vorigen Aufnahme angleichen
    12. 02:05 - „…erholen sich die Frösche von den Anstrengungen der Fortpflanzungszeit“. Letztere wird nicht gezeigt. Bild-Text-Schere.
    13. 02.16 - folgende „…ausgiebigen Sonnenbädern…“. Gezeigt werden direkt danach meist Frösche bei bedecktem Himmel, Sonne kommt erst später. Bild-Text-Schere.


    Beste Grüße, Uli

  • Danke Rod für deine ausgezeichneten und ausführlichen Anmerkungen.

    Damit kann ich etwas anfangen, benötige aber wohl einiges an Zeit, das alles umzusetzen.

    Aber ich werde mich da nach den Weihnachtstagen intensiv daran setzen.

    Zu den Farben (Graden) noch kurz, das wollte ich erst angehen wenn der Schnitt und der Text sitzt.

    Bislang passen oft die Farben und das Licht noch nicht. Das hatte ich aber vorher schon geschrieben.

    Mein Gedanke war halt den Clip mal während der Fertigstellung schon zu zeigen, um gleich Fehler auszumerzen.

    Deshalb habe ich auch nur einen synthetischen Sprecher genutzt, weil der Text erst endgültig fertig sein soll, bevor ich mir einen Sprecher suche.


    Hinzu kam, ich wollte einfach mal ein kleines HDR-Projekt angehen und mich gleichzeitig damit in Resolve Studio einarbeiten.

    Das allein war (oder ist auch noch) schwierig genug für mich. Zwischendurch gab es auch noch Probleme beim Export aus der 18.6.3 von Resolve Studio (was auch wohl im letzten Update noch nicht behoben wurde). Es gibt Bildartefakte nach dem Export am oberen Bildrand, die aber in Resolve selber nicht zu sehen sind.

  • Mein Problem ist, wie ich schon schrieb, dass ich einmal HDR antesten wollte und da ist es einfach ein Problem es in einem Video für SDR und HDR gleichzeitig hinzubekommen. Es hört sich immer so einfach an, aber in der Praxis ist es dann doch recht schwierig.

    Hi Hans.Jürgen,


    das kann ich durchaus bestätigen. Ich bin da derzeit auch noch am Experimentieren.


    Grundsätzlich setzt YouTube die HDR-Version zwar relativ gut und brauchbar auf SDR um. aber grade bei hellen Lichtern (Scheinwerfer, sehr helle Himmelspartien) muss man da sehr genau arbeiten, damit das in SDR nicht überstrahlt. Hilfreich ist da m.E. wirklich sehr auf das Histogramm zu achten.

    In Resolve hast Du da auch sicherlich mehr "Stellschrauben" als bei mir in Edius, aber es ist letztlich doch alles eine Sache der Übung. Und wie gesagt, ich bin da auch noch immer am rumprobieren. Aber mit der Zeit wird es leichter.



    Gruß

    Peter

    Als Moderator verfasste Beiträge sind durch grüne Schrift erkennbar.

    Rest ist private Meinung

  • Mein Gedanke war halt den Clip mal während der Fertigstellung schon zu zeigen, um gleich Fehler auszumerzen

    Ich finde das eine gute Idee. So bekommt man rechtzeitig eine Rückmeldung.


    Noch zu Voice Over. Wenn du den Stil, die Wortwahl änderst, dann muss du sie durchgehend ändern. Der VO-Stil sollte im Film nicht wechseln.


    Und, der Sprachstil muss zu dir passen, dir liegen, da es ein persönliches Merkmal ist. Insofern sind meine obigen Anmerkungen als Anregungen zu verstehen.


    Zu HDR kann ich nichts hilfreiches sagen, da habe ich zu wenig praktische Erfahrung.


    Beste Grüße, Uli

  • Also ich habe mir die Sache in HDR angesehen. Die bereits genannten, stark unterschiedlichen Farbsättigungen sieht man auch dort. Das Material ist auch in HDR einfach teils zu stark entsättigt. So etwa bei 0:39, bis 0:58. Das fällt insofern stark auf, als der Laubfrosch davor eine sehr stimmige und - im Vergleich - viel intensivere Farbsättigung hat. Oder auch 1:17, vergleiche das mal mit 1:28. Es sind die Anschlüsse, die hier die Sache stark auffällig machen. Mal stark entsättigt, dann wieder gesättigt.


    Andererseits gibt es clipping - etwa bei 0:15, wo der Heuschreck hoffnungslos überbelichtet wirkt. Oder die Landschaft bei 0:31, oder 1:52, oder 2.:10, 2:40, 2:56 in den Flügeln, 3:16 in der Zeichnung der Spinne, starke Überbelichtung in der HDR Version.


    Ich vermute, das ist schon bei der Aufnahme passiert? Andere Teile, wie etwa die Fliege bei 3:24, sind absolut fantastisch richtig belichtet. Es ist so eine Mischung - wenn das nicht in der Post passiert ist, dann musst m.E. einiges aufgrund der Überbelichtungen aussortieren.


    Nutzt du einen HDR Monitor für die Vorschau? Wenn nein, würdest du das gar nicht sehen, vermute ich.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


    Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Das ist natürlich logisch. Nur wenn das Clipping bereits im O-Material ist, dann ist das auch beim Schnitt in vielen Fällen eher auszuscheiden.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


    Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Das Problem bei der Aufnahme ist halt, dass man sich entscheiden muss ob die dunklen Bereiche noch gut ausgeleuchtet werden oder eben die hellen richtig.

    Leider schaffen das unsere Kameras noch nicht damit fertig zu werden. Gerade bei den Laubfröschen stößt man da an ein Problem, mit dem viele nicht rechnen würden. Denn deren glänzende Haut reflektiert das Licht so gewaltig, dass die meisten Kameras da an ihre Grenzen stoßen.

    Aber auch das Filmen in den Büschen dort mit einem sonnigen Himmel im oberen Bildbereich zwingt einen oftmals dazu, sich für etwas zu entscheiden.

    Die hier gezeigten Aufnahmen sind aber mit dem Ninja V in ProRes entstanden und ich muss sagen, dass man da sehr gut eingreifen und nachregeln kann. Zwar nicht so gut wie bei meinem BRaw Material aus der Pocket, aber eben doch wesentlich besser als bei meine Testaufnahmen in H.265 direkt aus der Canon R7.

    Zudem macht Resolve Studio beim Graden auch einen sehr guten Job.

  • Na solange die Spitzenlichter im erträglichen Rahmen bleiben, graded man die halt einfach auf die heute üblichen 1000 nits, und gut ist es. Geht sicher bei Glanzstellen der lieben Frösche recht gut.


    Allerdings gibt es auch Szenen, wo in etwa eine Bildhälfte ausgebrannt ist. Siehe etwa die Landschaften, Zeiten oben. Das kann man mit dem Ninja ja im Waveform oder false color monitor eigentlich gut erkennen, bereits bei der Aufnahme. Wenn es trotzdem mal schiefgeht, kannst eh nur du in der Post entscheiden, was du damit machst. Ein Blättermeer etwa, welches massiv clipt - das würde ich halt verwerfen. Aber wie immer deine Entscheidung.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


    Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
    Der Rest ist meine Privatmeinung

  • Geht sicher bei Glanzstellen der lieben Frösche recht gut.

    Ich denke nicht, dass dies geht.
    Bei der Froschglanzstelle gibt es doch in der Originalaufnahme keine Inhalte.

  • Ich habe mir die MKV HDR-Videodatei runtergeladen und in DVR damit experimentiert:


    Wenn man die Farbkorrektur auf die Blätter und Zweige gut einstellt, dann wird zwar

    die ausgefressene helle Rückenstelle etwas abgemildert, leider kann man so aber den

    Clip noch nicht retten. Man muss die Glanzstellen dann noch dort in einer Maske

    retuschieren mit Farbanteilen von anderen Stellen des Froschrückens. Solche Motive

    muss der Kameramann von vornherein mit einem Polfilter aufnehmen.


    Na dann, viel Spaß bei der Farbkorrektur und Retuschierung!

  • Ich denke nicht, dass dies geht.
    Bei der Froschglanzstelle gibt es doch in der Originalaufnahme keine Inhalte.

    Da weiß der Bruno mal wieder besser Bescheid.

    Er hat die Originalaufnahme nie gesehen, weiß aber genau wie sie aussieht.

    Klasse, auf dem Niveau möchte ich auch arbeiten können.

  • Das was Du auf YT als HDR hochgeladen hast kenne ich,
    kannst ja mal den Clip mit dem Frosch und dem ausgefressenen Fleck
    auf dem Rücken gerne mit WeTransfer etc. testweise hochladen.
    Dann schau ich mir gerne das Kameramaterial von Dir an. :yes: