Sora - Künstliche Intelligenz erzeugt Videos

  • Gerade haben wir uns daran gewöhnt, mit einem Handy zu filmen. Da kommt das Unternehmen OpenAI mit dem Programm Sora, das nach einem Text Videos erzeugt. Nach dem ersten Eindruck sind die Videos deutlich besser und realistischer als die bisher von der KI erzeugten Bilder. Vor allem Menschen werden gut dargestellt.


    OpenAI (Wikipedia) ist durch den Chatbot ChatGPT (Wikipedia) bekannt geworden.


    Kann jetzt selbst das Handy weg und wir erzeugen unsere Urlaubs- und Abenteuerfilme mit einer Texteingabe vom Sofa aus?


    Hier auf die Schnelle einige Artikel zu ersten Orientierung über den neuen Videogenerator:

    • "Sora von Open AI:Das nächste große Ding nach ChatGPT", Süddeutsche Zeitung
    • "SORA: OpenAI generiert jetzt auch Videos", Golem
    • "ChatGPT-Macher zeigen erstmals ihre Text-zu-Video-KI "Sora"", Winfuture
    • "Sora: Videos aus Text erstellen – wie funktioniert das?, Giga
    • NACHTRAG: "OpenAI Sora - das ist der KI-Video Gamechanger!", slashcam


    Wer mal in Textgeneratoren reinschnuppern will, zwei bekannte:


    ChatGPT (OpenAI):

    1. Funktion: Ein fortschrittlicher Textgenerator, der auf dem GPT-3.5-Modell (kostenlos, 4.0 kostenplichtig) basiert.
    2. Einsatzgebiete: Kann für allgemeine Textgenerierung, Chatbots, kreative Schreibprojekte und Automatisierung von Textaufgaben verwendet werden.

    Microsoft Copilot:

    1. Funktion: Einmal KI-Tool für Codevervollständigung und -generierung. Arbeitet aber auch ähnlich wie ChatGpT, Gibt eine kostenlose Version.
    2. Einsatzgebiete: Allgemeine Fragen wie eine Erweiterung für IDEs, bietet kontextsensitive Codevorschläge basierend auf maschinellem Lernen (Codex von OpenAI) an.

    Es gibt viel mehr.


    Beste Grüße, Uli

  • Beispielvideo über Newsshooter





    Artikel dazu: "OpenAI Sora– The most realistic AI-generated video to date", Newsshooter


    Dieses Video wurde von Sora durch folgende Aufforderung (Prompt) erzeugt:


    "Eine elegante Frau geht eine Straße in Tokio entlang, die mit warm leuchtendem Neonlicht und animierten Stadtschildern gefüllt ist. Sie trägt eine schwarze Lederjacke, ein langes rotes Kleid und schwarze Stiefel und hat eine schwarze Handtasche dabei. Sie trägt eine Sonnenbrille und roten Lippenstift. Sie geht selbstbewusst und lässig. Die Straße ist feucht und reflektierend, was einen Spiegeleffekt der bunten Lichter erzeugt. Viele Fußgänger laufen umher."


    Beste Grüße, Uli

  • Na super,


    endlich braucht man keine Kamera mehr, und einen Stabi sowieso nicht.

    Warum noch in den Urlaub fahren, wenn man auf diese Weise den optimalen Blick auf alle Sehenswürdigkeiten bekommt?


    Das wirklich gefähliche ist aber, dass vermutlich in recht absehbarer Zeit jegliche Sicherheit darüber oder die Möglichkeit eines Nachweises darauf entfällt, ob etwas echt oder gefälscht ist.

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    Rest ist private Meinung

  • Das wirklich gefähliche ist aber, dass vermutlich in recht absehbarer Zeit jegliche Sicherheit darüber oder die Möglichkeit eines Nachweises darauf entfällt, ob etwas echt oder gefälscht ist.

    Künftig werden zwei Fragen in den Mittelpunkt rücken, auch für unsere kleinen Videos: Authentizität und Glaubwürdigkeit

    • Authentizität beschreibt den Menschen selbst. Ist jemand echt, originell, ist er im Einklang mit sich selbst, z. B. - etwas übertrieben - eine Charaktertype.
    • Glaubwürdigkeit beschreibt das Maß an Vertrauen anderer Menschen in diese Person. Ein glaubwürdiger Mensch wird von anderen als zuverlässig und vertrauenswürdig betrachtet.

    Aber, jemand kann authentisch aber unglaubwürdig sein, beides muss zutreffen


    Davon abgesehen bin ich überrascht, wie schnell sich die AI-Videogeneratoren entwickeln. Seit 2022 haben wir auf ChatGTP Zugriff, bin gespannt bis Sora freigegeben wird. Das Tempo ist der Wahnsinn.


    Beste Grüße, Uli

  • Also wenn ich daran denke wieviel Leute schon auf irgendwelche Fakes reinfallen, die jetzt ohne KI-Unterstützung erstellt wurden und oft weder Authentizität noch Glaubwürdigkeit ausstrahlen, dann sehe ich da schon recht schwarz...

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  • Die Bilder der Künstlichen Intelligenz Sora laufen wie eine Schockwelle durch alle Bereiche der Kreativen. Schaut euch am Anfang des Beitrages die Mammut-Szene an oder die Drohnenaufnahmen um 3:38 folgende.


    Filmemacher Tom Antos erläutert hier an vielen Filmbeispielen, was die Systeme jetzt schon können und wie er die Entwicklung sieht.



    Beste Grüße, Uli

  • Hier eine ruhige erste Bewertung, was Sora und die folgenden Systeme bedeuten könnten.


    Marques Brownlee zeigt auch, wie die KI erzeugten Bilder vor einem Jahr aussahen - lachhaft - und was sie heute leisten. Bitte Untertitel auf Deutsch stellen.



    Beste Grüße, Uli

  • Oh Klasse, ich kann mich in meinen Urlaubsfilmen jetzt endlich bei Wanderungen z.B. im Gebirge zeigen, die ich mir ansonsten altersbedingt nicht mehr zumuten kann :-( - das ist schon eine verrückte Welt.


    Ich frage mich nur eins: die KI durchsucht doch das WEB nach bestimmten Videos um sie dann zu verwenden. Im obigen Falle ist doch die Straße in Tokio real von jemanden gefilmt worden. Das müsste doch Urheberrechtsprobleme noch und nöcher geben.

  • Das müsste doch Urheberrechtsprobleme noch und nöcher geben.

    Theoretisch ja, aber aber das herauszufinden, wäre ein Heidenaufwand. Dann muß es der Urheber auch mitbekommen und wohl auch nachweisen.

    Das wirklich Schlechte an der Geschichte ist m.M.n., dass es wie in anderen Bereichen auch die Kreativität zurückfahren läßt und die handwerklichen Kenntnisse nicht mehr gefragt sind und dadurch zukünftig auch nicht mehr entwickelt werden.

  • Oh Klasse, ich kann mich in meinen Urlaubsfilmen jetzt endlich bei Wanderungen z.B. im Gebirge zeigen, die ich mir ansonsten altersbedingt nicht mehr zumuten kann :-( - das ist schon eine verrückte Welt.

    Spätestens, wenn du dich am seidenen Faden hängend an der Eiger Nordwand zeigst, tja, dann kämen mir doch Zweifel.


    Ich frage mich nur eins: die KI durchsucht doch das WEB nach bestimmten Videos um sie dann zu verwenden. Im obigen Falle ist doch die Straße in Tokio real von jemanden gefilmt worden. Das müsste doch Urheberrechtsprobleme noch und nöcher geben.

    In den allermeisten Fällen werden keine originalen Bilder oder Videos in der KI abgespeichert. Die KI setzt nicht, wie in einem Puzzle, einzelne Bilder aus Detailaufnahmen zusammen. Die KI speichert Strukturmerkmale z. B. von Straßen oder Plätzen ab.


    Um diese Strukturmerkmale zu generieren, müssen die Modelle aber trainiert werden. Dazu werden reale Bilder und Videos verwendet. Diese Aufnahmen dürfen nicht dem Urheberecht unterliegen.


    Fragen wir doch ChatGTP 3,5:


    FRAGE:

    "Sind für die in der KI erzeugten Bilder, zum Beispiel eine Straße oder ein Platz, reale, wirkliche Fotos oder Filme notwendig? Sind in der KI diese Bilder einer Straße oder eines Platzes abgespeichert? Und was ist dann mit dem Urheberrecht?"


    ChatGPT:

    "In der Künstlichen Intelligenz (KI) können verschiedene Methoden für die Generierung von Bildern verwendet werden, und sie sind nicht zwangsläufig auf reale, existierende Fotos oder Filme angewiesen. Einige KI-Modelle, insbesondere generative Modelle wie GANs (Generative Adversarial Networks), können lernen, realistisch aussehende Bilder zu erstellen, indem sie Muster und Strukturen aus einer Trainingsdatenmenge extrahieren.


    Diese Trainingsdaten können aus einer Vielzahl von Quellen stammen, darunter Fotos, Filme oder auch komplett synthetisch erstellte Daten. Die Modelle lernen, die statistischen Eigenschaften der Trainingsdaten zu erfassen und können dann neue, bisher nicht gesehene Bilder generieren, die diesen Mustern folgen.


    Hinsichtlich des Urheberrechts gibt es einige wichtige Überlegungen:

    1. Urheberrecht an Trainingsdaten: Wenn die Trainingsdaten urheberrechtlich geschützte Inhalte enthalten, können Fragen zum Urheberrecht auftreten. Es ist wichtig sicherzustellen, dass die Verwendung solcher Daten im Einklang mit den Urheberrechtsbestimmungen steht.
    2. Generierte Bilder und Urheberrecht: Die generierten Bilder selbst können als neue Werke betrachtet werden, und die Urheberrechtsfrage kann davon abhängen, inwiefern die Generierung als kreativer Akt angesehen wird. In vielen Rechtssystemen kann es schwierig sein, klare Linien zu ziehen, insbesondere wenn die Modelle auf großen und vielfältigen Datensätzen trainiert wurden.

    Es gibt weiterhin Diskussionen darüber, wie das Urheberrecht auf von KI generierte Inhalte anzuwenden ist, und die Gesetzgebung könnte sich je nach Region unterscheiden. Es ist ratsam, rechtliche Beratung einzuholen, wenn es um konkrete Anwendungen oder rechtliche Fragen im Zusammenhang mit KI-generierten Inhalten geht."


    ACHTUNG: Alle Tatsachenaussagen der KI müssen rpt müssen überprüft werden. Man kann nicht davon ausgehen, dass diese Aussagen richtig sind.


    Da ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, stimmt diese Aussage von ChatGPT im Grundsatz.


    Beste Grüße, Uli

  • wer soll das noch kontrollieren?

    Wird noch Streitigkeiten geben.


    Die KI-Leute werden argumentieren, wir haben eure Bilder nur "angeguckt" und nicht gespeichert. Keines eurer Bilder ist in unseren Datenbanken. Wir interessieren uns nur für die Struktur "Mensch". Also keine Urheberrechtsverletzung. Was andere anders sehen...


    Ich gehe davon aus, dass die KI-Systeme sich schon alle Bilder und Videos im Netz "angeguckt" haben, und werden.


    Viel spannender ist, was aus der Entwicklung folgt.


    Beste Grüße, Uli

  • Das wirklich Schlechte an der Geschichte ist m.M.n., dass es wie in anderen Bereichen auch die Kreativität zurückfahren läßt und die handwerklichen Kenntnisse nicht mehr gefragt sind und dadurch zukünftig auch nicht mehr entwickelt werden.

    Das kommt natürlich auch noch hinzu.


    Fängt aber m.E. schon damit an, dass das dann als neuer Trend auch „unbedingt“ in jeden Film rein muss. Und wie das dann abläuft, können wir uns ja anhand anderer abschreckender Beispiele (Drohen, Glitch-Effekt) vorstellen.


    wer soll das noch kontrollieren?

    Dafür gibt‘s dann bestimmt bald eine KI die das übernimmt… :teufel:


    Gruß

    Peter

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    Rest ist private Meinung

  • Davon abgesehen bin ich überrascht, wie schnell sich die AI-Videogeneratoren entwickeln. Seit 2022 haben wir auf ChatGTP Zugriff, bin gespannt bis Sora freigegeben wird. Das Tempo ist der Wahnsinn.

    Ich nicht; ich möchte mal Ronald Reagan zu Beginn seiner zweiten Amtszeit zitieren: !You ain't seen nothing yet!"


    Das Tempo der Entwicklung solcher Tools wird noch viel rasanter werden - einfach deswegen, weil für diese Dinge Geld genug da (der potentielle Gewinn ist ungeheuer) ist und sich hier eine Spielwiese für IT-Freaks auftut, die ihresgleichen sucht.

  • Also ich finde die Möglichkeiten bestechend. Klar kann man damit viel Unfug treiben, aber es bietet auch Möglichkeiten.


    Wenn wir im Urlaub historische Stätten besuchen, also mehr oder weniger Ruinen, dann wollte ich schon immer mal im Film einblenden, wie es früher ausgesehen hat.

    Ich hatte mal angefangen in Google-Sketchup einen alten Tempel nach zu bauen. Ist dann aber leider zu aufwändig geworden. Jetzt gibt man einen Text ein und kann dem Zuschauer in die Antike eintauchen lassen - theoretisch.

    Man muß mal damit experimentieren. Es kann den eigentlichen Urlaubsfilm ungeahnt aufwerten.

    schöne Grüße


    Christian


    Beiträge als Mod in Grün

  • Im Fotobereich noch viel schlimmer. Erstee Model Agenturen stellen schon komplett auf AI Models und brauchen natürlich auch keine bezahlten Fotografen mehr. Ähnliches wird auch die Videokreativbranche treffen, wenn ich da bspw. an die klassischen Werbefilme für ein neues Auto o.ä. denke. Da werden sich viele eine andere Arbeit suchen müssen, die nicht mit Bilderzeugung mittels Kamera zu tun hat. Oder gleich umsatteln auf Programmierer.

  • Im Fotobereich noch viel schlimmer.

    Für Teile der Foto- und Videobranche wird es massive Umwälzungen geben.


    In Massenmärkten, wie z. B. in der Möbel- oder Modebranche wird sich AI durchsetzen. Kostenintensive Reisen, Studios, Models oder Fotografen fallen weg. Keine Urheberrechtsprobleme mehr.


    Die Werbung für höherpreisige Konsumwaren leistet sich vielleicht noch "handgemachtes" Advertising...


    Es wird einige neue Jobs im Bereich der KI geben. Kreative und Entscheider werden weiter gebraucht.


    Oder gleich umsatteln auf Programmierer.

    Vorsicht, gerade Modelle wie OpenAI Codex, GITHub Copilot oder CodeBERT wurden speziell für die Programmierung entwickelt. Wobei hier die Materie deutlich komplexer ist als bei einem Werbefoto für ne Schrankwand.


    Beste Grüße, Uli

  • Die Bilder werden immer noch besser werden, sodass dann wirklich kaum noch etwas darauf hin deuten wird, dass das nicht real ist. Und man hat ja auch schon angefangen „Stars“ zu digitalisieren.

    Nur, wenn dann halt die Schauspieler durch ihre berechneten Varianten ersetzt werden, dann geht deren Schauspielkunst und Kreativität verloren.


    Es gibt bestimmt viele sinnvollen Einsätze für KI, z.B. in Forschung und Entwicklung. Aber die große allgemeine Verbreitung, die sicherlich nicht mehr aufzuhalten ist, sehe ich eher als negativ und sogar gefährlich.

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    Rest ist private Meinung

  • die große allgemeine Verbreitung, die sicherlich nicht mehr aufzuhalten ist, sehe ich eher als negativ und sogar gefährlich.

    Das sehe ich leider auch so. Manches wird sich wohl erst in ein paar Jahren zeigen, z.B. eine gewisse "Verarmung" an Kreativität und Verlust von Fähigkeiten, weil der Mensch von Natur aus nun mal den bequemen Weg wählt. Manches wird sich sehr bald negativ äußern. z.B. in Form von Fakes, die ihrerseits wieder zu einem erhöhten Rechereaufwand führen, sofern man diese überhaupt noch von echter Information auseinanderhalten kann.

  • Manches wird sich wohl erst in ein paar Jahren zeigen, z.B. eine gewisse "Verarmung" an Kreativität und Verlust von Fähigkeiten, weil der Mensch von Natur aus nun mal den bequemen Weg wählt.

    Das ist doch aber eigentlich jetzt schon "Alltag".

    Schau doch nur in den Smartphons die "KI-Verbesserungen" bei Fotos (und Videos) an. Alles eher ein Einheitsbrei. Irgendwelche Gedanken muss sich der Nutzer eigentlich nicht mehr machen.


    Irgendeine Smartphonewerbung (Samsung oder Google?) wirbt ja schon damit, dass die Aufnahme einer Personengruppe "perfektioniert" wird, sodass dann alle freudestrahlende Gesichter zeigen, egal wie böse sie gucken.

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