Workflow Kommentar einsprechen

  • Ich habe mal mit den Mitteln die ich gerade zur Verfügung etwas experimentiert :

    - fünf Kommentar-wav-Dateien hintereinander in eine Spur von VPX importiert und mit dem Werkzeug "Normalisieren (EBU 128)" normalisiert. Die Lautstärken klingen schon ziemlich gleich. Danach habe ich den Kompressor "Sprache normal komprimiert" angewendet. Die Kommentare klingen gleich laut und deutlicher bzw. etwas kräftiger.

  • :thumbsup: Genau das sind die grundsätzlichen Bearbeitungsschritte, von denen ich gesprochen habe.


    Meine Empfehlung wäre da nur evtl. noch - jeweilse vor dem Compressor - anzuwenden:

    1. einen Expander - um den unteren Lautstärkenbereich wegzunehmen, denn die Sachen stören eher;
      hier würde ich alles unterhalb von -50 dB, oder vielleicht sogar bis hoch zu -45 dB abschneiden;
    2. einen EQ um die tieffrequente Störungen zu beseitigen und die Stimme etwas klangvoller zu machen =
      - steiler Cut ungefähr bei 80 Hz beseitigt Rumpeln,
      - leichte Anhebung je nach Stimme bei ungefähr 200 Hz,
      - meist Absenkung um die 500 Hz bis 1 kHz,
      - um 2 kHz meist leicht anheben, ggf. aber auch leicht absenken, kommt eben auf die Stimme an


    Liest sich jetzt komplizierter, als es in Wirklichkeit ist.

    Und die EQ-Einstellungen für Deine Stimme kannst Du Dir ja auch abspeichern.


    Gruß

    Peter

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  • Diese Einstellungen könnten aber von Fall zu Fall zumindest etwas variieren, oder? Klar, wenn man die Prinzipien verstanden hat, kann man sie auch anpassen.


    Die Frage ist (für mich zumindest), ob ich da mit manuellen Einstellungen besser würde als mit der Automatik. Vermutlich eine Übungssache…

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Dafür habe ich doch hier eine Vorlage eingestellt,
    aber na ja in einem Forum geht es immer wieder von vorne loss. :teufel:

  • Diese Einstellungen könnten aber von Fall zu Fall zumindest etwas variieren, oder?

    Was den EQ betrifft sind das selbstverständlich nur Richtwerte.

    Denn keine Stimme ist ja gleich und weibliche Stimmen liegen in den Frequenzen höher, als männliche.

    Auch haben Mikrofone immer einen eigenen Klang, reagieren also anders auf bestimmten Frequenzen.


    Insoweit muss man das noch nach Gehör anpassen.

    Dabei kann man zunächt auch mal einen Frequenzbereich übertrieben absenken und erhöhen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Auswirkungen das auf die Stimme hat. Die eigentlichen Einstellungen sind dann eher dezent.


    Wenn man dann halt die Einstellung für eine bestimmte Stimme gefunden hat, so passt das i.d.R. auch beim nächsten Mal, wenn Person, Raum und Mic gleich bleiben.



    Aber zumindest muss man zunächt manuell steuern.

    Eine Automatik kann halt nur Frequenzgänge auslesen, aber nicht entscheiden was besser klingt.


    Allerdings gibt es inzwischen sehr gute Tools, die eine EQ-Übereinstimmung erzeugen können.

    Dafür braucht es aber halt eines Beispiels, wie es klingen soll.

    Dann wird eine andere Aufnahme an den Frequenzgang des Beispiels angepasst und klingt ähnlich wie diese.


    Nimmst Du also als Vorlage den Ton eines Sprechers aus einer alten Kino Wochenschau, so klingt dann Deine Aufnahme auch so,




    Vermutlich eine Übungssache…

    Und ja, es ist auch bei der Audiobearbeitung alles nur eine Übungssache.

    Wenn man die Grundsätze verstanden und die Arbeiten einige Male gemacht hat, ist das alles ganz einfach.


    Deshalb ja auch mein Vergleich zum Color gading.

    Klar gibt es automatische "Bildverbesserer", wie den proDAD PE. Aber so richtig gut wird es damit eben doch nicht.

    Und wenn man sich aus Bequemlichkeit nur auf diese Automatiken verlässt, lernt man halt auch nichts und kann sich dann in bestimmten Situationen wenn die Automatik versagt auch nicht mehr behelfen.



    Im Film/Video spielt halt auch der Ton eine große Rolle.

    Mit einigen wenigen Bearbeitungsschritten kann man deshalb da auch oft vieles verbessern.



    Gruß

    Peter

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  • Habe mir diesen EQ gebastelt, ist der okay?

    Grundsätzlich schon, es kommt halt auf die jeweilige Stimme an. Und das muss man halt immer hören.


    Aus der Anhebung im Bereich von ca. 200 bis 450 Hz würde ich eine "helle" oder weibliche Stimme vermuten.

    Und die schmale Absenkung bei ca. 6 kHz soll die Zischlaute reduzieren. Diese können aber je nach Stimme auch höher oder tiefer liegen.


    Jetzt sind wir doch in diesem Thread und reden nicht über Volkers Video. Na gut, mir egal.

    Ja, stimmt.


    Im Moment habe ich da jetzt nicht die Zeit, aber ich werde nacher mal die Beiträge zum Audio mal in eine eigenes Thema auslagern.



    Gruß

    Peter



    Die Beiträge wurden wie gewünscht aus den Ursprungsthema Magdeburger Elbauenpark hierher verschoben.

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  • Hier im Forum, vielleicht mal mit dem Suchwort " Audacity" alles durchsuchen...
    Du hast es jedenfalls schon mal gelesen soweit ich mich erinnern kann.
    Habe ja jede Maßnahme dort beschrieben.


    Hier nochmal für Dich:


    Audacity-Stimmen-Filtersetting.jpg

  • Ich würde das Pferd rückwärts aufzäumen.

    Ich suche mir in der synchokartei (Internet Synchronsprecher Kartei meine Wunschstimme aus, die vielleicht nicht meilenweit weg von meiner ist.


    Dann nehme ich ein kurzes Stück reine Sprache des Sprechers auf. Darüber lasse ich einen EQ mit Neutralstellung laufen. Viele, wie auch der EQ von Fabfilter, haben einen Analyser eingebaut, der das Frequenzspektrum der Audioprobe grafisch aufzeigt.


    Dann mache ich das Gleiche mit meiner Stimme.

    Die beiden Spektren vergleiche ich und füge, wo was fehlt, noch was dazu und da, wo was in meiner Stimme ist, was beim Profi nicht da ist, da dämpfe ich den Frequenzbereich.


    Durch Vergleichen und Ändern der Einstellungen nähere ich mich der Wunschstimme an. Natürlich macht man aus Elmar Gunsch keine Helene Fischer, aber in gewissem Rahmen nähert man sich an.


    Dabei sieht man auch die Unterschiede und welche Einstellungen was verändern.

  • Du hast es jedenfalls schon mal gelesen soweit ich mich erinnern kann.

    befe in hier jetzt #25 aufgezeigten Einstellungen entsprechen dem ja auch. Das sind halt so die Grundempfehlungen.


    Aber wie gesagt, darf man die Einstellungen nicht sklavisch direkt übernehmen, sondern muss sie an die vorliegende Aufnahme anpassen.

    Das betrifft auch grade den Wert der Anhebung/Absenkung. In aller Regel werden diese wohl geringer und weniger "steil" ausfallen, als dort (vermutlich zur Verdeutlichung) gezeigt.



    Und auch nur nochmal zur Sicherheit.

    Der EQ wird hauptsächlich für den "Klang" und die Beseitung von Störfrequenzen genutzt.


    Für die anfänglich angesprochene Lautstärkeanpassung sind Normalisieren und Hüllkurven, sowie der Compressor die notwendigen Schritte.



    Gruß

    Peter

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