Der Pauli aus Bamberg - vom Fan zum Freund

  • Diese 18-minütige Dokumentation erzählt die berührende Geschichte von Paul Schwegler aus Bamberg und seiner besonderen Freundschaft mit der Musiklegende Peter Kraus. Was als leidenschaftliches Fan-Sein begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer tiefen Verbundenheit. Der Film gibt persönliche Einblicke in ihre gemeinsame Geschichte, zeigt emotionale und humorvolle Momente und feiert die Magie echter Freundschaft.


    Länge 18 Minuten


    Vielen Dank an Peter Kraus und Pauli Schwegler


    Anbei der Link

    https://youtu.be/aqrL8HIm2Gc?si=fKj4jZ3BNPpfASjV


    Würde mich, wie immer, über Feedback freuen. Was haltet Ihr eigentlich von der Länge?


    Schöne Grüße

    Christian

  • Hier im VTP sieht man ja Filme unter sehr unterschiedlichen Gesichtspunkten.

    Den Bamberger Dialekt habe ich zuerst kaum verstanden - dann gemerkt, das muss so sein. Die Portraitaufnahmen waren sehr gut ausgeleuchtet. Der Schnitt einfach gut - man merkt schon, das du ein Filmemacher bist. Kein Moment war langweilig und die Geschichte ist auch emotional bewegend. Das Fan und Star so zusammen kommen, das ist schon diesen Film wert - der aus meiner Sicht sendefähig ist.

  • Vielen lieben Dank Walter für das nette Feedback, freut mich sehr!

    Der Pauli ist schon wirklich ein echtes Bamberger Unikat!
    Kann schon verstehen, das Du als Nordlicht da Deine Verständigungsprobleme hattest.

    Hatte auch mal die Überlegung (aber nur kurz) den Pauli mit Untertiteln zu versehen, bin dann aber schnell wieder davon abgekommen.


    Ganz vielen Dank noch mal an dieser Stelle an Peter Gurlt, der mich massiv beim Ton unterstützt hat. Irgendwie hatten wir mit dem Sennheisser Lav und einer Tonangel (mit Sennheisser Mikro) etwas Probleme.

    Aber Peter Gurlt hat wirklich einen tollen Job gemacht und das Beste damit rausgeholt.

    Peter Kraus hört sich manchmal etwas zu dumpf an, aber ich bin froh, dass es trotzdem so gut geworden ist. Weil das mit der Tonangel echt nicht brauchbar war, wurde teilweise sogar der O-Ton von der ZVE1 (also Ton von Cam direkt) verwendet (z.B. beim Bürgermeister und wie Pauli vom Lesezirkel spricht). Hört sich aber erstaunlich gut an.

    Das hätte mit dem internen Mikrofon der FX6 niemals so geklappt.

  • Was mich auch interessiert: wie ist der sogenannte workflow....

    Der Weg von der Idee zur Produktion. Wie was und wo gedreht wird, wie die Planung abläuft.

  • Hallo Walter,

    das ist immer so eine Sache bei mir. Irgendwie hatte ich den Pauli, den ich seit vielen Jahren schon kenne und schätze, schon lange auf dem Schirm. Hatte ihn auch schon mal angesprochen, irgendwie hat es aber nicht geklappt. Dann haben wir uns vorletztes Jahr mal diesbezüglich unterhalten und ich habe gemeint, dass wir doch jetzt endlich mal einen Film über ihn drehen müssten. Dann habe ich gemeint da muss aber auf jeden Fall der Peter auch was dazu sagen. Eine Woche später klingelte das Telefon und der Pauli saß mit Peter Kraus beim Frühstück irgendwo in Hamburg vor einem Konzert und sagte mir, dass ich nach Nürnberg zum Konzert kommen soll.

    Gesagt - getan. Dann habe ich mir natürlich überlegt, was man den Peter Kraus über den Pauli fragen könnte. Mir war wichtig, dass man seine unverwechselbare freundliche Persönlichkeit klar erkennt und der Pauli quasi der Hauptdarsteller des Films ist. Das habe ich beim ersten Zusammentreffen dem Peter Kraus auch so gesagt.

    Davon war er auch angetan.

    Geholfen hat mir beim Ton, Licht und zweiter Kamera ein befreundeter Filmer aus der Nachbarschaft (vielen Dank noch mal Peter), ohne den es ganz schwierig geworden wäre.

    Dann natürlich auch einen ganz großen Dank und schöne Grüße nach Berlin an unseren Peter aus dem Forum hier, der den relativ mäßigen Ton, perfekt aufgepäppelt hat.

    Wichtig war mir auch, dass es ein kurzweiliger, teilweise auch lustiger Film wird, der einfach den Pauli so darstellt, wie er ist.

    Es ist einfach schön, wenn man einen Menschen im Film porträtieren kann.

    Sehr gefreut habe ich mich natürlich, dass der Film beim Pauli und seinem Umfeld sehr sehr gut angekommen ist.

  • Danke für diesen Bericht

  • Hallo Christian,


    wieder ein sehr schöner Film von dir, sehr professionell! :respekt:


    Für mich eine Wohltat, so viel Positives in dem Film zu sehen und zu hören in dieser schrecklichen Zeit.

    Köstlich der Kollege aus dem Ruhrpott, der das Bamberger Fränkisch als "Bamberger Platt" bezeichnet.:yes:


    Das wäre doch ein sehr guter Beitrag für das Frankenfernsehen oder den BR? Kannst du denen das nicht anbieten?


    Gruß aus Nürnberg, Jürgen


    ps Mir hätte es gefallen, wenn unter den Namen die Funktion der Person gestanden hätte. Ist zwar im Abspann zu finden, aber in der Kürze der Zeit wahrscheinlich kaum zu lesen.

  • Es ist ein wirklich gut gemachter Film über Pauli und seine Reise vom Fan zum engen Freund von Peter Kraus.


    Der Film zeigt die besondere Verbindung zwischen Paul und Peter. Er fängt sowohl emotionale als auch humorvolle Momente ein. Seine Stärke der liegt in der glaubwürdigen und warmen Darstellung von Pauli als einzigartigem und liebenswertem Charakter. Thema des Filmes: Freundschaft, Verbundenheit, Treue, Gemeinschaft.


    Mir hat vor allem der Einstieg, die Erlebnisse aus der langen Beziehung zwischen Pauli und Peter und der Ausstieg des Filmes gefallen.


    Im mittleren Teil fällt der Film im Vergleich zum Ein- und Ausstieg aus meiner Sicht etwas ab. Die Handlung ist dort zu vorhersehbar, plätschert vor sich hin, ich verliere Interesse.


    Um das zu verhindern, kann man drei Bestandteile des Films ausbauen:

    1. Tiefe der Hauptdarsteller Pauli und Peter. Charakterentwicklung / Persönlichkeitsentwicklung im Film.
    2. Aufbau der Geschichte – deutlichere Struktur: Anfang, Mitte und Ende
    3. Konflikte der Hauptdarsteller. Da geht es um Glaubwürdigkeit von Pauli und Peter, nicht Streit.


    Im Einzelnen:


    Der Einstieg (Haken, hook) ist stark:

    • Mike Kraus - 00:15 - "Das schöne ist ja dass der Pauli doch seine angenehme Art und Hilfsbereitschaft [...] von dem Fan aus der ersten Reihe wirklich so ein Inner Circle geschafft hat."
    • Sprecher - 00:37 - "Jetzt nachdem er in Rente gegangen ist glaube ich, dass er wirklich für sich einen Traumjob gefunden hat.“

    Da wird der Zuschauer neugierig: Wie hat er das geschafft?


    Persönlichkeitsentwicklung:

    Die Aufnahme Paulis in den inneren Kreis wird zwar als holperig beschrieben, läuft aber irgendwie glatt:


    02:10 - "Beim ersten Aufeinandertreffen mit seinem Star 1975 im Kulturraum in Bamberg allerdings etwas nachhelfen müssen."


    Um dem Charakter Pauli mehr Tiefe zu geben, könnte man die Wandlung vom Fan zum Freund und Mitarbeiter deutlicher beschreiben. Vor allem das „etwas nachhelfen müssen“ kann ausgebaut werden. Da gab es sicher Selbstzweifel, Hochgefühle usw.. Das läuft nie glatt, damit hält man die Zuschauer im Film.


    Konflikte:

    Pauli und Peter haben 20 Jahre* sehr eng zusammengearbeitet, da bleiben Reibereien, Missverständnisse oder Streit nicht aus. Diese kommen in dem ganzen Film nicht vor. Dadurch wird das Profil beider Figuren zu flach. Hier könnte man ihre Persönlichkeiten schärfen.

    * 02:51 - "Seit über 20 Jahren ist der ununterbrochen bei allen Peter Kraus Konzerten mit dabei."


    Reise - Aufbau des Filmes, Struktur:

    Wie lernt Pauli den berühmten Sänger kennen und wie wird sein enger Freund?


    03:59 - "Mittlerweile leitet er die Merchandise Abteilung bei der Tournee und legt natürlich auch immer selbst Hand an."


    So eine Entwicklung passiert nicht zufällig und schon gar nicht von heute auf morgen. So einen Aufstieg über 20 Jahre finden Zuschauer spannend, sie wollen wissen, wie ist das gelaufen? Da gab es sicher zig Höhen und Tiefen, die wollen sie sehen.


    Der Anfang, der schwierige Kontakt zu Peter Kraus. Die Mitte, er wird nach langem Einsatz endlich in den inneren Kreis des Sängers aufgenommen. Das endet mit einer tiefen Freundschaft. Diese Reise sollte im Video deutlicher gezeigt werden.


    Das Ende des Filmes ist stark:

    17:02 - "und sogar mein Manager, ein harter Typ, hat gesagt, der Paul muss immer dabei sein"

    13:54 - "Eine Freundschaft zu Peter Kraus hatte Pauli sich seinen Lebenstraum erfüllt von dem er nie zu träumen wagte."


    UND: Der Zuschauer geht mit einem positiven Gefühl aus dem Film:

    17:31 - "die Liebe zur Musik und zu Peter Kraus wird den Pauli auch in Zukunft begleiten"

    29. Pauli - 17:36 - "denn wahre Leidenschaft kennt kein Ende"



    Lieber Christian, du zeigst hier umfassende und runde Filme, die deutlich über Amateurniveau liegen. Nimm es bitte als Anregung für die Planung deiner weiteren Videos.


    Beste Grüße, Uli

  • Hallo Uli,


    vielen Dank für Deine ausführliche Expertise. Ich weiß das immer sehr zu schätzen.

    Vieles ist bei mir auch spontan und sollte vielleicht vorher besser geplant werden.

    Auf der anderen Seite ist diese Spontanität bei mir auch oft von kreativen Schüben versehen, die dem Filmprojekt vielleicht gut tun.

    Pauli hatte übrigens wirklich NIEMALS Stress mit Peter.

    Es ist halt auch immer spannend, wenn man mit „Stars“ dreht. Man ist ja kein Profi im Umgang mit denen und versucht einfach sein bestes.

    Im großen und ganzen bin ich sehr zufrieden mit dem Endresultat.

    Klar kann man so einen Film immer optimieren und verbessern.

    Von daher vielen Dank für Dein ausführliches Feedback.

    Von einem „Experten“ erhielt ich die Empfehlung den Film, der angeblich viel zu lang ist, um 5 Interviewsequenzen zu kürzen. Naja, ich werde ihn definitiv so belassen.

    Sehr gefreut habe ich mich über die gestrige Einladung zu den 35. Bamberger Kurzfilmtagen im Januar.

  • Pauli hatte übrigens wirklich NIEMALS Stress mit Peter.

    Konflikt im Film ist weit, weit mehr als Stress. Es geht darum, wie sich die beiden über die Jahre angenähert haben.


    Irgendwie müssen die sich bei dieser engen Zusammenarbeit aufeinander eingepegelt haben. Das ist eine Anpassungsleistung, ein Prozess. Der ist der "Konflikt", der Zuschauer interessiert, Je subtiler, um so spannender. Sie wollen genau wissen, wie hat das funktioniert?


    Bei einem Western ist der Stress klar - und langweilig.

    vielleicht vorher besser geplant werden.

    Die Planung wird meist auch völlig missverstanden. Die meisten verstehen darunter einen festen Ablauf, der nicht mehr verändert werden darf. "Der Plan" halt.


    Wenn du in einem Vor-Interview (Planung) die Themen

    • Wie hat alles angefangen?
    • wie hat es sich entwickelt?
    • wie seht ihr den jetzigen Stand (Ende)
    • unter dem Gesichtspunkten Struktur, Persönlichkeiten und Konflikte

    antippst, dann werden sie einiges erzählen.


    Um spontan zu sein, muss man zunächst Tonnen an Informationen über sein Thema ranschaffen. Je mehr, desto besser.


    Amateure wenden oft ein: Aber dann bin ich vorgeprägt, dann kann ich nicht mehr spontan fragen.


    Es ist umgekehrt, je mehr Hintergrundwissen man hat, um so spontaner kann man auf kleinste Wendungen in einer Geschichte eingehen, die man sonst nicht bemerkt hätte.


    Beste Grüße, Uli

  • Sehr gefreut habe ich mich über die gestrige Einladung zu den 35. Bamberger Kurzfilmtagen im Januar.

    Herzlichen Glückwunsch!:Applaus:

  • Hallo Christian,

    ich kann mich meinen Vorredner nur anschließen! Das Video ist professionell gemacht und nimmt einem mit!

    Super gemacht, Kompliment:yes: Und Glückwunsch zur Einladung nach Bamberg!

    LG Paul

  • Wirklich gut gemacht Christian, auch wenn einiges spontan entstanden ist.
    Von mir bekommst Du fünf mal:


    :merci::merci::merci::merci::merci:

  • Danke auch Dir Bruno

    Werde so um die Weihnachtszeit mein nächstes Kurzfilm Dokuprojekt über meinen Tennis Freund weiter machen. Danach steht ein Kletterfilm mit einem der weltbesten Kletterer an 8) da freue ich mich richtig drauf, v.a. wenn ich hier bei uns in der Fränkischen Schweiz mit Kamera an die Wand darf