Mikrofonierung Live-Events: DJI Mic2

  • Für einen heute akquirierten kleinen Auftrag - dem Filmen einer Bar Mitzwa Party im Hilton im Jänner - werde ich noch eine bessere Mikrofonierung für Ansprachen und Interviews benötigen. Das muss auch noch am Gimbal.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Hi,


    also das käme jetzt darauf an, wie das genau ablaufen soll.


    In solchen Situationen von der Kamera aus, insbesondere vom Gimbal her einen vernüftigen Ton zu bekommen ist allein schon auf Grund der zu erwartenden Nebengeräusche eher schwer.

    Du müsstest da dann jedenfalls auch möglichst dicht ran, was einerseits natürlich stört, und andererseits auch nicht immer zu realisieren ist, wenn der Redebeitrag für Dich eher unerwartet und dann vielleicht auch noch vom "falschen" Saalende aus kommt.


    Im günstigsten Fall gibt es für Ansprachen eine "Bühne", bzw. Platz, mit einer vom Hotel aus gestellter Tontechnik. Vielleicht halt auch als ein kabelloses Mikrofon, was dann im Saal herumgereicht wird. Aber den Ton halt über einen vom Hotel gestellten Verstärker.

    Denn sonst wäre das alles bei einer doch wohl eher ausgelassenen Feier mit dann vermutlich auch einer sehr großen Anzahl an Gästen sowieso kaum zu verstehen.

    Da solltest Du also vorher klären (am besten mit dem Hotel selbst) ob es sowas gibt und versuchen, von dort eine Aufnahme zu bekommen, z.B. mit einem angeschlossenen Zoom.


    So hättest Du aber auf alle Fälle von den Ansprachen einen vernünftigen Ton, evtl. sogar von der Musik.




    Am Gimbal würde ich bei solchen Situationen ein vernünftiges Richtmikrofon (XLR) empfehlen.

    Das macht sich dann auch für Interviews gut.

    Vom Preis-/Leistungsverhältnis ist da m.E. das Rode NTG5 recht gut, welches ich auch selbst nutze.

    Das NTG 3, oder gar NTG 8, bzw. Sennheiser MKE 8060 sind teurer.


    Preiswertere Modelle mit Klinke - z.B. Rode Video Mic Pro - sind nicht ganz so gut.

    Außerdem läuft deren Stromversorgung meist über eine 9V-Batterie, was insbes. am Gimbal wegen Gewicht und Größe aujch nicht ganz so gut ist.


    X/Y-Stereomikrofone sind in solchen Fällen eher nicht zu empfehlen, da sie eben die ganzen Nebengeräusche aus dem Raum mitnehmen.

    Sowas könntest Du eher noch als zusätzliches "Raummikrofon" einsetzten um für die Abmischung eine bessere Atmosphäre zu haben. Das dann natürlich nicht am Gimbal, sondern irgendwo stationär.


    Funkstrecken mit LavalierMic sind bei solchen Veranstaltungen nicht zu empfehlen, da ja die immer erst "angebaut" werden müssten. Und das funktioniert dann selbst bei geplanten Interviews in der Hektik nicht.



    Für Interviews solltest Du Dir dann auch gleich eine "ruhige Ecke" suchen und diese dann dort führen. Also die Interviewpartner dort hinbitten.

    Das sollte dann möglichst etwas abgelegen sein (FLur?), auf alle Fälle aber mit dem (lauten) Saal in Deinem Rücken,

    Gut macht es sich (akkustisch gesehen) wenn die Sprecher vor einem dichten Vorhang stehen. Das dämpft recht gut.

    Marmorwände, oder Spiegelflächen sind da schlecht, das gibt Nachhall.


    Gruß

    Peter

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  • Ich würde für ein Richtmikro ab Sennheiser MKE 600 aufwärts schauen.


    Denk dran, du brauchst 48 V Phantomspeisung.


    Und wie Peter schreibt, bespreche mit dem Auftraggeber, wann und wie eventuell was gesagt oder gesungen werden könnte.


    Den Ton zur Sicherheit mit einem 2. Mikro (oder mehr) oder an einem Mischpult abgreifen. Wenn überraschend was los geht, zeigt das Richtrohr laut Murphys Gesetz in die falsche Richtung.


    Beste Grüße, Uli

  • Leute, ich habe das Sennheiser MKH 8060, was qualitäts- und preismässig etwas über den hier genannten Modellen liegt. 😂


    Ich hätte natürlich viel mehr erläutern müssen - sorry, mein Fehler. Dieses Mikrofon nutze ich durchaus auf meinen Kameras - und auch am Gimbal funktioniert es problemlos (keine Geräuschentwicklung vom Gimbal).
    IMG_0166.jpeg


    Für Interviews könnte trotzdem ein stinknormales Handmikrofon wie ein Sennheiser XS1 mit Funkübertagung gut sein. Für Sprachinterviews gut, man kommt einfach damit gut hin. Aber Interviews könnten auch mit meiner Monokeule gut gehen. Man steht ja nicht weit weg.


    Schwieriger ist es bei Ansprachen - weil man da noch etwas weiter weg sein könnte. Habe ich mit der Monokeule auch schon erfolgreich aufgezeichnet. Aber ich denke hier über das recht neue DJI Mic Mini nach. Klein, handlich, einfach anheftbar - und offenbar eine gute Qualität.
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    Mir gehen nur langsam die XLR Eingänge an der EVA1 aus. An einem das MKH 8060, am zweiten entweder ein XS1 über Funkübertragung oder doch über Adapter mini-Klinke auf XLR zumindest eine Tonspur vom DJI Mic Mini.

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    .

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Sorry mein Fehler, ich meinte natürlich auch das MKH 8060, ein MKE 8060 git es ja auch nicht.


    Wenn Du das sogar schon hast, würde ich es auch in dem Fall nutzen.


    Die Geräusche des Gimbals sind auch nicht das Problem. Es ging mir um die Nebengeräusche aus dem Saal, die bei weniger gerichteten Mikrofonen „durchschlagen“.


    Genau deshalb dürfte auch eine Monokeule/„Gesangsmikro“ m.E. eine nicht so gute Wahl sein. Das funktioniert nur, wenn der Sprecher die in der Hand hat und auch einigermaßen damit umgehen kann.

    Aber grade bei solchen Veranstaltungen wird es eher nicht funktionieren, dass dann auch gut eingesprochen wird. Und die Nachbearbeitung von ständig schwankender Lautstärke ist weder angenehm, noch leicht.


    Auch solche Funkstrecken, wie DJI oder Rode Go halte ich bei so einer Feier für problematisch. Es sei denn, Du hättest noch jemanden, der sich darum kümmert, insbes. um das Anlegen. Als „Einzelkämpfer“ wirst Du damit überlastet sein.


    Und wie gesagt, ich halte einen vernünftigen Audio-Recorder, wie das Zoom R4, das ältere H5, oder entsprechende Modelle anderer Hersteller für vernünftiger, als alles in die Cam zu speisen. Es sollte halt neben den internen Mics noch mind. 2xXLR bieten.


    Das kannst Du im Notfall auch einfach vor dem Sprecher auf den Tisch stellen (auf einem Mini-Stativ) und Dir mit der Cam einen guten Platz suchen.


    Versuche auf alle Fälle Dir die Arbeit einfach zu machen. Also außer der Kameraführung nicht noch auf weitere Sachen achten zu müssen.


    Gruß

    Peter

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  • Und wie gesagt, ich halte einen vernünftigen Audio-Recorder, wie das Zoom R4, das ältere H5, oder entsprechende Modelle anderer Hersteller für vernünftiger, als alles in die Cam zu speisen. Es sollte halt neben den internen Mics noch mind. 2xXLR bieten.

    Ich habe auch so einen Audiorekorder, aber der will ja ebenfalls bedient werden! Und das Folgeproblem ist ja auch damit stets die Synchronisation mit der Kameraaufnahme. Ein Aufwand ist das leider immer. Darum erscheint mir ja das DJI durchaus vernünftig. Anbringen, filmen, und sychronisiert sollte es auch sein. Soweit die blanke Theorie. :teufel:

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Also ich nutze bei meinen Aufnahmen halt auch recht oft meinen H5 parallel.

    Grade bei Ansprachen, Interviews, oder auch den Live-Kommentaren in meinen Filmen ist der für mich unverzichtbar.


    Denn meine Erfahrung ist halt, dass man in den genannten Situationen über direkt an der Kamera angebrachte Mics meist nur einen unzulänglichen Ton bekommt.

    Selbst bei einer Funkstrecke kann es von Vorteil sein, wenn diese in den Rekorder und nicht in die Cam geht. Denn grade bei den häufig genutzten 2,4 GHz Funkstrecken kann man den Rekorder dann in der Nähe des Spreches platzieren und so Funkabbrüche vermeiden.



    Klar erfordert der Audiorecorder auch eine gewisse Bedienung (zumindest einschalten sollte man nicht vergessen :)).

    Aber ich lasse diesen dann eben oft auch einfach laufen, was insoweit kaum noch weitere Arbeit bedeutet.


    Die Sync ist zumindest mit Edius kein Problem.

    Ich lege das (längere) Audio auf die TL und über die Audiosync-Funktion gleicht Edius das in wenigen Sekunden ab.

    Selbstverständlich braucht es dazu dann natürlich auch zumindest ein gewisses Maß an Audio im Kameraton. Denn sonst kann ja nichts abgegelichen werden.

    Sowas sollte doch in Vegas auch gehen...(?)




    Grade auf einer solchen Feier - die im Gegensatz zu einer Veranstaltung planloser abläuft- dürftest Du sicherlich alle Hände voll zu tun haben mit der Kamera immer an der richtigen Stelle zu sein. Wobei ich jetzt auf Grund des genannten Anlasses auch mit einer recht großen Anzahl (50 +) von Teilnehmern rechne.

    Insoweit würde ich sowieso raten, das nicht völlig allein zu machen. Hole Dir zumindest einen "Helfer" hinzu, der Dich unterstützen kann (von Handreichungen, bis z.B. Leute zum Interview zu holen). Evtl. ja auch noch eine zweite Person für eine weitere Kamera.

    Eine 2. Perspektive - z.B. Sprecher <> Zuschauerrekatiion ist bei solchen Veranstaltungen absolut Gold...


    Gruß

    Peter

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  • einer Bar Mitzwa Party im Hilton im Jänner

    Je länger ich mitlese, um so sinnvoller erscheint mir, wie Peter vorschlägt, ein 2. Mann, der vor allem den Ton einfängt.


    Ich habe zwar von dieser speziellen Bar Mitzwa Party keine Ahnung.


    Traditionell ist sowas ein turbulenter Abend auf dem begrüßt, gewürdigt, beschenkt, gegessen, gesungen und getanzt wird. Du musst auf folgendes eher typisches vorbereitet sein:

    • Begrüßung: Die Gäste werden offiziell begrüßt, Empfang, Getränke, kurze Reden, das ist im Hilton
    • Reden:
      • Die Eltern des Jugendliche halten oft eine persönliche Rede
      • Der Bar-Mitzwa-Junge bedankt sich
      • Familienmitglieder sagen was mehr oder weniger humorvolles
    • Musik & Tanz
      • spielen ein zentrale Rolle
      • Tänze wie die Hora sind beliebt. Der Junge wird auf einen Stuhl hoch gehoben, alle tanzen um ihn herum
    • Essen
      • spielt eine zentrale Rolle bei der Feier
    • Singen und Segenswünsche
      • traditionelle Lieder
      • Tischgebet Birkat Hamazon nach dem Essen, rezitiert oder gesungen
    • Geschenkübergabe
      • traditionelle wie religiöser Geschenke

    Gut, kann sein, dass das eine normale Party in Wien ist und du alles oben gesagte vergessen kannst.


    Beste Grüße, Uli

  • Ja das sind alles gute und valide Ideen.


    Die Notwendigkeit nach einem Helferlein habe ich schon am Freitag mit den Auftraggebern besprochen. Es braucht ja vor allem jemand, der sagt welche Leute interviewed werden sollen - und welche Fragen gestellt werden. Und der die Leute auch kennt.


    Ich finde absurderweise keine preiswerteren XLR Übertragungskette, die leicht auf der Rig Platte befestigbar wären. Da sind die DJI Mikrofone besser, die haben wenigstens einen cold shoe am Empfangsteil. Und vielleicht sind Sendeteile besser, die im Sendeteil Audio autark aufnehmen und übertragen.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Klar, die direkte Auifnahme auf den kleinen Geräte wie DJI Mic2 oder Rode Go II sind sehr vorteilhaft und eine Rückfallebene bei Übertragungsabbrüchen.


    Probiere die aber vorher aus, damit Du auch genau weißt wie die zu "setzen" sind, damit die Stimme gut durchkommt und keine Kleidung scheuert.

    Etwas problematisch kann es werden, wenn da 2 oder 3 Leute als Gruppe (Eltern/Geschwister, etc) interviewt werden sollen. Das ist über ein Lavalier, bzw. so eine "Box" nicht unbedingt gut zu machen. Zumal ja die andere Person auch in Richtung Kamera spricht.

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  • Ein Mikrofon, welches jemand in einer Interviewsituation hinhält, hat auch einen irren Vorteil in der Kommunikation. Das weiß einfach jeder, wenn er reden darf. Und wenn das Mikrofon nicht hingehalten wird, dann hört man ihn oder sie halt gar nicht.


    In der Praxis gibt es damit aber auch noch ein anderes Problem: nämlich, dass in der Interviewsituation die Pegel trotzdem unterschiedlich laut werden. Einfach, weil das Mikro unterschiedlich nahe an den Mund gehalten wird - und unterschiedlich laut gesprochen wird. DAS kannst während der Aufnahme auch nicht ausgleichen. Bestenfalls nachher in der Post angleichen.

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • In der Praxis gibt es damit aber auch noch ein anderes Problem: nämlich, dass in der Interviewsituation die Pegel trotzdem unterschiedlich laut werden. Einfach, weil das Mikro unterschiedlich nahe an den Mund gehalten wird - und unterschiedlich laut gesprochen wird. DAS kannst während der Aufnahme auch nicht ausgleichen. Bestenfalls nachher in der Post angleichen.

    Klar, sowas kannst Du selbst bei einer Studioaufnahme nicht 100%ig vermeiden.

    Eine Nachbearbeitung ist insofern immer nötig. Du würdest vermutlich staunen, wenn Du die Hüllkurven von Gesangsaufnahmen sehen würdest.


    Grundsätzlich geht es aber doch darum, eine Aufnahme zu erhalten, die sich halt möglichst einfach bearbeiten lässt.


    Gruß

    Peter

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  • wolfgang Ich habe während mein Berufsleben viele Ansprachen gefilmt (immer vom Stativ) und dabei fast immer eine Sennheiser Funkstrecke genutzt (sobald eine feste XLR-Verkabelung nicht möglich war). In der Nachbearbeitung mit Vegas, habe ich dann meistens das Wave Hammer Surround FX mit Voreinstellung Voice genutzt.

    :wink2: Theo Houben

  • Und hast mit diesem Produkt eigene Erfahrung? Die Tonqualität vom Saramonic scheint ja nicht besonders gut zu sein. Klingt offenbar etwas "dünn".

    Lieben Gruß,
    Wolfgang


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  • Und hast mit diesem Produkt eigene Erfahrung?

    Ich habe einen Test von Videoaktiv hier reingestellt als Informationsquelle.
    Demnach klingt der Ton "topfig". :gruebel:

  • Ich habe einen Test von Videoaktiv hier reingestellt als Informationsquelle.
    Demnach klingt der Ton "topfig". :gruebel:

    Topfig wurde da für das beigelegte Lavalier-Mic bemängelt.

    Das interne Mic - was ja eben der Vorteil dieser Art von Geräten ist - soll lt. Test vergleichbar dünn klingen.wie das DJI Mini Mic.



    Ersteres könnte man ja evtl. duch ein anderers (teureres) Lavalier-Mic verbessern.

    Wobei mit einem Lavalier eben der Vorteil der schnellen und einfachen Handhabung der Funkstrecke wegfällt, da man ja das Lavalier halt auch ordentlich befestigt muss.


    Und nach meinen Erfahrungen mit 2,4 GHz Funkstrecken sind diese, was Funkabbrüche betrifft, halt auch immer mit Vorsicht zu betrachten (wobei die von mir verwendeten Modelle eben keine "Rückfallebenen" durch interne Aufzeichnung hatten). Es kommt da wirklich auch sehr auf die Umgebung und weitere Umstände an. Grade wenn der Interviewte sich irgendwie stärker bewegte, gab es oft Probleme.

    Deshalb habe ich derzeit auch keine eigene Funkstrecke.


    Gruß

    Peter

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  • Und nach meinen Erfahrungen mit 2,4 GHz Funkstrecken sind diese, was Funkabbrüche betrifft, halt auch immer mit Vorsicht zu betrachten (wobei die von mir verwendeten Modelle eben keine "Rückfallebenen" durch interne Aufzeichnung hatten). Es kommt da wirklich auch sehr auf die Umgebung und weitere Umstände an.

    Zu Umgebung: Für Amateure reichen die kleinen und preiswerten 2,4 GHz-Funken völlig aus. Es wird meist im Urlaub, Freundes- oder Familienkreis gefilmt, da laufen nicht viele störende Handys, Router & Konsorten. Und, eine Unterbrechung ist nicht so tragisch.


    Anders sieht es aus, wenn man auf einer Großveranstaltung oder einer Messe professionell aufnimmt. Dort ist das Frequenzband meist dicht belegt und Störungen an der Tagesordnung. "Chef, die Rede von CEO ist kaum zu verstehen. Könnt ihr doch sicher per AI nachbessern, oder?"


    Die Hersteller verbessern die Störsicherheit mit internen Techniken wie Dynamischer Frequenzumschaltung, Digitalen Modulationverfahren, diversity Antennen usw. Ihre Funken können auch auf des 5GHz-Band ausweichen.


    Das unterscheidet die teuren Funkstrecken von Sennheiser oder Lectrosonix von preiswerten Geräten. Die laufen auch noch auf dem Mobile World Congress (weltweit größter Mobilfunkkongress) in Barcelona mit 100 000 Besuchern & ihren Handys.


    Das kriegen die Youtube-Tester in ihren "Studios" natürlich nicht mit.


    Beste Grüße, Uli

  • Zu Umgebung: Für Amateure reichen die kleinen und preiswerten 2,4 GHz-Funken völlig aus.

    Wenn ich sehe was die sog. "Amateure" hier an Filmausrüstung ausgeben würde ich nicht bei eine vernüftige Funkstrecke anfangen zu sparen.

    :wink2: Theo Houben

  • Jein,


    das hat nicht unbedingt mit Großveranstaltungen vs privatem Umfeld zu tun.


    Einerseits gibt es grade in Mietshäusern mit vielen Parteien heutzutage sehr viele Router und andere Geräte im 2,4m Bereich. Schon von daher können also durchaus Störungen auftreten.

    Oder es gibt andere nicht unbedingt kalkulierbare Einflüsse, wie Sendeanlagen (z.B. für Mobilfunk).


    Anderseits haben die Umgebungsbedingungen, also z.B. die Beschaffenheit der Wände erheblichen Einfluss auf die Empfangsqualität.
    Rigipswände - und die findet man in vielen Häusern - blockieren die 2,4 GHz Verbindungen recht zuverlässig. Das liegt am darin gebunden Wasser.

    Auch Regenwetter, bzw. eine hohe Luftfeuchtigkeit haben Einfluss auf die Empfangsqualität (was aber auch für andere Frequenzen gelten kann).


    Wie Du schon schreibst, gibt es natürlich bei den heutigen Geräten technische Verbesserungen, die vieles abmildern. Und grade der Preis, sowie die theoretisch weltweite Einsetzbarkeit der Geräte spricht sehr für diese.

    Aber es gibt da trotzdem oft noch Schwierigkeiten über die man sich zumindest bewusst sein sollte.


    Und Wolfgang will ja eben auch nicht privat eine Feier filmen. Sondern - so habe ich es jedenfalls verstanden - sich damit ein neues Standbein schaffen. Da kann er sich derartig Pannen dann eigentlich nicht leisten. Grade wenn er erstmal ins Geschäft kommen will.

    Gruß

    Peter

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